Fünf Fehler, die auch gute Trainer machen können

Lerne, wie du fünf häufige Trainingsfehler vermeiden kannst. – World Champion Trainer Steve Heckaman gibt dir die Tipps dazu.

 

Text: Steve Heckaman mit Sue M. Copeland

Fotos: Darrell Dodds

Übersetzung: Sonja Grünauer

 

 

Bild 1 + 2: Trainingsfehler können deine Fortschritte zunichtemachen und das Vertrauen deines Pferdes verringern. Das Pferd rechts ist angespannt, sein hoch genommener Kopf zeigt Angst, was sein Reiter nun von ihm will. World Champion Trainer Steve Heckaman erklärt, welche fünf Fehler dein Training verschlechtern können. Er erklärt dir, wie du diese Fehler vermeiden kannst und dein Pferd entspannt reitest, damit es ein arbeitsfreudiger Partner bleibt (siehe oberes Bild).

 

 

Wenn du am Rand eines Trainingsplatzes oder eines Abreitplatzes eines Turnier stehst, wirst du gutes Training, aber auch schlechtes oder furchtbares Training sehen. Ein gut trainiertes Pferd vertraut seinem Reiter, ist unter dem Sattel fleißig und respektiert die Hilfen des Reiters, während es sich mit entsprechender Kadenz und Balance präsentiert. Schlechtes Training erkennt man, wenn das Pferd verspannt ist und keine Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter zu sehen ist. Außerdem zeigt das Pferd weder schöne Kadenz noch Balance, sondern eher Widerwillen. Auch die Reiter solcher Pferde sehen eher verärgert aus – man sieht, dass weder Pferd noch Reiter Spaß daran haben, was sie tun.

Machen Reiter absichtlich diese Fehler im Training? Natürlich nicht. Es ist oft einfach das Ergebnis von zu wenig Erfahrung oder Basiswissen. Auch Profis können solche Fehler machen, die oft Rückschritte im Training eines Pferdes zur Folge haben. Und auch Trends können Trainingsfehler hervorrufen. Wenn Reiter sehen, dass ein Trainer eine spezielle Technik anwendet und damit gewinnt, versuchen sie, diese Technik nachzuahmen, egal ob diese Methode zu ihnen und ihrem Pferd passt.

In diesem Artikel erkläre ich fünf häufige Trainingsfehler, die ich im Laufe meiner Trainerlaufbahn kennen gelernt habe. Bei jedem Fehler erkläre ich, warum dieser passiert und wie man diesen vermeiden kann. Durch Vermeiden dieser Fehler kannst du den Trainingsfortschritt deines Pferdes begünstigen und deine Freude am Reiten fördern. Um die Fehler und Lösungen besser zu veranschaulichen, zeige ich Beispiele anhand einiger Western Pleasure-Pferde, da diese Disziplin meine Spezialität ist und ich der Meinung bin, dass die Pleasure die Basis für einige andere Disziplinen wie z.B. Trail oder Westernriding ist. Wie du sehen wirst, können diese Fehler beim Training aller Disziplinen passieren.

Fehler Nr. 1: Das falsche Pferd für die Arbeit aussuchen

Was ist gemeint? Du suchst dir ein Pferd aus, das vom Körperbau her oder mental nicht geeignet für das Erreichen deiner Ziele ist. Diese Diskrepanz macht es deinem Pferd schwerer, seinen Job zu erfüllen, was von Beginn an Konflikte und Probleme hervorrufen kann.

Warum passiert so etwas? Meist aufgrund mangelnder Erfahrung oder mangelnden Wissens. Es kann Jahre dauern, bis man ein geschultes Auge hat, was die Auswahl eines Pferdes betrifft. Ich habe junge Trainer bei der Pferdeauswahl beobachtet, die sich für ein Pferd entschieden, das vom Körperbau her nicht für die Disziplin geeignet war, wofür sie es aussuchten. Man sollte bei der Auswahl eines Pferdes das wirkliche Potenzial eines Pferdes erkennen können. Doch dies braucht entsprechend Zeit, bis man die Erfahrung hat.

