Knoten

Text: Dale Fredricks (Laredo/Texas), Übersetzung: Sonja Grünauer

 

Seilhalfter aus einem Stück sind sehr beliebt. Sie sind sehr stark und es gibt keine Metallteile, die rosten oder brechen könnten. Doch ein Problem kann es bei diesem Halfter geben, wenn das Pferd stark zurück reißt, während es angebunden oder geführt wird. Der Knoten, der zum Verschließen des Halfters dient, wird dabei dann so festgezogen, dass es Probleme gibt, diesen dann zu öffnen. Hier zeige ich einen Knoten, der in keiner Situation so fest gezogen werden kann. Ich lernte diesen Knoten von Buster Hayes aus Thermopolis, Wyoming.  Er spart dir einiges an Zeit, wenn du diesen leicht öffnen willst.

 

Zeichnung 1: üblicher Bindeknoten. Wenn das Pferd nach hinten reißt, wird der Knoten dadurch extrem zusammengezogen.

Zeichnung 2: Schritt 1: bringe beide Enden des Oberteiles (der Teil des Halfters, der über das Genick des Pferdes verläuft) durch die Schlinge. Die Enden dieses Oberteiles sind bei manchen Halftern fix verbunden und nicht geteilt, wie auf dieser Zeichnung. Doch die Bindeprozedur ist bei beiden Halfterarten die gleiche.

Zeichnung 3: Schritt 2: das Ende des Oberteiles läuft über die Schlinge und zwischen den beiden Seilchen des Oberteiles hindurch. Dies ist der Bereich, der den Druck abfängt, sollte das Pferd nach hinten zerren.

Zeichnung 4: Schritt 3: Binde das Ende des Oberteiles oben um die Schlinge und dann unterhalb der Schlinge. Fädle das Ende zwischen der Schlinge und den Seilenden hindurch.

Zeichnung 5: Schritt 4: Beende den Knoten. Wenn ein Pferd nun zurück zerrt, wird der Druck vom Anfangsteil des Knotens (siehe Schritt 2) abgefangen und kann dadurch nicht mehr extrem zusammengezogen werden, was dann das Öffnen des Knotens sehr erleichtert.

 

An den Baum anbinden

Text: Lynda Layne (Winchester Bay/Oregon), Übersetzung: Sonja Grünauer

Frage Doris Sharp aus Kalifornien, was sie am Festbinden ihres Pferdes im Schatten eines Baumes so schätzt und sie wird dir erklären: „Es lernt dem Pferd Geduld und das Ausbleiben von abgerissenen Anbindestricken.“ Im Schatten eines großen Baumes kann man drei oder vier Pferde auf einmal festbinden. Doris erklärt, dass es besser ist, wen man die Pferde oberhalb des Kopfes anbindet, weil sie sich dadurch weniger eingeschränkt fühlen. Außerdem kann sich ein kluges Pferd dann nicht befreien, indem es den Knoten öffnet oder am Strickende herum kaut. Doris bindet mehrere Anbindeseile fix an einen Baum. Denn dadurch ist es einfacher, ein Pferd dorthin zu bringen und einfach den Karabiner am Halfter des Pferdes einzuhängen. Das Anbinden draußen hat noch andere Vorteile: Wenn ein Pferd die meiste Zeit des Tages im Stall verbringen muss, ist das Anbinden draußen eine willkommene Abwechslung für das Tier. Im Sommer ist es im Schatten eines Baumes meist kühler, als im Stallgebäude. Es ist auch  eine gute Alternative, während die Box des Pferdes ausgemistet wird oder zum Trocknen des Felles nach der Dusche. Für Pferde, die einen Neck Sweat nach der Arbeit tragen sollen, ist es praktisch, da sie sich mit diesem nirgendwo reiben können.

