Trail

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Beschreibung

Im Trail soll das Pferd in gutem Stil, aufmerksam und vorsichtig und möglichst selbständig Hindernisse überwinden, wie sie auch im Gelände vorkommen können: Tor, Brücke, Bodenstangen, Rückwärtsrichten und Seitwärtsrichten durch verschiedene Hindernisse, Transportieren eines Gegenstandes, Ground Tying (das Abstellen eines Pferdes, ohne es festzuhalten oder anzubinden) usw.
Bewertet wird die Manier des Pferdes am Hindernis, Aufmerksamkeit und geringe Hilfengebung. zwischen den mindestens sechs Hindernissen müssen Schritt, Trab und Galopp gezeigt werden.
Pluspunkte werden vergeben, wenn ein Pferd Hindernisse mit Stil und in angemessenem Tempo absolviert. Ferner werden Pluspunkte gegeben, wenn ein Pferd die Fähigkeit besitzt, seinen eigenen Weg durch den Parcours zu finden und wenn es dem Willen des Reiters bei schwierigen Hindernissen gehorcht.
Jede unnötige Verzögerung beim Annähern an ein Hindernis wird mit Punktabzug bestraft. Während der Prüfung darf der Reiter Pferd und Sattel nicht berühren.

 

Trailbewertungen

Im Bewerb Trail kommt es immer wieder zu Situationen, die nicht im Regelwerk berücksichtigt sind. Aus dem großen Erfahrungsschatz der österreichischen Westernreitrichter wurden deshalb bei der Richterfortbildung am 4. März 2007 folgende Vorgehensweisen vereinbart:

Tor: Wenn aus der Zeichnung oder dem Text eindeutig hervorgeht, in welche Richtung das Tor zu machen ist (pull = aufziehen oder push = aufdrücken), bekommt der Reiter bei Nichtbeachten 5 Penaltypunkte (kein Nullscore). Schafft es der Reiter nicht, das Tor wieder zu schließen, ergibt das ebenfalls Penalty 5 (für das Nicht-Beenden eines Hindernisses).

Stangen: Wenn in einem Hindernis mehrere Stangen zu überwinden sind, entstehen beim Auslassen von einer Stange 5 Penaltypunkte, beim Auslassen von 2 Stangen gibt es Penalty 5+5. Ab 3 ausgelassenen Stangen 0-Score.

Stangen-L: Wenn das Pferd schon am Anfang die Stangen so zusammenschiebt, dass der Reiter gar nicht mehr in das Hindernis hineinkommt, ergibt das 3 Penalty für Zerstören des Hindernisses plus 5 Penalty für das Nicht-Beenden des Hindernisses und zusätzlich alle Penalties für das Anticken und Daraufsteigen, aber keinen 0-Score.

Seitwärtsgänge über einer Stange: Wenn am Beginn des Seitwärtshindernisses eindeutig aus dem Text oder der Zeichnung hervorgeht, dass das Pferd nicht einfädeln, sondern zuerst mit den Vorderfüßen über die Stange treten soll, ergibt das bei Nichtbeachten Penalty 5.Sind Text und Zeichnung nicht eindeutig, ist es egal, wie der Reiter anfängt. Wenn das Pferd sich wenigstens zeitweise über der Stange bewegt, aber immer wieder hinter oder vor die Stange steigt – Penalty 5. Bewegt sich das Pferd die ganze Zeit mit allen 4 Füßen auf einer Seite der Stange = 0 Score.

Raussteigen: 1 Bein - 3 Penaltys, 2-3 Beine - 5 Penaltys, 4 Beine - 0-Score

Begrenzungshütchen: ...sind Hütchen, die nicht zu einem Hindernis gehören, sondern Start oder Ende markieren sollen oder Gangartenwechsel usw. Diese Hütchen sollten möglichst in allen Trailplänen weggelassen werden. Findet der Richter dennoch derartige Hütchen im Trailplan, wird er sich bemühen, die Hütchen so weit weg von der Linie zu stellen, dass der Reiter nicht an der falschen Seite vorbeireiten kann. Sollte in diesem Falle dennoch ein Teilnehmer auf der falschen Seite reiten, fließt das nicht in die Bewertung ein.

Scheuen und Verweigerung: Hier kommt die Regelung, dass bei einer zusätzlichen Wendung der Reiter ein 0-Score bekommt, nicht zur Anwendung. Bei falscher Linienführung in und zwischen den Hindernissen sollte laut AQHA der Unterschied zwischen Penalty 0 und 5 so sein: Wählt der Reiter die falsche Linie (z.B. 360 Grad-Wendung links statt rechts) – Penalty 0, weicht das Pferd trotz korrekter Hilfe des Reiters aus – Penalty 5.