Hank H
Trotz seines frühen Ablebens war Hank H ein sehr bekanntes Pferd in der Quarter Horse-Geschichte.
Teil I
Text: Frank Holmes
Übersetzung: Sonja Grünauer
Hank H war einer der besten Söhne von King P-234 und hatte eine Menge an Speed, athletischen Fähigkeiten und eine tadellose Abstammung zusätzlich zu seinem tollen Aussehen. Er wurde einer der führenden Zuchthengst aller Zeiten. Leider verstarb er bereits in jungen Jahren. Doch seine Blutlinie wurde fortgeführt. Das was Hank H zu Lebzeiten nicht erreichen konnte, wurde von seinen Söhnen und Töchtern erreicht. Seine Familie gehört zu den Besten der Zucht.
Hank H war ein 1942 geborener sorrel-farbiger Hengst, von King P-234, aus der Queen H. Er wurde von J.O. Hankins aus Rocksprings, Texas, gezüchtet. Hank war das mittlere von fünf Pferden, die alle mit verantwortlich waren für die Erhaltung der King-Dynastie. Die anderen vier Pferde hießen Duchess H, eine 1940 geborene bay-farbige Stute, Squaw H, eine 1941 geborene sorrel-farbige Stute, Booger H, ein 1945 geborener sorrel-farbiger Hengst, und Your Highness, eine 1952 geborene chestnut-farbige Stute. Mit Squaw H erreichte die Zucht eine Bewertung von AAA und Hank H, Booger H und Your Highness erreichten die Bewertung AA. – Der Stammbaum dieser Zucht war also außergewöhnlich gut.
Bild 1: Hank H war einer der besten Söhne von King. Er trug viel dazu bei, seine Familie zu vermehren. Dieses Foto von ihm wurde im Stud Book, Ausgabe 4, im Jahr 1947 veröffentlicht.
Zur Zeit von Hank H’s Geburt, war die King-Blutlinie gerade am Beginn der landesweiten Anerkennung. Royal King, Poco Bueno und King’s Pistol waren noch nicht geboren und Squaw H war noch 1 Jahr vor ihrer zukünftigen Rennkarriere. Diese vier Superstars und einige der Brüder und Schwestern väterlicherseits legten einen Eckstein für die Zuchtindustrie. Doch der 1942 geborene King war mehr als ein regionales Phänomen. Seine Söhne und Töchter, die er mit der Stute Queen H hatte, waren ein Teil von diesem Erfolg.
Vom Gesichtspunkt der Zucht her, war nicht von Anfang an klar, dass Queen H eines Tages die Matrone der Zucht werden würde. Ihr Zuchthengst, Dan, war ein nicht registrierter Sohn von Old Joe Bailey (aus Weatherford). Dan war nur als Rennpferd bekannt. Queens Mutter, die kurz nach der Geburt von Queen verstarb, war sozusagen der Grundstein einer noch unbekannten Zuchtlinie.
J.O. Hankins kaufte 1938 die 3-jährige Queen von einem Mann namens Hay, der in der Nähe von Abilene,Texas, lebte. Hankins erinnert sich, dass die Stute das schönste Stutfohlen war, das er je gesehen hatte. Im Jahr 1939 wurde Queen das erste Mal von King gedeckt. 1940 bekam sie das Stutfohlen Duchess H. Von ihrem Besitzer als das hässlichste Fohlen, das er je gesehen hatte, bezeichnet, entwickelte sich Duchess H als Einjährige bei der Horse Show in Stamford (Texas) zu einer Grand Champion-Stute. Nachdem sie in die Zuchtstutenherde aufgenommen wurde, brachte sie einen exzellenten Vererber zur Welt.
