Unsere Berufung ist es, unterwegs zu sein.
Ignatius von Loyola
In fünf Tagen 140
km unterwegs,
vom Glantal auf die Flattnitz
Ein Bericht von Wanderreitführerin Doris Dörfler
Am 3. August 2010 starte ich gemeinsam mit zwei Freundinnen und zugleich Stallkolleginnen vom Araber-Haflinger-Hof St. Gandolf in Glanegg zu einem Fünf-Tagesritt. Unser Ziel, welches wir bereits vor einem dreiviertel Jahr ins Auge gefasst haben, liegt in 1.400 Meter Seehöhe auf der Flattnitz.
Auf den Weg machen sich also Moni, mit ihrem neunjährigen Araber-Mix-Rappen Sharan, Bettina mit ihrem Rappen Kasadi ben Kayed, einem 13-jährigen Anglo-Araber-Wallach, und ich mit Beauty, einer neunjährigen Araber-Mix-Falben-Stute und zugleich Tochter von Kasadi.
Ordentlich bepackt reiten wir um 8:20 Uhr in Richtung St. Veit/Glan los und befinden uns bald auf einer idealen Konditions- und Trainingsstrecke für Distanz- und Militaryreiter, denn entlang der Glan bietet sich die beste Gelegenheit, um auf guten Boden kilometerlang zu galoppieren. Wir nutzten gleich zu Beginn die Gelegenheit, in der Glan zu reiten, was Pferd und Reiter gleichermaßen erfreut. Danach setzen wir uns in einen gemütlichen Trab, um unsere Pferde ja nicht zu überfordern, immerhin liegen fünf Reittage vor uns. Wir überqueren den Damm bei Liebenfels und erreichen nach zwei Stunden die Pferderaststation Seidlhof der Familie Gutenbrunner. Seit Reitbeginn zeigt sich der Himmel wolkenverhangen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns die ersten Regentropfen erreichen. Wir halten uns bei der gastfreundlichen Christine nicht sehr lange auf, sondern setzen unseren Ritt nach kurzem Umtrunk fort, weichen nun jedoch von unserer ursprünglich geplanten Route ab und nehmen eine Abkürzung zum Hörzendorfer See.
Um 12:30 Uhr treffen wir beim Gasthof Inzinger ein, versorgen unsere Vierbeiner und bringen alles vor dem nun einsetzenden Regen in Sicherheit. Der Regen verwandelt sich in kürzester Zeit in ein ordentliches Gewitter. Wir sind heilfroh, nochmals trocken davongekommen zu sein. Wir genießen ein reichhaltiges, ausgezeichnetes Mittagessen und warten vier Stunden den Regen ab.
Natürlich bekommen auch unsere Pferde ihr Futter. Hier muss ich die „Summer-fit Müsliriegel for all horses“ von Pavo erwähnen. Ein Riegel deckt zwei kg Kraftfutter, wird von den Pferden gerne angenommen und eignet sich zudem bestens für Wanderreiter, da sich solch ein Riegel leicht verstauen lässt und die Pferde somit auch in der Mittagspause ihr Kraftfutter erhalten. Kann ich nur weiterempfehlen!
