Der In-Hand Trail - Leih mir eine Hand

 

Der In-Hand Trail für Jährlinge ist eine Klasse, an der jeder teilnehmen kann, und ein großartiger Weg, ein Jungpferd für seine zukünftige Turnierlaufbahn vorzubereiten. – Trainer Bill Mitchell teilt seine Erfahrungen mit euch.

 

Text: Bill Mitchell mit Jessica Hein

Fotos: Jessica Hein

Übersetzung: Sonja Grünauer

 

Die In-Hand Trail-Klasse für Jährlinge ist für mich eine Klasse, die den jungen Pferden die Grundlagen für alle zukünftigen Disziplinen beibringt, egal ob für Western-, Englisch- oder Trailbewerbe. Alles. Was man mit ihnen in solch einem Trailpattern macht, bereitet sie für zukünftige Events vor. Das Pferd lernt den Sidepass, Hinterhandwendungen, Vorhandwendungen, das Bewältigen der Brücke und das Rückwärtsrichten. Wenn ich mit einem Pferd für den In-Hand Trail trainiere, dann mache ich einmal für 3 bis 4 Monate Bodenarbeit, was das spätere Anreiten des Pferdes (wenn es 2 Jahre alt ist) erheblich erleichtert. Das ist der bedeutendste Vorteil, den ich in der In-Hand Trail-Klasse sehe.

 

Ein Beispiel dafür ist A Good Sangria, mit dem ich im Jahr 2009 den In-Hand Trail der Jährlinge bei der Fall World Show gewinnen konnte. Ein 16-jähriges Mädchen, Carlee McDuffie, hat sie danach erfolgreich eingeritten. Sie erzählte mir, dass das junge Pferd perfekt fürs Einreiten vorbereitet war. Sobald sie Schenkeldruck anwendete, machte das Pferd bereits einen Sidepass. Die Pferde gewöhnen sich an die Manöver und reagieren auf die Hilfen sehr schnell, dabei sitzt man nicht einmal auf dem Rücken des Pferdes, während man ihm dies beibringt. Wenn man nach diesen Übungen irgendwann das erste Mal auf das Pferd aufsteigt, wird es nicht mehr so nervös sein, weil es die Hilfen ja bereits kennt. Du hast bereits 60 bis 90 Tage mit dem Pferd gearbeitet. Dadurch ist das Pferd bereits ruhiger und kennt die Grundlagen, war bereits bei Shows und ist nicht mehr so leicht aus der Ruhe zu bringen. Das Pferd arbeitet beim Training viel besser mit.

Das Einmaleins der In-Hand Klasse

Jedes Hindernis, das in einer regulären Trailklasse zu bewältigen ist, findet man auch in der In-Hand Trail-Klasse. Am Besten liest du im offiziellen APHA Rule Book nach, um die komplette Liste der Hindernisse einzusehen. Nach meiner Erfahrung gibt es in unseren Klassen normalerweise die Brücke, Schritt- und Trabstangen, ein Sidepass-Hindernis, Rückwärts-Hindernisse und Hütchenslalom im Trab. Ich gewöhne mein Pferd langsam an alle verschiedenen Hindernisse.

Wenn du daheim trainierst, solltest du dir Gedanken machen, wie du deinem Jährling beim Training ein positives Erlebnis geben kannst. Das kann anfänglich auch die Vereinfachung mancher Hindernisse sein, um zu vermeiden, dass man das junge Pferd verängstigt. Wenn ich beispielsweise das Holzstangenhindernis mit einem älteren Pferd trainiere, verwende ich eine Stange mit größerem Durchmesser, um dem Pferd beizubringen, seine Beine höher zu heben; mit jungen Pferden jedoch mache ich das Gegenteil. Ich nehme kleinere Springstangen (mit kleinerem Durchmesser) als Bodenstangen, denn ich möchte, dass das junge Pferd die Übung gerne macht. Nachdem dein Jährling bereits Erfahrungen gesammelt hat, kannst du an den Feinheiten arbeiten und dickere Stangen verwenden, damit man dem Pferd lernt, nicht an der Stange anzuklopfen.

Wenn ich als Richter fungiere, beobachte ich den Ausdruck des Pferdes und sehe, ob das Pferd seine Arbeit gerne macht. Ich sehe nicht gern, dass das Pferd seine Ohren anlegt und zum Bewältigen der Hindernisse gezwungen werden muss. Das Pferd wird einen viel besseren Score bekommen, wenn man ihm die Freude an der Arbeit ansieht.