 

Rope zum Grasen lassen

Text: Randy Steffen, Übersetzung: Sonja Grünauer

Für Pferdebesitzer, die gerne ihr Pferd am Strick haltend grasen lassen und sich gleichzeitig dabei entspannen wollen gibt es hier einen Tipp, wie man vermeiden kann, dass sich das Führseil dabei um die Beine des Pferdes wickelt. Binde ein Stück eines Seiles (wie hier abgebildet) um das Pferd und sichere dieses  an der Mähne des Pferdes, damit es nicht verrutschen kann. Dann wird das Führseil zwischen Pferd und Hilfs-Seilchen durchgeführt und schon ist alles fertig zum Grasen gehen. Dies darf jedoch nicht bei einem angebundenen Pferd angewendet werden, sondern nur, wenn jemand das Ende des Seiles in der Hand hält.

 

Nothalfter

Text: Chuck King (Colorado Springs/Colorado), Übersetzung: Sonja Grünauer

Oscar Marsh von der Wooden Shoe Ranch in Laramie, Wyoming, lernte das Binden dieses Halfters von seinem Vater. Dies wurde bei halbwilden Pferden angewendet. Wenn man es korrekt bindet, dann bleibt es auch gut am Kopf des Pferdes. Um es zu binden:

1.mache einen einfachen Knoten in der Nähe des Seilendes.

2.lege die Schlinge, die dadurch entstanden ist um das Maul des Pferdes. Der Knoten ist auf der rechten Seite des Pferdemaules.

3.Ein Ende des Seiles wird über das Genick des Pferdes geführt, gleich hinter den Ohren. Dann verläuft das Seil weiter auf der linken Seite des Pferdekopfes und wird dann unter der Nasenschlinge durchgefädelt.

4.mit einem Bowline-Knoten wird das lange Ende mit dem kurzen Ende des Seiles unterhalb des Pferdekopfes verknotet, damit der lange Teil des Seiles danach als Führstrick verwendet werden kann.

 

Oscar macht meist noch einen Knoten mit der Mähne des Pferdes im Bereich des Genickstücks des Halfters, damit dieses nicht nach hinten in Richtung Pferdehals verrutschen kann (siehe Bild 5). Das komplett geknotete Halfter kann man auf Bild 6 sehen.

 

Schnellauslöse-System

Text: Wilbur Adank (Hebron/Indiana), Übersetzung: Sonja Grünauer

Um schnell binden zu können, wenn man Roping mit einem Rind macht, und ein Aluminium- oder Plastikhornknoten macht, gibt es ein Schnellauslöse-System, das gut funktioniert. Bohre ein Loch in dein Horn und binde daran einen 10 inch Lederriemen. Wenn du Probleme bekommst und das Seil möglichst rasch lösen musst, greife nach dem Lederriemen und ziehe ihn zu deinem linken Knie. Bereits beim ersten Versuch wirst du sehen, dass sich dadurch das Rope sehr leicht lösen lässt, was einige Probleme vermeidet.

 

Figure-Eight Horn Knoten

Einen Bullen wegen Huffäule zu behandeln, ist für Cowboys eine gewohnte Arbeit. Wenn nur 2 Cowboys für diese Aufgabe parat sind, muss einer die veterinärmedizinischen Handgriffe machen, während der andere die Beine des Bullen hält. Dazu wendet er den Figure-Eight Knoten an, der sich in diesen Situationen schon oft bewährt hat. Manche Leute glauben, dass dieser Knoten leicht aufgeht, doch ich habe Cowboys gesehen, die damit hunderte von Rindern gefangen haben und der Knoten hielt. Der sichere Teil dieses Knotens ist, dass man, wenn man in eine Zwangslage gerät nur am Ende des Ropes (B) anziehen muss und sich der Knoten dann auflöst. Der Pfeil (A) zeigt den Teil, der am Horn platziert ist. Sicherheitstipp: Mache keinen zu festen Knoten, wenn du oder dein Pferd noch nicht viel Erfahrung beim Roping habt.