Wie kann man diesen Fehler vermeiden? Nimm Kontakt mit einem erfahrenen Trainer auf bzw. mit jemandem, der bereits Erfahrung in der richtigen Auswahl von Pferden hat. Bitte diese Person mitzukommen, wenn du ein Pferd besichtigst, und höre auf ihren Rat. Scheue dich nicht, deine Fragen zu stellen. Übe die Beurteilung eines Pferdes anhand jener Pferde, die in deinem Stall eingestellt sind. Besuche Clinics und Seminare. Beobachte die Richter bei der Beurteilung bei Horse-Shows, damit du verstehst, wie sie die Pferde bewerten.

 

Beispiele zu Fehler 1 (Bild 3)

Der Fehler: Diese Stute zeigt Fehler im Körperbau, was die Performance bei einer Western Pleasure sehr beeinträchtigen kann. Die Oberlinie eines Pferdes sollte gleichmäßig von einem Bereich zum anderen laufen. – Dies ist ein Zeichen, ob ein Pferd gut in der Balance ist. Bei dieser Stute gibt es höhere und niedrigere Bereiche. Dies bedeutet, dass sie sich gut selbst tragen kann und auch mit der Balance Probleme haben wird oder ihr dies schwerer fallen wird. Ihr Kopf ist flach, sie hat einen dicken Hals, was Probleme in der Flexibilität des Halses bedeuten kann. Der Rücken fällt nach dem Widerrist stark ab, dadurch kann es sein, dass sie sich gegebenenfalls nicht rund genug machen kann, um versammelt geritten zu werden. Ihr Rücken ist viel zu lang, was zur Folge hat, dass sie nicht gut genug mit der Hinterhand untertreten kann.

Der richtige Weg: Suche ein Pferd aus, das für dein Ziel geeignet ist, das du erreichen willst. Dieses Pferd (siehe Bild 4) sieht wie ein Pleasure-Pferd aus. Beachte, wie gleichmäßig die Oberlinie des Pferdes ist. Das zeigt mir, dass diese Stute im Gleichgewicht ist. Der schön geformte Kopf geht in einen langen, eleganten Hals über. Auch die Schulterposition ist perfekt, was raumgreifende Tritte ermöglicht. Der Rücken ist kürzer als bei der anderen Stute, das heißt, er ist stärker und kräftiger gebaut, damit die Stute eine bessere Aktion mit der Hinterhand zeigen kann. Ein Pferd mit Fehlern im Körperbau kann sicher mit gutem Charakter und Kämpferherz ausgestattet sein und diese Nachteile dadurch wettmachen. Leichter hat es der Reiter natürlich, wenn er gleich zu Beginn das richtige Pferd auswählt.

 

Fehler 2: Du lässt es zu, dass dein Pferd seine Schulter zu tief nimmt

Was ist gemeint? Statt das Gewicht des Pferdes auf dessen Hinterhand zu verlagern, damit es dabei seinen Rücken höher nehmen kann und seine Schultern frei genug für die Vorwärtsbewegung hat, erlaubst du, dass dein Pferd vermehrt auf der Vorhand läuft, was die Qualität der Gangart verschlechtert.

Warum passiert so etwas? Durch mangelnde Konzentration auf Details. Weil der Reiter und das Pferd zu wenig auf die Arbeit konzentriert sind oder versucht wird, gleich zu Beginn die Pleasuregangart nachzuahmen und dabei der Reiter nur den Kopf seines Pferdes und dessen Halsposition im Fokus hat und nicht auf die Qualität der Gangart achtet.

Wie kann man diesen Fehler vermeiden? Bedenke, dass der Grad der Hals- und Kopfhaltung und eine langsame, geschmeidige Gangart Hilfsmittel für die Versammlung sind, da nicht nur der vordere Bereich des Pferdes beurteilt wird. Auch bei Speed-Bewerben sollte die Schulter des Pferdes höher genommen werden, damit es seine Performance verbessern kann. Ich kenne keinen Bewerb, in dem dies nicht wichtig wäre! Wenn du nicht sicher bist, wie du eine entsprechende Versammlung bei deinem Pferd erreichen kannst, solltest du einen erfahrenen Trainer zu Rate ziehen.

