WANDERRITT MARIAZELL
25. � 29. August 2008
Text/Fotos: Irene Garber
www.rainbow-ranch.at
Am 25. August trafen wir uns schon sehr fr�h auf der Rainbow-Ranch/Oberthern, da wir um 8 Uhr abreiten wollten. Das Wetter war sch�n. Leider musste Susanne in der Fr�h noch arbeiten. So waren wir zu viert mit f�nf Pferden unterwegs: Sabine, Kathi, Margit und ich mit Nico, Estelle, Sunny und Bandit sowie Ravenna als Handpferd. Nat�rlich war auch Ames wieder mit von der Partie. Stefan fuhr in bew�hrter Manier mit dem Begleitfahrzeug � diesmal ganz allein!
Nach Gro�wiesendorf holte uns Wolfgang mit Susanne ein, Ravenna konnte den Weg mit Reiterin fortsetzen. Mittagsrast war beim Altarm beim Kraftwerk Altenw�rth. �ber das Kraftwerk f�hrten wir die Pferde, dann ging es die Traisen entlang. Im Auwald war es wundersch�n, so legten wir gleich unabsichtlich einen Umweg ein. Auf dem weiteren Weg in Richtung Unterhameten zur Bauer-Ranch kamen wir durch dichten Wald. Hier war es zwar landschaftlich sehr sch�n, aber die Wege stimmten mit der Karte �berhaupt nicht �berein. Der Wald war vor einigen Jahren abgeholzt worden, dann wurden irgendwo neue Wege angelegt. Am Abend erreichten wir gl�cklich die Bauer-Ranch. Unsere Pferde bekamen eine Koppel, wir �bernachteten im Gasthaus Schmid in Sitzenberg-Reidling.
Am n�chsten Morgen ging es wieder fr�h weiter in Richtung Mank. Die Traisen entlang an Herzogenburg und St. P�lten vorbei, das war nicht so toll. Aber die Pferde waren superbrav. Unmengen von Lastautos, Maschinen, Z�gen, verschiedensten sonstigen �schrecklichen� Fahrzeugen � nichts brachte sie aus der Ruhe. S�dlich von St. P�lten endlich Mittagspause. Doch dann kam der Tiefschlag � Ravenna lahmte. Stefan brachte sie mit dem H�nger zum Sch�nlehenhof nach Mank. Kathi fuhr mit Estelle mit, da sie beginnenden Satteldruck feststellte.
Unsere Pferde konnten sich auf einer gro�en Wiese erholen, wir schliefen im Reiterst�berl auf Matratzen in unseren Schlafs�cken. Au�erdem gab es ein wunderbares Abendessen.
Am dritten Tag waren wir nur mehr zu dritt. Ravenna und Estelle wurden nach Hause gebracht. Kathi fuhr mit Estelle nach Hause und Sabine pausierte. Sie begleitete Stefan, da sie Schmerzen in ihrem Knie hatte.
Nach �ber 100 km an den ersten beiden Tagen kamen nun die Etappen mit ca. 40 km pro Tag. Aber jetzt kamen noch die Berge dazu, das war f�r die Pferde ziemlich anstrengend. St�ndig bergauf und bergab. Auf den Spuren des Edelwei�-Rittes. Leider ist die Markierung teilweise mangelhaft und wenn vorhanden, dann sehr ausgebleicht. Aber miteinander konnten wir den Weg durch W�lder und Wiesen doch immer wieder finden. Die Wege waren meist sehr steinig, aber wundersch�n. Vorbei an der Burg Plankenstein, durch das Wei�enbachtal und den romantischen Klammergraben kamen wir zum �Reiterbauernhof� Haydn in St. Anton/Jessnitz.
Hier gab es zwar viele K�he und nette Zimmer, aber nur ein einziges kleines Pony. Unsere Pferde f�hlten sich in einer kleinen Koppel trotzdem wohl. Sogar Bandit konnte trotz der benachbarten K�he (er ist leider nicht wirklich ein Cowboypferd � er f�rchtet sich vor K�hen!) sein Futter fressen.
Um 8 Uhr ging es auch am vierten Tag weiter. Immerhin stand heute die letzte Etappe auf dem Programm. Wieder standen uns ziemlich steile St�cke bevor. Beim Wegscheidh�usl kamen wir sogar auf �ber 1100 m. Die Gegend ist anstrengend, aber atemberaubend sch�n. Kurz vor unserer Mittagsrast in Joachimsberg fanden wir endlich eine Stelle, wo wir mit den Pferden ins Wasser konnten. Nach den anstrengenden St�cken war das nat�rlich toll f�r die Beine.
Am Schaglhof trafen wir uns mit Stefan und Sabine und mit Wolfgang, der Margit mit nach Hause nahm. Sie flog fr�h am n�chsten Morgen nach Griechenland auf Urlaub. Sabine ritt auf Nico und Susanne auf Sunny. Wir hatten den letzten halben Tag bis zu unserem Ziel vor uns.
Eine gr��ere Steigung � den Josefsberg � hatten wir noch zu bew�ltigen. Dann f�hrte die Strecke eher gem�tlich weiter nach Mariazell. Je n�her wir unserem Ziel kamen, umso mehr Marterln, Kreuze, Kapellen... sahen wir an unserem Weg. Wir ritten nat�rlich bis zur Basilika, berittene Wallfahrer sozusagen. Es war ein tolles Gef�hl, dass unsere Pferde so brav durchgehalten hatten.
Wir �bernachteten im Gasthaus Dietl in St. Sebastian und unsere Pferde auf dem Pferdehof Gut Wei�enbach zwischen Hochlandrindern, Pferden, Alpacas, Enten, Esel...
Am n�chsten Vormittag kam Wolfgang mit dem zweiten Pferdeh�nger und wir fuhren gem�tlich nach Hause.
Es war ein wunderbares Erlebnis. Immerhin fast 180 km in vier Tagen, und das im gebirgigen Alpenvorland. Eine Superleistung von unseren Pferden.