Skipa Star
Er war eines der bekanntesten Halter-Pferde aller Zeiten.
Text: Frank Holmes
Übersetzung: Sonja Grünauer
Skipa Star war das Ergebnis einer seltenen Mischung der beiden berühmtesten Zuchtlinien der Vergangenheit – der Hank Wiescamp Operation in Alamosa (Colorado) und Howard Pitzer’s Operation in Ericson (Nebraska). Es war eine Kreuzung, die nicht oft gemacht wurde. Skipa Star wurde eines der bekanntesten Halter-Pferde aller Zeiten. Skipa Star, ein chestnut-farbiger Hengst, wurde am 6. Juni 1973 geboren und wurde von Jim Senkbeil aus Chapman (Nebraska) gezüchtet. Sein Vater war Skippers’s Lad aus der Pat’s Dusty Star, von Barry Pat Star. Skipper’s Lad war ein direkter Sohn des legendären Skipper W aus der Miss Helen, von Plaudit.
Skipper W – das Pferd, dessen Name in der Quarter Horse-Geschichte sehr bekannt ist, wurde bereits in der Hank Wiescamp Story vorgestellt.
Bild 1:
Skipa Star, hier als 2-jähriger im Jahr 1975, hatte die Art von zeitlosem Körperbau und eine Präsenz, die es ihm ermöglichte, eines der großartigsten Halter-Pferde und die Urquelle einer beständigen Familie von Champion Halter-Pferden und Performance-Pferden zu werden.
Miss Helen war ein Grundpfeiler sowohl im Zuchtprogramm von Warren Shoemaker aus Watrous, N.M., und dem Wiescamp-Programm. Für Shoemaker brachte sie den großartigen Palomino-Hengst Gold Mount zur Welt. Für Wiescamp brachte sie Pferde wie Skipper’s Lad, der 23 Halter-Punkte errang und registrierter Zuchthengst war, und Skipadoo, die 44 Halter-Punkte erreichte und als unerreichte Wiescamp-Zuchtstute anerkannt war.
Pat’s Dusty Star, die Mutter von Skipa Star, hatte einwandfreie genetische Zeugnisse vorzuweisen. Barry Pat Star, ihr Vater, war ein AQHA Champion, Superior Halter Horse von Pat Star Jr. Aus der Stute Brown’s Dusty, von Mr. Brown. Pat Star Jr., der erste der großartigen Pitzer-Zuchthengste, ist in diesem Artikel auch beschrieben.
Brown’s Dusty war Mutter von vier AQHA Champions – Dusty Pat Star, Barry Pat Star, Sadie Pat Star und Dina Pat Star. Der Vater dieser vier Pferde war Pat Star Jr.
Aufgrund seiner Abstammung war zu erwarten, dass Skipa Star ein gutes Pferd sein würde, doch bereits von Anfang an war klar, dass er mehr als gut war. „Skipa Star war ein außergewöhnliches Fohlen“, erzählt Jim Senkbeil. „Ich meine, er war so richtig perfekt. Er hatte einen kleinen, feinen Kopf und das kleinste Maul, das ich je gesehen habe. Sein Hals war außergewöhnlich, genauso wie seine Oberlinie. Körperlich war er korrekt gebaut.“
Skipa Stars Mutter, Pat’s Dusty Star, wurde von Merlin Flessner aus Burr (Nebraska) gezüchtet. Merlin züchtete gute Pferde und erlangte leider nie die Anerkennung, die er verdient hätte. „Er war Besitzer von Barry Pat Star, als ich meine ersten Zuchtstuten kaufen wollte. Ich ging zu Merlin und sah Pat’s Dusty Star und drei ihrer Vollschwestern. – Ich kaufte sie alle vier. Barry Pat Star und Pat’s Dusty Star waren beide grau-farbige Pferde. Sie hatten wunderschöne Köpfe und erinnerten mich an die Wiescamp-Pferde. Obwohl alle vier Stuten, die ich von Merlin Flessner gekauft hatte, top Zuchtstuten wurden“, fährt er fort, „war Pat’s Dusty Star die beste Zuchtstute. Ich besaß damals Skipper’s Lad, und ich ließ Dusty Star vier Mal von ihm decken.“
Das erste Ergebnis war ein 1972 geborener Wallach namens Pitzcamp. Skipa Star war das nächste Fohlen. Dann kam 1974 eine Palomino-Stute namens Skipa Starlet zur Welt. Er verkaufte sie und sie wurde Mutter von Mr Crowd Appeal – der 1982 AQHA World Champion Weanling Stallion wurde. Skipa Prince, ein chestnut-farbiger Hengst, wurde 1975 als letzter der vier Fohlen geboren. Alle vier Fohlen aus der Kombination Skipper’s Lad und Pat’s Dusty Star waren sehr nett, doch Skipa Star war eine Klasse für sich.
Bild 2:
Hier ist Skipa Star als Jährling mit seinem Besitzer Larry Sullivant aus Gainesville, Texas zu sehen.