 

Sattelgurt Trick

Text: Mike Kevil (Cave Creek/Arizona), Übersetzung: Sonja Grünauer

Hast du es satt, dass dein Pferd immer wieder ein Halfter zerstört, indem es zurück reißt? Hier ein Weg, um dies zu vermeiden. Man benötigt ein starkes Nylonseil und einen Baumwoll-Schnur-Sattelgurt mit Ringen, die keinen Splint haben. Sollte bei dem Ring ein Splint vorhanden sein, sollte dieser vorher mit einem Bolzenschneider entfernt werden. Lege den Sattelgurt über den Pferdehals hinter dem Genick mit den Ringen unterhalb des Halses. Führe ein Anbindeseil unterhalb des Maules und durch den Kehlriemen des Halfters und mache in den Ringen einen Bowline-Knoten. Binde das Pferd an einer soliden Stelle an, die nicht brechen kann, wenn das Pferd anreißt. Wenn nun das Pferd anreißt, dann kommt durch den Gurt Druck auf den Hals des Pferdes, wodurch es jedoch nicht verletzt werden kann. Dieser Trick hilft dir in dreifacher Weise: 1.es werden keine Halfter mehr ruiniert. 2.Das Pferd lernt, dass es sich durch anreißen nicht mehr befreien kann. 3.Man vermeidet Schmerz, den sich das Pferd durch das Anreißen selbst zufügt. Denn durch Schmerz entsteht Angst, was ein Hauptfaktor für das Anreißen des Pferdes ist.

 

Leder Sicherheitsknoten für Packsättel

Text: Mike Laughlin (Eurek/Nevada), Übersetzung: Sonja Grünauer

Art Hedin aus Kalispell, Montana, ist bereits seit vielen Jahren Packer bei der Bob Marshall Wilderness Area und erklärt, dass es beim Bepacken von Pferden und Mulis sehr hilfreich ist, einen schnell lösbaren Knoten auf den Lederriemen der Packsättel zu machen. Dadurch kann der Packsattel, wenn dieser am Pferd verrutscht, sofort gelöst werden, indem der Knoten am Lederriemen schnell geöffnet werden kann, bevor das Gepäck samt Sattel herunterfällt und beschädigt wird. Dieser Knoten ist flacher und drückt daher das Lastentier nicht.

1.vom linken Ring aus wird der Ledergurt am Packsattel geführt.

2.führe den Lederfurt unter dem Rigging Ring durch und mache eine Schlinge.

3.ziehe die Schlinge zusammen – der Rigging Ring ist sozusagen die Sicherung der Schlinge.

4.ein weiterer Lederriemen wird durch die erste Schlinge geführt und sichert den ersten Lederriemen.

5.hier ein Knoten, der zwei Packsattelgurte befestigt.

6.um den Knoten zu lösen, muss man nur am Ende des Lederriemens anziehen.

 

Breakaway Hitch

Text: Jed Greene (Yreka/Kalifornien), Übersetzung: Sonja Grünauer

Dank erfahrener Pferdemenschen, die mir schon sehr viel geholfen haben, wende ich diesen Knoten an, um ein Packtier am vorderen Packtier anzubinden. Als Packer, die schon so manche Katastrophe verhindert haben, indem sie gute Knoten angewendet haben, denke ich dass dieser Knoten hervorragend ist, da mit einem entsprechendem Ruck die Tiere voneinander getrennt werden können.

 

Diese Schlaufe sollte nicht mehr als 1 inch hervorstehen, da sonst die Effektivität des Knotens nicht gegeben ist.

Diese Schlaufe rutscht so weit hinein, bis sie fest sitzt.

