Satteltipps

 

Stirrup Hobbles

Text: Mike Laughlin (Eureka, Nevada)

Übersetzung: Sonja Grünauer

 

Viele Reitunfälle kann man nicht verhindern, doch hier ist ein einfacher Tipp, um zu vermeiden, im Steigbügel hängen zu bleiben und mitgeschliffen zu werden, wenn man vom Pferd stürzt.

Der Sattler Matt Plumlee aus Eureka, Nevada, hat in den vielen Jahren seiner beruflichen Tätigkeit festgestellt, dass bei vielen Sätteln, die von den Leuten zur Reparatur oder zum Reinigen gebracht werden, die Hobbles an den Steigbügeln fehlen. Die Hobbles sind kleine Lederriemen, die ganz unten am Fender – gleich oberhalb vom Steigbügel – angebracht werden. Er erklärt, wie gefährlich das Weglassen dieser Hobbles sein kann. So wie alles, was mit dem Sattel- und Zaumzeug des Pferdes zu tun hat, gibt es einen wichtigen Grund für das Anbringen der Hobbles. Sie verhindern, dass man den Steigbügel verliert bzw. dass sich dieser verdreht. Wenn du vom Pferd fällst und sich der Steigbügel während des Fallens mitdreht, dann kann es sein, dass der Fuß des Reiters darin hängen bleibt. Wenn das Pferd scheut, passiert es möglicherweise, dass der Reiter mitgeschliffen wird, dies kann zu furchtbaren oder gar tödlichen Verletzungen führen.

 

 

Bild 1: Das Weglassen der Hobbles oberhalb der Steigbügel ist eine gefährliche Sache, ganz besonders bei Kinder-Sätteln.

Bild 2: Ein gut eingestellter Steigbügel-Hobble muss nicht entfernt werden, wenn man die Länge der Fender verstellen will.

Bild 3: Platziere den Verschluss des Hobbles so, dass die Schnalle an der Innenseite des Fenders Richtung Pferd ist.

 

 

Matt erklärt auch, dass viele Leute irrtümlicherweise glauben, dass die Hobbles abgenommen werden müssen, um die Länge der Fender einzustellen. Doch dies ist nicht nötig. Nach dem Einstellen der Länge der Fender muss man einfach nur die Hobbels wieder nach unten ziehen, damit sie flach oberhalb der Steigbügel am Fender anliegen. Ein weiterer gefährlicher Fehler ist, die Hobbles wegzulassen, wenn Kinder im Sattel sitzen. Hier ist es ganz besonders wichtig, dass diese Lederriemen angebracht werden, da sich der Steigbügel verdrehen kann (siehe Bild 1), wenn Kinder versuchen, bei Aufsteigen in den Steigbügel zu kommen. Korrekt werden die Lederriemen so angebracht, dass sie gleich oberhalb vom Steigbügel fest am Fender montiert sind. Die Schnalle wird auf der Innenseite, also nicht auf jener Seite, wo das Bein des Reiters liegt, positioniert.

 

 

 

Der andere Weg zu satteln

Text: Ruth Scrivner (Ivanhoe, Texas)

Übersetzung: Sonja Grünauer

 

Bill Scrivner hat eine unübliche Methode entwickelt, sein Pferd zu satteln. Es ist eine Methode, die er bereits seit Jahren als Teil seines Trainings- und Handling-Programms mit jungen Pferden anwendet. Und sie ist durchaus sehr hilfreich. Die Methode vereinfacht das Satteln für jeden Reiter, der Probleme hat, den schweren Westernsattel auf sein Pferd zu bringen. Ein Seil läuft über einen Flaschenzug, den er verwendet, um den Sattel in die Höhe zu heben und dann langsam auf das Pferd herabzulassen. Bill ist ein Cowboy der „alten Garde“ (einer der letzten, die noch besonders hart arbeiteten) und schätzt diese Hilfe sehr. Auch ein Cowboy wie er lebt von seiner langjährigen Erfahrung.

 

 

Horseman-Sammlung guter Tipps

Ausdrehen der Steigbügel

 

Text: Randy Steffen

Übersetzung: Sonja Grünauer

 

Ein Freund aus Nevada gab mir diesen Tipp. So kann man sehr schnell und effektiv die Fender eines neuen Sattels in eine für den Reiter bequeme Drehung bringen. Er dreht die Fender jeweils doppelt ein, nachdem er das Leder mit einem feuchten Schwamm eingerieben hat. Danach steckt er eine Holzlatte durch die Steigbügel, an deren Mitte ein Kübel mit Sand eingehängt wird. Das Gewicht bewirkt, dass die Fender gerade und gut gedehnt werden, während sie damit in eine gute Position für den Reiter gebracht werden.