Die Kunst des Galoppwechsels
Beginnt man mit dem Training des Galoppwechsels, ben�tzt Trainer Clint Haverty Hilfsmittel, wie Belohnung, Fehler und Geduld, um dieses Man�ver zu perfektionieren.
Text: Susan Morrison
Fotos: John Brasseaux
�bersetzung: Sonja Gr�nauer
Der Galoppwechsel ist eines der nat�rlichsten Man�ver, die ein Pferd macht � wenn es sich ohne Reiter bewegt. Lege dem Pferd einen Sattel auf, z�ume es, setze einen Reiter drauf � das Pferd wird durch die F�lle an reiterlichen Hilfen v�llig durcheinander gebracht. Doch Reining Horse Trainer und National Reining Horse Association Hall of Fame-Mitglied Clint Haverty meint, dass dies nicht sein muss. Er lernt dem Pferd den Galoppwechsel aufgrund dessen nat�rlicher Neigung, im richtigen Galopp zu galoppieren. Dem Pferd zu zeigen, dass der richtige Galopp der angenehmere ist, hilft Haverty, bereits zweij�hrigen Pferden die Grundlagen des Galoppwechsels beizubringen. Innerhalb weniger Wochen lernt das junge Pferd, auf die Bewegungen der H�nde und der Beine des Trainers zu reagieren und Galoppwechsel zu machen. Ironischerweise beginnt der Lernprozess, indem er das Pferd im Au�engalopp reitet.
Absichtlicher Au�engalopp
Um einen Galoppwechsel zu machen, muss das Pferd von einer Seite auf die andere wechseln und dabei seine Vorderbeine und Hinterbeine in richtiger Reihefolge und Kadenz zu haben. Das Pferd muss dabei seinen R�cken etwas anheben und mit seiner Hinterhand mehr untertreten, damit es den Wechsel machen kann. Beobachtet man ein Pferd beim Galoppieren auf der Weide, wird es kaum im falschen Galopp laufen. Ein Pferd korrigiert dabei den falschen Galopp schnell und ohne zu z�gern mit einem fliegenden Galoppwechsel. Diese nat�rliche Neigung der Pferde, den angenehmeren � also den korrekten � Galopp zu w�hlen, erleichtert das Training der fliegenden Wechsel sehr, sagt Haverty.
Der Trainer verl�sst sich auf den Au�engalopp. Er galoppiert also einen rechten Zirkel im Linksgalopp, um den jungen Pferden den korrekten fliegenden Wechsel beizubringen. Diese Methode wendet er an, nachdem er den jungen Pferden beigebracht hat, ihre H�ften, Schultern und Flanken entsprechend der reiterlichen Hilfen zu bewegen und das in allen drei Gangarten. �Wir m�chten, dass sich alle Teile des Pferdek�rpers aufgrund der reiterlichen Hilfen in die korrekte Richtung bewegen, bevor wir noch einen Galoppwechsel verlangen�, sagt Haverty. �Reagiert das Pferd einmal richtig im Rechtsgalopp auf die Hilfen, kann man beginnen, ihm die Aufforderung zum Wechsel von links nach rechts zu geben. Auch wenn das Pferd gerade im richtigen Galopp ist, sollte es seine H�ften und Schultern anheben k�nnen, um jederzeit f�r einen Wechsel bereit zu sein.
Bild 1: Haverty beginnt mit dem Au�engalopp, in diesem Fall mit dem Rechtsgalopp am linken Zirkel.
Bild 2: Er nimmt die innere Schulter des Pferdes h�her und bewegt die H�fte des Pferdes nach innen, ...
Bild 3: �schiebt sein Gewicht nach au�en,�
Bild 4: �verst�rkt seine Bewegungen, um den Wechsel einzuleiten�
Bild 5: �und l�sst mit dem Druck auf das Maul des Pferdes nach, sobald das Pferd im richtigen Galopp l�uft.
Wir verst�rken unsere Hilfen und lassen diese langsam nach. Dies geschieht aus dem Grund, dass der Wechsel erst eingeleitet werden muss und wir dabei verhindern wollen, dass das Pferd sein Tempo erh�ht und durch den Galoppwechsel �durchrennt�. Wir wollen das Pferd an den Hilfen behalten. Wenn man also im richtigen Galopp galoppiert und trotzdem die Hilfen f�r den Galoppwechsel gibt, lernen wir dem Pferd, auf unser Kommando zu reagieren. Das Pferd lernt, sich dabei zu entspannen und trotzdem beim Wechsel seine Schultern und seinen K�rper anzuheben.
