Eine Serie f�r QH-Z�chter & -Enthusiasten
�bersetzung & Bearbeitung: Heinz Langer
Ed Echols
In den sp�ten
1930er- und fr�hen 1940er-Jahren gab es im Pima County, Arizona, einen Sheriff
und fr�heren Rodeo Cowboy namens Ed Echols. Echols soll World Champion Cowboy
gewesen sein, weil er 1912 bei der Calgary Stampede den Sieg im Steer Roping
errungen hatte.
Sheriff Echols war gut befreundet mit dem Horseman W.D. �Dink� Parker, der zu Ehren seines Freundes, einem Hengst, den er damals besa�, dessen Namen gab. Ed Echols, das Pferd, machte sich einen gro�en Namen als Erzeuger von Rennpferden, Halter- und Performance Horses.
Der Vererber Ed Echols, ein chestnut-farbenes Pferd, wurde von Manuel Benevides Volpe gez�chtet und kam auf Volpes Ranch in Laredo, Texas, am 15. April 1940 zur Welt. Der Einfluss Ed Echols auf die Quarter Horse-Zucht begann allerdings erst, nachdem er von Volpe an Dink Parker verkauft worden war. Parkers Langzeitfreund und Proteg� erkl�rte dazu: �Dink gab mehr Geld f�r Ed Echols aus, als er je in ein Pferd investiert hatte. Es waren um die 1.500 Dollar und das war damals eine Menge Geld.�
Fay Parker, Dinks Frau, schrieb 1948 in der Dezemberausgabe des Quarter Horse Journals, sie h�tten Ed Echols oder Edward, wie sie ihn nannten, von George Clegg, dem Z�chter so ber�hmter Pferde wie Old Sorrel und Sam Watkins, gekauft. Die AQHA-Aufzeichnungen belegen allerdings, dass Clegg ausschlie�lich der Z�chter von Joe Echols war, einem Sohn von Ed Echols, der ein Register of Merit Race Horse war.
Dink und Fay Parkers Freundschaft zu Polland verhalf diesem zum erfolgreichen Start im Pferdegesch�ft. Dink wurde Pollards Mentor und Berater f�r die Entwicklung von dessen Lightning A Ranch, wo Pollard sp�ter so herausragende Pferde wie Lightning Bar (Vater v. Doc Bar) und Bardella z�chtete.
�Tats�chlich ging ich viel zu Quarter Horse-Rennen w�hrend der Zeit, als ich die Universit�t in Tucson besuchte.�, erkl�rte Pollard. �Ich liebte Pferderennen und hatte schon Match Races in Texas gesehen, woher ich urspr�nglich kam. Ich stie� auf Dink, weil er immer gewann.
Er hatte ein v�terliches Interesse an mir. Als ich begann, mich f�r das Horse Business zu interessieren, versprach er, mich zu unterst�tzen und mir bei der Auswahl einiger guter Stuten zu helfen. Dink kannte sich mit gro�artigen Stuten sehr gut aus und diese Kenntnis f�rbte langsam auf mich ab.� Pollard erwarb damals so ber�hmte Stuten wie Hula Girl P, Della P, Black Gal P, Miss Panama, Queenie und Miss Bank.
Pollard erinnert sich an Parker als einen gro�artigen Rindermann aus einer Familie weiterer gro�artiger, erfahrener Rinderleute. Parker war in jungen Jahren mit seiner Familie aus Texas nach New Mexico �bersiedelt. Sie brachten einige hundert Pferde aus Texas nach New Mexico mit. Nach dem ersten Weltkrieg �bersiedelte Parker nach Arizona, wo er viel Land erwarb und seine Pferdezucht auf der Apache Springs Ranch etablierte, wo er so ber�hmte Pferde wie Ben Hur und Parker�s Chicaro z�chtete.
