Cutting / Working Cowhorse

Cutting

Der Begriff "Cutting" kommt von - to cut - schneiden/abschneiden.
Beim Cutting geht der Reiter (Cutter) mit seinem Pferd in eine an der Stirnseite der Arena stehende Rinderherde und treibt einen Teil dieser Herde zur Arenamitte. Nachdem zwei Helfer die Rinder gewendet haben, trennt der Cutter ein Tier heraus und lässt die anderen Rinder zur Herde zurück. Sobald das Rind getrennt ist, beginnt die eigentliche Arbeit des Cuttingpferdes. Es synchronisiert die Bewegungen des Rindes, ahnt diese voraus und schneidet dem Rind mit blitzartigen Wendungen immer wieder den Rückweg zur Herde ab. Der Cutter hat 2 1/2 Minuten Zeit, den Richtern die Fähigkeiten seines Pferdes zu präsentieren. In dieser Zeit ist es optimal, zwei bis drei Rinder zu arbeiten.
Cutting ist Teamarbeit, deshalb benötigt der Cutter vier Helfer. Zwei sogenannte Herdholder oder Cornermen, welche die Rinderherde an der Stirnseite der Arena halten und zwei Turnbacks, die verhindern sollen, dass ein gearbeitetes Rind in die unbenützte Arenahälfte laufen kann.
Bewertet wird, ob das Cuttingpferd das Rind möglichst in der Arenamitte hält und jederzeit die totale Kontrolle über das Tier hat. Das Cuttingpferd arbeitet selbständig, weitgehend ohne Reiterhilfen. Hilfen des Reiters sind nur mit den Schenkeln erlaubt.
Cuttingpferde sind hochspezialisierte Athleten, die aus bestimmten Zuchtlinien stammen und über einen besonderen Instikt (Cowsense) verfügen.
Die Rinderdisziplin Cutting hat vor etwa 8 Jahren Einzug in die österreichische Westernturnierszene gehalten und ist heute, vor allem bei größeren Shows, als Publikumsmagnet nicht mehr wegzudenken.
In den USA ist Cutting die Nummer Eins im Westernreitsport und liegt in der Höhe der Preisgelder bei den Profisportarten - nach Golf und Tennis - an dritter Stelle.
Die ACHA (Austrian Cutting Horse Association) hat sich zur Aufgabe gestellt, den Cutting-Sport in Österreich zu fördern.

Working Cowhorse

Eine sehr anspruchsvolle und rasante Prüfung, bestehend aus zwei Teilen, einer Reining, der Dry Work, und der eigentlichen Rinderarbeit, der Cow Work.
Bei der Cow Work muss das Pferd ein Kalb kontrollieren, indem es das Rind an der kurzen Seite in Form von Cutting-Manövern festhält, es anschließend im vollen Galopp die Bande entlang treibt, zweimal gegen die Wand stoppt und wendet und es schließlich in der Mitte der Bahn, ebenfalls im Galopp, in Form einer Acht treibt. Für die Rinderarbeit stehen maximal zwei Minuten zur Verfügung.
Bewertet wird Willigkeit und Gehorsam des Pferdes, sein Cowsense und seine Fähigkeit, das Rind unter Kontrolle zu halten, ohne aggressiv zu werden.

Team Penning

Innerhalb eines Zeitlimits von 2,5 Minuten muss ein Team von drei Reitern drei Rinder aus einer Herde aussondern und in einen Korral treiben. Das Team mit der schnellsten Zeit gewinnt.