 

Beispiele Fehler 2 (Bild 5)

Der Fehler: Du erkennst, dass die Schultern deines Pferdes zu tief sind, wenn seine Hüften der höchste Punkt an der Oberlinie sind – wie bei dieser Stute. Idealerweise sollte es sich anfühlen, als würdest du bergauf galoppieren, was bedeutet, dass die Schultern deines Pferdes hochgenommen sind und es sein Gewicht auf die Hinterhand verlagert hat. Bei dieser Stute sieht es so aus, als würde sie einen Hang hinunter galoppieren. Sie hat ihr Körpergewicht nach vorne verlagert, die Hüften sind nicht unter den Körper geschoben. – Dies beeinträchtigt die Qualität der Gangart. Es sieht fast so aus, als würde sie torkeln. Dieser Körperbau bringt die Western Pleasure-Industrie in ein Problem. Doch die American Quarter Horse Association versucht, dieses Problem zu beheben. Trotzdem sieht man oft solche Pferde bei Shows, was nicht besonders schön aussieht.

 

Der richtige Weg (Bild 6): Hier übe ich einfach etwas mehr Druck mit den Schenkeln aus, um der Stute zu helfen, ihre Schultern höher zu nehmen und ihr Gewicht auf die Hinterhand zu verlagern. Man sieht sofort den Unterschied. Die Schultern sind in der gleichen Höhe wie ihre Hüften. Dadurch hat sie genug Freiraum mit der Vorhand, um entsprechende Schrittlängen zu erreichen. Beachte, dass das Pferd nun glücklicher aussieht. Sie fühlt sich besser und kann in dieser Haltung alles erreichen: Sie kann Bewerbe gewinnen, wird problemlos Richtungswechsel machen oder Trailhindernisse bewältigen. Wenn du dies mit einem Pferd, wie auf Bild 5 dargestellt, versuchst, würdest du scheitern.

 

Fehler 3: Zu viel Hand, zu wenig Schenkelhilfe

Was ist gemeint? Die Tendenz, an den Zügeln zu ziehen, ohne gleichzeitig Schenkelhilfen einzusetzen. Das Ergebnis ist, dass das Pferd seinen Hals steif und seinen Rücken hohl macht, anstatt an den Zügel heranzutreten.

Warum passiert so etwas? Aufgrund schlechter Ausbildung und mangelnder Horsemanship-Kenntnisse. Dies verleitet den Reiter, sich vorwiegend auf die Kopf- und Halsposition und das Tempo seines Pferdes zu konzentrieren, anstatt auf die korrekte Bewegung in der Gangart und die Balance des Pferdes. Früher was dies im Pleasure-Pen sehr häufig zu sehen, doch dies hat sich geändert.

Wie kann man diesen Fehler vermeiden? Lerne, mit einer Kombination aus Zügel- und Schenkelhilfen zu reiten. Normalerweise (dies hängt von der Sensibilität deines Pferdes ab) solltest du mehr Schenkeldruck als Zügeldruck einsetzen. Du reitest dein Pferd sozusagen an die Hand, es wird sein Gewicht auf die Hinterhand verlagern und dadurch seinen Rücken und seine Schultern höher nehmen. Bei Problemen solltest du dir Rat von einem erfahrenen Trainer holen.

 

Beispiel Fehler 3 (Bild 7):

Der Fehler: Hier sieht man eine reine Zügelhilfe. Diese Reiterin nimmt ihre zügelführende Hand höher, um ihr Pferd zu motivieren, seine Schultern höher zu nehmen. Doch wie soll der Wallach dies verstehen? Ohne, dass er mittels Schenkeldruck dazu motiviert wird, seinen Rücken rund zu machen, wird er einfach nur den Rücken hohl machen, seinen Kopf hoch nehmen und keinen flüssigen Jog laufen können. Auch die Kadenz des Pferdes wird dadurch beeinträchtigt.

Der richtige Weg (Bild 8): Dies passiert, wenn du gleichmäßig Schenkel- und Zügelhilfen einsetzt. Die Reiterin nimmt ihre zügelführende Hand nur ein wenig höher und erhöht gleichzeitig den Druck ihrer Schenkel, damit der Wallach seine Schultern höher nimmt. Sieh den Unterschied! Die Oberlinie des Wallachs ist rund, die diagonalen Beinpaare bewegen sich gleichmäßig, die Trittlänge ist besser als auf dem oberen Foto. Die Mission ist erfüllt.

 

Fehler 4: Den falschen Kampf aufnehmen

Was ist damit gemeint? Du versuchst, deinen Weg zu erkämpfen anstatt das Problem zuerst einmal zu definieren.

