Fünf Jugendliche haben sich 2009 im Rahmen der Cup-Turniere der AustrianQHA für
den „
Das YWC Team 2010:
Unser Flug ging am 1. Juli von
Mit einem Van wurden wir in das nahe gelegene Hotel „Embassy Suite“ gefahren, wo
wir sehr freundlich und gut vorbereitet empfangen wurden. Es ist ein sehr
schönes Hotel mit moderner Einrichtung. Wie in den USA üblich, sind alle
Räumlichkeiten klimatisiert. Die meisten Nationen reisten am selben Tag wie wir
an.
Nun hatten wir 1½ Tage Zeit, um uns ein wenig umzusehen und zu akklimatisieren.
So fuhren wir nach „Stockyards City“, besuchten ein Restaurant und sahen uns
vorab die Reitanlage an.
Ab 3. Juli war das Team der American QHA anwesend. David Avery gab uns
Instruktionen bezüglich der Eröffnungszeremonie. Um 17:15 Uhr wurden wir mit
Bussen abgeholt und zur „State Fair Park“-Arena gefahren. Um 18:00 Uhr begann
die Eröffnungsfeier mit indianischem Tanz und Gesang, der „Santa Rosa Club“
zeigte eine Formation mit Palominos. Dann wurden die 16 Nationen vorgestellt.
Jede Nation marschierte mit ihrer Landesfahne ein.
Anschließend wurden wir wieder in unser Hotel gefahren, wo uns bereits das
Abendbuffet erwartete. Nach einer feierlichen Ansprache wurden die Mitarbeiter
des American QHA Team vorgestellt und die Mappen mit den Instruktionen verteilt.
Die 16 Nationen, die am YWC teilnahmen, waren Australien, Österreich, Belgien,
Kanada, Tschechien, Dänemark, Dominikanische Republik, Frankreich, Deutschland,
Israel, Italien, Neuseeland, Schweden, Schweiz, England und USA.
Sonntag, der 4. Juli, war der erste Tag mit vielen Terminen. Da hieß es früh
aufstehen und pünktlich sein. Am Morgen um 8:00 Uhr war die Pferdeverlosung. –
Wir zogen die Nummer 16. Das erste Coaches-Meeting war angesagt, das hieß
Besprechung der Stall-Dekoration und Kontrolle, was in der Tack-Box an Equipment
zur Verfügung stand und was noch gebraucht wurde. Während die Kids und Annemarie
zusammenschrieben, was an Equipment noch benötigt wurde, besorgte ich im Walmart
Dekorationsmaterial. Somit sah unsere Stallgasse wirklich schmuck und schön aus.
Mit unseren „Heller
Dann kam der wohl wichtigste Teil: die Pferde kennen lernen! Für das erste
Herantasten wurde noch am Vormittag longiert. Von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr war
Mittagessen und ab 13:00 Uhr freies Reiten. Da hatten die Jugendlichen die
Möglichkeit, die Pferde unter dem Sattel zu spüren.
Um 15:00 Uhr begann bereits die erste Clinic: „Showmanship at Halter“ mit Patty
Carter und Terry Cross als Trainer. Drei aus jedem Team durften die Clinics
besuchen, die beiden Teilnehmer konnten zusehen. Nach der Clinic mussten die
Pferde für den Abend versorgt werden.
Um ca. 18:00 Uhr wurden wir mit dem Bus zum Baseballspiel der „Red Hawks“
gefahren. Dort bekamen wir auch unser Abendessen. Da es am Nachmittag so heftig
geregnet hatte, verzögerte sich der Spielbeginn um fast zwei Stunden. Leider
kamen wir nicht mehr in den Genuss, dieses Spiel zu sehen. Die Teams wurden ins
Hotel gebracht, da der Montag sehr früh begann.
Am Montag, dem 5. Juli, war bereits um 6 Uhr Frühstück und um 7 Uhr Abfahrt zum
State Fair Park. Von 8 bis 10 Uhr war die Horsemanship Clinic mit Trainern von
der Clinician TBD. Von 10 Uhr bis Mittag die Clinic Hunter under Saddle mit
Vicky Holt und Carla Wennberg und von 13 bis 14 Uhr die Western Riding Clinic
mit Trainern von der Clinican TBD. In den Clinics wurden die Jugendlichen auf
ihren fremden Pferden für die Show vorbereitet. Angenehm war, dass die
Reithallen gekühlt bzw. mit Ventilatoren ausgestatten waren. Sogar die
Pferdeboxen waren mit Ventilatoren ausgestattet. Bei der großen Hitze und der
enormen Luftfeuchtigkeit war es für die Pferde und auch für uns erträglicher.
