Josef Lechner
Ich hei�e Josef Lechner, bin 16 Jahre alt und habe vor drei Jahren mit dem Westernreiten begonnen. Da wir viele Pferde auf unserem Betrieb haben, interessierte es mich am Anfang nicht so sehr. Als ich mit 13 Jahren mein erstes Pferd Heza Summer Dream bekam, einen 8-j�hriger Quarter-Wallach aus Italien, fing es an, mir zu gefallen. Ich bekam regelm��ig Instruktionen von meinem Vater.
Mein erstes Ziel war das WRC, an dem 14 Reiter teilnahmen. Dieses schaffte ich problemlos, wobei ich schon beim Pferd bemerkte, dass er in der Arena anders reagierte als beim Training.
Am n�chsten Tag war mein erstes Turnier, bei dem ich Reserve Champion in der Jugend wurde. Und damit war der Weg klar � ich hatte Spa� am Westernreiten.
Wir hatten beschlossen, das n�chste Turnier ausw�rts zu gehen, die Tiroler Meisterschaft in Pill, wo er schon beim Abreiten nicht mehr wiederzuerkennen war � es war ein Alptraum � er war turniersauer!
Im Herbst bekamen wir drei Pferde aus Kanada, von denen mir eine 2-j�hrige Fuchs-Stute mir sofort auffiel. Als wir sie anritten, bemerkten wir, dass sie das Zeug zu einem guten Turnierpferd hat. Daraufhin ging mein Wallach in den Schulbetrieb und ich bekam die Quarter Horse Stute Bitter Jacky, die mir wieder richtig Spass beim Reiten machte. Sie wurde von meinem Vater trainiert, da ich die Berufsschule f�r Landwirtschaft absolvierte und so nur am Wochenende zuhause war. Ich merkte jedes Wochenende den Fortschritt.
Sie war erst vier Monate unter dem Sattel, da ritt ich das Reitertreffen an unserem Hof mit und gewann die Youth und die Einsteiger Pleasure und wurde Allaround Reserve Champion in den beiden Klassen.
Da von der Schule aus ein 3-monatiges Fremdpraktikum vorgeschrieben ist, ging ich ins Zentrum des Westernreitens, nach Texas zu Bozo Rogers, wo ich die Zeit von Juli bis Oktober 2001 verbrachte.
Bei Bozo musste ich seine Cutting, Working Cowhorse und Reiningpferde warmreiten, putzen, sattel und f�ttern. Wir hatten t�glich zirka 12 bis 15 Pferde zu reiten.
Neben dem Stall war mein kleines Haus, in dem ich wohnte und die Pferde und Rinder f�tterte.
Wir fuhren auf zahlreiche Turniere wie nach San Antonio (mit 10 Pferden), zu der Youth World Show (wo seine Tochter startete), nach Ardmore, Oklahoma (mit 5 Pferden), nach Sterling, Colorado oder gar nach Nevada. Die Turniere waren sehr stressig, da wir immer viele Pferde mit dabei hatten und sie mussten alle geputzt, gesattelt und abgeritten werden.
Bei den Turnieren feierte Bozo gro�e Erfolge und qualifizierte eine 4-j�hrige bay-Stute zur World Show und gewann die Snaffle Bit Futurity in Colorado.
Ich bekam jeden Tag Instruktionen und mein reiterliches K�nnen verbesserte sich stark.
Neben Reining durfte ich sogar mit den Rindern arbeiten, was mir viel Spa� machte.
Die Zeit verging sehr schnell, da wir viel Arbeit hatten.
Danach flog ich wieder nach Hause, wo ich jetzt im letzten Semester der Landwirtschaftsschule bin, die mit dem Facharbeiter endet. Danach werde ich auf unserer Anlage arbeiten und bei einigen Turnieren starten. Vielleicht gehe ich im Winter wieder nach Amerika!