Warum passiert so etwas? Du denkst nicht wie ein Pferd. Pferde sind nicht wie Hunde. Sie reagieren nicht mit Dankbarkeit, nur weil du sie fütterst und pflegst. Sie sollten immer gelobt werden, wenn sie etwas richtig gemacht haben, und korrigiert werden, wenn es falsch war. Doch die Menschen erwarten oft mehr. Dies führt zu einer Personifizierung: Du bist sauer, weil dein Pferd nicht so funktioniert, wie du es dir erwartest, und lässt deinen Ärger an deinem Pferd aus. Dein Pferd ist dadurch frustriert und reagiert erst recht nicht so, wie du es gerne hättest – und bald wirst du mit deinem Pferd kämpfen, anstatt mit ihm zu trainieren.

Wie kann man diesen Fehler vermeiden? Arbeite mit Köpfchen und nicht mit Kraft, auch wenn du manchmal vor lauter Ärger die Zähne zusammenbeißt. Stoppe dein Pferd und versuche herauszufinden, warum dein Pferd nicht wie gewünscht reagiert. Pferde sind nicht rachsüchtig, das ist eine menschliche Eigenschaft. Pferde tendieren eher dazu, anfangs etwas Gegenwehr zu zeigen, lassen sich jedoch überzeugen, wenn sie verstehen, was der Reiter von ihnen will. Frage dich also selbst, ob dein Pferd nicht verstanden hat, was du von ihm willst. Gehe einen Trainingsschritt zurück und reite eine Lektion, die es schon kennt. Danach versuchst du die neue Lektion wieder. Sollte es wieder nicht klappen, kann es sein, dass dein Pferd physisch nicht in Ordnung ist. Gegebenenfalls solltest du es von einem Tierarzt untersuchen lassen.

 

Beispiel Fehler 4 (Bild 9):

Der Fehler: Hier ist eine Situation, die in einem Kampf enden kann. Dies ist ein gut gerittenes Pferd, das wissen sollte, was sein Job ist. Der Reiter fordert das Pferd auf, aus dem Schritt anzugaloppieren. Der Wallach tut es, jedoch eher dürftig. Anstatt sein Gewicht nach hinten zu verlagern und mit dem linken Hinterbein in den Galopp zu springen, zieht er sich selbst mit seinen Vorderbeinen in den Galopp, nimmt dabei seinen Hals und seinen Kopf hoch. Was soll der Reiter nun tun? Ich schlage vor, zuerst einmal ruhig zu stoppen, anstatt das Pferd gleich zu bestrafen und zu erörtern, warum dieses Angaloppieren so schleichend war. Setze mehr Schenkelhilfen ein und versuche es erneut. Lehnt sich das Pferd nach links und versucht es in den Galopp zu eilen? Bewege seine Hüften nach rechts, setze deinen linken Schenkel ein und versuche wieder anzugaloppieren. Wenn es immer noch nicht gut funktioniert, stoppe das Pferd wieder und gib ihm mehr Schenkeldruck. Verringere den Druck, wenn das Pferd besser reagiert. Führe diese Übung am nächsten Tag wieder durch. Mit dieser Methode stärkst du das Vertrauen deines Pferdes in dich…

Der richtige Weg (Bild 10): …und dies wird dann für euch beide eher ein Erfolgserlebnis bringen. Dein Pferd wird seine Arbeit korrekt machen. Wenn du es versuchst, ohne dich auf einen Kampf einzulassen, hast du ein entspanntes Pferd, das willig in den Galopp springt. Auch du selbst wirst weniger unter Stress stehen!

 

Fehler 5: Ein reaktiver Reiter sein, anstatt Eigeninitiative zu setzen

Was ist damit gemeint? Die Tendenz, lediglich zu reiten – anstatt das Pferd zu lenken. Dies macht aus dem Reiter einen Passagier anstatt der Pilot zu sein. Es bringt den Reiter in die Situation, nur reagieren zu können, wenn etwas passiert, anstatt die Situation von Haus aus zu kontrollieren.

Warum passiert so etwas? Der Reiter konzentriert sich nicht und ist beim Reiten seinem Pferd dadurch „hinten nach“. Wenn der Reiter mental nicht bei seinem Pferd ist und ihm sagt, was zu tun ist, wird sich auch das Pferd nicht auf die Arbeit konzentrieren. Dies kann zu schlechteren Bewegungsabläufen führen. Speziell ein junges Pferd kann dann vor etwas erschrecken.