Danach wurde Squaw H geboren. Sie wurde nach Squaw, Coke Roberds berühmter, jedoch nicht registrierter Tochter von Peter McCue, benannt. Als typische sorrel-farbige Stute (1941 geboren) sah Squaw H von Geburt an perfekt aus und wurde immer wieder mit ihrer Namensschwester verglichen. So wie ihre ältere Schwester Duchess H wurde Squaw H eine Grand Champion Halter-Stute. Sie war jedoch auch ein sehr gutes Rennpferd. Während ihrer sechs-jährigen Karriere – von 1944 bis 1949 – besiegte sie Pferde wie Queenie, Piggin String (TB), Miss Panama, Miss South Sr. Marys, Leota W und Wagon N. Als sie in die Zuchtstutengruppe aufgenommen wurde, brachte sie einen Vererber in der Kategoriewertung AAA hervor. Hank H war der nächste in der Geschwister-Riege und war in dieser Zuchtlinie der erste Junghengst. Danach folgte Booger H, der auch ein Champion Halter Pferd, ROM Race Horse und erfolgreicher Zuchthengst wurde. Your Highness war der letzte der Geschwister und wurde auch ein erfolgreiches Rennpferd und ein Vererber mit der Kategorie AAA.
Bild 2: Hier ist ein seltenes Foto von King P-234, dem Vater von Hank H. Sein Besitzer Jess Hankins aus Rocksprings (Texas) steht daneben.
Im Jahr 1944 wurde Hank H in Fort Worth Zweiter in der 2-jährigen Hengstklasse, die immer noch als größte und beste Klasse, die jemals ausgetragen wurde, in Erinnerung ist. Von seiner Abstammung (Vater und Mutter, Verwandtschaft) her, war Hank H einfach dafür geboren, im Showring und in der Zucht zu brillieren. Und er enttäuschte nicht.
Von J.O. Hankins wurde er als Jährling vorgestellt und wurde in San Angelo Sieger. In Fort Worth wurde der dann 2-jährige Hengst im folgenden Jänner Zweiter in seiner Klasse – und zwar bei jener Show, die als beste und größte Show in Erinnerung geblieben ist. Anfang 1945 verkaufte Hankins Hank H an Jack und Paul Smith, einem Rancher-Brüderpaar, die auch als Getreidefarmer in Indiahoma (Oklahoma) tätig waren. Die beiden Brüder begannen damit, Hank auf seine Karriere als Rennpferd vorzubereiten. Das anfängliche Training des damals 3-jährigen Hengstes übernahm der Vater der Brüder, Tom G. Smith, gemeinsam mit George Ogle, der einige Jahre zuvor bereits als Jockey für Joe Hancock gearbeitet hatte.
Hank startete seine steile Karriere am 4. Juli 1945. An diesem Tag gewann er das 440 Yard-Rennen in Woodward (Oklahoma) und besiegte dort den lokalen Favoriten namens Red Elk. Zwei Wochen später besiegte er auch die Top-Stute Black Bottom in Lawton. Im Herbst 1946 ging er im Mekka des Quarter Horse Rennsportes – im Rillito Park in Tucson – an den Start. Am 17. November 1946 gewann Hank das 330 Yard-Wettrennen in Rillito. Im selben Jahr gewann er in einem 330 Yard-Rennen gegen ein Pferd namens Buster und wurde Zweiter in einem Rennen gegen Miss Bank, als sie den Weltrekord von 17,4 über diese Distanz lief. Hinter Hank waren Top-Stuten wie Lady Lee und Prissy platziert. Bei einem anderen 300 Yard-Rennen in Rillito wurde Hand von Prissy und Senor Bill mit einer Nasenlänge Vorsprung besiegt. Beide Siegerpferde hatten die gleiche Siegerzeit von 17,4 für diese Kurzstrecke erreicht und stellten somit den Rekord von Miss Bank ein. Hanks offizielle Laufzeit in diesem Rennen war 17,5, was genug für die American Quarter Racing Association war, um ihm eine Bewertung AA zu geben. Drei Saisonen lang – von 1945 bis 1947 – erreichte Hank tolle Platzierungen: Bei 6 Starts erreichte er zwei Siege, einen 2. Platz und drei 3. Plätze.
Als heranwachsender Zuchthengst hatte er ein Stockmaß von zirka 1,50 m und ein Gewicht von 540 kg. Im Jahr 1947, als er noch im Renntraining stand, wurde er Dritter in der Hengstklasse bei der Tucson Show. Der Sieger dieser Klasse und dadurch der Champion-Hengst wurde der bekannte kalifornische Champion Geronimo. Hinter Hank wurden das bekannte Rennpferd Little Joe Jr. und das sehr gute kalifornische Show-Pferd Tip Top platziert. Nach dem letzten Rennen in Rillito 1947 wurde Hank H als Rennpferd pensioniert und kam zurück nach Oklahoma, um als Zuchthengst eingesetzt zu werden.
