Impressionen
einer Sightseeing-Tour durch den Wilden Westen der USA
Teil XIII
Fotos: Gerda
Langer
Text: Heinz
Langer
Am 24.
September 2009 kommen wir in
der Hauptstadt Wyomings an. Cheyenne, die mit 53.000 Einwohnern größte Stadt des
Cowboystaates, erhielt ihren Namen vom gleichnamigen, einst hier lebenden
Indianerstamm und entstand 1867 als Haltepunkt der transkontinentalen Eisenbahn.
Zuvor hatten allerdings schon Trapper und erste Siedler hier ihre Lager
aufgeschlagen. Mit der Eisenbahn wurden Rinder abtransportiert und Waren für die
Armee sowie zur Versorgung Abenteuerlustiger herangeschafft.
Die ersten
Jahre der Stadt waren rau. Schon bald war der Outpost bekannt als die „Hell on
Wheels“, die „Hölle auf (Eisenbahn-)Rädern“. Doch wie in Laramie beruhigte sich
die Lage; die Rinderbarone bestimmten das soziale und wirtschaftliche Leben.
Täglich trafen sie sich im Cheyenne Social Club, tauschten Rinderherden wie
Briefmarken, genossen besten Bourbon und amüsierten sich abends in Cabaretshows.
Viele herrschaftliche Gebäude aus dieser Zeit sind in der Innenstadt erhalten.
Im Winter
1886/87 wurde dem munteren Treiben ein Ende gesetzt: Starke Blizzards löschten
die meisten Rinderherden aus. Zwar blieb Cheyenne ein Rinderumschlagplatz, doch
die Ernennung zur Hauptstadt Wyomings, 1890, machte die alte Westernstadt zu
einem Verwaltungszentrum, das sich allerdings bis heute ein gewisses
Wildwest-Image bewahrt hat.
Überragende
Sehenswürdigkeit in der Innenstadt, abgesehen von mehreren historischen
Gebäuden, ist das State Capitol mit einer 45 Meter hohen Goldkuppel. Nach der
Reise durch den gesamten Staat Wyoming bietet das State Museum noch einmal eine
Zusammenfassung zu Geschichte, Indianern, Geologie, Wirtschaft, Kunst und Kultur
Wyomings.
Gleich neben
der großen Rodeo-Arena im Frontier Park, wo jeden Juli zehn Tage lang die
berühmten Cheyenne Frontier Days – das weltgrößte Outdoor-Rodeo (das Zweitgrößte
ist die Calgary Stampede in Alberta, Kanada) mit vielen Einzelveranstaltungen,
historischen Umzügen und Begleitprogramm – stattfinden, befindet sich das Old
West Museum & Store. Dort sind neben Wechselausstellungen zahlreiche Kutschen,
Sättel und anderes Cowboy- und Rodeozubehör zu sehen. Im Zentrum steht jedoch
die Geschichte des lokalen Rodeos, das als „Daddy of ᾽em all“ gilt, da es schon
1897 erstmals ausgetragen wurde – ein Hauptanziehungspunkt für uns.
Natürlich
machen wir auch Gebrauch von den vielen, attraktiven Einkaufsmöglichkeiten für
Western Wear, die man in Europa nicht erhält, unter anderen bei Wrangler, einem
großen Kaufhaus für alles, was des Westernreiters Herz begehrt, und im größten
Westerneinkaufszentrum Wyomings, der Frontier Mall.
Cheyenne ist
jedoch nicht nur ein Paradies für Westernfans, sondern auch für
Eisenbahnfreunde: Im Cheyenne Depot Museum im historischen Union Pacific
Railroad Depot geht es um die Geschichte und die einst so große Bedeutung der
Eisenbahn, während im nahe gelegenem Holiday Park ein Exemplar des „Big Boy“
steht, der größten Dampflokomotive der Welt. 1941-56 leisteten diese Lok und
weitere gleicher Bauart der Union Pacific treue Dienste, indem sie schwere
Güterzüge von Cheyenne über die Berge nach Laramie und Utah zogen. Sie wurden
nicht mit Kohle, sondern mit Benzin befeuert (Fassungsvermögen 28 t Benzin und
95.000 l Wasser) und hatten die Kraft zweier normaler Dampfloks.
Übrigens ein
Detail am Rande: In unserem Hotel, im Zentrum von Cheyenne, begrüßt uns ein
junger Hotel-Manager, der aus Gumpoldskirchen stammt und uns wertvolle Einkaufs-
und andere Tipps für den Rest unserer Reise gibt, die in der folgenden WN über
Boulder wieder nach Denver, Colorado, und zum Rückflug nach Österreich führen
wird.
Fotos:
1.)
Cheyenne, die
größte und Hauptstadt des Staates Wyoming, kündigt sich an.
2.)
Cheyenne ist
auch die Hauptstadt der Cowboys.
3.)
Hinweise auf
zahlreiche Hotels in der Metropole des „Wilden Westens“
4.)
Hauptgebäude in
Downtown – das State Capitol mit seiner goldenen Kuppel
5.)
Historische
Gebäude prägen das Bild der Innenstadt.
6.)
Das historische
Atlas-Theater aus dem 19. Jh.
7.)
Tolle
Einkaufsmöglichkeiten für Western Wear bietet das Kaufhaus „Wrangler“
8.)
„Frontier
Mall“, das größte Westerneinkaufscenter Wyomings
9.)
Hauptanziehungspunkt der Stadt der Cowboys ist die Rodeo-Arena, in der
alljährlich im Juni die „Frontier Days“, das größte Rodeo der Welt, stattfindet.
10.)
Symbolisch –
das Denkmal des Bull Riders!
11.)
Angeschlossen
an die Arena liegt das Old West Museum, das denkwürdige Erinnerungen an die seit
1892 stattfindenden Cheyenne Frontier Days und eine Unmenge von Fahrzeugen und
Rodeo-Gebrauchsgegenständen zeigt.
12.)
Als Symbol für
den Rodeo Cowboy gilt der übergroße Cowboystiefel vor dem Museum
13.)
Gerda & Heinz
sind natürlich dabei!
14.)
So war es
damals wirklich!
15.)
So wurden die
Pferde früher zum Rodeo transportiert.
16.-19.
Originalfotos aus den früheren Rodeo-Tagen
20.-22.
Einige Antiquitäten
23.) Ein
Gemälde des wandernden Cowboys mit Packpferd