�ber den Hengst Ed Echols erz�hlte Pollard: �Er war sehr lebhaft, doch nicht unbedingt das am besten aussehende Pferd. Er war ein leberfarbener Chestnut. Seine Kopfform war auch nicht gerade ideal, die Schulter war etwas zu schwer und seine H�fte etwas kurz, aber er war ein guter Vererber.�
Fay Parker schildert Ed Echols leicht reizbares Temperament in einer Quarter Horse Journal-Ausgabe von 1984 mit folgender Episode: �An einem Sonntag, nur ein paar Wochen nach seinem Trainingsbeginn, lief er in einer Gruppe von f�nf Pferden. Er kam gut aus der Startmaschine und �bernahm sofort die F�hrung, als ein Pferd namens Little Texas die Verfolgung Edwards aufnahm. Ed blickte zur�ck und sah Little Texas n�herkommen. Er erh�hte sein Tempo, der Widersacher ebenfalls. Als Texas an Ed vorbeikommen wollte, bl�hte dieser die N�stern, �ffnete weit sein Maul und biss Texas in die Schulter, wobei er ihn festhielt wie eine Bulldogge. Der Jockey musste Ed gewaltsam zum Halten bringen und so verlor so das Rennen.
Fay Parkers Aufzeichnung zeigt auch, dass der Hengst noch sehr jung war, als sie ihn Lyo Lee, einem bekannten Trainer aus Tucson, anvertrauten.
Die Parkers schickten Ed Echols ins Rennen, weil sie sehen wollten, wie er lief, hatten sie doch die Absicht, Rennpferde zu z�chten. Ed Echols Rennkarriere belief sich laut American Quarter Racing Association auf nur sechs offizielle Starts im Jahr 1947, wo er dreimal Erster und dreimal Zweiter wurde. Er wurde daraufhin auf der Rennbahn A-klassifiziert und erhielt ein ROM.
Die Rennbegabung in Parkers Zucht ist auf Zantanon und Dorothy E, die eine Vollblutstute war, zur�ckzuf�hren. Zantanon war zu seiner Zeit, als er in Mexico Rennen lief, als Man O� War of Mexico ber�hmt geworden. Sp�ter ging er in den Besitz von Manuel Benevidas Volpe �ber.
Die Ausgabe 10 des American Stud Book weist Doroty E als registrierte Thoroughbred-Stute aus, gezogen von J.A. Hall aus Stranberry, Missouri. Ihr Vater war Flying Squirrel (TB), von Cesarion, von Faustus, der schlie�lich von Enquirer stammte. Die Mutter von Cesarion war Cleopatra, von Rosicrucian. Die AQHA Records List bezeichnet die Mutter von Flying Squirrel als unbekannt, doch die Historiker sind der Meinung, dass es Katie W, von Himyar, war, der die ber�hmten Vollbluthengste Plaudit und Domino zeugte. Die Mutter von Katie W war Favoress, von Macaroon.
Die Stute, die Dorothy E zur Welt brachte, war Kokohi, von Celt. Celt war ein Sohn von Commando, von Domino, von Himyar, was zeigt, dass Dorothy E doppelt auf Himyar gezogen war.
Nicht alle Ahnenforscher sind der Meinung, dass Dorothy E tats�chlich ein Vollblut war. Die Kontroverse �ber ihr Pedigree geht aus Helen Michaelis Stutenverzeichnis hervor, das aus der Bob Denhardt Collection vom American Quarter Horse Heritage Center stammt. Dieses Material zeigt uns, dass Dorothy E f�lschlich als Thoroughbred, aus der Kokohi, registriert wurde, sondern dass ihre Mutter eine Quarter-Stute war. Das Material weist auch aus, dass Dorothys ehemaliger Besitzer, R.C. Row behauptet, sie w�re nicht von J.A. Hall, sondern von Bud Hall aus Iowa gez�chtet worden. Er behauptet auch, dass sie die Viertelmeile in 22 Sekunden bew�ltigte.
Row erkl�rte eidesstattlich, dass diese Erkl�rung von Bud Hall abgegeben wurde, als er die Stute von ihm kaufte. Dorothy E ging sp�ter in den Besitz von M. Bevenides Volpe und Alonzo Tayler aus Halletsville, Texas, �ber.
Bob Denhardt, der zweifellos prominenteste Ahnenforscher der Quarter Horse-Rasse, bekr�ftigt erneut diese Information in seinem Buch, �Foundation Dames of the American Quarter Horse�, dass Dorothy E aus einer Quarter Horse-Stute namens Kokohi stammte, gezeugt von dem Hengst Celt. Er best�tigt auch, dass sie von J.A. Hall gez�chtet wurde und Bud Hall aus Iowa sie ihr erstes Rennen laufen lie�.