Superstar-Nachkommen
Der Hengst, der sich in Besitz der Familie Smith befand, hatte bereits als 2-jähriger einige Stuten gedeckt. Von diesen ersten Nachkommen, die 1945 zur Welt kamen, entstand einer der größten Stars – Gold King Bailey. Der palomino-farbige Hengst Gold King Bailey, aus der Beauty Bailey (von Old Joe Bailey) wurde bereits als Jungpferd an Guy Ray Rutland aus Pawhuska, Oklahoma, verkauft. Rutland begleitete das Pferd auf dem Transport nach Independence (Kanada), wo Gold King Bailey drei offizielle Rennstarts hatte, wobei er zwei Siege und dadurch eine Einstufung AA heimbrachte.
Nach seiner kurzen Rennkarriere ging der Palomino-Hengst in den Zuchteinsatz, wurde führender Zuchthengst und brachte neun AQHA Champions und vierzehn ROM Performance Horses in seiner Nachzucht hervor. Unter anderem war dies Pat Dawson, der 1961 und 1962 AQHA Honor Roll Barrel Racing Champion wurde. Seine Töchter brachten viele, gute Nachkommen hervor, was ihn zum führenden Großvater in der Zucht von Racing ROM-Qualifikations-Pferden machte. Seine Töchter brachten 37 Show ROMs und 9 AQHA Champions hervor.
Bild 3: Queen H, die Mutter von Hank H, war ein früher Halter-Champion und eine der ersten Zuchtstuten in der Zuchtlinie.
Bild 4: Squaw H, Hank H’s bekannte ältere Schwester, war eines der schnellsten Pferde ihrer Ära.
Bild 5: Hank H᾽s gut ausbalanciertes Exterieur war eine ganzseitige Deckanzeige in der Ausgabe der Zeitschrift „The Quarter Running Horse“ 1947 wert. Dies war das offizielle Jahrbuch und das ROM Listing der alten American Quarter Racing Association.
Bild 6: Dieses Siegerfoto von Hank H, das im Dezember 1946 in Rillito gemacht wurde, zeigt seinen Besitzer Jack Smith, der das Pferd an den Zügeln hält, und Trainer Lyo Lee ganz links. Der Junge und der Jockey sind leider unbekannt.
Bild 7: Booger H, ein Vollbruder von Hank H und Squaw H, ist der lebende Beweis, dass die King-Queen H-Linie Gold wert war. Er wurde an die Westküste verkauft, wo der sorrel-farbige, breit gebaute Hengst mehrfacher AQHA Champion und AAA-Zuchthengst wurde.
Bild 8: Pacific Bailey, von Gold Pacific, von Gold King Bailey, aus der Nell Bert McCue (von Wyatt McCue), war ein großartiger Enkel von Hank H. Er war AQHA Champion und hatte eine AAAT-Bewertung, weiters war er auch erfolgreicher Zuchtvater von Renn- und Performance-Pferden. Er war in Besitz von Guy Ray Rutland aus Independence, Kansas.
Bild 9: Gold King Bailey war wahrscheinlich der beste Sohn von Hank H. Er hatte eine AA-Bewertung und brachte als Zuchthengst neun AQHA Champions hervor. Außerdem war er führender Zucht-Großvater von einigen ROM-Qualifikanten im Rennsport.
Drei weitere Superstars bei Hank H’s Nachkommen aus dem Jahr 1951 waren Harlan, Hanky Doodle und Little Bay Lady.
Harlan, ein buckskin-farbiger Hengst aus der Dixie Beach, von Beetch’s Yellow Jacket, war unbestrittener Kopf seiner Klasse. Er wurde von den Smith-Brüdern gezüchtet und zeichnete sich wie sein Vater durch ein hervorragendes Pedigree (sowohl von Vater, als auch von Mutter) aus. Er war das 13. und auch letzte Fohlen von Dixie Beach, die bekannt dafür war, sehr gute Fohlen zu bringen. Little Jodie, eines ihrer Fohlen, war führender Zuchthengst von AQHA Champions. Little Dixie Beach war die Mutter des Zuchthengstes Paul A und Bailarina, der Mutter von Short Spark, einem AQHA Champion, der 1960 auch AQHA Honor Roll Reining Horse wurde. Zwei weitere Töchter von Dixie Beach – nämlich San Siemon’s Dixier und Bay Pee Wee – wurden auch erfolgreiche Zuchtstuten von AQHA Champions. Harlan war Vater von 17 AQHA Champions, 5 Superior Halter-Pferden, 8 Superior Performance-Pferden. Seine Nachkommen gewannen 51 ROMs und 2996 AQHA-Punkte. Bekannte männliche Nachkommen waren Firewater Flit in Oklahoma und Two Eyed Red Buck in Nebraska. Außerdem ist der Name Harlan heute noch in der Quarter Horse-Zucht ein Begriff.
