Ber�hmte Quarter Horses & Vererber
Eine Serie f�r QH-Z�chter & -Fans
�bersetzung & Bearbeitung: Heinz Langer
Showdown
Als O.G. Hill Jr. aus Herford, Texas, anfing, im Texas Panhandle zu
Beginn der 1950er-Jahre Quarter Horses zu showen, fand er die Bewerbe etwas
eint�nig.
�Als ich begann, meine Quarter Horses zu den Veranstaltungen zu bringen�, sagte
er, �musste ich gegen so etablierte Z�chter wie Warren Shoemaker und Jimmie
Randals im �stlichen New Mexico sowie gegen Glen Casey und E. Paul Waggoner in
Westtexas antreten. Diese Leute schlugen mich regelm��ig. Doch ich war mir
sicher, eines Tages ein Pferd zu finden, mit dem ich diesen ganzen prominenten
Z�chtern eine echte Kraftprobe (engl. Showdown) entgegensetzen konnte. Und meine
Zeit sollte kommen. 1953 fand ich den Hengst, bei dem ich das Gef�hl hatte, dass
er das n�tige Potenzial hatte.�
�Ich kaufte ihn�, f�hrt Hill fort, �sein registrierter Name war Robert Kleberg.
Aber f�r das, was ich mit ihm vorhatte, nannte ich ihn � Showdown.�
Robert Kleberg kam 1951 am Hale Center, Texas, auf der Ranch des ehemaligen
Gesetzesh�ters und Quarter Horse-Z�chters J. Frank Norfleet zur Welt. Obwohl
Norfleet jahrelang seine eigene erfolgreiche Linie von Quarter Horses gez�chtet
hatte, f�hrte der Hengst, wie ja auch sein richtiger Name verr�t, pures King
Ranch-Blut.
1950 �bergab die King Ranch Mr. Norfleet eine Stute zur Betreuung, weil er der
Ranch fr�her, in seiner Zeit als Texas Ranger, manchen Gefallen erwiesen hatte.
(Er hatte die King Ranch oftmals vor Viehdieben bewahrt.) Die Stute hie�
Cacuchia und war eine Tochter von Peppy, aus der Cuata Numero Uno von Solis. Sie
war eine gute Sorrel-Stute ohne Abzeichen. Cacuchia war von Wimpy P-1 gedeckt
und das Resultat aus dieser Anpaarung war Showdown.
Da J. Frank Norfleet bereits �ber 90 war, als Showdown geboren wurde, gab ihn
der alte Ex-Polizist in die Obhut seines jungen Freundes, des Ranchers J. Frank
Daugherty, der nahe von Oilton, Texas, zu Hause war.
O.G. Hill sah Showdown zum ersten Mal 1952 auf der Tri-State Fair in Amarillo.
Er gefiel ihm auf Anhieb, war jedoch nicht zu verkaufen.
Das Pferd ging Hill jedoch nicht aus dem Sinn, sodass er ungef�hr alle sechs
Wochen zu Daughertys Ranch hinunterfuhr, und das ein halbes Jahr lang, bis Frank
schlie�lich einwilligte und ihm das Pferd 1953 f�r 5.000 Dollar verkaufte. Das
war eine Menge Geld zu jener Zeit.
Hill baute den Hengst langsam auf und zeigte ihn 1954 und 1955 nur bei wenigen
Shows.
1956 war der Rancher der Meinung, dass Showdown nun bereit f�r seine gro�e Zeit
war.
Damals war Showdown fast 5 Jahre alt. Er glich geradezu einem Modell-Quarter
Horse, war tief chestnut-farben mit einem kleinen Stern auf der Stirn und etwas
Wei� an seiner linken Hinterfessel. Er hatte 1.5m Stockma� und wog 625 kg.
Jimmy Randals aus Montoya, N.M., showte damals regelm��ig Poco Dell und Glen
Casey, der l�ngs der Stra�e in Amarillo wohnte, zeigte seine Bill Cody-gezogenen
Pferde. Ein wenig weiter �stlich, in Vernon, Texas, hatte E. Paul Waggoner seine
Ranch, voll mit Poco Buenos und Pretty Buck-Pferden.