Für die zweite Tagesetappe habe ich nicht mehr als zwei Stunden Reitzeit eingeplant, um Muskelkater und vorzeitige Ermüdung zu vermeiden. Unser Tagesziel, der Reitstall Joham in Possau, liegt nur mehr neun Kilometer entfernt. Bei wieder einsetzendem Sonnenschein machen wir uns auf in Richtung Zollfeld und sind bald froh, ordentliches Kartenmaterial mitzuführen. Obwohl wir auf dieser Etappe mit keinerlei Unsicherheiten betreffend der Strecke gerechnet haben, dürften wir nach der Buschenschenke Holzer in Streimberg – übrigens im Raum St. Veit/Glan eine wunderschön gelegene und beliebte Jausenstation – eine falsche Abzweigung genommen haben, denn wir befinden uns etwa einen Kilometer südwestlich von unserer geplanten Strecke. Um nun wieder auf die richtige Route zu gelangen, erweisen uns die mitgeführten Karten gute Dienste. Mit etwas Zeitverlust erreichen wir das Zollfeld und gelangen über eine herrliche Waldstrecke zum Schloss Meiselberg. Wir steigen ab und führen unsere Lieblinge das letzte Stück bis zum Reitstall Joham. Man erwartet uns bereits. Nachdem uns alles gezeigt wurde, versorgen wir unsere vierbeinigen Freunde und beziehen bald darauf unsere Luxusunterkunft: ein Appartement, welches Platz für mindestens sechs Personen bietet. Während es wieder zu regnen begonnen hat, sitzen wir gemütlich zusammen und lassen unseren Ritt Revue passieren: Wir waren teilweise auf dem Hemma-Pilgerweg unterwegs, sind an zahlreichen Bildstöcken und Kirchen vorbeigeritten und blicken von unserem Appartement auf den Dom zu Maria Saal. Das Gelände war großteils eben mit leichter Steigung/Gefälle, wir ritten auf Schotter-, Wiesen- und schönen Feldwegen und hatten allgemein guten Boden, so dass unsere Pferde den ersten Tag als nicht sehr anstrengend empfunden haben dürften.
2. Tag – 4. August
2010
Der Burgenritt
Nach erholsamem Schlaf stehe ich um sechs Uhr früh auf und beginne mit der Heufütterung. Nach einer halben Stunde erhalten unsere Vierbeiner ihr Kraftfutter. Inzwischen nehmen auch wir ein ausgiebiges Frühstück ein, packen unsere Sieben-Sachen zusammen und bereiten uns auf unseren Weiterritt vor. Später als geplant, nämlich erst um 9:50 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Burg Taggenbrunn, welche wir locker in drei Stunden erreichen sollten.
Wir reiten auf großteils ebenen Wald- und Forstwegen, haben aber auch eine etwa zwei Kilometer lange Asphaltstrecke von St. Donat bis zur Abzweigung Mainst zu bewältigen, bei der wir unsere Pferde führen. Bald werden wir mit einem herrlichen Blick auf Kärntens größte Burg, Hochosterwitz, belohnt. Bei Goggerwenig überqueren wir eine Eisenbahnbrücke und tauchen um 13:20 Uhr in eine längst vergangene Zeit ein. Wir reiten zur Burg Taggenbrunn hinauf und tauchen von Serpentine zu Serpentine immer weiter in den Zauber des Mittelalters ein. Ein unvergessenes und unbeschreibliches Erlebnis! Wir reiten wie einst Ritter vor mind. 500 Jahren durch den Torbogen in die Burg hinein… und wieder sind wir sprachlos. Ich fühle mich in die Vergangenheit versetzt, man kann es in Worten nicht wiedergeben, man muss dies selbst erleben. Übrigens ist die Burg Taggenbrunn europaweit die einzig bereitbare Burg, wie uns der pferdefreundliche Burgherr versichert. Für mich ist das total unverständlich, sind doch Burgen und Pferde von jeher unzertrennlich miteinander verbunden. Auf alle Fälle verdanken wir seiner Pferdeliebe, dass unsere Vierbeiner in den Genuss kommen, im Burghof frei zu verweilen. Ein unbeschreibliches Bild entsteht vor unseren Augen.
Nach ausgiebiger Rast und einem deftigen Rittermahl müssen wir diesen herrlichen Platz verlassen, versichern aber, baldmöglichst wieder zu kehren.
Ein wenig dürfen wir mit unseren Träumen noch im Mittelalter verweilen, denn weiter geht es in Richtung Frauenstein, wo wir noch zahlreiche Schlösser erblicken werden.
Von nun an haben wir einen traumhaften Ritt. Wir reiten beim Schloss Wimitzstein vorbei in Richtung Kraigersee und weiter entlang der Kraiger Schlösser. Um 19:30 Uhr erreichen wir Schloss Frauenstein. Eine außerordentlich malerische Anlage und eines der besterhaltenen Beispiele spätmittelalterlicher Burgenbaukunst in Kärnten. Den bestehenden Bau errichtete Christoph Welzer I. von Eberstein 1519-1521 über Resten einer älteren Anlage. Derzeit befindet sich das Schloss Frauenstein in Privatbesitz.
