Florian Larch
Servus, ich hei�e Florian Larch. Einige kennen mich vielleicht
schon von dem einen oder anderen Turnier, aber ich m�chte mich kurz noch einmal
vorstellen.
Ich wohne in einem umgebauten Bauernhaus in den Bergen Tirols, bin 17 Jahre alt
und komme aus einer Familie, in der alle reiten. Ich reite eigentlich schon seit
ich sitzen kann, da meine Familie immer schon mindestens ein Pferd hatte. So
fing ich mit 4 Jahren an, auf sturen Ponys im Gel�nde �rumzugurken�.
Ein paar Jahre sp�ter habe ich dann an einem
Vereins-Dressurturnier mit einem geliehenen Islandpony teilgenommen und wurde
prompt Erster in meiner Klasse. Kurz darauf wechselte meine Familie vom
Englischen zu Western, was lange Zeit eher einem schlechten Wildwest-Film
ge�hnelt hat statt Sport. Wir verbrachten die meiste Zeit auf den Pferden im
Gel�nde, und es dauerte nicht lange, bis mich das immer gleichbleibende Gel�nde
so langweilte, dass ich mir dachte, entweder ich lasse das mit dem Reiten und
bleibe beim Fu�ball oder ich mache es anst�ndig. Doch als ich den Knabstrupper
Billy von meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt bekam, war die Entscheidung
einfach. Ich entschied, die ganze Sache ernster zu nehmen, begann vermehrt beim
Kohlerhof Trainingsstunden zu nehmen und schaffte es auf Anhieb, das WRC und das
Bronzene zu machen.
Ab diesem Zeitpunkt machte ich in den Sommerferien jedes Jahr ein Praktikum. Das
erste war bei Jean-Claude Dysli 2007. Leider konnte ich zu dieser Zeit mit
meinem damaligen Ausbildungsstand nicht in dem Ma� von ihm profitieren, wie ich
es erhofft hatte, aber ich lernte dennoch vieles �ber Cutting- und Reiningpferde.
Es war eine sehr spannende und spa�ige Zeit, die ich nicht missen will.
Dann fing ich 2008 an, bei Angelika Larcher in ihrem Stall im Stubaital
auszuhelfen. Da bekam ich t�glich Reitstunden. Bei ihr wurde mir schnell klar,
dass das, was ich vorher praktiziert hatte, nicht viel mit Reiten zu tun gehabt
hatte. Am Boden der Realit�t angelangt, trainierte ich t�glich mehrere Stunden
mit ihr. Wir arbeiteten viel an meinem Knabstrupper, der mir die ganze Sache
nicht gerade leicht machte, aber dennoch w�rde ich ihn nie hergeben. Ich bekam
von ihr auch eines ihrer Schulpferde, auf dem ich trainieren durfte, den Paint
Horse-Wallach Emphis Bando.
Nach gut 8 Monaten startete ich mit Emphis Bando, der die
ganze Zeit �ber nebenher im Schulbetrieb mitlief, auf der Europameisterschaft
der Paint Horses. Ich schnitt f�r diese Umst�nde und die Trainingsdauer nicht
schlecht ab und erreichte den 6. Platz in der Pleasure und den 9. in der
Horsemanship von jeweils �ber 25 Startern.
Die Teilnahme an der Europameisterschaft gab mir den Motivationsschub, am Ball
zu bleiben und mein reiterliches K�nnen weiter auszubauen. Nach einem weiteren
halben Jahr Training schaffte ich es, bei der Bayrischen Meisterschaft den
ersten, hart erk�mpften Meistertitel zu holen in der Novice Youth Horsemanship �
und das mit meinem eigenwilligen Warmblut.
Im selben Jahr 2009 fuhr ich im Sommer ein paar Wochen zu Peter Vaterl (bei dem ich immer wieder Kurse machte). Er brachte mich wieder einen gro�en Schritt weiter mit hilfreichen Tipps zum Showen und Ausbilden eines Pferdes. Ich verband dieses Praktikum mit der Teilnahme an der Paint Horse �M in Passail, bei der ich Vizemeister in Open Hunter under Saddle wurde und All Around Champion mit meinem Knabstrupper in der ZNS Youth.
Den kr�nenden Abschluss nach der Tiroler Meisterschaft, bei der ich Jugendmeister im Trail und Vize in der Pleasure wurde, machte die Paint Horse EM. Bei dieser konnte ich eine Bronzemedaille in Youth Hunter under Saddle, einen 5. Platz in Pleasure und einen 6. Platz in Hunt Seat Equitation holen.
Als mich dann die Nachricht erreichte, dass ich mit dem
Jugendteam zu den APHA World Games fliegen kann, war das Jahr ein voller Erfolg.
Ich bin sehr, sehr dankbar, dass mich Angelika Larcher so unterst�tzt hat und es
immer noch tut und mir auch durch Emphis Bando die Chance gegeben hat, so weit
zu kommen. Es ist nicht selbstverst�ndlich, wie sie sich f�r mich eingesetzt
hat. Ich wei� es sehr zu sch�tzen.
Auch vielen Dank an meine Familie, die mir den ganzen, nicht gerade g�nstigen Sport finanziert.
Ich freue mich schon, wenn ich alle die bekannten Gesichter auf den Turnieren wiedersehe und kann es schon kaum erwarten, im Juni mit dem �sterreich-Team nach Texas zu fliegen.
Man sieht sich,
Flo