A Tribute to Jean-Claude

 

Von Andreas Jarc

Jean-Claude – er war es, der das Westernreiten nach Europa und Österreich gebracht hat.

Ich habe damals als Pferdejournalist und Fotograf einen seiner ersten Kurse vor rund 30 Jahren besucht und war fasziniert! Er hat uns – mit dabei waren Jarc, Hübl, Langer (an alle kann ich mich leider nicht mehr erinnern) – und viele andere für das Westernreiten begeistert. Diese Begeisterung und Faszination hat dann auch zur Gründung der AWA geführt.

J.-C., ein Schweizer, der einen Großteil seines Lebens in Kalifornien verbracht hat, ist ein glühender Verfechter der Kalifornischen Reitweise, zu der auch ich mich voll und ganz bekenne.

Man unterschied damals zwischen der Texanischen und Kalifornischen Reitweise, wobei die Kalifornische Ausbildung wesentlich pferdeschonender ist, aber ziemlich lange dauert. Diese Ausbildung der Kalifornischen dauert 2-3 Jahre, aber dann hat man ein Pferd fürs Leben, klar im Kopf, gesund an den Beinen, nicht schon im Babyalter voll beansprucht. Aber, time is money.

Wie Don Quichote kämpft er für eine längere, sanfte und korrekte Ausbildung eines Westernpferdes. Ein blaues Mascherl, ein Pokal, das ist heute das Maß aller Dinge!

J.-C.: Ich liebe Menschen, die ihre Pferde wirklich lieben, die sie schon am Morgen mit Karotten und Äpfel vollstopfen, Menschen, für die ihr Pferd mehr ist als ein Sportgerät, sondern ein Freund.

Ich möchte aber die Leistungen im Spitzen-Westernreiten heute nicht schlecht machen. – Im Westernreitsport heute bleibt einem der Mund offen, unglaublich was in der QH-Zucht und im Sport geleistet wurde.

Lesen sie auch in der WN über die berühmten QHs? – Kein Mensch würde sich diese berühmten Krücken heute kaufen. Ein Quantensprung ist in der Zucht erfolgt, unglaublich, was sich da geändert hat.

Sie sollten einen Dysli-Kurs besuchen, er verlangt ARBEIT mit Ihrem Pferd – nicht sitzen und Pferdeflüsterer schau᾽n… bringt sowieso nichts außer dem Flüsterer. Seine Kurse sind voll ausgebucht – für Spitzen-Turnierreiter uninteressant, für echte Horsemen, die ihre Pferde lieben und sehr, sehr lange behalten wollen, ein Muss.

J.-C.: Ich habe nie aufgehört, diese Ausbildungsmethode zu lehren, auch wenn sie scheinbar nicht mehr zeitgerecht ist.

Ich kann nur jedem raten, besuchen Sie einen Kurs von ihm oder hören sie einfach zu, was er zu sagen hat.

J.-C. – ein echter Horseman. Er hat sein ganzes Leben mit Pferden verbracht, sein Leben sind die Pferde.