1949 verkaufte Dink Parker Ed Echols an Ray Sence aus Barebank, Kalifornien. Parker fiel es zwar schwer, den Hengst zu verkaufen, doch er hielt sich f�r zu alt, einen Deckhengst und 70 Zuchtstuten zu halten und zu betreuen. Sence behielt Ed Echols bis 1956 und verkaufte ihn dann an Jack Clifford aus Kelseyvill, Kalifornien. Clifford dachte anfangs, er h�tte kein so gutes Gesch�ft gemacht � er hatte Ed Echols f�r 4.600 Dollar gekauft � bis er ihn f�r 10.000 Dollar an B.F. Phillips jr. weiterverkaufte.
�Wir konnten mit dem Pferd nicht viel anfangen.�, erkl�rt Clifford. �Wir stellten ihn ein Jahr lang als Deckhengst auf. Manchen Leuten gefiel er, manchen nicht. Ich mochte ihn. Er war ein nettes Pferd und immerhin ein Sohn von Zantanon. Phillips behauptete immer, er w�re ein besserer Sohn Zantanons als King P-234. Ich wei� nicht, ob das stimmt oder nicht. Doch ich wei�, wenn er ein gleich gutes Management und die gleiche Chance wie King gehabt h�tte, dann w�re er heute ein sehr ber�hmter Vererber. Er zeugte wundervolle Fohlen.� B.F. Phillips zog in den 1950er-Jahren sein Show- und Zucht-Gesch�ft gro� auf und versammelte einige gro�artige Namen, die Quarter Horse-Geschichte schrieben, in seinem Topbetrieb. Die Phillips Ranch wurde Home so erfolgreicher Pferde, wie Steel Bars, Cactus Breeze, LH Quarter Moon, Poco Lynn, Martha King und Goldwood. Phillips und sein erst vor kurzem verstorbener Trainer Matlock Rose � bei ihm hat auch Jean-Claude Dysli gelernt � waren st�ndig auf der Suche nach Spitzenpferden. Sie kamen nach Kalifornien, um sich Ed Echols anzuschauen. �Matlock und Phillips kamen auf die Ranch, um sich das Pferd anzusehen.�, erinnert sich Clifford. �Phillips bot mir 7.500 Dollar, aber ich verhandelte hart und sagte nein. 10.000 Dollar oder gar nichts.� Sie kauften ihn und Phillips bestand bei diesem Preis auch darauf, dass der Hengst angeliefert w�rde. So geschah es auch.
Phillips gr�ndete bis 1959 eine Partnerschaft mit T.F. Larkin, danach �bernahm er Ed Echols in Eigenregie und behielt ihn bis zu seinem Tod im August 1970.
Ed Echols zeugte einige sehr schnelle Fohlen, die Spitzenreiter in der Southwest-Rennszene wurden. Unter diesen Speedsters waren Parkers Trouble, Dandy Z, Ed Heller, Hula Girl P und Little Smoke Echols. Letzterer war Multiple Stakes Winner und gewann 1950 die Southwest Futurity in Rillito. Ed Heller, ein weiterer Multiple Stakes Winner, holte sich 1949 die Southwestern Futurity und Dandy Z gewann 1952 das Joe Blair Handicap. Jedes der drei Rennpferde lief w�hrend seiner Karriere Streckenrekord.
Parkers Trouble holte zwar keinen Streckenrekord, wurde aber AAA-qualifiziertes Rennpferd. Parkers Trouble wurde f�r seinen Besitzer Blain Lewis ein gro�artiger Vererber. Unter Parkers Troubles Fohlen waren ber�hmte Rennpferde wie Trouble Gal (1984 World Champion Quarter Running Horse), Dashs Dream, Trouble Fair, die Mutter von Boston Mac, Pima Country, ein AQHA Champion, und Big Step, der Vater von Trouble Step, dem AQHA High Point Halter Horse von 1965.