Bevor du an einem In-Hand Trail teilnimmst, solltest du dich mit den Regeln dafür vertraut machen. Ich habe oft Teilnehmer gesehen, die in den Hindernissen ihr Pferd von der falschen Seite aus führen. Die 360 Grad-Wendung in der Box ist ein Hindernis, wo die Teilnehmer oft Punkte verlieren. Kleinigkeiten, wie das Hinaussteigen aus der Box, können den Score stark verringern. Man wird zwar nicht disqualifiziert, doch die Richter werden diesem Teilnehmer nicht so einen hohen Score geben wie einem Teilnehmer, der eine korrekte 360 Grad-Wendung in der Box zeigt.

 

 

Bild 1: Mitchell bevorzugt es, beim Training von Jährlingen sein Seilhalfter zu verwenden. Dies hilft dem Jungpferd, den Druck besser zu verstehen, als mit einem traditionellen Halfter.

 

Bild 2: Ein Jährling, der beim Bewältigen der Hindernisse einen guten Ausdruck zeigt – so wie man es hier bei Novice Taffeta sieht –, wird meist von den Richtern mit einem besseren Score bewertet.

 

Bild 3: Das Tor-Hindernis fordert eine Fülle von Fähigkeiten – man findet es in den meisten In-Hand Trail Parcours. Dadurch ist es wichtig, dieses Hindernis daheim zu trainieren.

 

Bild 4: Wenn er den Jährling zu einer Vorhandwendung auffordert, bewegt sich Mitchell in Richtung Mittelhand des Pferdes und übt Druck im Bereich der Flanken des Pferdes aus.

 

Bild 5: Um dem jungen Pferd den Sidepass beizubringen, drückt Mitchell seine Finger an die Rippen von Last Good Sippa Wine, um sie zu ermutigen, sich seitwärts zu bewegen. Hat der Jährling die Hilfen einmal verstanden, geht er dazu über, das Pferd nur noch mit einer Handgeste zum Sidepass aufzufordern.

 

Bild 6: Am Beginn lernt Mitchell dem Pferd das Longieren – und setzt diese Übung auch vernünftig ein.

 

 

Grundtraining

Das erste, das ich dem jungen Pferd beibringe, ist, sich anbinden zu lassen. Wir binden die Pferde in ihrem Stall an, während wir sie putzen. Dann lernt das Jungpferd, sich vom Menschen führen zu lassen. Im Roundpen lerne ich den jungen Pferden das Schrittgehen und Traben am Führstrick und bringe ihm auch etwas das Longieren bei. Wir machen mit den Babies sehr viel Führzügelarbeit – Schritt, Trab und Stoppen – und gewöhnen sie so an die neuen Aufgaben.

Im Roundpen lernen sie dann den Sidepass. Ich führe das junge Pferd an den Zaun, so dass seine Nase in Richtung Einzäunung zeigt und es gleichzeitig nicht nach vorne gehen kann. Ich selbst gehe einige Schritte zurück in Richtung Schulter des Pferdes, halte es am Halfter und drücke mit meinem Daumen an seine Seite, um es zu motivieren, seitwärts zu weichen. Bei diesem Training setze ich meine Hand so ein, als würde ich mit Schenkelhilfen am Pferd sitzend arbeiten.

Im Showring sollte das Pferd bereits so weit sein, nur auf Handgesten zu reagieren – ohne dass man den Pferdekörper berühren muss. – Dies bringt einen viel besseren Score, da der Schwierigkeitsgrad höher ist. Die Babies lernen sehr schnell. Innerhalb von ein oder zwei Wochen wirst du einfach nur mehr einen Schritt zurück gehen müssen und die entsprechende Handbewegung in Richtung Pferdebauch machen, und das Pferd wir sofort den Sidepass zeigen. Dies kann überall geübt werden, sogar in der Stallgasse.

Danach arbeite ich an den Vorhand- und Hinterhandwendungen. Will ich das Pferd zu einer Hinterhandwendung auffordern, stehe ich beim Kopf des Pferdes – so wie in der Showmanship-Klasse. Wenn ich diese Übung das erste Mal mit dem Jährling mache, drücke ich an seine Schulter, um ihn zu einer 360 Grad-Wendung zu motivieren. Anfangs verlangst du nur einige Schritte in dieser Wendung und erhöhst die Schrittanzahl in der Wendung erst mit der Zeit. Für eine Vorhandwendung gehe ich mit dem Pferd in die Mitte des Roundpens, halte den Kopf des Pferdes und bewege meinen Körper in Richtung Mitte des Pferdekörpers. Dann setze ich meine Hände ein, um die Hüften des Pferdes seitlich im Kreis wegzubewegen, während ich die Vorhand des Pferdes am selben Platz halte. Sobald die Hinterbeine des Pferdes zwei oder drei Schritte in die korrekte Richtung machen, beende ich sofort die Übung. Diese Übung sollte das Ergebnis bringen, dass ich schließlich nur mehr eine entsprechende Handbewegung in Richtung der Hüften des Pferdes machen muss, damit es die Hinterhand bewegt. Kann es dies, setze ich meinen Daumen mit Druck an seine Rippen ein, um die Schenkelhilfe des Reiters zu imitieren, um das Pferd auf die Reiterhilfen zu trainieren.