Nun ist der Au�engalopp gefragt. �Wir lernen dem Pferd den Galoppwechsel vom Konter-Galopp aus�, erkl�rt Haverty. �Auch im Au�engalopp nehmen wir die Schultern und den K�rper des Pferdes h�her und machen dies alles, wenn wir eine gerade Linie reiten. Dadurch lernt das Pferd, richtig auf die Hilfen zu reagieren. Sobald sich das junge Pferd an den Au�engalopp gew�hnt hat, beginnen wir mit dem Galoppwechsel.�
Die angeborene Ungeschicklichkeit im falschen Galopp macht es einfacher, dem Pferd beizubringen, in den richtigen Galopp zu wechseln. �Der Au�engalopp ist dem Pferd unangenehm. Das ist der positive Effekt dieses Trainings�, erkl�rt Haverty. �Doch zuerst lernen wir dem Pferd, im Au�engalopp auf dem Zirkel zu galoppieren und in Balance zu bleiben. Wir m�chten, dass sich das Pferd dabei so leicht wie m�glich bewegt.� Der Au�engalopp � in diesem Fall der Linksgalopp � auf einem rechten Zirkel, hilft dem Pferd bei einem Wechsel von rechts nach links. �Wenn du also den Z�gel annimmst und dein Pferd aufforderst von einem Zirkel im Au�engalopp in einen Zirkel mit korrektem Galopp zu wechseln, bringt dies dem Pferd Entspannung�, sagt er. �Auch das Pferd empfindet es als angenehmer, einen Zirkel im richtigen Galopp zu galoppieren als im Au�engalopp. Dadurch ist der Wechsel in den richtigen Galopp f�r das Pferd eine Belohnung, weil dieser nicht mehr so anstrengend ist.� Haverty betont jedoch, dass man mit diesem Training nicht �bertreiben soll, da dies kontraproduktiv sein kann.
�Wir reiten beispielsweise nicht zwei oder drei Zirkel im Au�engalopp, sondern nur einen Zirkel, daf�r jedoch einige Zirkel im richtigen Galopp�, sagt er. �Der Grund, warum ich nur einen Zirkel im Au�engalopp galoppiere, ist, weil ich nicht will, dass das Pferd glaubt, das sei ok. Es sucht nicht mehr nach der leichteren L�sung, n�mlich dem korrekten Galopp.�
Haverty m�chte, dass das Pferd auf seine Hilfe zum Richtungswechsel wartet. Sobald das Pferd die Hilfen f�r den Galoppwechsel begriffen hat, wird alles einfacher. �Das Pferd hat bereits im Schritt und im Trab gelernt, auf die Hilfen zu reagieren�, erkl�rt Haverty. �Dadurch kann man beim Au�engalopp die innere Schulter des Pferdes h�her und die H�ften nach innen nehmen. Danach funktioniert der Richtungswechsel problemlos. Wichtig ist, mit dem Lernprozess im Schritt und im Trab zu beginnen.�
Bild 6 + 7: Die Hilfen f�r einen Galoppwechsel sind dieselben, wie die Aufforderung zum Angaloppieren in den richtigen Galopp. Nimm die H�fte des Pferdes nach innen, indem du das �u�ere Reiterbein anlegst. Nimm innere Schulter und Rippen h�her, indem du Hilfen mit dem inneren Schenkel und dem inneren Z�gel gibst.
Geben und Nehmen
Die Losgelassenheit, die Haverty von seinen Pferden erwartet, ist nicht nur die Basis f�r den Galoppwechsel, sondern auch f�r jedes andere Reining-Man�ver. Er beginnt damit, dass Pferd ans Bit heranzureiten. �Mit leichtem Z�geldruck reiten wir das Pferd an das Bit heran. Reitet man einen rechten Zirkel, hat man etwas mehr Druck am rechten Z�gel. Wenn wir die innere Schulter � in diesem Fall die rechte Schulter � etwas anheben wollen, wird der Druck noch etwas st�rker. Auch die H�fte des Pferdes nehme ich ganz leicht nach innen. Dies ist bereits die richtige Hilfengebung f�r den Galoppwechsel. Doch wir machen dies anfangs immer nur im Schritt oder Trab.�
Der Trainer betont, darauf zu achten, dem Pferd entsprechend dem Druck immer wieder M�glichkeit zur Entspannung zu geben. �Reagiert das Pferd richtig auf die Hilfen, belohne ich es mit Entspannung. Ich lasse ganz langsam den Druck der Z�gel- und Schenkelhilfen nach.�
Reagiert ein Pferd nicht auf das Annehmen und Nachgeben der Hilfen, dann gehe ich wieder einen Schritt in der Trainingsphase zur�ck. �Wichtig ist, zu beachten, dass ein Pferd nicht jeden Tag gleich gut drauf ist. Besser ist es, immer nur kleine Schritte im Training zu machen�, erkl�rt Haverty.