Ziehe an diesem Ende an

 

Bowline Catch Rope

Text: Chuck King (Colorado Springs/Colorado)

Der Bowline, ein Knoten der nicht verrutscht, kann in verschiedenen Varianten geknotet werden. Die nebenstehenden Zeichnungen zeigen, wie Bob Scott aus Scottsdale, Arizona, den Knoten am Pferdehals bindet. Diese Methode geht schnell, denn ein Teil des Knotens wird bereits gemacht, bevor das Seil am Pferdehals angelegt wird. Das Seil wird einfach angelegt, indem das Seilende durch die Schlaufe des Knotens geführt wird. Zeichnung 1 zeigt, wie der Knoten mit einem Ring an einem Ende des Seiles begonnen wird. Das Ende hängt auf der rechten Seite herunter und wird eventuell um den Pferdehals geführt. Zeichnung 2 zeigt, wie das Seil im hinteren Teil des Ringes über das Seil im vorderen Teil des Ringes gebracht wird um den wie in Zeichnung 3 gezeigten Knoten zu formen. Mit diesem vorgefertigten Teil des Knotens an dem Seil (Zeichnung 3) wird das Seil um den Hals des Pferdes gelegt und das Seilende durch die Schlaufe geführt (Zeichnung 4). Ziehe das Seilende nicht hart aus durch die Schlaufe. Beim Ziehen wird der Knoten zusammengezogen und man erhält einen Bowline Knoten wie in Zeichnung 5. Wenn du an der Seitenlehne eines Sessels oder ähnlichem übst, kannst du binnen kurzer Zeit diesen Knoten sehr schnell machen.

 

Mastwurf Knoten und Bowline

Text: Don Straight (DeSoto/Iowa), Übersetzung: Sonja Grünauer

Wir haben sehr oft mit unseren Pferden gecampt. Bei jedem Campingplatz gibt es Anbindebalken. Da es dort verboten ist, Pferde an Bäumen anzubinden, müssen wir dort unsere Pferde für längere Perioden an den Balken anbinden. Es passiert immer wieder, dass sich dort ein Pferd befreit oder sich mit dem Anbindestrick verwickelt. Der größte Fehler ist, dass man die Pferde mit langem Strick anbindet, damit sie vor Ort am Boden fressen können. Manche Pferde steigen dann mit den Beinen über oder auf den Strick. Nachdem ich einige verschiedene Knoten ausprobiert hatte, habe ich endlich einen sehr passenden Knoten gefunden. Zu Beginn mache ich einen einfachen Mastwurf Knoten in der Mitte des Anbindebalkens. Dies verhindert, dass der Führstrick zu lang wird. Außerdem sind mehrere Mastwurf Knoten sinnvoller. Der nächste Schritt ist, die beiden Enden (an einem Ende ist das Pferd angehängt) mit einem Bowline Knoten zu verbinden. Dies ist ein nicht rutschender Knoten, der gut gelöst werden kann, auch wenn das Pferd daran stark angezogen hat.

 

Sliding Knoten

Text: A.L. Devereux (Widener/Arkansas), Übersetzung: Sonja Grünauer

Wenn du nur ein glattes Seil zum Anbinden zur Verfügung hast, zeigen wir dir hier, wie du dein Pferd damit anbinden kannst und es am Anbindebalken in eine andere Position bringen kannst, ohne es dafür losbinden zu müssen. Ziehe die Schlingen auf der rechten Seite fest und schiebe diese dann in Richtung des Knotens nach links. Die Schlingen werden um den Anbindebalken gezogen und ziehe am Ende des Seiles an, um den Knoten fest zu machen. Das Pferd kann am Ende des Seiles anreissen, kann jedoch das Seil entlang des Anbindebalkens nicht bewegen. Wenn du die Standposition des Pferdes entlang des Balkens verändern willst, drücke den gesamten Knoten von beiden Seiten zusammen und der Knoten lässt sich problemlos an die gewünschte Position verschieben.