Zwei Kilometer nördlich davon liegt der Gieselhof, wo wir von Frau Brandl herzlich aufgenommen werden. Unsere Reiterfreundin Dagmar erwartet uns bereits sehnsüchtig – und somit ist unsere Lady-Gruppe wieder vollständig.
3. Tag – 5. August
2010
Bettina übernimmt heute die Heufütterung, gemeinsam verteilen wir die Kraftfutterrationen.
Um 9:40 Uhr starten wir unseren Ritt zur Dreifaltigkeit und werden heute von Jutta, der Tochter des Hauses, und zwei weiteren Stallkolleginnen angeführt. Dagmar reitet heute Prinz, einen schwarzen Warmblut-Wallach. Jutta kennt eine herrliche Strecke zur Dreifaltigkeit und in Null-Komma-Nichts sind wir auch schon beim Gasthof angelangt. Bettinas Mutter erwartet uns bereits auf diesem herrlichen Fleckchen Erde. Hier steht unter einer bewaldeten Anhöhe des Sonntagberges die Wallfahrtskirche Heilige Dreifaltigkeit, welche die einzige Blockbaukirche und die südlichste Holzkirche des deutschen Siedlungsgebietes ist. Einst soll hier eine Knappensiedlung gebaut worden sein. Heute wurde diese Kirche für eine Taufe ausgewählt. Zu Maria Himmelfahrt findet hier auch das Kräuterfest mit einer Feldmesse und Kräutersegnung im Kräutergarten Dreifaltigkeit statt.
Nach einem gemeinsamen, gemütlichen Mittagessen brechen wir um 13:00 Uhr wieder auf; deshalb so zeitig, weil die Wetterprognosen nichts Gutes versprechen. Unsere Wege trennen sich bald. Jutta kehrt mit ihrer Truppe wieder zum Gieselhof zurück, wir schlagen den Weg Richtung Wimitz ein. Wir befinden uns fernab von Asphaltstraßen und genießen einen herrlichen Ritt entlang des Wimitzbaches bis zu Dagmars Ranch.
Um 17:00 Uhr kommen wir bei Dagmars Ranch an, versorgen unsere Vierbeiner und fahren gemeinsam mit Dagmars Mann zum Goggausee, wo wir bei gemütlichem Beisammensein ein gutes Essen einnehmen.
4. Tag – 6. August
2010
Alle sind heute bestens ausgeruht und fröhlich starten wir um ca. 10:00 Uhr unseren vierten Tag. Dagmar nimmt für den Weiterritt ihren Haflinger Sam, der sich schon freut, unsere Truppe begleiten zu dürfen. Unser heutiges Ziel ist der Reiterhof Hardegger in Glödnitz.
Gleich zu Beginn reiten wir über herrliche Wiesen- und Waldböden zum Zammelsberg auf 1.000 m Seehöhe, wo wir beim Gasthof Stromberger/Kreuzwirt Rast machen.
Mit zunehmender Unruhe verfolgen wir das Geschehen am sich verdunkelnden Himmel, nehmen rasch unser Essen ein, ziehen unsere Regenmäntel über und machen uns eilig auf den Weg nach Glödnitz. Wir wollen den Wanderweg über Braunsberg – Pirker nehmen. Der Himmel hat sehr lange ein Einsehen mit uns, doch nun ist endgültig Schluss damit. Beinahe alleine auf weiter Flur irren wir wiederholt den Weg auf und ab auf der Suche nach der richtigen Abzweigung, die wir einfach nicht finden können. Mittlerweile ist das Gewitter voll im Gang, und wir mit unseren braven Rössern mitten im Geschehen. Es hilft alles nichts. Wir suchen Schutz im Wald, immerhin haben wir keine Lust, vom Blitz getroffen zu werden. So stehen vier Pferde mit hängenden Köpfen unter Bäumen, die nicht wirklich Schutz vor heftigem Regen bieten, und ihre Reiter, die die Köpfe nicht weniger gesenkt halten und hoffen, dass die Regenausrüstung hält, was sie verspricht. Dagmar kommt als einzige trocken davon. Moni und Bettina hat es hingegen voll erwischt. Ja, und mein Regenmantel ist zwar dicht, aber die Stellen, wie Unterschenkel und Füße, die er nicht abdecken konnte, blieben vor der Nässe auch nicht verschont. Bewundernswert finde ich, wie gut die Pferde das Gewitter über sich ergehen lassen. Beauty zuckt nur einmal, als es richtig toll donnert, erschrocken zusammen, aber das war es dann auch schon. Somit haben alle vier eine nicht geplante Gelassenheitsprüfung von Mutter Natur mit Bravour bestanden.
