Funktionelle Anatomie des Westernpferdes

Lange hatten wir darauf gewartet, am 28.05.2011 war es soweit..........!

Endlich fand der Kurs mit der Tierärztin und Zuchtreferentin Gesa Meier-Bidmon bei uns auf der K-Ranch statt.

„Funktionelle Anatomie des Westernpferdes“ alle Kursteilnehmer hatten gewisse Vorstellungen und Erwartung, welche bei weitem übertroffen wurden. Es war eine sehr gemischte „Runde“, welche aus Reitern, Tierarzt, Züchter und Trainern bestand.

Der erste Tag begann mit Theorie über die Anatomie und Bewegungslehre. So mancher Kursteilnehmer , mich eingeschlossen, hatte da bereits sein erstes „Aha“ Erlebnis.

Veranschaulicht wurde der Vortrag noch mit Skelett und Muskelaufbaubildern des Pferdes. Immer wieder wurde die Wichtigkeit eines guten Pferderückens betont.

Die Funktion der Bänder, Sehnen und Muskeln, deren Wirkung und Einwirkung auf die Bewegung des Pferdes.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann direkt ans Pferd.

Viele unterschiedlich gebaute Pferde wurden erst an der Hand, dann an der Longe begutachtet. Immer mit ausführlichen Erklärungen von Gesa.

Sehr gut konnten wir nun unser theoretisch  angeeignetes Wissen auf die Pferde übertragen. Zu sehen wie „viel anders“ sich ein korrekt gebautes Pferd in den einzelnen Gangarten und Übergängen bewegen kann im Gegensatz zu Pferden mit gewissen Defiziten.

Gesa erklärte uns sehr gut in welchen  Proportionen die einzelnen Rückenpartien, Vorder- und Hinterhand stehen sollen. Auch erhielten wir Anleitungen, wie wir mit Defiziten der Pferde reiterlich umgehen und fördern können.

Am Sonntagmorgen  lag der Theorieschwerpunkt hauptsächlich auf dem Gebiet der Zucht. Gesa erklärte ausführlich die Wichtigkeit der richtigen Auswahl der Elterntiere in Bezug auf das spätere Endprodukt „Fohlen!“ Oft wird nur der Hengst in den Vordergrund gestellt, doch dabei wird der enorme Einfluss der Stute auf das Fohlen außer Acht gelassen. Ebenso wurde die Diskussion über genetische Erbkrankheiten aufgeworfen. Allem voraus das zurzeit heftig diskutierte Thema „PSSM“, welches sich in allen Pferderassen wiederfindet .  Gesa erklärte uns, dass Pferde mit dieser Erkrankung zwar nicht mehr in der Zucht, mit dem richtigen Futtermanagement  aber sehr wohl im

Sport einsetzbar sind!

Der praktische Teil des Nachmittags verbrachten wir ,in kleinen Gruppen eingeteilt, mit der Beurteilung der Pferde. Anhand eines Bewertungsbogens erklärte uns Gesa das Punktesystem wie es bei einer Körung angewendet wird. Anschließend durften wir mit Kreide kreativ am Pferdekörper tätig werden. Unter Anleitung von Gesa versuchten wir das gelernte Wissen über die Pferdeanatomie „malerisch“ darzustellen.

Wir malten und kennzeichneten Muskelübergänge, Nackenbandansätze, Messverhältnisse und Knochenpunkte.

Ich bin mir sicher, dass jeder der Kursteilnehmer „Pferde“ nun aus einem anderen Blickwinkel betrachten wird, bzw. Stärken und Defizite besser erkennen kann. Alles in Allem war es ein sehr lehrreicher Kurs, der im Herbst eine Wiederholung finden wird     Sabine Lisec