Showdown und Poco Dell waren gleichaltrig und Hill wusste, dass Poco Dell sein
st�rkster Gegner war. Es war ungewiss, welcher von beiden jeweils die blaue
Schleife der Halter Class mit nach Hause nehmen w�rde.
Showdown hatte bei der AQHA 15 Grand Champions, 5 Reserve Champions und 45
Halter Points in seiner 5-j�hrigen Show Karriere gewonnen.
Obwohl der Hengst gut geritten war und saisonbedingt als Ranch-Pferd arbeitete,
war er nie in Performance-Klassen geshowt worden.
Gayle Borland, der die gro�artige Cutting-Stute Hollywood Lin besa� und showte,
trainierte Showdown 1960 f�r Arena Cutting. Gayle sch�tze ihn als nat�rlichen
Athleten mit viel Cow Sense ein. Doch Hill war mit seiner Rancharbeit und
Showdown als Deckhengst zu sehr besch�ftigt, sodass sie es nie schafften, an
Cuttingbeweben teilzunehmen. So war es klar vorbestimmt, dass Showdown nach
Beendigung seiner Halter-Karriere seine Bestimmung als Vererber fortsetzen
sollte.
Hill hatte sein erstes registriertes QH-Stutfohlen 1947 erworben. Von da an war
er bem�ht, die Qualit�t seiner Stuten zu optimieren. Er war immer hinter den
besten Stuten her, die f�r Geld zu haben waren.
Eine Anzahl von Hills Erwerbungen kamen von der gleichen Adresse wie Showdown.
Frank Daugherty und sein Vater Curley waren schon lange im QH-Business und Hill
startete sein Zuchtprogramm mit ihnen gemeinsam. Die Daughertys hatten schon
lange Gebrauch vom Blut des ber�hmten Vererbers Chubby aus West Texas gemacht
und Hill schloss sich ihrer �berzeugung an.
Wegen ihrer langj�hrigen Freundschaft mit J. Frank Norfleet besa�en die
Daughertys auch eine Anzahl von Nachkommen, dessen ber�hmter Rennstute Panzarita,
und auch Hill konnte seine Zuchtstutenherde mit etlichen dieser Pferde erg�nzen.
Damit verf�gte er �ber eine der besten Herden im Land.
Mit diesen Stuten zeugte Showdown gro�artige Nachkommen.
Alibi Hill, ein 1954 geborener Hengst, aus der Dutchie Chub, von Chubby, war
Showdowns erstes registriertes Fohlen und sein erster Show Champion. Dutchie
Chub wurde vielfacher Halter Grand Champion. Sie war eine der besten T�chter von
Chubby und wurde eine gro�artige Zuchtstute.
Alibi Hill wurde bereits als J�hrling vorgestellt und gewann viele gro�e Shows,
darunter die Southwest Exposition and Fat Stock Show in Fort Worth.
Die n�chsten Showdown-Nachkommen, die im Show Ring Karriere machten, waren die
Schwestern Pandarita Hill und Panzarita Hill, beide aus der Panzarita.
Panzarita war in den 1930ern eine legend�re Stute. Sie war von ihrer
Conformation her eine fast makellose Stute, die w�hrend der ganzen Woche Rinder
arbeitete und am Wochenende die Viertelmeile in 22 Sekunden lief. Jim Minnick,
der wohlbekannte fr�he (vor 1940) AQHA Inspector, nannte sie die gr��te Quarter
Horse-Stute, die er je gesehen hatte.
Curley Daugherty kaufte Panzarita von J. Frank Norfleet und verkaufte sie sp�ter
an die Hepler-Br�der aus Carlbad, Neu Mexico. Nach Vereinbarung wollte Curley
ihr drittes Fohlen zur�ckhaben. Dieses Fohlen war Panzarita Daugherty.
Wie ihre Mutter war Panzarita Daugherty eine wundersch�ne Stute und ein Top
Performer. Sie wurde oft geshowt und gewann zahlreiche Halter- und
Performance-Bewerbe.
Eine der besten Stuten, die Hill von den Daughertys kaufte, war auch Mayflower
Daugherty. Sie war eine 1950 geborene chestnut Stute von Hot Rock, aus der
Panzarita Daugherty.