Hanky Doodle, ein sorrel-farbiger Wallach, aus Osage Jessie, von Osage Star, erreichte 12 Halter-Punkte und 23,5 Performance-Punkte und wurde AQHA Champion.
Little Bay Lady, eine bay-farbige Stute aus der Tom’s Lady Gray, von Joe Reed II, erreichte einen Speed Index von 85 und ein entsprechendes ROM Rating. Während ihrer Karriere hatte sie 98 Starts und erreichte dabei 11 Siege, 16 zweite und 14 dritte Plätze. Mit einem Gesamtpreisgeld von 7968 Dollar war sie das Pferd mit dem meisten Preisgeld in ihrer Zuchtlinie.
Hanks fünfter und letzter Superstar stammte aus seiner letzten Zuchtsaison. Es war Hank’s Sue, eine 1953 geborene sorrel-farbige Stute, aus der Patsy Sue, von Little Horace. Von Campbell und Loftis aus Frederick (Oklahoma) gezüchtet, wurde Sue an B.F. Phillips nach Dallas verkauft. In dessen Besitz war die Stute auch, als sie 1957 zum AQHA Honor Roll Halter Horse gekürt wurde. Zu Beginn des Jahres 1957 ging sie bei der Grand Championship bei der National Western Stock Show in Denver an den Start und wurde dann 5 Mal Grand Champion und neun Mal Reserve Champion. Sie erreichte immer mindestens den zweiten Platz – in allen 24 Shows, in denen sie gestartet wurde. Kurz nach Ende der Turnier-Saison 1957 wurde die Stute an A.O. Howell – auch aus Dallas – verkauft.
Bild 10: Hank’s Sue, eine 1953 geborene sorrel-farbige Stute, von Hank H, aus der Patsy Sue (von Little Horace), war 1957 das AQHA High-Point Halter Horse. Hier ist sie mit Matlock Rose nach dem Erreichen des Titels Grand Champion Mare Honors bei der Western Stock Show in Denver 1957 zu sehen.
Bild 11: Regal Bar, ein 1961 geborener sorrel-farbiger Hengst, von Barjo, aus der Miss Hank (von Hank H), war ein AAA AQHA Champion.
Bild 12: Hank Bar ist ein klassisches Beispiel eines Superior Horse, das aus einer Kreuzung der Söhne von Three Bars (TB) mit den Töchtern von Hank H entstand. Der 1961 geborene sorrel-farbige Hengst, von Sugar Bars, aus der Peggy Young (von Hank H), erreichte 19 Halter-Punkte und 3 Performance-Punkte. Er wurde von damals neuen Züchtern in South Dakota gezüchtet – den De Jong-Brüdern aus Kennebec – und war für viele Jahre ein einflussreicher Hengst in der Zucht.
Bild 13: Hier ist ein Beispiel einer Kreuzung von Three Bars und Hank H. Duck Call, ein 1964 geborener sorrel-farbiger Hengst, von Tonto Bars Gill, aus der Sally Hank (von Hank H). Er war ein Superior Halter Horse.
Bild 14: Hank H Bars, ein 1960 geborener sorrel-farbiger Hengst wurde von Mr Bar None gezeugt. Seine Mutter war Hanka Woka (von Hank H). Mit einer Bewertung AAA wurde er ein hervorragender Zuchthengst für Rennpferde.
Bild 15: Good Again, ein 1970 geborener sorrel-farbiger Hengst, von Good, aus der Hank’s Nancy, war AQHA Champion und ein Top-Zuchthengst.
