Rittbericht Neusiedlersee Rundritt 21.-24. Mai 2009

 

 

Am Mittwoch den 20.5. kamen wir gegen 19 Uhr - nach einigen Staus auf der A2 deutlich versp�tet - in St. Margarethen beim Pferdestall Grill an. Die Pferde wurden dort in ger�umigen tief eingestreuten St�nden gut untergebracht und die Nacht von Franz Sikora bew�hrt bewacht. Die Reiterbesprechung mit einem ersten Kennenlernen der Reitkollegen fand bei einem vorz�glichen Abendessen im nahegelegenen Landgasthof Zach statt. Nach angenehmer Nachtruhe in etwas zu weichen Betten und vom Fr�hst�cksbuffet gest�rkt ging es in den Stall zu den von Franz bereits gef�tterten Pferden. Die 16 Reiter und ihre 17 Pferde waren in 3 Gruppen eingeteilt, wovon die erste um 08.30 Uhr in einen sonnigen und hei� zu werden versprechenden Tag startete. Mit der Karte in der Hand ging es �ber Asphalt- und Schotterwege vorbei an Oggau zum ersten Etappenziel, dem Seehof. Nach einer kurzen Tr�nke-Rast kam f�r unsere Gruppe die erste Galoppstrecke zum Golfplatz bei Donnerskirchen. Am Radweg entlang ging es dann �ber Purbach und Breitenbrunn gegen Neusiedel. Die Joiser ... lud zu einer erneuten Galoppade ein. Die 1 1/2 st�ndige Mittagsrast in der Neusiedler Czarda verging mit Pferde versorgen und Essen viel zu rasch. Schon hie� es wieder "aufsitzen". Am Nachmittag ging es vorwiegend der Stra�e entlang durch Neusiedel und Weiden. Danach vers�hnte uns eine wundervolle Galoppstrecke quer durch die Bewahrungszone "Zitzmannsdorfer Wiesen", worauf wir im Schritt auf der Zielgeraden nach Podersdorf unterwegs waren. Am Georgshof Lang warteten Zeltboxen und der Tierarzt auf uns. Nach dem Vet-Check und einer Dusche f�r die Pferde konnten auch wir unser Quartier beziehen. Mit dem Bus ging's retour zum gemeinsamen Abendessen am Georgshof. Gut ausgeruht starteten wir wieder ab 08.30 Uhr in den neuen Tag Richtung Ungarn. Der Weg f�hrte uns durch die Flora und Fauna des Lacken-Gebietes bis sich unsere Pferde quer durch die Darscho-Lacke die Beine k�hlen konnten. Eine kurze Trinkpause in Apetlon erreichten wir kurze Zeit sp�ter. Von hier f�hrte uns noch ein Schotterweg auf �sterreichischem Boden zur ungarischen Grenze, wo wir auf einem wundervollen Wiesenweg entlang dem Zweier- und dem Einser-Kanal der Mittagsrast entgegengaloppierten. Die Czarda in L�szl�major hatte f�r die Pferde eine nette Mittagswiese parat und gutes Essen f�r die Reiter. Auf gro�teils Feld- und Wiesenwegen ging es �ber Hegyk� und Fert�homok nach Hidegs�g ins Gest�t von Ilona Major, wo wir gerade rechtzeitig vor Gewitterbeginn eintrafen. Gro�z�gig eingestreute Boxen und schon gef�llte Hafer- und Wasserk�bel erwarteten unsere tapferen Pferde. Mit dem Bus ging es nach Balf ins Schlo�hotel. Anschlie�end durften wir die ungarische Gastfreundschaft auf Einladung von unserem Organisator, Heinz Rieger, bei einem f�rstlichen Abendessen genie�en. Am dritten sonnigen Morgen brachen wir gegen 10:30 Richtung St. Margarethen auf, eine kurze Vormittagsetappe f�hrte uns �ber Felder und am S�dufer des Neusiedler Sees entlang zu unserer Mittagsrast bei einer famili�ren Weinschenke. Dort genossen wir ausgezeichneten ungarischen Cabernet, Schmalzbrote und Grammelpogatscherl.

Frisch gest�rkt und ausgeruht starteten wir zu unserer letzten Etappe entlang des Schilfg�rtels zur�ck zum Pferdestall Grill in St. Margarethen, auf der wir mit einer wundervollen Wiesengaloppstrecke f�r unsere Ausdauer belohnt wurden. Erw�hnenswert ist hier sicher auch der tolle Blick auf den See vom Rand des St. Margarethener Waldes aus. Am Ziel angekommen wurden die Pferde versorgt und die Reiter erwartete noch ein gem�tlicher Ausklang im Landgasthof Zach.

Fazit:

Es war an allen drei Reittagen sonnig und sehr hei�. Die reine Reitzeit betrug am ersten Tag 7,5 Stunden, was salopp gesprochen nicht gerade ein Kindergeburtstag ist. Die Ausschreibung, wonach Reiter und Pferde gut konditioniert sein m�ssen, ist daher wirklich ernst zu nehmen. Die Streckenf�hrung wurde mit unter kontrovers diskutiert. Unserer Meinung nach geht die Planung von Heinz Rieger absolut in Ordnung. Eine Reitkarte mit "dem" Reitweg rund um den Neusiedlersee kann sich ohnehin jeder kaufen und diesem Weg folgen. Dieser Ritt versucht doch auch ein wenig was von Orientierungsreiten einzubringen, was auch gelingt. Wer nicht wirklich versierter Kartenleser ist, dem wird angeraten, eine eigene Karte 1:25000 mitzubringen. Auf den Karten vom Organisator ist aufgrund der Gr��e einiges an Orientierungspunkten schwer erkennbar. Ein gr��erer Ma�stab ist aber organisatorisch nicht machbar, da die ersten beiden Reittage immerhin 5 A4 Kartenseiten ausmachen. Vieles, was wir in diesen drei Tagen gesehen haben, h�tten wir ohne diese Wegf�hrung nicht gesehen. Gew�hnungsbed�rftig ist sicher auch das Reiten in bunt zusammengew�rfelten Gruppen, wo jeder Teilnehmer seine eigene Philosophie und Gangart hat - hier alle Erwartungen unter einen Hut zu bringen, ist auch f�r den konsensbereiten Reiter eine echte Herausforderung. Was uns sehr ber�hrt hat und daher hier auch erw�hnt werden soll, ist die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen in Ungarn gegen�ber Reitern. Wir sind soviel Herzlichkeit und W�rme als �sterreichische Reiter ja kaum gewohnt. Wenn Sie daher nach Ungarn kommen - genie�en und pflegen Sie diese Freundlichkeit! Unser Fazit: es waren drei wundersch�ne, hei�e Reittage; zwei davon durchaus anstrengend. Die Rasten und Quartiere waren gut ausgew�hlt und die gesamte Abwicklung klappte ausgezeichnet. Wer wirklich wanderreiten m�chte, ist hier sicher richtig und bei Heinz Rieger bestens aufgehoben. Wir kommen sicher demn�chst ganz privat wieder, um dieses sch�ne Lackengebiet noch etwas genauer zu erkunden. Auch Ungarn w�re wohl mal eine etwas l�ngere Visite wert .....

Monika Daxb�ck/Eva Rabensteiner