Dem Pferd zu lernen, ans Gebiss herangeritten zu werden und auf die Schenkelhilfen zu reagieren, sind die besten Voraussetzungen, den Galoppwechsel zu lernen. �Wenn ich einen Galoppwechsel nach rechts machen will, befindet sich mein rechter Unterschenkel im Bereich des Sattelgurtes bzw. der Rippen des Pferdes�, sagt Haverty. �Somit halte ich die innere Schulter und die Rippen des Pferdes leicht angehoben und bringe die H�fte des Pferdes nach rechts, indem ich den linken Unterschenkel ein bisschen weiter hinten anlege. Ich setze nicht zu viel Sporen ein, sondern lege das linke Bein nur an. Gleichzeitig nehme ich den inneren Z�gel etwas an, damit das Pferd mit der Hinterhand mehr untertreten kann.� All dies wird zuerst einmal im Schritt und im Trab ge�bt. Sobald sich das Pferd im Trab gut anstellt, versuchen wir es im Galopp. Jeder Schritt dieser Hilfengebung wird nacheinander trainiert. Das hei�t, an einem Tag �ben wir das Anheben der Schulter, am n�chsten Tag das Innenstellen der H�fte. Somit lernen die Pferde jeden Tag einen Teil f�r den Galoppwechsel dazu, ohne dabei �berfordert zu sein.
Die gleichen Hilfen wendet man auch f�r das Angaloppieren an, was Haverty �als sehr wichtigen Bestandteil f�r das Lernen des Galoppwechsels� bezeichnet. �Man fordert das Pferd sozusagen vom Stehen aus zum Galoppwechsel auf. Man ist schon auf der richtigen Position f�r einen Galoppwechsel, wenn man aus dem Stand angaloppiert.�
Belohnen von gutem Verhalten
Es dauert ein oder zwei Wochen, bis das Pferd auf die Hilfen reagiert, seine H�ften und Rippen seitlich zu bewegen und seine Schultern anzuheben. Danach dauert es zirka sechs Monate mit dem Au�engalopp-Training, bis ein Pferd einen soliden Galoppwechsel machen kann. Es gibt f�r kein Pferd auf der Haverty Ranch ein Zeitlimit. �Ich reite mit einem Pferd zirka zehn Galoppwechsel am Tag�, sagt Haverty. �Ist ein junges Pferd dabei etwas tr�ger und wechselt es mit der Hinterhand zu sp�t, reite ich die Wechsel etwas intensiver. Sobald das Pferd jedoch brav reagiert, wird es sofort gelobt. Das Training der Galoppwechsel ist f�r dieses Pferd an diesem Tag beendet.
Ein Pferd muss beim Training nicht perfekt sein, sondern nur seinem Ausbildungsstand und Alter entsprechend gut den Galoppwechsel machen. Auf jeden Fall ist das Lob beim Ausbilden eines Pferdes ein sehr wichtiger Bestandteil.�
Reiten auf geraden Linien
Hat ein Pferd einmal den Kontergalopp und den Galoppwechsel begriffen, beginnt Haverty beim Training mit dem Reiten von geraden Linien. �Das Ziel ist, dass das Pferd einmal auf einer Schlangenlinie alle paar Galoppspr�nge den Galopp wechseln kann�, erkl�rt er. �Doch bevor ich dies versuche, reite ich erst einmal das Pferd auf geraden Linien.�
Haverty beginnt im korrekten Galopp. �Wenn ich in der Arena im Linksgalopp reite, nehme ich die rechte Schulter und die rechten Rippen des Pferdes h�her, bleibe jedoch im Linksgalopp�, sagt er. �Es ist dieselbe Methode, wie das Reiten eines Zirkels im Au�engalopp. Ich reite zwei Drittel der L�nge der Arena im Au�engalopp und mache dann einen Galoppwechsel. Danach reite ich geradeaus weiter. Manche Pferde bleiben nicht mehr ganz auf der geraden Linie, aber das macht nichts. Ich versuche, das Pferd im Au�engalopp auf der Linie zu halten, mache wieder nach zwei Drittel der langen Seite einen Galoppwechsel und galoppiere danach langsam auf der geraden Linie weiter.