Noch mehr Nachkommen
Hank H war Vater von einer großen Anzahl von Rennpferden und Show-Pferden – zusätzlich zu jenen fünf Pferden, die in diesem Artikel bereits erwähnt wurden.
Beim Track waren nachfolgend angeführte Pferde alle ROM-Qualifikanten: Hank H Jr., Lady Hank, Hank’s Snooper, Hanka, Hankryetta, Snow Baby, Billy Gray, Pale Brown, Sally Hank und White Rose.
Im Show-Ring waren folgende Pferde erfolgreich: Stewart’s Hank, Anthony’s Miss H, Hank A Mae, Sledge’s Hank, Little Apache Joe, Plow Lad und Billy Gray.
Im Nachhinein betrachtet war Hank Hs Rekord als Zuchthengst eher bescheiden. Doch man muss bedenken, dass ihm nicht viel Zeit blieb, mehr Nachkommen zu zeugen. Im Herbst 1952 verstarb Hank im Alter von 10 Jahren. – Er war Opfer einer Lungenentzündung. Hank H zeugte 137 registrierte Fohlen. Davon waren 28 Rennpferde, die gestartet wurden, und 14 ROMs und ein Gesamtpreisgeld von 20948 Dollar gewannen. In der Show-Arena waren 18 von Hanks Nachkommen erfolgreich – und zwar in Halter-Bewerben. Sie erreichten einen Superior-Titel und 132 Punkte. 17 weitere Nachkommen wurden bei Performance-Events gestartet und erreichten einen AQHA Championship-Titel, 8 ROMs und 77 Punkte. In NCHA-Bewerben verdienten die Nachkommen von Hank H 837 Dollar an Preisgeldern.
Enkel
Was Hank H nicht als Zuchthengst abschließen konnten, schafften seine Söhne und Töchter für ihn. Durch sie florierte die Blutlinie weiter, sie hatten einen positiven Einfluss auf die Zucht.
Bild 16: Wie sein Name bereits sagt, war Double Hank ein doppelter Enkelsohn von Hank H. Der 1958 geborene sorrel-farbige Hengst, von Hank’s Baldy, aus der Sherry Ann, wurde AQHA Champion.
Die Söhne von Hank H trugen ihren Teil dazu bei, obwohl nicht sehr viele als Zuchthengste eingesetzt wurden. Von den 137 Fohlen von Hank H blieben nur 30 Hengste. Doch die beiden Hengste Gold King Bailey und Harlan hielten neben einigen anderen die Zuchtlinie aufrecht. Hank Parrish, Bottom River und Midnight Hank waren die Zuchthengste von AAA-Rennpferden und Prince Hank und Pepper Royal waren die Väter von einigen ROM-Qualifikanten.
Whale Bone, Hank, Capital, Hank’s Baldy, Wolf Hank, Jay Hank und Last Hank waren die Väter von AQHA Champions und Mike Beetch, Billy In Lowground, Colonel Pat, Plow Lady, Prince Hank, Toughie Hank, Kercino Silk und Pepper Royal waren die Väter von ROM Performance-Qualifikanten.
Die Töchter von Hank H waren noch erfolgreicher. Als Zuchtstuten brachten sie 133 Rennpferde an den Start. Von diesen waren 48 ROM+Qualifikanten, sie erreichten 259.514 Dollar an Preisgeldern.
Hanka, eine 1948 geborene, chestnut-farbige Stute, von Hank H, aus der Hi Baby (von King), war selbst ein ROM-Rennpferd und wurde 1950 Dritte bei der Oklahoma Futurity. 1957 wurde sie von Tonto Bars Gill gedeckt und brachte Tonto Bars Hank hervor – den legendären „Flying Boxcar“. Er war Sieger bei 10 Wettrennen und verdiente 133.919 Dollar an Preisgeldern. Tonto Bars Hank war dreimaliges AQHA Champion Quarter Running Horse.
Ginger Marie, eine 1948 geborene, bay-farbige Stute, von Hank H, aus der Randy B (von Joe Reed P-3), lief niemals ein Rennen. Sie wurde sehr bald in die Zuchtstutenherde aufgenommen und brachte Clabber’s Barbie und Le Etta Chicks hervor. Clabbers Barbie, eine 1962 geborene, sorrel-farbige Stute, von Clabber Bar, erreichte einen Speed Index von 95 und gewann 1965 das Springfield Classic Derby. Le Etta Chicks, eine 1966 geborene, bay-farbige Stute, von Three Chicks, hatte einen Speed Index von 107 und war Sieger bei 11 Wettrennen. Er war bei den Rennen ein eisernes Pferd und gewann bei 52 Starts 25 Mal, wurde 13 Mal Zweiter und 5 Mal Dritter.
