Das ABC der Showmanship
Vermeide die drei h�ufigsten Fehler bei der Pr�sentation deines Pferdes � und du wirst sehen, dass du bessere Ergebnisse erreichst � mit Hilfe der Showmanship-Trainerin und Richterin Andrea Simons
Text: Sue M. Copeland
Fotos: Darrell Dodds
�bersetzung: Sonja Gr�nauer
Anwendung: Showmanship
Ziel: Verbesserung der k�nstlerischen Qualit�t deiner Showmanship-Pr�sentation, indem du die drei h�ufigsten Fehler im Show-Pen erkennst: Over-Showing, �bertrieben Haltunge beim Traben und konstantes Zerren an der F�hrleine des Pferdes.
Vorteile: Du kannst durch die Behebung deiner Fehler bei den Richtern einen besseren Eindruck machen, wenn du dein Pferd kontrolliert und nat�rlich pr�sentierst. Dies wird deine Bewertung sehr verbessern. Und gleichzeitig erh�hst du die Sicherheit bei der Arbeit mit deinem Pferd.
Als Richterin sehe ich viele Fehler im Show-Pen. Bei der Showmanship gibt es drei h�ufige Fehler, die ich in meinem ABC f�r meine Sch�ler besonders hervorheben m�chte:
� Zeige nicht zu viel Show.
� Sei nat�rlich in deinen Bewegungen.
� H�nge mit der F�hrleine nicht am Halfter deines Pferdes.
Auf den nachfolgenden Fotos zeigt eine meiner Sch�lerinnen dieses ABC. Beachte, dass der Schl�ssel f�r den Sieg in einer Showmanship-Klasse vor allem Sicherheit, Kontrolle und Genauigkeit sind. Obwohl die Dinge, die ich hier aufzeige, nicht offenkundig falsch sind, kosten sie doch einige wertvolle Punkte in der Bewertung � und dies wird deine Platzierung negativ beeinflussen.
A. Zeige nicht zu viel Show. Hier ist ein klassisches Beispiel f�r diesen Fehler: Unsere Teilnehmerin sieht sehr unnat�rlich aus und stellt sich so dar, als w�rde sie gerade in der Show pr�sentiert werden und nicht das Pferd. (Der wichtigste Punkt in diesem Bewerb ist, dass man seine F�higkeit, das Pferd von seiner besten Seite zu zeigen, einsetzen kann. Daher kann man sich vorstellen, wie die Situation auf Bild Nr. 1 auf einen Richter wirken w�rde!) Sie h�lt ihre H�nde zu hoch und steht verdreht, was den Sicherheitsfaktor bei der Pr�sentation ihres Pferdes sehr einschr�nkt. Ihre F��e sind zwar korrekt in Richtung des Pferdes positioniert, jedoch sind ihr Oberk�rper und ihr Gesicht dem Richter zugedreht. Ihre Aufmerksamkeit gilt mehr den Richtern als ihrem Pferd. Sollte sich das Pferd in dieser Situation unerwartet bewegen, w�rde dies die Teilnehmerin kaum merken. Dadurch macht sie auf Zuschauer und Richter eher einen unsympathischen Eindruck.
Der richtige Weg: Einige kleine Verbesserungen und man zeigt eine nette, nat�rliche Pr�sentation. Die Beine und der Oberk�rper der Teilnehmerin sind in Richtung des Pferdes positioniert. Sie zeigt damit, dass sie sich auf ihr Pferd konzentriert. Ihre Schultern, H�ften und Fersen sind in einer Linie. Dies gew�hrleistet maximale Bewegungsm�glichkeit im Fall der F�lle. In dieser entspannten, nat�rlichen Haltung kann die Teilnehmerin durch leichtes Drehen des Kopfes sowohl die Richter als auch ihr Pferd beobachten. Sie zeigt damit, dass sie alles unter Kontrolle hat. Sie h�lt die Arme in einem 90 Grad-Winkel zu ihrem Oberk�rper. Dadurch kann sie schnell reagieren, sollte sich das Pferd ungeplant bewegen. Das Z�gelende h�lt die Teilnehmerin in der linken Hand. Die rechte Hand ist n�her dem Pferdekopf positioniert. Trotzdem h�lt sie die Z�gel eher locker, damit sie ihre Stute nicht st�rt � jedoch nicht zu locker, damit im Ernstfall die Situation entsprechend unter Kontrolle bleibt. Beachte: Unsere Teilnehmerin verwendet hier eine besonders lange F�hrkette, was eine besonders gute Reaktion ihres Pferdes auf die Kommandos erfordert. Ich w�rde eine etwas n�here Position am Pferd bevorzugen, da dies ein �sthetischeres Aussehen bewirken w�rde.
