Andrea Zauner
Reiten, die Freizeit mit Pferden verbringen, das wollte ich schon immer, seit ich ein Teenager war. Das ist ein teures Hobby, das geht nicht, ein eigenes Pferd schon gar nicht, wenn du reiten willst, musst du daf�r arbeiten, hie� es zu Hause. Und das tat ich auch. Ausmisten gegen Reitstunden in den Semesterferien und Sommerferien, wann immer es ging.
Sp�ter, als ich bereits den F�hrerschein hatte und arbeitete, ging ich an den Wochenenden reiten; klassisch nat�rlich. Dressur, ein bisschen Springen, Quadrillenreiten (was Spa� machte) und Ausreiten. Bis ich dann in den sp�ten 80ern das erste Mal vom Westernreiten h�rte. Es klang interessant, doch im Waldviertel gab es das (noch) nicht.
1990, durch einige gl�ckliche Umst�nde, kam ich dann zu meinem ersten eigenen Pferd: einem Haflinger-Wallach, Arno, 10 Jahre alt. Er war ein richtiges Verlasspferd, und wir waren ausschlie�lich im Gel�nde unterwegs. Er liebte den Wald und den Schnee.
Ein Jahr sp�ter suchte ich ein zweites Pferd, damit mein Hafi nicht allein zu Hause war. Die Western News fiel mir in die H�nde, und �ber ein Inserat kam ich zur Ruk-Ranch, wo ich einige Wochen sp�ter mein zweites Pferd, Miss Sammy Jo, 4 Jahre, Halbblut-Stute, kaufte. Und zum ersten Mal sah ich, was Westernreiten war. Ich war vom Fleck weg begeistert. So wollte ich reiten! Ich lie� mein neues Pferd noch bei Franz Ruk, der sie trainiert hatte, und fuhr f�r einige Zeit an den Wochenenden nach Prinzersdorf, um so viel wie m�glich zu lernen.
Mit Sam besuchte ich in den Jahren danach einige Kurse. Er war auch eine Zeit lang im Haus der Pferde in Langschwarza eingestellt. Ich legte das WRC und das WRC in Bronze ab und nahm an Turnieren teil. Nur zum Spa� machte ich auch das �sterreichische Fahrabzeichen und die Fahrlizenz. Aber ich wollte mehr lernen, und so besuchte ich viele Kurse.
Es war auch bei einem Kurs, bei dem ich Franz H�bl kennenlernte. Er erz�hlte immer von der kalifornischen Westernreitweise und machte mich neugierig.
2002 kaufte ich Poco Topaz Babe, red dun Foundation-QH-Stute, von der TAR-Ranch. Sie war 2� Jahre und noch ganz roh. Mit Hilfe von Franz H�bl erhielt sie �ber die Jahre eine solide Ausbildung in der kalifornischen Westernreitweise; vom Snaffle �bers Bosal, von Two Reins bis zum Spade Bit. Auch ich lernte in dieser Zeit unglaublich viel dazu, wof�r ich Franz H�bl sehr dankbar bin.
Er und Hannes Gaube waren es auch, die mir das Richten n�herbrachten. Seit 2008 bin ich nun FENA-Richterin f�rs Westernreiten, was mich ziemlich besch�ftigt, aber auch viel Spa� macht.