Bild 3:
Skipper’s Lad, der Vater von Skipa Star, war Vater von 5 AQHA Championship-Siegern, sieben Superiors in Halter und Perfomance-Siegern, 22 RIMs in Performance.
Bild 4:
Pat’s Dusty Star war Zuchtstute für die unglaubliche Anzahl von 18 Fohlen. Neben Skipa Star war sie auch noch die Mutter von Patty Baron, einer 1971 geborenen palomino-Stute von Baron Bell, die 10 Halter- und 21 Performance-Punkte erreichte. Das Fohlen hier auf diesem Foto ist Skipa Prince, ein Vollbruder von Skipa Star.
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Bei der Quarter Horse Show 1974 in Amarillo wurde Skipa Star zum Grand Champion Stallion gekürt.
„Auch wenn Skipa Star klein war, er hatte nicht den Charakter eines kleinen Pferdes“. – Larry Sullivant
Bild 6:
Skipa Star mit Sam Wilson und C.B. Ames nach dem Sieg der Hengstklasse der 2-jährigen bei der AQHA World Championship Show 1975.
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Dontvha Skip Me, eine 1977 geborene red dun-Stute von Skipa Star, aus der Missy Skipper (von San Jacket) erreichte einen gediegenen Halter-Rekord. Hier ist sie als Jährling abgebildet – eine elegante Jungstute, die 46 Mal bei Shows teilnahm und viele Siege und Platzierungen sammelte.
Obwohl Senkbeil rasch begriff, dass er mit Skipa Star ein einzigartiges Pferd hatte, war dieses junge Pferd nicht mehr als einige Tage in seinem Besitz. „Skipa Star war erst zwei oder drei Tage alt, als Willis Butler aus Lafayette (Indiana) kam, um sich meine Skipper Lad-Fohlen anzusehen“, erzählt Senkbeil. „Ich hatte acht Fohlen von Skipper Lad, und Skipper Star war das jüngste Fohlen. Ich hatte als Preis pro Fohlen 3.500 Dollar angegeben, und Butler kaufte alle bis auf ein Fohlen. Ich hatte ein Appaloosa-Fohlen aus einer Tochter von Bright Eyes Brother unter den Fohlen. Butler wollte dieses Stutfohlen nicht, und so behielt ich es. Ich taufte es Skip’s Brightette. Sie wurde dreifacher National und World Champion in der Halter- und Performance-Klasse.“
„Butler hatte mir eine Anzahlung für die Fohlen gegeben – und sie sollten solange bei mir bleiben, bis sie von den Mutterstuten entwöhnt wurden“, erzählt er. „Als der Sommer ins Land zog, begann ich es zu bereuen, dass ich Skipa Star verkauft hatte. Ich versuchte mit Butler zu verhandeln, damit ich den Junghengst behalten konnte, doch er war nicht damit einverstanden. Im Jänner des folgenden Jahres holte er Skipa Star und die anderen sechs Fohlen ab. Trotzdem war ich glücklich, dass ich solch ein hervorragendes Pferd wie Skipa Star gezüchtet hatte und ihn sechs Monate habe aufwachsen sehen. Ich war dankbar dafür.“
Auch Willis Butler war nicht lange der Besitzer von Skipa Star. Innerhalb weniger Monate verkaufte er den Junghengst weiter und zwar an jenen Mann, der dieses Pferd dann zu dem top Quarter Halter Horse machte, wie man es später kannte – Larry Sullivant aus Gainesville, Texas.
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Als 3-jähriger hatte Skipa Star ein Stockmaß von 1,51 m und ein Gewicht von 520 kg.
Skipa Star wird ein Star
„1974 war ich ein junger Rechtsanwalt und noch relativ unerfahren im Quarter Horse Show Ring“, erzählt Sullivant. „Ich hatte das Glück, einen der großartigsten Horsemen aller Zeiten, George Tyler aus Gainesville, als Mentor zu haben. Meine ersten Erfahrungen konnte ich mit einigen Top-Halter-Jungpferden machen. Doch ich hatte nicht wirklich die Chance, mit einem großartigen Pferd zu arbeiten. Ich war jung und unerfahren und versuchte, etwas Geld mit Halter-Pferden zu verdienen. Er musste jedes gute Pferd verkaufen, um das Unternehmen am Laufen zu halten. Im Frühling 1974 fuhr ich nach Indiana und sah mir Top-Jährlingshengste für die Showausbildung an. Jim Fuller, der jetzt in Vallery View (Texas) lebt, begleitete mich. Wir sahen uns einen Junghengst an. Ich mochte ihn nicht besonders, doch Jim sagte: ‚Ich hab da einen anderen Junghengst gesehen, der dir gefallen könnte!‘ So blieben wir bei Willis Butler hängen, und dort konnte ich einen ersten Blick auf Skipa Star werfen.“
Bild 9:
Born As A Star ist ein 1977 geborener sorrel-farbiger Hengst, von Skipa Star, aus der Azure Mikada (Bon Azure Te/TB). Er wurde zum Superior Halter-Pferd gekürt und ging dann in den Zuchteinsatz, nachdem er 863 Punkte gewonnen hatte.