B.F. Phillips best�tigt, dass Ed Echols Stutfohlen zeugte, wie er dergleichen noch nie erlebt hatte. Da waren vor allen seine ber�hmten T�chter Hula Girl P und Annie Echols. Die beiden gewannen alle Rennen und Arena Shows, in denen sie gestartet wurden.
Annie Echols wurde von Frank Vessels jr. gez�chtet und kam in der Zeit zur Welt, als Ed Echols bei Ray Sence stand. Sie wurde ein wesentlicher Bestandteil des Zuchtprogramms der ber�hmten Finley Ranch in Arizona. Diese gro�artige Stute hatte denselben Werdegang wie Hula Girl P als Renn- und Show-Pferd. Sie erreichte ihr ROM und die AAA-Qualifikation auf der Rennbahn. Danach erreichte sie noch 40 Halter Points.
Annie Echols brachte neun Performing Horses zur Welt, darunter einen Stakes Winner, zwei Superior Halter Horses und einen AQHA Champion. Die Stakes-Gewinnerin war Fancy Three, eine Stute, die 1965 die AQRA Lassie Stakes gewann. Der AQHA Champion war Echols Dandy mit 37 Halter und 65,5 Performance Points. Die beiden Superior Halter Horses waren Dandy Duz und Par Three.
Der gr��te Einfluss des Ed Echols-Blutes auf die heutige Quarter Horse-Zucht kam durch ihren Enkelsohn Par Three. Par Three � und da werden alle Liebhaber von Top-Pferden aus den Disziplinen Trail, Pleasure Western Riding und Halter fasziniert aufhorchen � zeugte n�mlich Zan Parr Bar, der 1974 zur Welt kam. Zan Parr Bar wurde 1977 AQHA World Champion 3-Year-Old und sowohl 1979 als auch 1980 AQHA World Champion Aged Stallion. Er war 1977 AQHA High Point Halter Stallion und 1979 AQHA High Point Steer Roping Horse. Mehr �ber Zan Parr Bar erfahrt ihr in den n�chsten Ausgaben der Western News!
Das letzte Kapitel aus der Geschichte von Ed Echols als Spitzenvererber in der Quarter Horse-Zucht spielte sich auf Phillips Ranch in Frisco, Texas, ab. Hier wurde er zum ber�hmten Vererber von guten Performance Horses. Unter seinen Fohlen aus dieser Zeit waren Echo Reed, das High Point Calf Roping Horse von 1964, Mike Echols, der AQHA High Point Reining Stallion 1964, und Echo Ed, das Reserve World Champion Amateur Reining Horse 1981. Erstaunlicherweise gewann Echo Ed seinen Reserve World Champion-Titel 1981 im Alter von bereits 20 Jahren.
Als B.F. Phillips Ed Echols kaufte, erwarb er eine Tochter des Hengstes namens Gin Echols, die sein pers�nliches Cutting-Pferd wurde. Er gewann mit ihr 1965 und 1966 die NCHA Non-Pro World Championships. Matlock Rose, der Gin Echols trainierte, bezeichnet sie als eine wirklich nette Stute. Sie sah aus wie ein Thoroughbred, hatte tolle Speed und viel Cow Sense � ein richtiges Cow Horse. In der Tat stammte Gin Echols aus einer Vollblutstute, namens Gin Squirt, von Grogg.
Gin Echols wurde auch eine au�ergew�hnliche Ed Echols-Zuchtstute. Aus ihr stammten Gins Lena, NCHA Futurity Finalist, Tanquery Gin, ebenfalls NCHA Futurity Finalist und beachtlicher Vererber, und Spot Gin, NCHA Futurity Semifinalist. Diese drei Pferde hatten Doc O�Lena zum Vater.
Ed Echols, der Superhengst aus S�dtexas, war ein Meilenstein in der Quarter Horse-Zucht, ein universeller Vererber. Seine Nachkommen machten ihn zur Legende. Er starb 1970.
Pedigree:
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Traveler |
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Little Joe |
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Jenny |
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Zantanon |
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Billy by Big Jim |
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Jeanette |
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Mare by Sykes Rondo |
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Ed Echols (1940-1970) |
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Cesarion |
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Fying Squirrel |
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Katie W |
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Dorothy E (TB) |
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Celt |
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Kokohi |
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Unknown |