�Einer der Schl�sselpunkte ist, beim Training dieses Man�vers langsam den Druck im Pferdemaul nachzulassen. Dies verhindert, dass das Pferd sich angew�hnt, durch den Galoppwechsel zu hetzen. Gleichzeitig bleibt das Pferd feinf�hlig genug auf die Z�gelhilfen. �Man sollte immer mit dem Druck nachlassen, sobald das Pferd mit der Entspannung beginnt�, erkl�rt Haverty. �Achte jedoch darauf, nicht zu schnell mit dem Druck nachzulassen, sondern dies schrittweise zu tun.�
Falls das Pferd jedoch beginnt, sich gegen deine Hilfen zu wehren, sollte man den Plan �ndern. �Will das Pferd mit dir k�mpfen, macht es sich steif, wird es aggressiv wird und verweigert den Galoppwechsel, dann reite es vermehrt an das Bit heran und versuche, es wieder durchl�ssig zu bekommen, bevor du das Man�ver erneut versuchst. Versuche die Losgelassenheit des Pferdes wieder zu erreichen, bevor du mit dem Man�ver fortf�hrst.�
Probleml�sungen
Es ist eine Sache des Timings, ob ein Galoppwechsel geschmeidig und pr�zise oder eher ungeschickt abl�uft. Wenn man die Hilfen zu fr�h einsetzt, kann es passieren, dass das Pferd eher in den anderen Galopp �hopst� als dass es richtig umspringt. Ist man mit den Hilfen zu sp�t dran, kann es passieren, dass das Pferd mit der Hinterhand nicht korrekt mitwechselt.
Das Timing ist �bungssache, erkl�rt Haverty. �Je �fter man Galoppwechsel reitet, desto mehr Praxis bekommt man und desto besser wird das Timing�, erkl�rt er. Will man z.B. alle vier Spr�nge den Galopp wechseln, k�nnte man wie folgt z�hlen: �Eins, zwei, drei, Wechsel�.
Mit der Zeit wird es dir leichter fallen, die Spr�nge deines Pferdes zu z�hlen und zu sp�ren, wann der optimale Zeitpunkt ist, den Galoppwechsel zu machen � also wenn das hintere Bein gerade vom Boden abfu�t. Eine zu sp�te Hilfengebung ist problematischer als eine zu fr�he, f�gt Haverty hinzu. �Ist man damit zu fr�h dran, macht das Pferd einen Hopser, ist man zu sp�t dran, misslingt der Galoppwechsel ganz�, erkl�rt Haverty. �Wenn man n�mlich zu sp�t mit der Hilfengebung ist, muss Pferd hetzen, um wieder in den richtigen Takt zu kommen.�
Ein weiteres h�ufiges Problem ist, dass das Pferd nach dem Wechsel seine Schulter zu tief nimmt. Um dem entgegenzusteuern, kann man wieder mit dem Au�engalopp arbeiten. Dieser Au�engalopp hilft dem Pferd, seine Schultern h�her zu nehmen. Eine weitere M�glichkeit ist, das Pferd auf einer Geraden zu galoppieren und danach wieder einen Galoppwechsel zu machen. �Oft sehe ich bei den Non-Pros den Fehler, dass sie nach dem Galoppwechsel die Z�gel in die Richtung ziehen, in die sie gerade gewechselt haben. Dadurch nimmt das Pferd erst recht seine Schulter tiefer. Am besten, man macht einen Galoppwechsel und reitet danach eine Gerade.�
Der Trainer empfiehlt, das Pferd immer wieder ein wenig an das Bit heran zu reiten, um die Position von Schulter, Rippen und H�ften zu korrigieren, denn dies ist ein Schl�ssel f�r die L�sung des Problems. �Je eher du leichten Z�gelkontakt zum Maul des Pferdes hast, desto leichter kannst du entstehende Probleme l�sen�, sagt er. �Wenn du die K�rperteile deines Pferdes unabh�ngig voneinander kontrollieren kannst, kannst du auftretende Probleme, wie zu tiefe Schultern oder das Nach-au�en-Dr�ngen der H�ften verhindern. Du kannst die Schulter mit dem inneren Z�gel und dem inneren Schenkel h�her nehmen. Doch wenn dein Pferd die entsprechenden Hilfen nicht kennt, wird es Probleme geben.�
Haverty erinnert wieder daran, dem Pferd die M�glichkeit zum Entspannen zu geben, indem man langsam den Druck der Hilfen nachl�sst. �Es ist jedoch ganz wichtig, langsam den Druck im Maul des Pferdes nachzulassen � und vor allem erst dann, wenn das Pferd nachgibt. Dadurch wird das Pferd weiterhin gut auf die Z�gelhilfen reagieren.�
Hat ein Pferd Probleme beim Galoppwechsel, kann dies auch physische Ursachen haben. Bei einem begr�ndeten Verdacht sollte man mit einem Tierarzt sprechen und erst nach dessen Zustimmung eventuell ein intensiveres Training der Galoppwechsel beginnen.