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Deck of Stars, ein 1977 geborener sorrel-farbiger Hengst, von Skipa Star, aus der Opal Deck (von Bent Deck), gewann 1982 einen Superior Halter Award. Er war ein sehr erfolgreicher Zuchthengst und hat 241 Nachkommen. Laut Stand Juni 2001 waren davon 56 Superiors in Performance-, 3 in Halter-Klassen, 9 in AQHA Championships, einer in Youth Supreme Championships mit einem gewonnenen Gesamtpunktestand von 12.018 Punkten erfolgreich. Deck Of Stars gewann in seiner aktiven Zeit 84.631 Dollar an AQHA-Preisgeldern.
„Dies war im April oder Mai, und der junge Hengst war noch kein ganzes Jahr alt. Er war sehr klein und etwas unterentwickelt vom Körperbau her. Einige andere Halter-Horse-Interessenten hatten sich Skipa Star bereits angesehen und ihn aus diesem Grund nicht gekauft. Obwohl Skipa Star ziemlich klein war“, fährt Sullivant fort, „hatte er nicht die Charakteristika eine kleinen Pferdes. Ich denke, er war der großartigste Jährlingshengst, den ich je gesehen habe. Ich hatte das Gefühl, dass er erfolgreich werden könnte, und war sicher, dass er noch an Größe zulegen würde. Damals hatte ich einen Partner. Wir kauften Skipa Star gemeinsam für 12.500 Dollar.“
Sullivant brachte sein neues Pferd nach Texas und begann mit ihm mit der Vorbereitung für seine Karriere als Halter-Pferd. Das erste Mal startete er mit Skipa Star in Tulsa, dann in Claremore (Oklahoma) und Beaumont (Kanada) Ende Mai und Anfang Juni. Dabei errang Skipa Star drei Mal den ersten und zwei Mal den zweiten Platz (Reserve Champion).
Anfang Juni ging das vielversprechende Jungpferd beim 4-Tages-Turnier in Des Moines (Iowa) an den Start. Skipa Star war sehr schnell das Gesprächsthema der Show – er gewann seine Klasse an allen 4 Turniertagen. Es hatte den Anschein, dass er vielleicht noch während des Turniers den Besitzer wechseln würde. „Damals hatte ich einige Partner bei Skipa Star. Ich hatte nur einen 25 Prozent-Anteil an diesem wunderbaren Pferd. Alle namhaften Halter-Stars waren bei dieser Show, und alle hatten großes Interesse an Skipa Star. Er war mit einem Preis von 40.000 Dollar angeschrieben, doch ich wollte ihn so gerne behalten. Doch ich hatte nicht genug Geld, um meine Partner auszuzahlen. So rief ich George Tyler an und erzählte ihm mein Dilemma. Ich kann mich noch erinnern, so als wäre es erst gestern gewesen, was er mir antwortete. „Glaubst du an dieses Pferd?“, frage er. „Ich hab ihn sehr gern“, antwortete ich. „Das ist keine Antwort auf meine Frage“, antwortete George, „ich fragte, ob du an ihn glaubst …“ „Ja, das tue ich“, sagte ich. „Schreib einen Scheck aus“, sagte er, „ich werde dich unterstützen.“ „Dies machte ich dann auch, und so wurde ich nun der richtige Besitzer von Skipa Star.“
Bild 11:
Flaming Agnes, eine 1977 geborene chestnut-farbige Stute, von Skipa Star, aus der Dana’s Honey Bee (von Odom’s Cochise), war die erste Nachzucht von Skipa Star, die ein großartiges All Around-Pferd wurde. Sie war AQHA World Champion Junior Heeling Horse 1981 und wurde Vierte in der Klasse der 5-jährigen Stuten bei der World Show 1982. Weiters war sie ein AQHA Champion und Superior Halter Pferd.
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Skips Flaming Star, eine 1977 geborene sorrel-farbige Stute, aus der Toy Hunt (von Brownie Hunt), war eine weitere erfolgreiche Tochter von Skipa Star. Hier sieht man sie mit ihrem Züchter Butch Hosmer nach ihrem Sieg bei der Rocky Mountain Quarter Horse Association Jährlings Halter Futurity 1978. 1982 wurde Skips Flaming Star Youth AQHA High-Point Halter-Stute und ein Open und Youth AQHA Superior Halter-Horse.