In der Zwischenzeit wurden die ersten Verkaufsstände geöffnet und die Teilnehmer
von „Battle in the Saddle“ trafen ein. Immer turbulenter ging es auf der
riesigen Reitanlage zu. Bequem war, dass man vor Ort alles einkaufen konnte, was
man für die Show brauchte. Es wurde eine Einkaufsliste zusammengestellt, und ich
war schon wieder einkaufen. Fliegenspray, Show Shine usw. durften für die
kommenden Shows nicht fehlen.
Bevor es in die Freizeit ging, wurden die Pferde versorgt, die Stallgasse
gereinigt und die Tack-Box aufgeräumt.
Um 17 Uhr wurden die Kids mit Bussen in den Wasserpark „White Water Bay“
gebracht. Da konnten sie sich austoben und das herrliche Wetter genießen.
Riesige Wasserrutschen hatten es ihnen besonders angetan.
Dienstag, 6. Juli. Morgenarbeit wie Ausmisten, Wasserkübel auffüllen usw. stand
auf der Tagesordnung. Das Team war sehr bemüht; wir erhielten immer wieder Lob
für unsere Aufmerksamkeit um die Pferde.
Es war der letzte Tag mit Clinics. Bereits um 8 Uhr begann die Trail Clinic mit
Robin Frid. Zwei Jugendliche von jedem Team durften im Trail starten und an der
Clinic teilnehmen. Von 13 bis 15 Uhr war Hunt Seat Equitation mit Vicky Holt und
Charlie Cole, von 15 bis 17 Uhr Western Pleasure mit Gil Galyean und David
Dellin.
Anschließend, wie jeden Tag, wurden die Pferde versorgt und die Stallgasse
gesäubert. Als Abschluss gab es einen turbulenten, lustigen Spielabend, der den
Jugendlichen die Möglichkeit gab, sich noch besser kennen zu lernen.
Mittwoch, der 7. Juli, war der erste Showtag. Um 6 Uhr war Frühstück, und um
7:30 Uhr bereits die Auslosung der Cutting-Pferde. Von 8 Uhr bis Mittag war die
Cutting Clinic mit Teddy Johnson und Boyd Rice. Ohne Pause ging es sofort weiter
in die Show. Für das Team Austria
startete
Nach Mittag war der Besuch im „Western Heritage Center & Cowboy Hof“ angesagt.
Obwohl wir schon müde waren, gefiel uns der Museumsbesuch sehr gut. Um 17 Uhr
fuhren wir wieder zurück zum State Fair Park, um die Pferde für den morgigen,
großen Showtag vorzubereiten. Waschen, putzen und vieles mehr. Zwei Stunden lang
zöpfelten Annemarie und Julia die fünf Pferde ein. Von den anderen Kids wurden
die Pferde gewaschen, Hufe geblackt usw. Kurzum, die Pferde wurden auf Hochglanz
gebracht und in ihre Slinkies verpackt. Um 21 Uhr durften wir endlich in unser
Hotel zurück.
Am Donnerstag, dem 8. Juli, war die erste Show und wohl der bisher
anstrengendste Tag. Um 7:30 Uhr waren wir im State Fair Park, um 9 Uhr begann
die Show.
Alle fünf Pferde wurden auf Hochglanz gebracht und sahen wirklich sehr adrett
aus. Zwischen den verschiedenen Disziplinen gab es maximal 30 Minuten Zeit, um
sich für den nächsten Start vorzubereiten. Verschnaufpause gab es somit keine,
denn wenn eine Disziplin fertig war, bereitete sich der/die nächste bereits für
die kommende Disziplin vor. Es war ein ständiges Hin- und Herlaufen.
Showmanship at Halter war der erste Bewerb, es folgten Western Pleasure,
Horsemanhsip, Western Riding, Hunter under Saddle und Hunt Seat Equitation.
Trail konnte den ganzen Nachmittag gestartet werden. Wer gerade Zeit hatte,
stellte sich beim Trail in der Halle nebenan an.
Wir konnten uns über einige gute Platzierungen freuen, und zu den zwei Medaillen
von gestern gesellten sich heute vier Medaillen dazu.
Show 1:
Western Pleasure – Rene Brieger – Platz 5
Western Riding –
Western Riding –
Trail – Rene Brieger – Platz 10
Insgesamt hatten wir nun sechs Medaillen, worüber wir uns „narrisch“ freuten –
6x unter den Top Ten – eine tolle Leistung. Der Turniertag endete um ca. 19 Uhr.