Wie kann man diesen Fehler vermeiden? Konzentriere dich! Nütze deine Schenkel- und Zügelhilfen und deine Körperposition, um deinem Pferd zu vermitteln, dass auch du voll bei der Sache bist. Du solltest allerdings nicht aggressiv sein. Stattdessen beobachte dein Pferd. Erhalte aktiv die Kadenz des Pferdes und achte auf die Richtung. Und schau vor allem vorwärts. Dadurch kannst du bereits vorweg Probleme vermeiden.

 

Beispiel Fehler 5: (Bild 11)

Der Fehler: Hier ist der Reiter Passagier. Diese Reiterposition ist häufig bei Amateur-Reitern in Pleasure-Bewerben oder bei jungen Trainern zu sehen. Es ist ein Trend, der glücklicherweise bereits nachlässt. Der Sitz der Reiters ist nach hinten verlagert, die Schultern sind zu weit zurück genommen, dadurch ist der Körper des Reiters immer hinter der Bewegung des Pferdes. Um sich auszubalancieren, muss der Reiter seine Beine zu weit vorne positionieren und ist somit mit seiner Schenkelhilfe nicht am Pferd. Das Ergebnis ist, dass er sein Pferd nicht aktiv reitet. Beachte dies auch an seinem Pferd. Die Stute hat ihr Gewicht vermehrt auf die Vorhand verlagert, dadurch ist die Kadenz nicht mehr gegeben, sie hebt die Hinterbeine nicht mehr gut. Der Reiter muss in diesem Fall gegensteuern, indem er jedoch zu viel aktive Schenkelhilfen geben muss, was in einem Showpen nicht gut aussieht.

Der richtige Weg (Bild 12): Dieser Reiter ist aktiv. Er hat Kontrolle und sitzt ausbalanciert mittig auf dem Pferd. Seine Beine sind nah am Pferdebauch, er kann sofort mit seinem Pferd kommunizieren, wenn es nötig ist. Man sieht das Ergebnis auch am Pferd. Die Schultern der Stute sind höher genommen, ihre Kadenz ist gut, sie ist entspannt und doch aufmerksam. Dies ist eine Kombination, die Sieger haben.

 

Steve Heckaman

„Wir haben einige gute Mechanismen in der Pferdeindustrie, doch wir entwickeln keine Horsemen“, sagt Steve. „Wenn man ein guter Horseman ist, hilft einem dies, Fehler zu vermeiden.“ Er motiviert Reiter, an National Snaffle Bit Association Clinics und AQHA Professional Horseman Programs teilzunehmen, um ihre Horsemanship-Fähigkeiten zu verbessern. Steve war NSBA-Präsident und wurde 2001 in die Hall of Fame aufgenommen. Er ist ein Top-Pleasurereiter. Er arbeitete hart, um wieder an die Spitze zu kommen, nachdem er 1997 bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen erlitten hatte, bei dem er auch seine Ehefrau Mary Carole verloren hatte.

Der Trainer gewann 10 All American Quarter Horse Congress Western Pleasure Championships und die Western Pleasure Maturity mit seinem Hengst Potential Investment im Jahr 1996. Das Paar gewann die AQHA Reserve World Championship in der Junior Western Pleasure. Bei der National Western Stock Show in Denver im Jahr 2003 gewann er mit dem im Jahr 2000 geborenen Hengst Good Huh (von Zippos Mr Good Bar) und auch den Arizona Sun Country Circuit im selben Jahr. Er startete auch Zippo Amegio in vielen Circuit Championships. Investing Wisely, ein 4-jähriger Hengst von Potential Investment, gewann 2003 die AQHA Junior Western Riding World Championship mit dem Reiter Robin Frid. Das Paar erreichte den höchsten Score, der jemals in dieser Abteilung vergeben worden war – nämlich 230,5.

Steve hat Potential Investment auf seiner Ranch in Aubrey, Texas, eingestellt, wo auch die Fotos für diesen Artikel gemacht wurden. Steve reitet auf den Fotos Potentially Chip, eine 1998 geborene Quarter Horse-Stute (Besitzerin: Sheila Beltramo aus Wetmore, Colorado). Seine Partnerin Monica Baker ist auf Potentially Impulsive, einem im Jahr 2000 geborenen Quarter Horse-Wallach, zu sehen (Besitzer: Colton Smith aus Kankakee, Illinois).