 

Das Vorderbein hochbinden

Text: Joe Wimberly (Millsap/Texas), Übersetzung: Sonja Grünauer

 

Manche Pferde machen Probleme beim Hufbeschlag. Als Hufschmied muss ich in diesen Fällen einen Weg finden, das Vorderbein hoch zu binden. Anfangs verwendete ich einen Sattel, doch dieser war mit der Zeit zu mühsam mit dem Transport im Auto. Ich versuchte es auch mit Hobbels. Außerdem versuchte ich den Pferdefuß in Richtung der Gurtenlage hochzubinden, doch in dieser Position hatte ich keinen guten Zugang zum Pferdehuf. Die Lösung ist ein altes Bareback-Rigging. Ich nahm den Griff ab und ergänzte jeweils einen D-Ring auf jeder Seite. Dann nehme ich ein Baumwollseil und binde das Pferdebein in Richtung des Riggings hoch. Diese Methode funktioniert großartig. Zu Beginn mache ich einen Bowline Knoten bei der Fessel des Pferdes und führe das Seil dann durch den Ring beim Rigging und befestige es dann mit einem schnell zu lösenden Knoten. Pferde, die sich nicht gerne an den Beinen anfassen lassen, kann man auch hier mit einem Seil arbeiten. Das Bareback-Rigging eignet sich übrigens auch hervorragend, um die Zirkuslektion „Niederlegen“ mit dem Pferd zu üben.

Bild: Ein altes Bareback-Rigging kann zum Hochbinden eines Vorderbeines verwendet werden, wenn das Pferd beim Hufschmied Probleme macht. Dieses Ranchpferd ist sanftmütig, außer der Hufschmied beschlägt es. Daher ist in diesem Fall das Rigging sehr hilfreich.

 

Sicheres Anbinden im Stall

Text: Mike Laughlin ( Eureka/Nevada), Übersetzung: Sonja Grünauer

Das Pferd sicher anzubinden ist für Pferdebesitzer sehr wichtig. Hier eine ordentliche Variante, die auch von den Buckaroos im Pferdestall der Warm Springs Ranch in Eureka (Nevada) angewendet wird. Diese Variante gibt dem Pferd die Freiheit, sich beim Fressen zu bewegen und man kann es bei dieser Anbindemethode auch beim Satteln problemlos bewegen, ohne dass es sich im Anbindeseil verhängen kann. Auch die Gefahr, dass das Pferd am Strick zurück reißt ist damit minimiert. Ein Seil wird um den Dachbalken geschlungen. Ein Ring, z.B. ein alter Sattelgurt-Ring, wird am anderen Ende mit einem Bowline-Knoten befestigt. Die Gesamtlänge sollte vom Balken bis zur Pferdeschulter gehen. Das Führseil des Halfters kann dann am Ring befestigt werden, ohne dass jedoch ein frei baumelndes Ende übrig bleibt.

 

Führseil ohne Karabiner

Text: Dale Fredricks (Laredo/Texas), Übersetzung: Sonja Grünauer

Ein Grund, warum Seilhalfter so beliebt sind ist, dass daran keine Metallteile sind, die brechen könnten. Warum also sollte man diesen Vorteil wieder aufheben, indem man ein Führseil mit einem Karabiner aus Metall verwendet? Natürlich ermöglicht ein Karabiner, sehr schnell das Seil vom Halfter zu lösen. Als Kompromiss, kann man auch einen entsprechenden Knoten mit dem Führseil machen, der sich schnell lösen lässt.

1.Binde eine Schlinge am Ende des Seiles. Ein guter Knoten, den man für die Schlinge anwendet, ist ein doppelter Handrückenknoten.

2.Führe die Schlinge durch die Doppelschlinge des Halfters, wie in Zeichnung 1 gezeigt.

3.Nun nimmt du das Seilende und führst es durch die doppelte Halfterschlinge.

4.Ziehe solange am Seil an, bis das gesamte Seil durch die Doppelschlinge gezogen ist.

5.Zeichnung 2 zeigt den kompletten Knoten.

6.Um den Knoten zu öffnen, ziehe einfach das Führseil durch die Halfterschlingen zurück.