Wer noch Lust und Laune hatte, konnte sich Cutting im Rahmen der „Battle in the
Sattle“-Show ansehen. Ein hoch dotiertes Turnier mit namhaften Reitern.
Am Freitag, dem 9. Juli, war Reining Clinic mit Casey Hinton und Shawn Flarida.
16 Reiningpferde standen zur Verfügung. Es war nicht leicht, denn es gab nur ein
Pferd für zwei Jugendliche. Die Clinic wurde in vier Cuts geteilt, damit jedes
Pferd zu einer halben Stunde Pause kam.
Nach dem Mittagessen begann gleich die Reiningshow, gerichtet von Marilyn
Randall und Lyle Jackson. Von uns gingen Marie-Christin Schranz und
Reining – Marie Christin Schranz – Platz 7
Samstag, der 10. Juli, war wohl der schwierigste Tag. Die zweite Show begann
bereits um 8 Uhr, eine Stunde früher als an den anderen Tagen. Der Zeitplan war
sehr gedrängt: sieben Disziplinen mit insgesamt ca. 300 Starts. Da kamn alle
ganz schön ins Schwitzen, speziell, wenn alle schon eine Woche hart trainiert,
geshowt, Pferde gepflegt und den Stall sauber gehalten hatten. Zwischen den
Bewerben gab es kaum Pausen. Essen gab es zwischendurch, wenn gerade Zeit war.
Viele Kilometer werden an einem solchen Tag zurückgelegt. Nicht nur die Jugend
war sichtlich erschöpft, auch die Betreuer und die Pferde freuten sich
sicherlich auf einige erholsame Tage.
Zu guter Letzt gab es noch eine dritte Horsemanship um 20:30 Uhr in der
Hauptarena. Das war erneut aufregend, denn in dieser Arena war bisher noch nicht
geritten worden. Die Pferde mussten daran gewöhnt werden. Maries Pferd war
nervöser als zuvor und fürchtete sich vor dem Anzeige-Würfel mit den beweglichen
Bildern.
Show 2:
Rene Brieger – Trail – Platz 10
Rene Brieger – Western Pleasure – Platz 7
Mit einem der Pferde, Majestic Reality, hatten wir weniger Glück. Er fing vor
der Show an zu lahmen, somit hatten wir keine fünf, sondern nur vier Pferde. Er
wäre Natalies Pferd gewesen für Hunter under Saddle und Hunt Seat Equitation.
Schade, denn sie kam mit ihm gut zurecht.
Insgesamt kamen wir 11x unter die Top-Ten!
11 Medaillen – Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein!
Am Sonntag, dem 11. Juli, waren im Rahmen des Frühstücks die Ehrungen. Um 8 Uhr
wurde das Buffet eröffnet, Abschlussreden wurden gehalten und die Preise
verliehen.
Zu unserer großen Freude wurde das österreichische Team mit dem Preis für
faires Verhalten gegenüber Pferd und
Reiter, für vorbildliche Versorgung der Pferde und für die gepflegte Stallgasse
von der AmericanQHA ausgezeichnet.
Man betrachte die speziell angefertigten Buchstaben, mit denen das Wort
„Austria“ geschrieben wurde.
Stolz sind wir auf unseren 9. Platz von 16 Nationen, obwohl wir nur mit vier
Pferden an den Start gehen konnten. Für einen Austausch war es zu spät.
Nachdem die Ehrung um 9 Uhr vorbei war, gab ich das Kommando, das Gepäck zu
holen, da das Taxi um 9:30 Uhr zum Flughafenfahren sollte. Zu unserem Unglück
verpassten wir das Flugzeug nach Washington DC. Unser Gepäck war bereits
unterwegs. Es folgte eine kurze Odyssee am Flughafen in Oklahoma City, dann die
Suche nach einem Hotel nahe dem Flughafen. Am nächsten Tag um 6 Uhr in der Früh
mussten wir wieder zum Flughafen und Tickets lösen – erneute Kontrolle. Diesmal
klappte es. Endlich Richtung Heimat!
GRATULATION zum
PREIS FÜR FAIRES VERHALTEN UND SAUBERKEIT – FAIR TO THE HORSE AND FAIR TO THE
RIDER
und zum
9. PLATZ IN DER GESAMTWERTUNG von 16 Nationen!
Ich möchte mich nochmals beim österreichischen Jugend-Team der Austrian Quarter
Horse Association bedanken und bei
Bericht: Gabriele Michalek,
Fotos: Gabriele Michalek