Bei der Show sollte es eigentlich reichen, dass ich einige Schritt zurück in Richtung Mittelhand des Pferdes gehe und eine entsprechende Handbewegung mache, damit das Pferd weiß, dass es eine Vorhandwendung machen soll. Ich lerne dem jungen Pferd das Rückwärtstreten mit dem Führseil – so wie man es auch in der Showmanship macht. Es ist quasi das gleiche Manöver. Mit dem Strick übe ich leichten Druck unter dem Kinn des Pferdes aus und fordere das Pferd auf, einige Schritte rückwärts zu gehen. Ich verlange nur einige Schritte und steigere es mit der Zeit.

Wenn ich entscheiden muss, ob ich mit Führkette oder Führstrick trainiere oder bei einer Show starte, muss ich das Wesen des Pferdes als Entscheidungsgrundlage nehmen. Manche Pferde mögen die Führkette, manche nicht. Im Jahr 2009 verwendete ich bei A Good Sangria keine Führkette an. Sie hatte viel Vertrauen zu mir und ließ sich gut von mir führen, bewältigte die Hindernisse sehr gut, nahm ihren Kopf tief und sah sich die Hindernisse gut an. Wenn ich beim Training mit Kette arbeitete, war sie eher verängstigt und hatte bei den Hindernissen nicht mehr genug Ausdruck. Die Jährlinge, die ich derzeit arbeite, gehen besser mit Führkette.

Das wichtigste Hindernis, das ich übe, ist das Tor. In jeder Klasse ist dieses Hindernis im Parcours. Jeden Tag übe ich mit einem jungen Pferd das Tor: Ich führe das Jungpferd zum Tor, lasse es kurz rückwärts gehen, gehe durch das Tor, lasse es erneut rückwärts gehen und stoppen und bleibe dann für etwa eine Minute stehen, um dann das Pferd im Sidepass vom Tor zu entfernen. Ich lasse mir niemals das Tor von einer anderen Person öffnen, um dann einfach durchzugehen. Die Arbeit am Tor bringt dem Pferd so viel bei: das Rückwärtstreten, das Stehen und den Sidepass. Alle diese Lektionen benötigt man in der Trailklasse, und man kann diese an einem einzigen Hindernis – eben dem Tor – üben.

Mit einem Jährling arbeite ich zirka 3 Tage pro Woche. Wenn der Showtermin näher rückt, dann können es auch 5 Tage pro Woche sein. Die Trainingseinheiten werden eher kurz gehalten – zirka 15 bis 30 Minuten pro Training. Wenn eine Trainingseinheit nicht so gut läuft, dann wiederhole ich diese am Nachmittag nochmals und arbeite mit dem Pferd etwas länger als gewohnt, bis die Übung mit Erfolg endet. Dies hängt immer jeweils vom Pferd ab!

Koppelgang finde ich sehr wichtig. Meine Jährlinge gehen täglich für mindestens 4 bis 5 Stunden auf die Koppel, damit sie ihr Leben genießen können. Die Arbeit sollte sie nicht langweilen, sie brauchen auch ihre Freizeit.

Normalerweise arbeite ich nur wenige Hindernisse pro Trainingseinheit. Erst wenn der Showtermin näher rückt, übe ich das ganze Pattern. Eine typische Trainingseinheit besteht meist aus dem Üben eines schwierigen Hindernisses für einige Minuten, um dann zum Hindernis weiter zu gehen, von dem ich weiß, dass das Pferd es bereits beherrscht. Dann führe ich es durch die Arena, lasse es etwas traben, stoppen, eine Wendung machen, im Schritt weitergehen und danach wieder traben. Ich arbeite mit einem jungen Pferd auch speziell das Führen, die Übergänge und das Laufen an meiner Seite. Ich möchte, dass das Jungpferd meine Körpersprache lesen lernt. Wenn ich also losgehe, sollte auch das Pferd im Schritt losgehen; wenn ich zu laufen beginne, sollte das Pferd antraben. Ich muss dabei kaum an der Führkette oder am Führstrick ziehen. Am Ende stoppe ich und stelle das Pferd gerade hin, so wie bei einer Präsentation vor einem Richter, und lasse das Pferd für einige Minuten ruhig stehen. Man sollte die Psyche des Pferdes beschäftigen und darauf achten, dass ihm die Arbeit Spaß macht.