Nachdem Sullivant und Skipa Star aus Iowa zurückgekehrt waren, kam George Tyler sofort auf einen Besuch vorbei, um zu sehen, welches Pferd mit seinem Darlehen gekauft worden war. „Kurz nachdem wie nach Hause gekommen waren“, erzählt Sullivant, „kam George vorbei, um Skipa Star zu sehen. Ich führte den jungen Hengst aus dem Stall. George ging um ihn herum, wendete sich mir zu und sagte: ‚Larry, pass gut auf dieses Pferd auf, und du wirst niemals wieder Sorgen haben, dass du dir von einem alten Pferdehändler wie mir Geld borgen musst. Dieses Pferd ist mehr wert als irgendeine Farm‘.“
„Ich werde George immer dankbar sein, dass er sich Zeit genommen hat, um mich zu trainieren und mir zu lernen, wie man Pferde richtig ausbildet… und vor allem für das Darlehen, um Skipa Star zu kaufen. Dies ermöglichte mir, mich im Quarter Horse Business zu etablieren.“
Ein Rekord, der in Erinnerung bleibt
Nachdem er der einzige Eigentümer von Skipa Star war, startete Sullivant weiterhin bei Halter-Bewerben. Bis zum Jahresende hatte das Paar an 14 Shows teilgenommen und 13 Siege erreicht, er wurde 5 Mal Grand Champion und 3 Mal Reserve Champion.
Skipa Stars einzige Niederlage war 1974 beim All-American Quarter Horse Congress in Columbus (Ohio), wo er in der Klasse Yearling Stallion Halter Futurity nur Vierter wurde. Es war das einzige Mal während seiner ganzen Turnierkarriere, dass er eine schlechtere Platzierung als den zweiten Platz machte.
Skipa Stars Laufbahn in den 2-jährigen-Klassen ging genauso gut weiter wie die Jährlingsklasse endete. Beim Gold Coast Circuit in West Palm Beach im Jänner wurde der chestnut-farbige Hengst zweimal Erster, einmal Zweiter und errang einen Grand Champion-Titel und einen Reserve Champion-Titel.
Bild 13:
Elle Skip A Star, eine 1978 geborene sorrel-farbige Stute, aus der Azure Mikada (von Azure Te/TB), war Skipa Stars erster Youth AQHA Champion-Nachkomme. Hier zu sehen mit seiner Youth-Teilnehmerin Robyn Kaplow, erreichte die gut gebaute Stute Superiors in Open Halter-Bewerben und in der Western Pleasure.
„Ich startete Skipa Star bei einem Teil der Gold Coast Show“, sagt Sullivant. „Meine Frau Karon und ich waren gerade jung verheiratet, und wir hatten gerade unser gemeinsames Leben begonnen. Gleichzeitig startete ich meine Karriere als Rechtsanwalt. Wir hatten nicht das Geld und die Zeit, um in Florida während des gesamten Turniers zu bleiben, daher nahmen wir nur an den ersten drei Turniertagen an den Bewerben teil, um danach wieder nach Hause zu fahren. Karon hat großen Anteil an Skipa Stars Erfolg“, erzählt er weiter. „Sie half mir, ihn fit zu halten, unterstützte mich bei den Vorbereitungen für die Shows und begleitete mich dorthin. Ohne sie hätte ich nicht so viel erreicht.“ Die Gold Coast Show war der Beginn eines unglaublich erfolgreichen Turnierjahres. In diesem Jahr etablierte sich Skipa Star als erfolgreichstes Halter-Pferd seiner Zeit.
In West Palm Beach fand dann eine Stock-Show statt, bei der Skipa Star seine Klasse gewann, und in Amarillo wurde er Grand Champion. Sowohl in Denver als auch in San Antonio belegte er jeweils den zweiten Platz. Über eine Folge von 29 Shows – beginnend in Burkburnett (Texas) am 2. März und endend in Goodlettsville (Tennessee) am 15. Juli – war er ungeschlagen. In dieser Zeitspanne sammelte der Hengst 29 Siege, 25 Grand Champion-Titel und 4 Reserve Champion-Titel. Nachdem er in seiner Klasse beim Turnier in Goodlettsville den zweiten Platz erreichte, erreichte Skipa Star weitere 10 Siege, zwei zweite Plätze, 8 Grand Champion-Titel und 2 Reserve Champion-Titel innerhalb des restlichen Turnierjahres. Nachdem er beim Hengstbewerb der 2-jährigen 1975 beim All-American Quarter Horse Congress von 15 Startern den 2. Platz erreicht hatte, kam er einige Wochen später wieder und wurde AQHA World Champion in der Kategorie der 2-jährigen Hengste bei der AQHA World Championship Show, die im November in Kentucky ausgetragen wurde. Alles in allem war dies eine Turniersaison, die mir immer in Erinnerung bleiben wird.“