Leider hat es nicht den Anschein, dass sich das Gewitter so schnell verzieht. Da wir im Wald nicht Wurzeln schlagen wollen, haben wir keine große Wahl und müssen wieder auf die Straße zurück und unser Glück erneut versuchen.
Es folgt ein abenteuerlicher Ritt, der von der Strecke her teilweise sehr schön ist, wenn auch nicht richtig, denn Braunsberg mit seinen wenigen Häusern finden wir nie, wir dürften etwa ein bis zwei Kilometer westlich vorbeigeritten sein.
Zu unserer großen Erleichterung ist das Gewitter nun vorbei. Bei nächster Gelegenheit tauschen wir unsere nassen Klamotten gegen trockene, die Laune steigt wieder an. Wir führen unsere Pferde etwa 1,5 Kilometer entlang der Bundesstraße, steigen in Klein Glödnitz wieder auf und reiten noch ca. 1,5 Kilometer auf einer schönen Waldstrecke vorbei am Wildgehege Ertlhof zum Hardeggerhof, unserem heutigen Ziel.
Wir werden herzlich empfangen, und man zeigt uns sogleich die Boxen für die Pferde. Ganz und gar nicht freut uns, dass sich diese in einem Kuhstall befinden. Die Mädels vom Reitercamp überlassen uns zwei Zimmer für die Nacht, und wir beginnen nun mit dem Trocknen unserer Sachen. Ich muss mit Bedauern feststellen, dass in meinen Packtaschen das Wasser steht, bin aber heilfroh, meine gesamten Utensilien extra in Plastiksäcke verstaut zu haben. Danach sitzen wir gemütlich beim Essen im Speiseraum und machen die Bekanntschaft von Wilfried, einem Western- und Wanderreiter. Wir haben viel Spaß und das Beste ist, dass uns Wilfried für morgen beim Keiernegger – das ist der letzte Bergbauernhof, bevor es dann auf 2.000 m zur Haidner Höhe hinauf geht – zum Frühstück anmeldet.
Heute haben wir inkl. Verreiten ca. 25 km zurückgelegt.
5. Tag – 7. August
2010
Der Höhenritt
Heute haben wir Großes vor und sind alle schon sehr aufgeregt. Zunächst einmal sind wir dankbar, dass wir bzw. vor allem Moni und Bettina ohne Schnupfen davon gekommen sind, und auch unsere Schuhe haben es wieder geschafft, trocken zu werden.
Nun steht uns der Ritt auf 2.000 m Seehöhe bevor. Wir brechen zeitig auf, noch schnell ein Foto von uns Vieren und schon sind wir unterwegs zum Keierneggerhof. Dazu folgen wir zunächst dem Wanderweg G2, der den WW G6 kreuzt, dem wir von nun an bis zur Haidner Höhe folgen.
Nach einer guten Stunde erreichen wir den Hof und werden überaus herzlich willkommen geheißen. Auch unseren ersten Ritt durch eine Kuhweide haben wir ohne Probleme hingekriegt, obwohl Kasadi wie auch Sam große Angst davor haben.
Der Tisch ist gedeckt. Wir lassen uns nicht lange bitten und greifen herzhaft zu. Da dieser Hof die letzte Einkehrmöglichkeit bis zu unserem Ziel ist, packen wir gleich ordentlich Brote für unterwegs ein. Bevor wir wieder aufbrechen, bekommen wir noch eine kleine Führung und staunen nicht schlecht über den modernen, technischen Stall.
Nun geht es aber los! Der Chef des Hauses übernimmt zu Fuß die Führung, legt ein ordentliches Tempo vor und öffnet uns bereitwillig die Weidegatter. D.h. wir reiten mitten durch die Kuhweiden – und diesmal stehen die Kühe direkt vor uns. Als Tete-Reiter überlege ich nicht lange, sporne Beauty entschlossen an und galoppiere direkt auf die Schulter der Kuh zu – und siehe da, es funktioniert tatsächlich, die Kuh nimmt Reißaus. Beauty und ich sind ganz stolz auf uns. Auch die anderen Pferde scheinen von Beautys Mut beeindruckt zu sein.