Miss Sooner Hank, eine 1951 geborene, bay-farbige Stute, von Hank H, aus der Delene T, war Mutter von Miss Sooner Bars, SI 95, Sooner Bars Hank, SI95, Sooner Bars Hank, SI95, und Hanka Dial, SI95.
Rafter N Hanka, eine 1951 geborene, sorrel-farbige Stute, von Hank H, aus einer Waggoner-Stute, brachte Sugar Bar’s Hank, SI95, und Miss Rafter None, SI95, hervor.
Hi Honey, eine 1953 geborene, sorrel-farbige Stute, von Hank H, aus der Hi Baby, war Mutter von Scooper Hank, SI100, und Hank’s Bid, SI90.
Hank Hs Töchter, Hanks Van und Hanka Woka, Speed Belle und Whitcomb’s Lady Hank brachten alle Rennpferde mit einem Speed Index von 90 oder mehr hervor.
Die Töchter von Hank H vererbten nicht nur ein großartiges Tempo für Rennpferde, sondern auch das gute Aussehen und die athletischen Fähigkeiten.
Bild 17: Silky Socks, ein 1964 geborener, sorrel-farbiger Wallach, von Coker’s Trouble, aus der Doty’s Socks (von Hank H), war während seiner Karriere ein außergewöhnliches Reitpferd. Hier ist er mit dem jungen Reiter Jan Thompson zu sehen. 1974 wurde Silky AQHA World Champion Hunter under Saddle und vier Mal AQHA High-Point Working Hunter.
Von 148 Show-Performers brachten die Töchter von Hank H 16 AQHA Champions, 6 Superior Halter Horses, 11 Superior Performance Horses, 42 ROM-Qualifizierer und die erreichten Gesamtpunkte von 3.549 Punkten hervor.
White Rose, Flying May und Hank’s Bunch waren die besten Zuchtstuten, was ihre Nachkommen an Showpferden betraf:
White Rose, eine 1952 geborene, sorrel-farbige Stute, von Hank H, aus der White Angel (von Chief P-5), brachte vier top Performer zur Welt. Two Eyed Rosie, eine 1969, sorrel-farbige Stute, war AQHA Champion und ein Superior Reining-Pferd. Rosie Jack, eine 1971 geborene, sorrel-farbige Stute, war 1977 AQHA World Champion Senior Heading Horse und ein Superior Steer Roping Horse. Jack Henry, ein 1973 geborener, sorrel-farbiger Hengst, war AQHA Champion und ein Superior Western Pleasure-Pferd.
Flying May, eine 1951 geborene, sorrel-farbige Stute, von Hank H, aus der Winnie Mae (von Fool’s Gold), brachte fünf Nachkommen zur Welt, die neun Punkte erreichten.
Hank’s Nancy, eine 1952 geborene, sorrel-farbige Stute, von Hank H, aus der Lavera (von Hank H), gebar zwei AQHA Champions – Hak’s Kickapoo und Good Again.
Coker’s Troubles, eine 1950 geborene, braune Stute, von Hank H, aus der Troubles By Blackjack (von Black Jack), war die Mutter von Silky Socks, ein AQHA World Champion Hunter under Saddle und vierfacher AQHA High-Point Working Hunter under Saddle.
Die Hank H-Töchter, Beauty Bailey II, Miss Hank, Sally Hank, Sandy Punkin und Sherry Anne, brachten alle AQHA Champions oder Nachkommen, die Superior-Titel erreichten, hervor.
Man kann sich vorstellen, was Hank H als Zuchthengst noch an erfolgreichen Nachkommen hätte produzieren können, wenn er länger gelebt hätte. Obwohl er ein eher kurzes Leben hatte, war er ein erfolgreiches Rennpferd, Showpferd und Zuchthengst und hat einen wichtigen Platz in der Quarter Horse-Geschichte eingenommen. Er war ein tolles Pferd. Sein Name lebt in seiner Nachzucht weiter.