Die "Mayer Sisters" und ihre blonden Jac�s
F�r uns, Bianca (13) und Viktora (10), begann das Westernreiten im Herbst 1998. Wir wohnten in Las Vegas (Nevada, USA). Neben einigen Konzerten und Shows, besuchten unsere Eltern mit uns Westernturniere im Osten der Spielerstadt. Die Leistungen der Reiter waren in unseren Augen nicht besonders �berzeugend.
Mutter Sylvias Quarter Horse, Mr. Jessi Jac, war von �sterreich mit der Lufthansa in die USA geflogen worden und genoss die Sonne Nevadas im Stall hinter unserem Haus. Nach unseren t�glichen Ausritten durch die W�ste durfte eine uns bekannte Turnierreiterin einige Zirkel und Spins machen. Sie war von Jessi ganz begeistert und schrie aus lauter Kehle: "I want one of those, I want one of those!" Sp�testens jetzt wussten wir, dass Jessi auch nach amerikanischen Begriffen ein sehr gutes Pferd ist. Es galt ab sofort f�r uns Kinder, das K�nnen von Mr. Jessi Jac intensiv zu n�tzen.
Nach der R�ckkehr in unsere Heimat im Juni 1999 endete der erste Ausritt f�r Bianca im Spital von Krems. Ihre in �sterreich gebliebene Paint Horse-Stute Pebble st�rzte mit ihr und Biancas Becken war gebrochen. Deshalb konnte der geplante Kurs bei Helmut Schulz erst zu Ostern 2000 nachgeholt werden. Gleich danach machten wir w�hrend des Springturniers in unserem Reitstall in Rohrendorf bei Krems eine Westernvorf�hrung. Dabei lernten wir Sabine Hell und ihren Moritz kennen. Sabine und Moritz haben uns sehr beeindruckt. Im Sommer 2000 besuchten wir noch weitere zwei Kurse in Pottenstein, wo uns Helmut Schulz auf das WRC und unser erstes Turnier vorbereitete.
Da wir noch ein Quarter Horse wollten, begann unser Vater Viktor im Mai 2000 f�r uns einen "zweiten Mr. Jessi Jac" zu suchen. So kam dann Lewis Jac in unsere H�nde.
Auf dem ersten Turnier, dem Western Star Classic 2000, waren wir noch ein wenig unorganisiert. Viktoria sa� �berhaupt zum ersten Mal auf Lewis Jac, und Bianca kam mit Mr. Jessi Jac nicht sonderlich gut zurecht. Trotzdem schnupperten wir Erfolg. Viktoria gewann die Youth Pleasure und Bianca wurde All Around Champion Youth.
Jetzt mussten wir einen Weg finden, unser t�gliches Training zu organisieren. Da wir im Niemandsland der Westernreiterei, in Krems an der Donau wohnen und Sabine Hell in St. P�lten, ergab sich eine vern�nftige Zusammenarbeit. Was lag n�her, als sich mit ihr zu verb�nden und einmal pro Woche ein gemeinsames Training abzuhalten. Der Erfolg beim Austrian Classic VIII in Weikersdorf best�tigte unseren Weg. Bianca, jetzt auf Lewis Jac, wurde All Around Champion Youth, gewann dabei die Reining Y (High Point Earner Y Reining L 2000) sowie die Horsemanship Y, wurde zweite in der Pleasure Y und im Trail E. Sie war in jedem teilgenommenen Bewerb in AQHA-Y und Einsteiger auf Platz 3 bis 5 zu finden. Viktoria begeisterte die Zuschauer in Weikersdorf mit ihrer Vorstellung im AQHA Trail Y, wo sie Mr. Jessi Jac auf den zweiten Platz bei beiden US-Richtern brachte.
Den folgenden Winter n�tzten wir f�r fast t�gliches Training, fuhren oft mit den Pferden ins WRC Wr. Neustadt und freuten uns auf die ersten Turniere 2001. Im Springtime Cup in Wiener Neustadt und Landegg stellten sich die Erfolge ein. Erste Pl�tze f�r Bianca auf Lewis Jac, dreimal in der Y-Reining L, viermal in Horsemanship, zweimal in Pleasure, beide All Around Champion Youth Titel und die Cup-Siege in Youth Reining L, Horsemanship und Pleasure. Ein Sieg in der Einsteiger Jackpot Reining L, jeweils ein 2., 4. und 5. Platz, brachten das erste Preisgeld (ATS 3.000,- f�r den zweiten Gesamtrang).
Viktoria auf Mr. Jessi Jac gewann den �berraschungsbewerb Bootrace, weiters eine Pleasure Y, und verbuchte viermal zweite Pl�tze im Trail Y, jeden ehrenvoll hinter Sabine Hell. Bei ihren Starts in der Open Class Reining S landete sie zweimal auf Platz 3.
Die Begeisterung f�r Pferde verdanken wir unserer Mutter Sylvia. Sie ritt in ihrer Jugend einen Warmbluttraber Namens Fritz. Im Jahr 1995 kaufte sie f�r uns zwei Ponies, Chayenne und Fritz, sowie zwei Haflinger f�r sich und Papa. Unsere gemeinsamen Ausritte (und Abw�rfe) im wilden Gel�nde des Waldviertels sind legend�r und unvergesslich. Von einer Dienstreise nach Washington, D.C kam Sylvia mit einem Westernsattel, einem Pad und einem Bridle zur�ck. Von nun an wurde ihr Haflinger auf diese neue Reitweise umgestellt. Den Traum von einem eigenen Quarter Horse erf�llte sie sich mit Mr. Jessi Jac, der 1997 von Michael Peterka an uns verkauft wurde. Die n�chsten Pferde, Enforcers Pebble, eine Paint Horse-Stute, und ihr Fohlen Enforcers Cody wurden ebenso wie die Ponies wegen unseres einj�hrigen Aufenthalts in den USA an Freunde verkauft. In Las Vegas haben wir dann unseren "Fritz 3" erworben. Er hei�t laut Pedigree "Startling", er ist ein Paint-Wallach. Den Namen Fritz erhielt er von der amerikanischen Vorbesitzerin. (Sie hatte mit einem deutschen Mann Namens Fritz anscheinend gute Erfahrungen gemacht.)
Fritz und Jessi traten dann im Juli 1999 die weite Heimreise von Las Vegas �ber Oklahoma (30 Tage Isolationsfarm), Chicago O�Hare Airport, mit KLM nach Amsterdam und dann per LKW nach Krems an. Der im Vorjahr auf Vorschlag von Helmut und Dennis Schulz erworbene Lewis Jac, ein Sohn von Jac O Rima, beweist sich immer mehr als weiterer Gl�cksgriff f�r uns.
Seit wir immer wieder erfolgreich von den Turnieren in den Heimatstall der LRG Rohrendorf kommen, genie�en wir die Unterst�tzung und das Verst�ndnis der Mehrheit der dort trainierenden Springreiter. Hier funktioniert das Nebeneinander von Springreitern und uns Westernreitern mittlerweile ausgezeichnet.
Liebe Gr��e
Bianca & Viktoria Mayer