Wenn du daheim trainierst, solltest du darauf achten, dass dein Pferd bei dem Training positive Erfahrungen macht.

Problemlösungen im Trail

Der Jährling In-Hand Trail ist eine sehr neue Klasse, sodass viele Turnierteilnehmer meist während des Bewerbs noch viel dazu lernen. Als Richter sehe ich bei den Teilnehmern zwei sehr häufige Fehler:

1. Zu langsames Traben

Die Schritt- bzw. Trittlänge ist am wichtigsten. Selbst Amateure haben oft Probleme damit. Viele versuchen mit ihren Pferden möglichst langsam zu traben. Dies funktioniert oft nicht bei langbeinigen, jungen Pferden. Die Trabstangen sind in Abständen von zirka 93 cm aufgelegt, die für ausgewachsene Pferde kein Problem darstellen. Jährlinge müssen für diese Distanz etwas flotter traben, um dieses Hindernis zu bewältigen. Um zu vermeiden, dass du und dein Pferd über die Bodenstangen stolpern, solltest du die Trittlänge deines Jungpferdes entsprechend der Stangendistanz anpassen. Daheim solltest du ausprobieren, in welchem Tempo das junge Pferd traben soll, damit es korrekt über die Bodenstangen laufen kann. Manche Jährlinge machen größere Schritte als andere Jährlinge. Wenn ich mit zwei verschiedenen Pferden an den Start gehe, muss ich mich wegen der Schrittlänge auf jedes Pferd entsprechend einstellen.

2. Zu viel Einsatz der Führkette

Manche Pferdeführer sind zu hart mit ihrer Hand. Das bedeutet, sie setzen die Führkette zu grob ein. Sie ziehen an der Kette, und das junge Pferd reagiert darauf, indem es den Kopf hoch nimmt. Übung und Geduld sind der Schlüssel, um dieses Problem zu lösen. Wenn du bei einem Bewerb mit Kette starten willst, solltest du deinen Jährling bereits daheim daran gewöhnen, denn manche Pferde haben vor der Führkette etwas Angst. Wenn dies der Fall ist oder du etwas zu hart mit deiner Hand bist, solltest du einen normalen Führstrick bei der Arbeit mit deinem Pferd ausprobieren.

 

 

Bild 7: Wahlweise kann auch eine Führkette eingesetzt werden. Beachte die Reaktion des jeweiligen Pferdes auf die Führkette, bevor du die Entscheidung triffst.

 

Bild 8: Jährlinge müssen Hindernisse oft mit höherem Tempo in einer Gangart bewältigen, damit es sich mit den Distanzen ausgeht.

 

Bild 9: Es ist wichtig, die Schrittlänge des Pferdes zu kennen, um das Pferd korrekt über die Hindernisse zu führen. Hier passt Mitchell die Schrittlänge von Notice Taffeta dem Abstand der Stangen an, was dem jungen Pferd mehr Vertrauen gibt.

 

 

Eine Klasse für alle

Die Grundinformation ist folgende: Jeder – egal ob Youth, Amateur oder Trainer – kann in dieser Klasse starten. Deshalb mag ich diese Klasse so sehr. Es ist eine besonders gute Basis für Western Pleasure-Pferde, englisch gerittene Pferde, Showmanship-Pferde und jedes andere Pferd. Dein Pferd lernt hier einiges Grundwissen.

Das offizielle APHA Rule Book erklärt die Regeln, das Richten und die erlaubten Hindernisse für Jährlings In-Hand Trail-Klassen. Die vollständigen Informationen erhältst du bei SC-192. Die Hindernisse werden aus 4 Kategorien zusammengesetzt. Der Parcours besteht aus 6 bis 8 Hindernissen, mindestens ein Hindernis aus jeder Kategorie wie unten angeführt.

Kategorie A

Bodenstangen im Schritt – mindestens 4 Bodenstangen (eventuell erhöht) in einer geraden Linie, in einer Kurve oder im Zick-Zack aufgelegt. Die Abstände zwischen den Stangen betragen zwischen 50 und 60 Zentimeter.

