Mit dem Pferd die Landschaft �erf�hlen�
Im Jahr 2004 unternahm ich eine lang ersehnte Reise nach Kanada, um die Weite und die Sch�nheit dieses Landes kennen zu lernen. Mit dem Mietauto ging es durch faszinierende Landschaften. Doch die sch�nsten Erinnerungen konnte ich von den Wanderungen mitnehmen.
Willst du die Landschaft, in der du dich bewegst, wirklich mit allen Sinnen aufnehmen � also nicht nur anschauen, sondern auch den Duft der Wiesen und W�lder sp�ren, dem Murmeln des Baches und dem Zwitschern der V�gel lauschen �, dann musst du dich langsam durch die Landschaft bewegen. Wandern, Radfahren oder Wanderreiten sind daf�r bestens geeignet.
Erst dann entstehen die Erlebnisse im Kopf.
Mit dieser Einstellung zum Reisen unternahm ich heuer Anfang Juli mit einem Gleichgesinnten einen Wanderritt durch Nieder�sterreich von Litschau im Waldviertel bis Mariazell. In vier Tagen durchquerten wir das sch�ne Waldviertel �ber Langschwarza, Zwettl und Kottes bis Melk a.d. Donau. Eine Strecke, die man mit dem Auto in eineinhalb Stunden zur�cklegt.
Nach einem Ruhetag ging es dann in weiteren drei Tagen von Melk �ber Oberndorf nach Puchenstuben und weiter nach Mariazell.
In diesen sieben Tagen legten wir eine Strecke von ungef�hr 280 Kilometern zur�ck. Die durchschnittliche Reitzeit pro Tag war ungef�hr 7 bis 8 Stunden.
Dieser Ritt wird mir immer in sch�ner Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der beeindruckenden Natursch�nheiten des Wald- und Mostviertels, sondern auch wegen der Strapazen, die wir auf uns nehmen mussten. Es w�re Fantasterei, w�rde man den Anstrengungen und beschwerlichen Situationen, die nat�rlich auftraten, keinen Platz einr�umen. Sie sind das Salz solch eines Unternehmens.
Angeregt durch viele Tagesritte im Waldviertel in den letzten Jahren und durch diesen gro�en 7-Tages-Ritt entschloss ich mich gemeinsam mit zwei Freunden, in der ersten Septemberwoche 2009 nochmals f�r drei Tage in den �hohen Norden� nach Litschau in die neu entstehende Reitregion �Nordwald� zur�ckzukehren.
Unsere Pferde wussten wir wieder, wie schon im Juli, im Wanderreitstall von G�nther Jeschko bestens versorgt. Seine Martina, ihres Zeichens Wanderreitf�hrerin, zeigte uns die traumhaften Reitwege dieser Region bis �ber die Grenzen hinaus nach Tschechien. Highlight des zweiten Reittages war ein zwar anstrengender, aber umso sch�nerer Ritt auf den �Homolka�, ein v�llig unber�hrtes Naturschutzgebiet unweit der �sterreichischen Staatsgrenze.
Ist es dir ein Bed�rfnis, die mystischen W�lder des Waldviertels mit ihrem unvergleichlichen Gr�n und den bemoosten, riesigen Granitbl�cken in dich aufzunehmen, dann ist das auf dem R�cken eines gut ausgebildeten Wanderreitpferdes ein Erlebnis der besonderen Art.
Du bist dem Himmel im wahrsten Sinne des Wortes ein St�ck n�her!
Text: W. Pruckner
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