PURE WILDNIS AUF VIER HUFEN
Text: Gabriele Jarmer
Fotos: O� Werbung, Mele Scherich
Wanderreiter, die sich einen Hauch Abenteuer und Wildnis um die Nase wehen lassen wollen, k�nnen dies im Nationalpark Kalkalpen, der das gr��te noch unbesiedelte Waldgebiet �sterreichs ist, perfekt erleben. 120 Kilometer Reitwanderwege durchziehen diese wildromantische Landschaft und laden Sattelfeste zu einem besonderen Naturabenteuer ein.
An einem verl�ngerten Maiwochenende starteten wir einen 3-t�gigen Wanderritt in den wundersch�nen Nationalpark Kalkalpen. Wir waren eine Gruppe von acht Reitern und zwei Wanderreitf�hrern mit ebenso vielen Pferden.
Am ersten Tag begann unsere Tour in der Breitenau bei Molln. Wir ritten in den Bodinggraben, der unterhalb des m�chtigen Massivs des Sengsengebirges einer der sch�nsten Talschl�sse im Nationalpark Kalkalpen ist. Bei einem Abstecher zur Blumauer Alm, wo uns einige sehr neugierige Rinder folgten, erwartete uns Oberf�rster Walter Stecher, einer der Pioniere des Nationalparks. Die idyllische Lage der Alm mit gigantischem Blick auf die Nordabst�rze des Nockmassivs, rauschende Wasserf�lle und satte Wiesen hinterlie�en bleibende Eindr�cke. Nach dem Mittagessen im Jagah�usl, das Teil des liebevoll renovierten Geb�udeensembles der einst bedeutenden Grafen Lamberg ist, ging es weiter mit einem flotten Ritt durch die fantastische Natur auf die urige Ebenforstalm, welche auch bei Wanderern und Mountainbikern sehr beliebt ist. Hier ist auch der Ausgangspunkt des Naturerlebnisweges �Wollgras, Alm und Wasser schwinde�, wo sich vor 7.000 Jahren ein Moor gebildet hat und heute wunderbare Sumpfpflanzen wachsen. Zum Abschluss des Tages ritten wir zur Werfneralm-H�tte. In der ehemaligen Jagdh�tte freuten wir uns auf eine Bauernjause und die Pferde auf ihr verdientes Futter. Bei gem�tlicher H�ttenatmosph�re und Holzofenfeuer fand der Tag einen gem�tlichen Ausklang.
Am n�chsten Tag ging�s hinab zur gro�en Klause, wo wir auf den Spuren der ehemaligen Waldbahn unterwegs waren. Bei einer Rast erfuhren wir von einem Nationalparkbetreuer Interessantes �ber die Klause und ihre Geschichte. Nach der Mittagsrast in der Jausenstation Gro�e Klause ritten wir durch eine einmalige Schluchtlandschaft, die von Gebirgsb�chen im Laufe von hunderttausenden Jahren geschaffen wurde, zum Biwakplatz Wei�wasser. Wir durchritten beeindruckende Tunnels und gelangten �ber die Moosh�tte nach Unterlaussa. Angekommen bei der Pferderaststation �Seebacher� von Familie Schausberger, einem urigen Waldbauernhof, eingebettet in eine gr�ne Wildnis, fanden die Pferde eine gro�e Almwiese zum Entspannen vor. Die Wirtin Walpurgia �berraschte uns Reiter mit selbstgemachten Produkten und ihrem �Bratl in der Rein� in der gem�tlichen Gaststube.
Nach einer angenehmen Nacht ging es am n�chsten Tag hinauf Richtung Hengstpassalmen, �ber Langfirst zur�ck nach Windischgarsten. Auf dieser Etappe ist die Gebirgsregion Garstnertal in ihrer ganzen Pracht zu bewundern: die eindrucksvolle Bergkulisse mit Ges�use, Hollermauern, Pyhrgas, Bosruck und Totes Gebirge bis zum Sengsengebirge. Auf der Strecke besuchten wir das Knappenhaus und die Hanslalm am S�dabhang des Lengf�rstes, wo Christl und Werner, besser bekannt als Rainer �Zwoagsang�, uns zum Mittagessen einluden. Das war dann auch schon der Abschluss dieses erlebnisreichen Wanderrittes.
Der Nationalpark Kalkalpen ist ein echtes Naturjuwel, welches nicht nur Reiter zu erholsamen Tagen einl�dt.
N�here Informationen und Reitwegekarten unter www.pferdeland-pe.at, www.kalkalpen.at, www.oberoesterreich.at.