Text: Kerstin und Willi Matzer

 

sterreich mit dem Pferd erleben.

 

1347 Kilometer haben meine Frau und ich als begeisterte Wanderreiter mit unseren treuen und zuverlssigen Haflinger nni und Artus bei diesem sterreichritt zurckgelegt.

In 44 Tagen bewltigten die Pferde mit Ausdauer und Tragfhigkeit diese Reitroute. Dazwischen haben wir 17 Rasttage eingelegt, an denen wir und unsere Haflinger neue Kraft tanken konnten und uns die eine oder andere Sehenswrdigkeit angeschaut haben.

Am 8. August 2009 sind wir von unserem Zuhause in Farcha bei Feldkirchen losgeritten. Durch Obersteiermark ber den Triebener Tauern (bergang Kettentrl 1864 Meter) und Nationalpark obersterreichische Kalkalpen, welcher das grte Wald- und Schutzgebiet im Herzen sterreichs ist, ging es weiter durchs Mostviertel zur Donau. Die Donau berquerten wir beim alten Donaustdtchen Grein, wo man das lteste Stadttheater sterreichs und die Greinburg besichtigen und bestaunen konnte. Danach ritten wir durchs teilweise extreme Mhlviertel und erreichten am 30. August Litschau im Waldviertel, die nrdlichste Stadt sterreichs.

Nach zwei Tagen Rast ritten wir am 2. September weiter entlang der tschechischen Grenze bis nach Drosendorf, die einzige Stadt sterreichs mit einer rundum erhaltenen Stadtmauer, und weiter zum kleinsten Nationalpark sterreichs ins Thayatal. Im Herzen des Nationalparks liegt in der Enge des Talkessels sterreichs kleinste Stadt Hardegg mit 80 Einwohnern. ber dem uraltem Stdtchen steht die mchtige Burg Hardegg, wo die Ausstellung ber Kaiser Maximilian von Mexiko untergebracht ist.

Durch das Weinviertel ging es nach Orth an der Donau. Unterwegs durchritten wir den Naturpark Leiser Berge. Diese wunderschne Landschaft um den Naturpark, zeichnet sich durch eine reichhaltige Geschichte und viele archologische Fundorte aus.

Von Orth an der Donau ging es durch die faszinierende Welt der Donauauen und ber die Donaubrcke Hainburg nach Petronell-Carnuntum. Danach ritten wir sdlich zum Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel, der der erste grenzberschreitende Nationalpark sterreichs ist, durch das ungarische Eck und ber die Grne Grenze wieder zurck ins Burgenland.

Nun durchritten wir das Mittel- und Sdburgenland, das steirische Vulkan- und Weinland, und ber den steirisch-slowenischen Grenzpanoramaweg gelangten wir ber die Koralpe wieder in unser heimatliches Krnten.

Nach zwei Monaten erlebnisreichen Abenteuerritt, kamen wir am 7. Oktober Abends mde, aber glcklich und ohne Schaden an Pferd und Reiter nach Farcha zurck. Dazu ist zu bemerken, da wir bei allen unerwartenden Schwierigkeiten oder Hindernisse, die beim Wanderreiten auftreten knnen, mit viel Ruhe herangegangen sind, soda auch unsere vierbeinigen Freunde mit vollem Vertrauen diese Gefahren meisterten.

Der sterreichritt war fr uns nicht nur der lngste Wanderritt, sondern auch die Krnung und der Hhepunkt unserer Wanderreitabenteuer. Es mu noch erwhnt werden, da uns auf der Reitroute die Bevlkerung herzlich und freundlich, ja sogar mit Begeisterung entgegengekommen sind.

Nicht nur deshalb wird der sterreich Wanderritt meiner Frau und mir ein unvergessliches Erlebnis und Abenteuer bleiben.

Kerstin und Willi Matzer

A-9560 Feldkirchen/Ktn., Farcha 10