Chexi Jumper – Hoch im Norden in Groß-K
Text
Mit
Respekt für Jumping Chex Flash
Ich
habe gehört, dass viele von euch Menschen Black Beauty und sein Leben kennen.
Ich habe auch gehört, dass Black Beauty ein englisches Reitpferd war, schwarz
wie die Nacht und ganz und gar britisch. Ich bin ganz anders – weiß wie Schnee,
ein cooles Westernpferd mit amerikanischer Abstammung und indianischen Wurzeln.
Und ich hab mir in meinen Appaloosa-Kopf gesetzt, ein wenig aus meinem Leben zu
erzählen – wo doch die Cowboys in Europa nach und nach Einzug halten und wir
Westernpferde immer beliebter werden.
Meine
Menschin hat mich schon wieder in die fahrende Höhle eingeladen und ich dachte
schon, es geht wieder an den Ort, wo sie die Pferde lieben. Aber nix da... viel
länger sind wir gefahren als die letzten Male. Ich war schon eingenickt und hab
von einer wunderschönen Stute geträumt, die meiner Freundin Blue ähnlich war, da
endlich: Ankunft!
Ich bin
also gemütlich aus der fahrenden Höhle herausgestapft und war richtig froh, dass
mein Mensch da war, denn: Die Gegend hat ganz anders ausgeschaut, als ich es
jemals in meinem Leben gesehen hab! Ob᾽s
da nicht so manches Monster & Ungeheuer gibt, das sich des nächtens...? Na,
egal. Ich war ja nicht alleine und… es gab alle Anzeichen für eine bevorstehende
Westernshow!
Leider
war keiner meiner Freunde da. Kein Aaron, kein Peppy, dafür aber viele, edle
Rösser aus dem Morgenland, hübsche Alpen-Quarters und, ja genau, die Lizzy war
auch da, eine hübsche Quarterstute, die ich zu Hause auch schon oft gesehen hab.
Ich hab mich gefreut, sie wieder zu sehen!
Meine
Menschin war unerwartet ruhig und locker, und somit war ich auch ganz
entspannt... und neugierig, versteht sich! Es sah alles ganz anders aus. Die
eine Sandkoppel war kleiner als zu Hause, und aus der anderen Sandkoppel konnte
ich nicht hinausschauen, wenn ich einmal drinnen war. Nur an einer Seite gab es
ein paar Gucklöcher... Das nutzte ich natürlich aus, wenn meine Menschin gerade
nicht aufmerksam war. Faszinierend und neu war auch die sogenannte Tribüne, wo
die anderen Menschen saßen und ganz neugierig auf uns herunterschauten, was wir
in der Sandkoppel vor ihren Augen so trieben.
Ich hab
die Tribünenmenschen auch ganz genau beäugt und festgestellt, dass ich die
unbedingt ganz besonders unterhalten muss. – Beim „Ausreiten in der Sandkoppel“
am ersten Showtag hab ich᾽s
dann umgesetzt, mein Vorhaben: Wir sind also hineingeritten und meine Menschin
hat brav genickt, um die „Strengen Augen des Gesetzes“ zu begrüßen. Beim Tor...
war ich brav, denn da gibt᾽s
eh schon so viele Geschichten, die sie sich immer wieder anhören muss. Lustig
find ich das! Dann aber ging᾽s
los: Das Hütchen hab ich einfach niedergetreten! Uh, das war ein tiefer Seufzer
von ihr, aber eine sehr verhaltene Reaktion von den Tribünenmenschen. Mehr
musste her! Die nächste Idee kam mir beim Rückwärts-Hindernis. Das war ganz nah
an der Bande aufgelegt... Ich konnte also gemütlich hinausblicken – neugierig
bin ich ja immer – und so tun, als ob mich das ganze Spektakel rundherum
überhaupt nichts angeht. Ich hörte ein Brummen ihrerseits und so manches Lachen
auf der Tribüne. Da war ich schon ein bisschen stolz auf mich, aber noch nicht
zufrieden. Das ging noch besser! Also setzte ich kurzerhand meine Zähne auf das
Holz der Bande – und erntete dafür ein ganz ein böses Knurren ihrerseits. Ob sie
insgeheim ein Werwolf war? Wer weiß das schon! Ich beschloss, das nicht
herausfinden zu wollen und folgte
ihren Anweisungen – viiiiiel zu hastig: Aus Unachtsamkeit hab
ich dann eine Stange sehr weit nach hinten geschoben. Nun gut, ungeplant,
aber wirksam! Ich hatte meinen Spaß, aber die Tribüne war noch immer nicht
ausreichend belustigt… und es blieb nur mehr ein letztes Hindernis: die Brücke!
Schwierig, sag ich euch, sehr schwierig, da etwas anzustellen. Normalerweise
latsch ich da drüber, senke den Kopf, um besser sehen zu können und... ja, genau
das mit dem Sehen bzw. mit dem Nicht-Sehen brachte uns allen die Unterhaltung,
die ich mir so wünschte. Ich mit meiner leider schon eingeschränkten Sicht hab
halt nicht mitbekommen, dass die Brücke nach oben gewölbt war, und das hat dazu
geführt, dass wir den Trail mit einem unüberhörbaren Rumpeln und Pumpern beendet
haben.
Die
Tribünenmenschen haben allerdings ganz glücklich gewirkt – meine Menschin war
auch glücklich... weil ich unverletzt war... und ich war glücklich... na, ihr
wisst᾽s
eh warum, das brauch ich nicht extra schreiben.
Schön
war᾽s
da oben im Norden. Ein herzlicher Gruß von uns da unten aus dem Süden.
Vielleicht komm ich mal Zirkel reiten, verkleidet als Jacqueline... aber nicht
zu schnell, sonst... das weiß eh jeder!
Falls
nicht, hier meine Adresse: chexi_jumper@hotmail.com