„Als ich begann, mit Skipa Star an Shows teilzunehmen“, erzählt Larry Sullivant, „war ich noch sehr unerfahren als Quarter Horse Halter-Teilnehmer. Doch durch Skipa Star änderte sich dies. Dieses Pferd war quasi unschlagbar in der Halter-Klasse. Zur gleichen Zeit besaß ich auch Te N’Te, doch Skipa Star war mein erster World Champion. Es folgten noch 16 weitere World Champion-Titel.“
„Er war so hübsch und ausgeglichen, dass er jede Halter-Klasse für sich entscheiden konnte. Er konnte in der Klasse an den Start gehen und nicht so bemuskelt wie die anderen Pferde sein. Er hatte immer solche eine Präsenz, dass es oft so aussah, als wäre er das einzige Pferd im Showring. Ich war noch nie zuvor mit einem Pferd so auf einer Wellenlänge gewesen. Skipa Star hatte einen ganz besonders guten Einfluss auf mein Leben. Er tat für mich mehr, als ich für ihn tun konnte.“
Zusätzlich zu seinem außergewöhnlichen Auftreten in den Halter-Klassen wurde Skipa Star auch als erstklassiges Performance-Pferd gezüchtet. Warum hatte man ihm dann nie die Möglichkeit dazu gegeben, seine Fähigkeiten als Performance-Pferd zu zeigen? – Das ist eine berechtigte Frage. „Ich ritt Skipa Star im Alter von zwei Jahren ein“, sagt Sullivan. „Er hatte immer einen wunderbaren Charakter, daher war er auch sehr leicht anzureiten. Ich kann mich immer noch an jenen Tag erinnern, an dem ich mich das erste Mal auf seinen Rücken setzte. Er hatte unglaublich sanfte und große Augen. Ich erinnere mich noch daran, als ich auf seinen Rücken saß und auf seinen Kopf herabschaute. Skipa Star war ein athletisches Pferd und beherrschte von Natur aus die Galoppwechsel. Und trotzdem gibt es eine ganz einfache Antwort, warum ich mit ihm nie in Performance-Bewerben an den Start ging: Was würde es mir bringen? Skipa Star war im Showring eine dominante Persönlichkeit, und deshalb kamen die Leute, um ihn zu sehen. Wäre ich mit ihm in Performance-Bewerben gestartet, hätte er vielleicht nicht solch eine besondere Ausstrahlung gehabt. Er hätte Erfolge und Misserfolge gehabt. Und jedes Mal, wenn er nicht gewonnen hätte, hätten die Leute gesagt: Er ist ja doch nicht so großartig, wie alle sagen.“ Ich versuchte, Skipa Star und mich in der Turnierwelt bekannt zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass es die richtige Entscheidung war, nur in Halter-Klassen zu starten. Und wie man sieht, habe ich richtig gehandelt, denn dieses Pferd wurde sehr, sehr populär.
Bild 14:
Skipastarsky, ein 1979 geborener grauer Hengst, von Skipa Star, aus der Kong Moore’s Dora (von King Moore), war 1983 AQHA High-Point Junior Heeling Horse. Hier sieht man ihn als Sieger beim All-American Quarter Horse Congress 1983 mit Dan Harrison Jr. als Reiter. Er erreichte insgesamt 105 Performance Points und den Titel Superior in Heeling.
Ein Wechsel der Partner
Im November 1975 verkaufte Sullivant Skipa Star. Es war für ihn keine leichte Entscheidung, er brauchte dafür einige Monate. „Im April 1975 startete ich mit Skipa Star bei der University of Nebraska’s Block & Bridle Show in Lincoln. Sam Wilson war der Richter, und er machte Skipa Star zum Grand Champion-Hengst. Ich glaube, es war das erste Mal gewesen, dass Sam dieses Pferd gesehen hatte. Um die lange Geschichte zu verkürzen… er vergaß ihn danach nicht wieder und kaufte ihn 1975 vor der AQHA World Show. Der Verkauf von Skipa Star war für Karon und mich eine der härtesten Entscheidungen. Er war unser erstes super Show-Pferd gewesen. Sein Erfolg im Showring öffnete uns viele Türen. Andererseits waren wir noch jung und hatten in diesem Business erst begonnen. Den Betrag, den uns Sam und Mr. Ames für dieses Pferd boten, ermöglichte uns eine geschäftliche Weiterentwicklung. Ich verrate hier zwar nicht den exakten Verkaufspreis, aber es waren auf jeden Fall mehr als 150.000 Dollar. Es war der höchste Kaufpreis, den ich je bei einem Halter-Pferd gehört habe. Mit diesem Geld konnte ich in weitere gute Pferde investieren. Und ich möchte betonen, dass Sam sehr glücklich über seinen Kauf war. Er ließ ihn einige sehr gute Stuten decken. Seine Nachzucht war überaus erfolgreich.
Bild 15:
Super Stalette, eine 1978 geborene sorrel-farbige Stute, von Skipa Star, aus der Zusa Chance (von Sir Chance), erreichte 218 Punkte und einen Superior Halter Award. Die gut aussehende Stute war drei Mal unter den Top 6-Platzierungen bei der AQHA World Show.