Bodenstangen im Trab – genauso wie die Bodenstangen im Schritt, jedoch beträgt der Abstand zwischen den Stangen 90 bis 106 Zentimeter.

Kategorie B

Sidepass – ein Hindernis, bei dem vom Pferd verlangt wird, seitwärts zu gehen und dabei Vorderbeine und Hinterbeine zu überkreuzen.

Kreis – ein kreisförmiges Hindernis, bei dem vom Pferd entweder Vorhand- oder Hinterhandwendungen gefordert werden.

Quadrat – Box, in der das Pferd eine 360 Grad-Wendung machen sollte, ohne aus der Box herauszusteigen.

Tor – Hindernis, bei dem der Pferdeführer das Tor von links öffnen muss, mit dem Pferd durchgeht und danach wieder das Tor schließt.

Kategorie C

Rückwärts treten – Hindernis aus Tonnen, Stangen und Hütchen, verschieden angeordnet wie z.B. gerades L, doppeltes L, U oder V

Brücke – ein Holzhindernis, über das das Pferd gehen sollte.

Wasser-Hindernis – ein seichter, kleiner See oder eine flache mit Wasser gefüllte Box, in die das Pferd mit allen 4 Beinen steigen sollte, während es das Hindernis überquert.

Künstliches Wasser – eine Plastikplane, die am Boden fixiert ist und die das Pferd überqueren muss.

Kategorie D

Tragen eines Objektes – der Pferdeführer muss ein Objekt von einem Punkt zum anderen tragen.

Ziehen oder Zerren – der Pferdeführer muss ein Objekt an der linken Seite mitziehen.

Postkasten – der Pferdeführer muss etwas in den Postkasten werfen oder etwas entnehmen.

Verstecktes Tier – der Pferdeführer muss das Pferd zu einem versteckten Tier führen.

Slalom – der Pferdeführer muss im Schritt oder Trab mit dem Pferd einen Hütchenslalom durchlaufen. Der Abstand zwischen den Kegeln beträgt zirka 2 Meter im Trab.

Jog around – eine Box aus 4 Stangen mit einem Kegel in der Mitte. Der Pferdeführer muss mit dem Pferd an einer vorgegebenen Stelle die Box betreten und einmal um den Kegel traben.

Jog through – Stangenhindernis in Form eines L, V oder U, das im Trab bewältigt werden muss.

 

 

Bild 10: Lerne, wie diese Klasse beurteilt wird, und versuche, deine Fehlerpunkte zu verringern. Kleine Fehler, wie das Heraussteige aus der Box bei einer 360 Grad-Wendung, können dich und dein Pferd die Preis-Schleife kosten.

 

Bild 11: Zeige deinem Jährling alles, was in einem Parcours vorkommen kann. Mitchell führt Last Good Sippa Wine über die Schritt-Boden-Stangen, während der Richter dies beobachtet.

 

 

In der Thoroughbred-Branche aufgewachsen, hat Bill Mitchell aus Smiths Grove, Kentucky, bereits eine lebenslange Erfahrung mit der Arbeit mit Pferden. Nach langer Zeit in der Quarter Horse-Szene begann Mitchell 1998 mit dem Start von Paint Horses auf Turnieren - wie z.B.  Miss Wrap So Dee, einer 1996 geborenen sorrel-overo Stute, mit der er einige Futurities gewinnen konnte und mehr als 3.000 Punkte verdiente. Während seiner Karriere gewann Mitchell einige World Champion-Titel, die Australian National Championships, Siege bei Championships der American Paint Horse Association, American Quarter Horse Association und Pinto Horse Association. Im Jahr 2009 gewann Mitchell mit A Good Sangria (einer 2008 geborenen red roan-overo Stute, die von Carlee McDuffie aus Morganton, North Carolina, gekauft wurde) den In-Hand Trail für Jährlinge bei der APHA Fall World Show.

Mitchell besitzt die Twin Oaks Farm in Smiths Grove, wo er auch arbeitet. Es ist ein Zuchtunternehmen, das auch das Training von Pferden anbietet. Außerdem fungiert er als APHA-Richter.

Pferde, die auf den Fotos in diesem Artikel zu sehen sind: Last Good Sippa Wine, eine 2009 geborene sorrel-overo Stute, und Notice Taffeta, eine 2009 geborene buckskin-overo Stute. Ginger wurde von Susie Shaw aus Parsons, Tennessee, gezüchtet und ist in Besitz von Joyce Cassata aus Morganton, North Carolina.