Text: Ramona Billing
Fotos: Art & Light
25 Jahre Americana-Jubiläumsevent begeistert 36.000 Fans
Abschied von „Mr. Americana“ Horst Geier
Americana 2013 vom 4.-8. September
Auch die 25. Americana setzte wieder Maßstäbe. Rund 300 Reiter aus 16 Nationen zeigten bei fast 800 Starts Sport vom Feinsten. Gut 150.000 Euro Preisgeld wurden in den 38 Bewerben ausgeschüttet. 36.000 Besucher strömten durch die Hallen und sorgten für zufriedene Mienen bei der großen Mehrheit der 239 Aussteller.
Mit dem Jubiläumsevent ging allerdings auch eine Ära zu Ende: Im Rahmen der Freitagabendshow wurden Anneliese und „Mr. Equitana“ Horst Geier offiziell verabschiedet. Die sportliche Leitung übernehmen künftig Joachim Bochmann und Sandra Quade. Die nächste Americana findet vom 4.-8. September 2013 statt.
Im Gegensatz zur AQHA European Championship hatten nur wenige österreichische Teilnehmer den Weg nach Augsburg auf sich genommen. Die jedoch konnten sich über einige schöne Erfolge freuen.
Hot Lil Machine und Johanna Grabner dominieren Americana Western Pleasure
An Hot Lil Machine und Johanna Grabner kam auf dieser Americana in Western Pleasure keiner vorbei. Der 3-jährige Wallach von A Good Machine, der im Besitz von Ing. Günter Pöck aus Halbturn ist, gewann sämtliche Open Western Pleasure-Prüfungen. Dabei bewies er insbesondere in der mit 7.000 $ added dotierten NSBA Western Pleasure all ages Open Nerven wie Stahl – immerhin fand das Finale vor vollen Rängen in der Abendshow statt. Unbeeindruckt von den Menschenmassen präsentierte er sich im Bosal in vollendeter Manier. Bei der anschließenden Ehrenrunde zog ihm Johanna Grabner das Kopfstück ab und galoppierte durch die Bahn. Am Folgetag entschied Hot Lil Machine, der unter seinem Besitzer Pleasure Celebration Amateur Champion war, auch noch das Masters Pleasure für sich. Iris Oplusstil und AGR Best A Good Time (Bes. Dainmasa Horses) wurden in dieser Prüfung Siebte.
Gerold Dautzenberg gewinnt Reined Cowhorse Futurity Non Pro
Nicht ganz wie erwartet lief es für Gerold Dautzenberg. Nachdem er es in alle Finalbewerbe geschafft hatte, fielen zwei seiner Pferde aus. Eines davon war I Whiz A Shiney Chic, mit dem Gerold die ERCHA Reined Cowhorse Futurity Non Pro und Lim Non Pro gewonnen hatte. Im Open-Finale konnte der Hengst dann in der Fencework nicht mehr antreten, so dass es bei Platz 10 blieb. Im Finale um die Americana European Cutting Championship Non Pro kam Dautzenberg mit Peppys Lil Ricochet auf Platz 3. In der ERCHA Working Cowhorse Non Pro wurde er mit Lights R Red Vierter.
Dritter Sieg in Folge: Bernard Fonck und Great Sun Burst holen überlegen NRHA Bronze Trophy Open – Rudi Kronsteiner Vierter
Mit Top Score 229,5 holten sich der Belgier
Bernard Fonck und Great Sun Burst (Great Resolve x Docs Sunburst) die NRHA
Bronze Trophy Open auf der Americana 2011. Die beiden, die als eine der ganz
großen Favoriten galten und schon im Vorlauf zusammen mit Rudi Kronsteiner den
besten Score erritten hatten, präsentierten dem jubelnden Publikum ein Pattern
5, wie es kaum schöner hätte sein können. Für Bernard Fonck war es der dritte
Bronze Trophy-Sieg in Folge auf der Americana. Reserve Champion wurde der
Kanadier Cody Sapergia auf Fabrizio Bevilacquas Star Spangled Whiz vor dem
Amerikaner Mike McEntire auf Hot Smokin Chex. Mit dem vierten Platz musste sich
Rudi Kronsteiner auf Hollywood Yankee Kid zufrieden geben. Der 10-jährige
Palominohengst, im Besitz von Heike Nixdorf, hatte zusammen mit Bernard Fonck
und Great Sunburst den besten Score im Vorlauf. Als letzter Starter setzte
Kronsteiner mit dem Hengst, den er im Finale erst zum zweiten Mal showte, alles
auf eine Karte. Der Ritt war geprägt von sehr guter Arbeit auf den Zirkeln und
feinen Spins, aber deutlichen Unstimmigkeiten zwischen Pferd und Reiter auf den
Rundowns. Hier war klar, dass die beiden noch nicht aufeinander eingespielt
waren. So blieb es bei einer 223. Rudi hatte als einziger Reiter drei Pferde im
Finale und ritt BT Smartest Dude (Bes. Jürgen Maibaum) und Ima Mega Antares
(Bes. Andrea Castrucci) zusammen mit Rieky Young (NL) mit Brady Chex (Bes. Brady
Bunch) auf Platz 6.
Tina Künstner-Mantl und Markus Dünser auf Platz 2 und 3 in NRHA Bronze Trophy
Non Pro
Neun Pferd-Reiter-Kombinationen hatten es ins Finale um die NRHA Bronze Trophy Non Pro geschafft. Den Sieg trugen Andrea Castrucci (ITA) und sein 9-jähriger American Quarter Horse Hengst Chic N Roost davon. Die Americana war bereits die dritte Bronzetrophy für Castrucci und diesen ganz besonderen Hengst, der 2007 mit Rudi Kronsteiner NRHA World Champion Open und 2008 Reserve World Champion war. Reserve Champion wurde Tina Künstner-Mantl mit ihrem 11-jährigen Heza Sure Whiz. Die beiden hatten als vorletzte Starter einen feinen Ritt hingelegt, der bis auf 1,5 Penalty auf dem rechten Spin fast überall im Plusbereich lag. 216 war schließlich das Ergebnis und der Reserve Champion-Titel. Auch der dritte Platz ging nach Österreich – an den derzeitigen Weltranglistendritten in der Non Pro, Markus Dünser, mit dem 6-jährigen Wallach Taris Jessie James (214).
In der letzten Prüfung der Americana, der Maturity, setzte Rudi Kronsteiner noch einmal alles auf eine Karte. Mit einer 218 gewann er diese Prüfung überlegen, und zwar gleich mit zwei Pferden: Whizoom und Gunslider (beide im Besitz von Heike Nixdorf und Mario Karner). Der dritte Rang ging an Grischa Ludwig auf Cowboy Del Cielo (213,5) vor Ricky Bordignon auf Conquistadors Pearl (213).
Starke Jugend: Chantal Wolf und Clemens Hefel holen Reserve Champion-Titel
Auch in den Jugendklassen konnten sich zwei Teilnehmer aus Österreich ganz vorne platzieren: Chantal Wolf und Whizard Prize wurden Reserve Champion in der Western Pleasure und im Trail Youth, Clemens Hefel und RS Knockandolena Co-Reserve Champion in der Reining Youth (Score: 210,5).