Auch Sam kann sich noch lebhaft an den Tag erinnern, als er Skipa Star das erste Mal sah. „Ich werde den Tag nie vergessen, an dem ich Skipa Star in Lincoln das erste Mal sah“, sagt er. „Er war ein Pferd, das mich sofort berührte. Ich konnte gar nicht aufhören, ihn anzusehen. Und als ich ihn das zweite Mal sah, gefiel er mir noch viel besser. Das passendste Wort, um dieses Pferd zu beschreiben, ist, dass er einfach ‚elegant‘ war. Er war ein Pferd in einer netten Größe und bewegte sich wie ein kleines Pferd. Nachdem Mr. Ames und ich Skipa Star gekauft hatten, brachten wir ihn in sein neues Zuhause nach Pattison (Texas). Ich ritt ihn und machte Rinderarbeit mit ihm und entschloss mich, ihn meine Cutting-Stuten decken zu lassen. Er hatte einen sehr guten Cow-Sense, und dies vererbte er an seine Fohlen weiter.“
Nachdem er Skipa Star gekauft und ihn bei der World Championship mit Sullivant gesehen hatte, machte er weiterhin Werbung für dieses außergewöhnliche Pferd. Er startete weitere 7 Shows in der 2- und 3-jährigen Klasse, und Skipa Star war weiterhin ungeschlagen. Weitere Erfolge waren sechs Grand Championships und eine Reserve Championship. Den Reserve Championship-Titel erreichte er bei seinem letzten Showeinsatz im Jahr 1976, wo er die Klasse der 3-jährigen Hengste gewinnen konnte.
Skipa Stars Erfolge waren neben dem einen vierten Platz 61 Siege und 6 zweite Plätze – bei 67 Starts. Er wurde 46 Mal zum Grand Champion-Hengst gekürt und wurde 12 Mal Reserve Champion. 1975 wurde er Superior in Open Halter-Pferd und beendet seine Show-Karriere mit 82 Punkten in der Open Halter-Klasse.
Seine Aufgabe, die nun folgte, war, seine guten Anlagen weiter zu vererben.
Bild 16:
Skipa Stars Buck, ein 1980 geborener sorrel-farbiger Hengst, aus der Little Brenda Bar (von Little Town), ist ein weiterer außergewöhnlicher Sohn von Skipa Star. Laut Stand Juni 2001 hat er fünf AQHA World Championships und acht Reserve Championships gewonnen. Er gewann weitere vier AQHA Championships, drei Superiors und sechs ROMs in Halter, 22 Superiors und 26 ROMs in Performance-Klassen. – Insgesamt erreichte er 3.521 Punkte.
Ein viel versprechender Zuchthengst
„Eine der großartigsten Eigenschaften bei Skipa Star als Zuchthengst war, dass es egal war, welche Stute man von ihm decken ließ“, erzählt Sam Wilson. „Er vererbte seine Qualitäten als Halter-Pferd auch an Fohlen weiter, deren Mutter eine Performance-Stute war, und seine Performance-Qualitäten, wenn die Mutterstute ein Halter-Pferd war. Wir hatten das Glück, bereits in seinen ersten Jahren als Zuchthengst einige sehr gute Stuten von Skipa Star bedecken lassen zu können, und es kamen sehr gute Fohlen zur Welt.“
Kurz nachdem sie Skipa Star gekauft hatten, begannen Ames und Wilson damit, die Karriere des neuen Zuchthengstes zu fördern. Von seinem ersten Fohlen an, das 1977 geboren wurde, brachte er als Nachzucht brillante Performer: Flaming Agnes, 1981 AQHA World Champion Junior Heeling Horse, AQHA Champion und Superior Halter Horse; Skips Flaming Star, 1982 AQHA Youth High-Point Halter-Stute, Youth AQHA Champion und Open und Youth Superior Halter Horse; Skipastar Moneyman, AQHA Champion; Texas Star Ship, Superior Hunter under Saddle; Gotta Bea Star, Superior Western Pleasure; Born As A Star und Deck Of Stars, beide Superior Halter Horses.
Bild 17: Star On Call, eine 1979 geborene chestnut-farbige Stute, von Skipa Star, aus der Panzy Bee (von Bee Play), gewann 1982 ihren Superior at Halter-Titel.
Bild 18: Hier sieht man Skipa Stars Lace, eine 1984 geborene graue Stute, von Skipa Star, aus der Scoots Lace (von Sierra Scoot). Die Reiterin auf diesem Foto ist Jill Pennau. Die Stute wurde 5 Mal AQHA World Champion im Western Riding und gewann mehrfach AQHA Superiors Championships, Versatility-Klassen und High-Point Awards.
In den folgenden beiden Jahren folgten Halter-Stars wie Skipa Lindy Streak, 1981 AQHA World Champion Hengst in der 2-jährigen Klasse, 1981 AQHA High Point Halter-Hengst und Superior Halter Horse; Matinee Star, 1981 AQHA Youth Reserve World Champion in der Klasse der 2-jährigen Stuten und Superior Halter Horse; Sensational Star, 1978 AQHA Reserve World Champion in der Weanling Stallion-Klasse; Astar From Heaven, April Five Star, Super Starlette, Mr All Star, Star Encounter und Star On Call – sie alle wurden Superior Halter-Pferde.
