Alina Fiona Maria Rentmeister

 

Hallo,

mein Name ist Alina Fiona Maria Rentmeister, ich bin jetzt 11 Jahre alt, und ich saß bereits im Bauch meiner Mutter das erste Mal auf dem Pferd.

Da meine Eltern ein Gestüt betrieben, wuchs ich mit Pferden auf. Mein besonderer Freund war ein stures, kleines Pony mit schwarzen Punkten. Es hieß Little Mister Spot. Meine Schwester und ich kümmerten sich um ihn. So richtig reiten lernte ich aber erst mit acht Jahren. Ich ritt mit allen unseren Pferden, mit Pretty Candy, Heza Eternal Doc, Doramay und vielen anderen. Es ging dann sehr schnell und ich habe mit Mores, dem sehr talentierten Pintowallach  meiner Mutter, das Zertifikat.

Ein besonderer Tag war dann, als ich das erste Mal unseren Paint Horse-Wallach Arc Paint Me Sophie reiten durfte. Meine Eltern sagten, dass ich mir dieses Pferd erst verdienen müsst. Sopherl passt gut auf mich auf. Obwohl er nicht so leicht zu reiten ist, wurde er ein guter Freund und Lehrer.

Dann hieß es trainieren, trainieren, trainieren, weil mein Vater Jörg wollte mich natürlich gut gewappnet auf mein erstes Turnier schicken. Und stellt euch vor, ich war total erfolgreich mit dem Sopherl. Ich schlug mich sehr gut und brachte viele, blaue Schleifen nach Hause. Bei einer Pleasure begann es so stark zu regnen, dass die dicken Tropfen so einen Lärm auf dem Hallendach machten, dass alle Pferde nervös wurden, nur mein Sopherl lief wie auf Schienen weiter. Ich bewahrte auch die Nerven, obwohl ich die Ansage kaum verstand und nur die Zeichen der Richter sehen konnte. Wir gewannen! Ich war stolz auf ihn und auf mich.

Besonders freuten mich auch der Titel Paint Youth All Around in Hohenau 2008 und der Gesamtsieg Paint Youth All Around 2008.

Da ich dann ein Jahr in Spanien zur Schule ging, startete ich die letzte Turniersaison nicht so oft, aber Sopherl hat nichts verlernt. Da ich mit meinem Vater den Trainer im Haus habe, möchte ich jetzt wieder voll durchstarten.

Diese Saison hatte ich ein bisschen Pech, weil Sopherl ein Sehnenproblem hatte und geschont werden musste. Aber es war dann doch halb so schlimm. Jetzt trainiere ich wieder täglich.

Etwas ist mit noch wichtig zu sagen: Ich reite im Training immer mit Helm und Schutzjacke. Meine Eltern wollen, dass ich mit Schutzausrüstung reite, weil das bravste Pferd immer noch ein unberechenbares Fluchttier bleibt und weil sie es für richtig erachten, dass Minderjährige mit Helm reiten.

Bei den Turnieren bin ich immer die Einzige, die einen Helm trägt. Das war am Anfang ein bisschen seltsam für mich, aber mittlerweile finde ich das cool. So manche Richter und  Turnierreiter haben mich schon dafür gelobt.

Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Turniere, und wer mich noch nicht kennt, ihr erkennt mich an meinem Helm.

Alina