Youth Portrait: Verena Scholl

Hi, mein Name ist Verena Scholl, ich bin 17 Jahre alt und Sch�lerin der HLW Braunau, O�.

Meine Reitkarriere begann ich im Englischsattel mit 8 Jahren. Nach vier Jahren � es lief gerade �Der Pferdefl�sterer� im Kino � sattelte ich um. Das Westernreiten hatte es mir angetan. Zum Gl�ck befand sich die Inn River Ranch von Josef Fellner nur 10 Minuten von mir entfernt.

Nach vielen Reitstunden auf Cisco konnte ich meine Eltern endlich �berzeugen, mir ein eigenes Pferd zu kaufen. Nach intensiver Suche konnte ich schlie�lich Poco Tidy Man, genannt Jimmy, einem bildh�bschen, damals 3-j�hrigen QH-Wallach, sein neues Zuhause zeigen. Au�er Essen, Schlafen und Schule gab es nur noch eins � mein Pferd! Zwei Jahre sp�ter wechselten wir den Stall und �bersiedelten auf die Lone Star Ranch, auch nur wenige Kilometer entfernt.

In dieser Zeit bekam ich mein erstes Turnierpferd aus Italien, Carvers Leo Jac, einen sechs-j�hrigen Palomino-Wallach. Mit Jac bestritt ich meine ersten Turniere in der Gegend von Wien und Nieder�sterreich. Nach zwei Probeturnieren im Jahr 2002 startete ich richtig los. Im Jahr 2003 erritt ich mit Jac viele erste Pl�tze in Reining Youth, Platzierungen in Trail, Horsemanship, Pleasure und sogar einen Reserve Champion in Halter. Letztendlich schnappten sich Jac und ich die WTC Kristalltrophy und somit den Titel Youth Reining Champion. Die Kr�nung des Jahres war nat�rlich der �International Rookie of the Year�. (F�r Jac war�s bereits der Zweite.)

Nach der Entscheidung, mich ganz dem Reiningsport zu widmen, stellte ich mich beim kanadischen Profitrainer Morey Fisk im Reitsportzentrum Beerhof bei Dingolfing, Bayern, vor und wurde von ihm als Sch�lerin angenommen. Einziger Wermutstropfen war, dass Jac eine Reit- und Turnierpause brauchte, die ich ihm auch gew�hrte. Jimmy hatte inzwischen einen super Platz bei Reiterfreunden, der mehrfachen �M in Pleasure und Trail, Annemarie Brieger, gefunden.

Da ich auf keinen Fall eine Reitpause einlegen wollte und mich meine Eltern wirklich sehr unterst�tzten, bekam ich ein neues Pferd, Dry Little Leo, einen 5-j�hrigen QH-Wallach und Futurity Champion. Cowboy, so wird er genannt, wurde von mir sofort ins Herz geschlossen, vom ersten Augenblick an f�hlten wir uns als Team. Wir genossen bei Morey ein absolut professionelles Training und bestritten nach nicht einmal drei Monaten unser erstes Turnier, die Bavarian Championships in Vaterstetten.

Gleich beim ersten Mal lief es hervorragend, ich gewann die AQHA Reining Youth mit Cowboy. Dann zum ersten Mal ein wirkliches gro�es Turnier in Kreuth � das Derby. Mein Ritt war gut � leider aber f�nf Spins. Ich trainierte weiter mit Morey und startete beim Challenge in Kreuth. Die gesamte Reining-Elite war dort vertreten. F�r mich wirklich spannend, dort zu reiten. Mein Ziel war, ins Finale der Rookie zu kommen... und es gelang.

Mein n�chstes gro�es Ziel war die QH EM 2004 in Kreuth. Morey bereitete uns perfekt darauf vor und es lief hervorragend. Erster Go am Dienstag � Platz 2 und 4 bei 19 gestarteten Pferden. Zweiter Go am Donnerstag � Platz 3 und 7; also ein sicherer Finalplatz in der Reining Youth. Am Freitag um 13 Uhr war es soweit. Ich war erste Starterin von zehn Finalisten aus f�nf Nationen. Es gelang ein wirklich guter Ritt, Morey war hoch zufrieden, was man w�hrend der Patterns deutlich h�ren konnte. Die �brige Behrhof-Crew stand auf den R�ngen und feuerte mich lautstark an. F�nf Richter gaben ihre Scores ab. Von diesem Augenblick an wussten wir, dass es nicht schlecht gelaufen war. Den �berblick der restlichen Scores hatten wir allerdings verloren. Die Siegerehrung war dementsprechend spannend. Als der f�nfte Platz vergeben war, hatte ich mir die Z�gel bereits gerichtet, umsonst. Als es an die Medaillenr�nge ging und Bronze an Gro�britannien vergeben wurde, tobte die Behrhof-Crew. Sie wurden noch lauter, als Silber an Steve Ouellet, Italien, ging. Fr�her hatte ich mir immer vorgestellt, wie es w�re, zu einer Siegerehrung zu sliden. Jetzt konnte ich es endlich tun � und das bei der EM. Ich hatte die einzige Goldene f�r �sterreich geholt.

Cowboy hat nun seine verdiente Winterpause, mehr als mich im Gel�nde herumzutragen, braucht er im Moment nicht tun. N�chstes Jahr wird�s hoffentlich wieder �hnlich spannend!

Verena