In Performance-Klassen brachte seine Nachzucht hervorragende Pferde wie Skipastarsky, 1983 High Point Junior Heeling Horse und Superior Heeling Horse; Brinks Lestar, AQHA Champion in den Klassen Open, Amateur und Youth; Mr Dun Skip und Star Bright Kay, AQHA Champions und Superior Halter Horses; Skip To My Star, AQHA Champion und Superior Western Pleasure-Pferd; Star Edition und Lone Star Redneck, AQHA Champions; Ellie Skip A Star, Youth AQHA Champion und Superior Halter und Western Pleasure; Take A Star, Superior Western Pleasure und Trail-Pferd; Shirley A Star, Kountry Kerry, Canis Major, Dolly Starton, Ingalill und Skipas Party Time – alle waren Superior Western Pleasure Pferde.
Bild 19:
Ima Cool Skip, ein 1984 geborener sorrel-farbiger Hengst, aus der Susie Impressive (von Impressive Image), war Skipa Stars einziger Nachkomme, der drei Mal World Halter Champion wurde und ein top Zuchthengst wurde. Bis Februar 2001 erreichte Ima Cool Skip’s 33 AQHA World Championship-Titel und 34 Reserve Championship-Titel. Er gewann 4 AQHA Championships, 85 Superior-Titel und 330 ROMs at Halter, 4 Superiors und 21 ROMs in Performance-Bewerben – eine Endsumme von 17.513 Punkten.
Durch drei seiner Nachkommen, die ihn im Showring repräsentierten, wurde Skipa Star zum gefragtesten Zuchthengst des Landes. Im Februar 1979 wurde der junge Hengst ein viertes und letztes Mal verkauft. Einmal mehr war es eine Gruppe von Investoren, die für ihn an die 2,2 Millionen Dollar bezahlten. Der Chef des neuen Kartells war Allen Faulkner aus Edmond (Oklahoma). Faulkner interessierte sich vier Jahre später auch an Impressive und hatte somit die besten Zuchthengste der Halter-Industrie vereint. Obwohl es eine besondere Ära in der Quarter Horse Halter-Szene war, als die Impressive-Pferde die Events dominierten, wuchs Skipa Stars Ruf noch weiter an, und dies sieht man heute an der Liste an Champions, dessen Vater er war.
Ein Stern geht auf
Ohne Zweifel war Ima Cool Star der funkelnde Star in der Skipa Star-Familie. Er wurde während der Faulkner-Ära geboren. Der 1984 geborene sorrelfarbige Hengst hatte als Mutter die Stute Susie Impressive, von Impressive Image. Er war von Douglas Hollifield aus Marion (N.C) gezüchtet worden und während seiner ganzen Showkarriere in Besitz von RGV Quarter Horses aus Purcell, Oklahoma. Mit Jerry Wells aus Purcell als Pferdeführer wurde der kraftvolle Hengst 1984 AQHA World Champion Weanling Stallion, 1985 AQHA World Champion Yearling Stallion und 1986 AQHA World Champion in der Klasse der 2-jährigen Hengste. Als er mit seiner Show-Karriere in Pension ging, wurde er einer der erfolgreichsten Zuchthengste seiner Zeit.
Kissin Cousins, ein 1981 geborener sorrel-farbiger Hengst, aus der Sheza Jag On (von Jag On), war 1981 AQHA World Weanling Stallion.
JBL Wish Me Luck, ein 1989 geborener chestnut-farbiger Wallach, aus der Real Cool Jewel (von Real Luck), war 1992 AQHA World Campion Junior Western Riding Pferd und fünfmaliger AQHA High-Point International Halter-Pferd (ein Titel, der an Pferde verliehen wird, die auch in Übersee an den Start gehen). Weiters war er AQHA Champion und ein Superior Open und Amateur Western Pleasure-Pferd.
Skipadette, eine 1987 geborene sorrel-farbige Stute, aus der Intimidette (von The Intimidator), war dreimaliger AQHA Reserve World Champion in der Halter-Klasse und ein Superior Halter-Pferd.
Mr Simon Says, ein 1982 geborener chestnut-farbiger Hengst, aus der Lassie Jacky (von Two Eyed Jack), war 1982 AQHA Reserve World Champion in der Weanling Stallion- Klasse und ein Superior Western Pleasure-Pferd.
Skippa Pay Check, ein 1982 geborener sorrel-farbiger Wallach, aus der Dana’s Honey Bee (von Odom’s Chochise), war 1986 und 1987 AQHA High-Point Trail Horse-Hengst und ein Superior Western Pleasure- und Trail-Pferd.
Ismays A Skipa Star war AQHA Champion und ein Open und Amateur Superior Halter-Pferd.
SR Dorothies Star war AQHA Champion und ein Superior Hunter under Saddle-Pferd.
Bogie Star war AQHA Champion und ein Superior Western Pleasure-Pferd.
Feature A Star, Skipanimpressivestar und Lovie Skipa Star waren alle AQHA Champions.