Feinheiten
Das Ziel ist, dass das Pferd m�helos und reibungslos in der Mitte der Reining-Arena fliegende Galoppwechsel macht. Der �bergang vom Au�engalopp zum Reiten von Galoppwechseln auf geraden Linien lockert das Training von Haverty etwas auf. Au�erdem achtet er darauf, manchmal den Galoppwechsel einige Spr�nge hinter der Mitte der Arena zu machen, damit das Pferd weiterhin auf seine Hilfen achtet und nicht von selbst handelt. �Ich mache an jeder Stelle der Arena Galoppwechsel. Manchmal bleibe ich auf einem Zirkel und mache dort meine Galoppwechsel. Wo steht denn geschrieben, dass ein Galoppwechsel mit einem Richtungswechsel verbunden ist?� Und wie bereits beim Au�engalopp trainiert, m�chte Haverty, dass sich das Pferd positiv auf den Galoppwechsel einstellt. �Ich m�chte, dass das Pferd denkt, dass ein Galoppwechsel etwas Angenehmes ist. Dann wird ihm dieses Man�ver leichter gelingen�, sagt er.
Der Galoppwechsel ist die Grundlage f�r andere Man�ver. �Die Jungpferde, die erst zwei Jahre alt sind, reite ich nicht in engen Wendungen�, erkl�rt er. �Ihre Gelenke sind noch weich. Ich finde, dieses Man�ver ist besonders hart f�r das Knie und das Sprunggelenk. Auch die Stopps belasten die Gelenke, daher verschiebe ich das Training dieser Man�ver auf einen sp�teren Zeitpunkt.�
�Da die jungen Pferde noch nicht hart geritten werden k�nnen, geben wir ihnen kleinere � vor allem l�sbare � Aufgaben. Dies sind z.B. Galoppwechsel. Das Training im Au�engalopp mit dem Anheben der Schultern und der Rippen ist ein Teil des Trainings f�r den Spin. Daher ist die Arbeit an den Galoppwechseln bereits eine gute Grundlage f�r das sp�tere Training von anderen Man�vern.�
Clint Haverty
Clint Havertys Name wird immer in Zusammenhang mit Reining-Pferden erw�hnt. Als Mitglied der NRHA Hall of Fame ist er bereits seit 40 Jahren erfolgreich bei Turnieren. Das erste Mal war Haverty 1985 im Finale einer NRHA Futurity. Seitdem ist er stets im Finale solcher Events anzutreffen. Er hat sich sowohl in Paint- als auch in Appaloosa-Bewerben einen Namen gemacht und ritt viele World Champions und Futurity-Sieger.
1996 war ein hervorragendes Jahr f�r ihn, als er Colonels Smokingun, besser bekannt als Gunner, bei der 3-j�hrigen-Reining Challenge Championship bei der APHA World Show ritt und den Titel des Reserve Champions bei der NRHA Futurity gewinnen konnte.
Die Haverty Ranch in Krum, Texas, ist Heimat f�r Clint, seine Frau Liz und seinen Sohn Zane. Alle arbeiten im Bereich des Pferdesports. Liz ist Managerin der Zucht und startet bei Non-Pro Reining-Bewerben. Zane startet bei Reining-Bewerben und Ranch Horse-Veranstaltungen. Die Familie ist eng mit Pferden verbunden.
Haverty ritt 1994 das Pferd Blonde At The Bar im Finale der NRHA Futurity und 1995 im NRHA Derby. Von Topsail Whiz gedeckt brachte diese Stute den Hengst Who Whiz It zur Welt, mit dem Haverty 2001 den 7. Platz der NRHA Futurity und den 1. Platz der Rocky Mountain Reining Horse Club�s Summer Slide Futurity erreichen konnte. 1998 ritt er im NRHA Futurity-Finale das Pferd Mark This Spot, mit dem er auch 1998 die APHA World Show der 3-j�hrigen in der offenen Klasse und 1999 die APHA Junior World Championship startete. Haverty ritt auch Sugar Pop Gun � eine Tochter von Gunner � beim NRHA Futurity-Finale und der APHA World Show Reining Challenge im Jahr 2001 und gewann 2002 den APHA Junior World Champion Reining-Titel. Mark This Spot wurde Erzeuger von einigen Reining-Siegern. Er deckte Sugar Pop Gun, aus dieser Zucht stammt The Sweet Spot, ein 3-j�hriger Junghengst, der auf den Fotos dieses Artikels abgebildet ist.