Lady Portrait
Katharina Freinberger
*19.01.1989
Wie bei vielen anderen Westernreitern startete auch meine Reitkarriere in einer
klassischen Reitschule mit Unterricht im Dressurreiten (Reiterpass,
Reiternadel). Nach einer mehrjährigen Reitpause lernte ich meinen Freund Michael
und seine Familie (www.greenranch.at) kennen, die mir die Westernreitweise bzw.
anfangs Natural Horsemanship näher brachten. Mich faszinierte diese lockere,
aber konsequente Art, mit Pferden umzugehen.
Da ich mir schon seit meiner frühesten Kindheit nichts mehr wünschte, als ein
eigenes Pferd, war klar, dass ich mich nun auf die Suche nach einem eigenen
Quarter Horse machen würde. Gesagt – getan. Ich hatte genaue Vorstellungen von
meinem Traumpferd: Hengst, maximal zwei Jahre alt, bay und möglichst ohne
Abzeichen. Tja, wer solche Ansprüche hat, sucht dementsprechend lange. Doch nach
etwa 1½-jähriger Suche hatte ich ihn gefunden: Reminics Revolution, einen heute
3-jährigen Quarter Horse-Hengst von Sabine Hell, der mich nun seit 2008
begleitet. Er hat einen wahnsinnig tollen Charakter, lernt extrem schnell und
zeigt großes Talent für den Reiningsport. Sabine, du hast ein großartiges Pferd
gezogen!
Schnell war klar, dass ich Interesse am Turniersport habe und eigentlich schon
viel mehr machen wollte, als einem Jungpferd beim Wachsen zuzusehen. So stieß
2009 durch Zufall der nun 13-jährige Quarter Horse-Wallach Jays Smartin Jewel zu
mir, den manche von euch vielleicht unter seinem Spitznamen „Badgi“ (ungarisch
„bácsi“ – zu Deutsch „Onkel“) kennen. An dieser Stelle danke ich Sylvia Rzepka
und Andrea Korner für dieses wunderbare Pferd, das für mich der beste
Lehrmeister ist!
Mit Jay, wie ich ihn nenne, legte ich 2009 das WRC und 2010 das WRC in Bronze
ab. Ich trainierte fleißig bei verschiedenen Trainern (Terry Schultz, Zuzi
Pacesova, Markus Duscher…) und besuchte jährlich das Horsemanship Camp auf der
Long View Ranch, um möglichst viel zu lernen und verschiedene Trainingsmethoden
kennenzulernen.
2010 startete ich meine erste Turniersaison. Schon nach den ersten paar
Reitertreffen waren wir ein gut eingespieltes Team und konnten bei der AWA-ÖM
sogar zwei Reserve Champions holen (Young Rider Reining und Rookie Reining).
Wow, das war weit über mein persönliches Ziel hinausgeschossen. Ich war
verblüfft, aber stolz auf unsere Leistung!
Da ich die Arbeit und das Training mit Pferden liebe, habe ich mich dazu
entschlossen, später den Weg als Trainer einzuschlagen. Es wird ein
anstrengender und steiniger Weg werden, aber als ersten Schritt absolvierte ich
Ende 2010 den Übungsleiter Westernreiten. Mit viel Geduld, Gefühl und
Durchhaltevermögen möchte ich diesen Weg gehen. – Mal sehen, was die Zukunft
bringt!
Ich möchte mich besonders bei meinem Freund Michael bedanken, da ich ohne ihn
wohl nie den Westernreitsport kennengelernt hätte. Außerdem ist auf ihn als
Turnierbegleitung zu 100% Verlass und er bringt meine Pferde immer sicher von A
nach B. Der ganzen Familie Buber von der Greenranch möchte ich ebenfalls für die
Unterstützung danken!
Meinen Eltern danke ich, dass sie Verständnis für meinen „Pferdevogel“ und die
seltenen Besuche haben – denn mittlerweile müssen sie schon in den Pferdestall
kommen, wenn sie ihre Tochter wieder einmal sehen möchten… ;-)
Aber wie sagt meine Mutter immer? „Enkelkinder hat doch jeder, aber EnkelPFERDE
muss man erst mal bekommen…“
Nun bin ich schon gespannt auf die Saison 2011. Ich würde mich freuen, noch
viele, nette Kollegen aus dem Reiningsport kennenzulernen.
Let᾽s slide!
Eure Kathi