Shes Out Star, Starrific, A Treasured Star, Cant Be Skipped, A Single Star, Streaks Sister, Dovetail Star, Fiveisenough, Ismays Bright Star, Ms Impressible Dream, Skip My Party, SS Super Star, Skipa Pressive, SR Shining Star, JBL Southern Breeze, El Bees Skippa Star und Skips Pioneer erreichten alle einen oder mehrere Superior in Halter-Titel.
Barbara Starwick, Les Glos Lad, MS Flaming Star, Star Too Dee Too, Ima Winning Star, The Star Queen, Starman Impression und Skips Devotion erreichten alle den Titel Superior in Performance.
Laut Stand Juni 2001 hatten die Nachkommen von Skipa Star sieben AQHA World Championships und sieben Reserve Championship-Titel gewonnen. In Open-, Amateur- und Youth-Klassen erreichten sie 20 AQHA Championships, 41 Superiors und 19 ROMs at Halter, 30 Superiors und 99 ROMs in Performance und insgesamt 10.011 Gesamtpunkte.
Ein Hengst für Zuchtstuten
Anfang 2001 hatten die Töchter von Skipa Star in ihren Nachkommen 15 AQHA World Champions und 8 Reserve Champions hervorgebracht. In Open-, Amateur- und Youth-Klassen erreichten sie 2 AQHA Championships, 42 Superiors und 155 ROMs at Halter, 21 Superiors und 113 ROMs in Performance und insgesamt 13.022,5 Gesamtpunkte.
Die Töchter von Skipa Star waren besonders erfolgreich mit der Kreuzung der Impressive-Linie. Diese erfolgreichen Pferde stammen aus dieser Mischung: Conclusive Lace, abstammend von Kid Clu einem sehr bekannten Hengst; Tashmere, 1994 AQHA World Champion Weanling Hengst; Excelebration, 1998 AQHA World Champion in der Klasse der 2-jährigen Hengste; The Wild Wild West und The Phenomenal – zwei der besten Junghengste des Landes – wurden beide von Skipa Star Töchtern geboren; Telusive war 1998 AQHA Amateur World Champion Aged Hengst und der Vater von acht AQHA Champions und fünf Reserve-Champions.
Und hier sind die Söhne von Skipa Star. Angeführt von Ima Cool Skip gab es weitere tolle Hengste, wie Skipa Stars Buck, Skipa Lindy Streak, Deck of Stars, Kissin Cousins, Skipastarsky, Starrific und SS Super Star. Sie sind im Zuchteinsatz, um ihren „Familiennamen“ weiter zu vererben.
In den späten 80er-Jahren übersiedelte Skipa Star von Edmond (Oklahoma) nach Poplarville (Miss.), wo er auf der Caillouet Farm (unter dem Management von Mark Faulkner) auch Stuten von außerhalb deckte. Im Herbst 1989 hatte der 16-jährige Hengst einen erneuten Hufrehe-Schub (er litt bereits seit einigen Jahren an Hufrehe). Man musste die schwere Entscheidung treffen, den Hengst einzuschläfern.
Rückblickend betrachtet war Skipa Star einer der einflussreichsten Zuchthengste in der Quarter Horse-Szene. Er war das Ergebnis einer Kreuzung von zwei großartigen Zuchtlinien der Zuchtgeschichte. Er wurde berühmt sowohl als Show-Pferd als auch als Zuchthengst – vor allem während einer Zeit, in der die Quarter Horse-Industrie eine dramatische Wende durchmachte. Von dieser Perspektive aus betrachtet, qualifizierte sich Skipa Star als einer der letzten großen All-Around-Zuchthengste für Halter- und Performance-Pferde der Weltklasse.
Bild 20:
Ein weiterer der frühen Skipa Star Champions war Astar From Heaven, eine 1980 geborene sorrel-farbige Stute, aus der Two Eyed Olive Oil (von Two Eyed Jack). Gezüchtet wurde diese Stute von der Wilson Ranch in Pattison (Texas). Astar From Heaven gewann 123 Punkte und den Titel Superior at Halter.
Larry Sullivants Bewertung des atemberaubenden Hengstes definiert am besten, was dieses Pferd für die Quarter Horse-Geschichte bedeutet hat: „Skipa Star war in meinen Augen sozusagen perfekt“, sagt Sullivant. „Ich habe viele Pferde gesehen und auch besessen, die hier ein bisschen besser waren oder dort ein bisschen besser waren. Doch wenn man alle diese Pferde zusammenlegt, hätte man kein Pferd bekommen, das so gut wie Skipa Star ist. Er gab einen Standard vor, aufgrund dessen jedes nachfolgende Pferd beurteilt wurde. Durch ihn konnte ich mir ein Bild davon machen, wie ein perfektes Quarter Horse sein soll. Und genau dieses Bild habe ich vor Augen, wenn ich entscheiden soll, welches Pferd bei einer Championship als Sieger hervorgehen soll. Dies ist das größte Geschenk, das mir Skipa Star gemacht hat!“