B. Stehe gerade und sei nat�rlich. Folgendes passiert, wenn man diesen Rat nicht beherzigt: Durch die vorgebeugte Haltung hat die Teilnehmerin ihre Augen auf den Boden gerichtet, anstatt in die Richtung in die sie ihr Pferd f�hren will. Dadurch ist es unm�glich, eine gerade Linie auf die Richter vorzutraben. Durch die daraus mangelnde Balance kann es passieren, dass das Pferd nicht mehr neben der Teilnehmerin l�uft, sondern zu weit nach vorne kommt. Man sollte dabei in der N�he der Kehle des Pferdes sein � und nicht an der Schulter des Pferdes, denn in dieser Position hat man entsprechend gute Kontrolle. Wenn man im Bereich der Pferdeschulter geht, ist es an dieser Position f�r das Pferd schwerer, auf deine K�rpersprache zu achten. Es kann passieren, dass man dabei unabsichtlich zu viel Druck mit der F�hrkette auf das Showhalfter aus�bt. Das Ergebnis ist auf den Bildern zu sehen: Die Stute nimmt ihren Kopf zu hoch, ihr K�rper ist nicht mehr in einer geraden Linie. Dadurch ist die Chance, eine gerade Linie auf die Richter zuzugehen, sehr gering.
Der richtige Weg: ein sehr zufriedenstellendes und auch sicher aussehendes Foto. Unsere Teilnehmerin steht gerade und in nat�rlicher Haltung im korrekten Bereich neben der Kehle ihrer Stute. (Durch die Position des Fotografen wirkt es nur so, als w�re die Teilnehmerin zu weit hinten!) Sie �bt keinen Druck auf die F�hrkette aus, die Stute achtet auf die K�rpersprache ihres Menschen. Die Teilnehmerin sieht geradeaus auf die Richter, die Stute kann dadurch eine gerade Linie laufen. Sowohl Pferd als auch Teilnehmerin sehen entspannt und vertraut aus.
C. Nicht am Kopf des Pferdes h�ngen. Warum? H�ngt man zu sehr am Ende der F�hrkette, �bt man unabsichtlich Druck auf den Kopf des Pferdes aus. Dies f�hrt zu Gegenwehr-Reaktionen des Pferdes, wie man auf dem Foto C sehen kann. Die Stute nimmt den Kopf hoch, legt die Ohren zur�ck und zeigt ein �ngstliches Verhalten. Durch den Druck an der F�hrkette werden die Schultern der Stute nach links verlagert, sie kann nicht mehr geradeaus gehen. Au�erdem k�nnte es in dieser Situation passieren, dass die F�hrkette durch die Hand der Pferdef�hrerin gezogen wird, sollte das Pferd sich dem permanenten Druck etwas heftiger entziehen wollen. Ein Richter w�rde sogar Fehlerpunkte vergeben, wenn die Teilnehmerin den Kettenteil der F�hrleine ber�hrt, da dieses Verhalten gef�hrlich sein kann. Zu empfehlen w�re, einfach eine F�hrleine mit einem k�rzeren Kettenteil zu verwenden, damit man mit der Hand n�her am Pferdekopf sein kann.
Der richtige Weg: An der korrekten Abbildung kann man erkennen, wie man sicher sein Pferd in der Showmanship pr�sentieren kann. Die Teilnehmerin h�lt die F�hrleine hinter dem Kettenst�ck und l�sst dem Kopf des Pferdes entsprechenden Freiraum. Trotzdem hat sie in dieser Position gen�gend Kontrolle �ber das Pferd. Obwohl die Nase der Stute ein wenig nach rechts zeigt (dies k�nnte korrigiert werden, indem die Pferdef�hrerin ihren rechten Ellbogen etwas mehr an ihren K�rper nimmt), sind der K�rper und die Beine der Stute gerade gerichtet. Dadurch ist ein gerades Zulaufen auf die Richter problemlos m�glich. Es gibt keinerlei Anzeichen auf Gegenwehr bei dem Pferd. Die Stute sieht zufrieden und vertrauensvoll aus und bildet gemeinsam mit ihrer Pferdef�hrerin ein erfolgreiches Team.