 

Mecate Knoten

Text: Randy Steffen (Loomis/Kalifornien), Übersetzung: Sonja Grünauer

Um das Mecate zu binden benötigt man ein Haar-Seil, das zwischen 3,5 und 4 Meter lang ist. An einem Ende sollte es einen Turk’s Head Knoten und eine Tassel haben. Folge den Zeichnungen Schritt für Schritt, stelle die Zügellänge entsprechend ein, wenn du Schritt 3 erreicht hast und es entstehen gut brauchbare Zügel in Kombination mit einem Führseil. Mache so viele Schlingen um das Bosal, die nötig sind, damit es korrekt passt, achte jedoch darauf, dass es nicht zu eng wird. Das Bosal sollte locker genug sein, damit es nicht an die Backenknochen drückt und nicht weiterhin Druck ausübt, auch wenn die Zügel locker sind. Du kannst das Ende des Seile an den Sattelgurt stecken, damit du nach ihm greifen kann, wenn du das Gefühl hast, das Pferd könnte dich jetzt runter buckeln. Du kannst das Führseil allerdings auch aufwickeln und in der Nähe der Sattelfork platzieren.

Zeichnungen: Viele Reiter reiten ein Mecate und ein Snaffle Bit und verwenden dabei Slobber Straps, um das Mecate am Bit zu befestigen. Hier ist eine weitere Zeichnung, die zeigt, wie es funktioniert.

 

Der Tie-Up Knoten

Text: Jed Greene (Yreka/Kalifornien), Übersetzung: Sonja Grünauer

Ein Hufschmied zeigte mir vor Jahren diesen Knoten und ich seitdem verwende ich nur noch diesen Knoten. Jeder Druck vom Pferd wirkt sich nicht direkt auf den Knoten aus und mit einem schnellen Ruck kann man diesen auch lösen.

 

Jerk-Free Knoten

Text: Chuck King (Colorado Springs/Colorado), Übersetzung: Sonja Grünauer

Hier ist ein Jerk-Free, ein Halfter-Seil-Knoten gezeigt, den man verwendet, wenn man große Packriemen einsetzt. Sie wenden diesen sehr oft an, außer wenn am Weg viel Holz liegt, wo sich die Pferde verhängen könnten. Wenn man eine Gruppe von Packpferden führt, ist der Knoten hilfreich, um diese beisammen zu halten. Die Skizzen 1, 2 und 3 zeigen, wo das verbleibende Ende des Seiles mit einem Jerk-Free Knoten befestigt wird.

 

1.in der Nähe und vor der Anbindevorrichtung  / vom Halfter / freies Ende des Führseiles

3.ziehen, um den Knoten fest zu machen / ruckweise ziehen, um den Knoten zu lösen / ziehen, um den Knoten fest zu machen

 

Highline Prussic Knoten

Text: Edd Blackler (Bigfork/Montana), Übersetzung: Sonja Grünauer

Zeichnung: binde die Schlingen herum …. Befestige ihn ordentlich / Der Knoten lässt sich an der Stange bewegen, wenn keine Spannung darauf einwirkt

 

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen, die unsere Wanderritte effizienter machen können. Da entdeckten wir den „Prussic Knoten“ (siehe Foto), den man beim Anbinden an hochliegenden Metallstangen anwendet. Dieser Knoten kann an der Stange verschoben werden, wenn kein Druck darauf lastet, ist jedoch gut positioniert, sobald Druck durch das Anbinden des Pferdes ausgeübt wird. Damit die Pferde nach der Ankunft in einem Camp nicht zu lange an den Bäumen angebunden sein müssen, installieren wir unsere Metallstangen so schnell wie möglich, woran bereits vorab Knoten befestigt sind, was das Montieren zwischen den Bäumen sehr vereinfacht. Wie hier zu sehen, ist ein starker Metallring an die Stange geknotet. Dadurch muss man kein Anbindeseil mit Karabiner verwenden. Außerdem verhindert der Metallring, dass sich das Führseil nicht löst, wenn sich das Pferd in kleinen Zirkeln unterhalb der hoch angelegten Stange bewegen sollte.