Bald sind wir wieder auf uns alleine gestellt und sehen auch keine Schwierigkeiten, dürfte ja nicht allzu schwer sein, einem ausgeschilderten Weitwanderweg zu folgen. Wie man sich da täuschen kann! Da stehen wir nun, mutterseelenallein mitten auf einer gerodeten Bergkuppe. Vermutlich liegen die markierten Bäume gerade zu unseren Füßen, wo sie uns eher im Wege sind als in irgendeiner Weise behilflich. Um unseren Pferden sinnloses Herumirren auf diesem Geäst zu ersparen, erklärt sich Moni bereit, sich zu Fuß auf die Suche zu machen. Tapfer kämpft sie sich über das Chaos auf dem Boden, entfernt sich immer mehr, wird fündig und winkt uns zu sich. Wir kommen, ich nehme Sharan als Handpferd und bin tief beeindruckt wie problemlos er Schritt für Schritt Beauty folgt. Bravo Sharan!
Es dauert nicht lange und wir haben unseren Weg schon wieder verloren. Fragende Blicke auf allen Gesichtern und hinzu kommt, dass Beauty plötzlich von einer (oder sind es mehrere?) Erdwespen attackiert wird. Nach ein paar Sprüngen sind wir sie los, und nun wendet sich alles zum Guten. Wir haben endlich unseren WWW G6 gefunden. Endlich können wir unseren Ritt wieder genießen.
Jeder, der es schon einmal erlebt hat, wird mir zustimmen, einen Höhenritt kann man gar nicht in Worte fassen, man muss es selber erleben. Es gibt kaum etwas Schöneres, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Heute passt alles und der Ausblick ist gewaltig. Wir reiten immer höher hinauf. Ich muss sagen, keiner empfindet es als sehr anstrengend, denn es geht kontinuierlich bergauf, dann wieder eben dahin. So reiten wir vorbei am Schleichkogel (1.502 m), weiter zum Grubenkreuz (1.463 m), vorbei am Blassbühel (1.693 m). Den Höhepunkt stellt die Haidner Höhe auf 1.799 m dar. Nicht nur wir Reiter, sondern auch die Pferde scheinen diesen traumhaften Ausblick zu genießen.
Nichtsdestotrotz müssen wir wieder an unseren Abstieg denken. Immerhin wollen wir zum Gasthof Ladinig auf 1.400 m hinunter. Moni, die seit Kindertagen jährlich auf die Flattnitz kommt und sich demzufolge hier auskennt, übernimmt nun die Führung. Kenner werden bestätigen, dass die Flattnitz es wirklich in sich hat. Man darf sich nie allzu sicher sein. Geplant war ein Abstieg über die Spitzer Alm, finden uns aber plötzlich beim Hirnloch wieder. Bekanntlich führen viele Wege ins Tal, und so wählt Moni den Weg über die Skipiste. Wir kommen bei der Fürstenhütte herunter.
Monis Anspannung löst sich allmählich, zumal auch Sharan sich zu erinnern scheint, wo wir uns befinden. Nunmehr übernimmt er die Spitze und schreitet siegessicher voran. Auch wir sind sehr erleichtert, unser Endziel in greifbarer Nähe zu wissen. Wir reiten also das letzte Stück in schöner Formation ein und werden am Ziel freudig und herzlich von Monis Verwandten und Bekannten sowie Bettinas Mutter in Empfang genommen. Auch zufällig vorbeikommende Wanderer werden von der Euphorie angesteckt und verwickeln sich in ein Gespräch mit uns. Wir werden herzlich umarmt, jede Menge Fotos werden geschossen. Solch einen wunderschönen Empfang haben wir nicht einmal im Traum erwartet und sind total überwältigt.
!!! Wir haben es geschafft !!!
Vier Frauen mit
ihren treuen Pferden waren fünf Tage und 140 km unterwegs.
Danke an alle
unsere Beschützer!