Einige Jahre nach ihrem Vater verkaufte Frank Daugherty Mayflower Daugherty an
O.G. Hill, mit der Auflage, dass er eines ihrer Fohlen zur�ckhaben k�nnte. Das
war schlie�lich Pandarita Hill, ein sorrel Stutfohlen, Jahrgang 1954, von
Showdown, das ihres Vaters erster Showring Superstar werden sollte.
Konditioniert und vorgestellt von den Daughertys, erreichte Pandarita Hill 157
Halter Points und wurde 1959 AQHA Honor Roll Halter Horse.
Curley Daugherty war so begeistert von Pandarita Hill als Baby, sodass er
Panzarita Daugherty von Showdown decken lie�. Sie bekam 1955 ein Stutfohlen, das
Curley Panzarita Hill nannte. Diese beiden Stuten waren in Halter Competitions
fast nicht zu schlagen.
Der H�hepunkt in der Showkarriere der beiden Daugherty-Stuten stellte sich 1959
auf der Southwest Exposition and Lifestock Show ein. Hier platzierte sich unter
100 Mitbewerbern in der Aged Mare-Klasse Pandarita Hill als Erste und Panzarita
Hill als Zweite. Im Wettbewerb gegen die Sieger der anderen Klassen wurde
Pandarita Grand Champion und Panzarita Reserve Champion.
Die beiden machten in diesem Jahr zus�tzlich Schlagzeilen, als sie zu je 25.000
Dollar an B.A. Skipper Jr. aus Plainview, Texas, verkauft wurden.
Wie erwartet, trug ihr Erfolg wesentlich zu Showdowns wachsender Ber�hmtheit als
Show-Horse Sire bei.
Excuse, der erste von 14 AQHA Champions, die Showdown w�hrend seiner
Zuchtkarriere gezeugt hat, erblickte 1957 das Licht der Welt. Der braune Hengst
aus der Little Ethel, einer Chubby-Enkelin, wurde als Absetzer von Monte Reger
aus Woodward, Oklahoma, gekauft.
Monte kam im Herbst 1957 zu Hill und fragte nach einem Top Show Hengstfohlen f�r
die Horse Shows. Er suchte sich den Showdown-Sohn aus, der ihm am besten
geeignet schien, und nannte ihn Excuse. Er stellte ihn so oft vor, dass er
schlussendlich 3 Mal AQHA Champion wurde.
Showdown Nick, ein 1958er palomino Wallach aus der Bird, von Nick S, wurde
Showdowns zweiter AQHA Champion, nachdem er sich f�r den Award 1961 qualifiziert
hatte. Nick war einer der Top Showdown-Nachkommen aus einer der Warren
Shoemaker-Zuchtstuten.
Warren Shoemaker war der bedeutendste Quarter Horse-Z�chter in New Mexico, zur
Zeit als Hill ins Breeders Business einstieg. Hill besuchte ihn 1955 und kaufte
etliche Stuten von ihm, die gut in seine Herde passten. Aus der Anpaarung dieser
Stuten mit Showdown erwies sich Showdown Nick als bestes Show Horse. Auch er
wurde AQHA Champion und erwarb 41 Punkte in Halter und 33 Performance Points.
Showmount, ein sorrel Hengst, von 1957 aus der Slipaway Mount, von Cripple
Mount, kam auf 18 Halter-Punkte und Showdown Tanna, eine Fuchsstute von 1956 aus
der Lady Mount, von Cripple Mount bekam 6 Punkte.
Eine weitere erfolgreiche Paarung erreichte Hill mit Showdown und einer Stute
namens Buttens Sewell, mit der er 3 weitere Champions produzierte. Buttens
Sewell war eine Enkelin des King Ranch-Hengstes King George. Hill kaufte sie
1955 von R.H. Sewell aus Folsom, New Mexico. 1956 brachte sie ein Hengstfohlen
von Showdown zur Welt, das Hill Showdown Wimpy nannte. Der Hengst erreichte 1960
ein Superior Halter und wurde 1962 AQHA Champion.
1957 bekam Hill ein Stutfohlen aus der gleichen Anpaarung. Es war Wimpy Hazel
Hill, die sich 1967 f�r die AQHA Championship qualifizierte.
1958 toppte Showdown Mitzy, eine Vollschwester von Hazel und Wimpy, den
Zuchterfolg mit einem Superior in Cutting 1966.