 

Hackamore Knoten

Text: Jack Swanson (Carmel Village/Kalifornien), Übersetzung: Sonja Grünauer

Man kann ein Hackamore in ein Halfter umwandeln – und dies mit einigen wenigen Handgriffen. Lege die Zügel an eine Seite des Halses und lasse sie in der Nähe der Kehle über den Hals verlaufen. Ziehe das Ende an der anderen Seite des Halses nach unten und schlinge diese unterhalb des Kopfes um die Zügel, um dann in der Nähe des Bosals eine Schlinge zu machen. Das Ende des Mecates wird dann durch die Schlinge gezogen.

 

Führseil Knoten der Kavallerie

Text: Gary D. Kirchmeier (Cave Creek/Arizona), Übersetzung:  Sonja Grünauer

Bei einem Ausritt will man vielleicht mal eine Rast einlegen und sein Pferd irgendwo anbinden. Man kann mit dem Halfter unter dem Zaumzeug reiten, doch das Versorgen des Führstrickes am Sattel könnte ein Problem sein. Hier ein einfacher Weg, um dieses Problem zu lösen. Es ist vergleichbar mit dem, was die Kavalleristen machten. Sehe dir die einfachen Schritte an und folge ihnen. Siehe Zeichnung 1: Belasse das Seil am Halfter. Stehe auf der linken Seite des Pferdes und nimm das Seil in die linke Hand. Führe deine Hand vom Halfter in dem Bereich des Halsansatzes. Mit der rechten Hand legst du das Seilende über den Pferdehals und führst es auf der anderen Seite des Halses wieder nach unten zu deiner linken Hand, wo der erste Teil des Seiles ist. Nimm dann das Seilende, das in deiner rechten Hand ist und nimm beide Seilteile zusammen, damit sich eine Schlinge in deiner linken Hand bildet. Schließe deine linke Hand an der Schlinge. Neige deine linke Faust nach vorne, damit sich eine zweite Schlinge um die Finger bildet, wie in Zeichnung 2 abgebildet. Nun greifst du mit der linken Hand nach allen 3 Teilen des Seiles, die 2 Schlingen formen. Du hast nun einen Bund aus 3 Strängen, mit den Schlingen an den Enden, wie in Zeichnung 3 gezeigt. Das Ende des Führseiles geht bereits durch die obere Schlinge. Beginne nun das Ende unterhalb zu wickeln, dann oberhalb des Bündels, so wie in Zeichnung 3. Mach weiter, bis der Großteil des Führseiles eng um das Bündel gewickelt ist. Ganz zuletzt stecke das Seil durch den untersten Teil der Schlinge und ziehe alles zusammen. Der Knoten sollte nun wie in Zeichnung 4 aussehen. Halte den Knoten mit einer Hand. Nun ziehe am Seil, das zum Halfter führt. Nun ziehst du am Seil, das über den Hals des Pferdes führt. Die zieht den Knoten zusammen, damit er so wie in Zeichnung 5 aussieht. Ziehe allerdings nicht zu fest an, da dies dann das Auflösen des Knotens erschwert. Es sollte nur so weit zusammengezogen werden, damit der Knoten hält. Das Ende sollte allerdings etwas länger sein, als bei Zeichnung 5, da das Gewicht eines längeren Endes die Schlinge besser hält. Der Knoten in Zeichnung 5 ist fertig und einsatzbereit. Wenn alles richtig gemacht ist, hängt er genauso, wie am Foto abgebildet unter dem Pferdehals. Um den Knoten zu öffnen, nehme den Knoten in eine und die untere Schlinge in die andere Hand. Ziehe die Schlinge etwas heraus, um das Seilende aus der Schlinge zu nehmen. Dann einfach die Ringe abwickeln und der Knoten wird auseinanderfallen. Obwohl manche Reiter das Führseil beim Reiten am Halfter eingehängt lassen, bevorzugen andere Reiter, das Seil an einem D-Ring am Sattel einzuhängen, da sie es als sicherer empfinden. Dies vermeidet das leicht durchhängende Seil zwischen Halfter und Knoten am Pferdehals, in das das Pferd z.B. beim Trinken aus einem Bach oder beim Fressen von Gras hineinsteigen könnte,