Zusammenfassend war die Showdown-Buttons Sewell-Kombination eine der besten in
der Hill Quarter Horse-Zucht.
Showpond, ein sorrel Hengst, geboren 1959, war der n�chste Showdown-Sohn, der
die Reputation seines Vaters als AQHA Champion Sire noch weiter vertiefte. Seine
Mutter war Pandora, eine der Gr��ten der Blutlinie.
Pandora war von Ed Heller aus Dundee, Texas, gezogen. Sie war eine Tochter von
Pondie, aus der Ellen H, von Little Black Joe, von Joe Hancock. Charles King aus
Wichita Falls, Texas, showte Pandora jahrelang. Sie war eine gro�artige Halter-
und Performance-Stute, die sowohl in Cutting als auch in Roping und Reining
dominierte. Sie war auch eine der ersten AQHA Champions �berhaupt.
Als Charles King seine Quarter Horse-Zucht 1958 aufgab, fuhr Hill nach Wichita
Falls und kaufte s�mtliche Pferde. Darunter waren Poco Bay und Poco Chata, von
Poco Bueno und Poco Pandora, eine nette junge Stute von Poco Bay, aus der
Pandora.
Showpond, der erste Sohn von Showdown und Pandora, folgte seiner Mutter 1963 als
AQHA Champion.
Zwei Showdown-Nachkommen wurden 1965 AQHA Champions. Es waren Showdown Jr., ein
bay Hengst, aus der Panzarita Daugherty, und Showdown Rick, ein sorrel Stallion,
Jahrgang 1961, aus der Miss Fizz, von Humdinger.
Show Maid, eine bay Stute, geboren 1957, aus der Miss Circle H III, von Brown
Caesar und Showdown Eloise, eine 1964er Fuchsstute, aus der Brenda Lee, von
General Lee wurden Showdowns neunte und zehnte AQHA Champions 1966.
Showdowns produktivstes Jahr als AQHA Champion Sire kam 1967, als gleich f�nf
seiner Nachkommen, darunter Wimpy Hazel Hill, den Titel gewannen.
Show Tip, ein Fuchshengst aus dem Jahr 1960, von Showdown, aus der Darky Jo
Spark, von Scooter Powers, wurde seines Vaters Top Point Earner. Er erzielte 15
Halter- und 473,5 Performance-Punkte innerhalb seiner Showkarriere, in der er
1968 High-Point Western Riding Stallion und 1969 High-Point Wester Riding Horse
und High-Point Reining Stallion wurde.
Um die Liste von Showdowns AQHA Champions abzurunden, seien noch Showdown Linda,
geboren 1960, aus der L Allegro Linn, von L Allegro, Ho Down Dio, 1961er bay
Mare, aus der Shorty�s Janie, von Shortcut und Caliente Hill, ein sorrel Hengst
von 1962, aus der Brenda Lee, erw�hnt.
Caliente Hill, der letzte AQHA Champion, den Showdown gezeugt hatte, war von O.G.
Hill als Nachfolger seines ber�hmten Vererbers vorgesehen.
�Caliente hatte eine Menge von seinem Daddy�, sagte der erfolgreiche Rancher.
�Er war ein wenig gr��er und hatte das selbe Naturell wie Showdown. Ich brachte
ihn zu Billy Allen, der ihn ausbilden und showen sollte und der �a good Job with
him� tat. Im Anschluss an sein AQHA Championat stand Caliente 1967 Grand
Champion auf der Denver National Western Stock Show.�
�Und wie sein Daddy versprach er, ein guter Deckhengst f�r mich zu werden. Ich
leaste ihn zun�chst f�r ein paar Jahre an die CS Ranch in Cimarron, N.M.�
In den sp�ten 1960er- und fr�hen 1970er-Jahren schraubte O.G. Hill seine Horse
Show-Aktivit�ten zur�ck. Seine Z�chtert�tigkeit mit dem Top Sire Showdown, der
immer noch popul�rer wurde, fort,
1969 verleaste Hill Showdown an ein Z�chtersyndikat in Wisconsin. Der Hengst
blieb gesund und blieb bis zu seinem 20. Lebensjahr ein gefragter Vererber. Im
Fr�hling 1974 deckte er noch ein halbes Dutzend Stuten. Am 2. August des selben
Jahres verstarb Showdown im Alter von 23 Jahren.