AWA Wandertag
01.- 04. Mai 2008
Text & Fotos: Renate Wutte
Vier Tage Wanderreiten durch die sch�ne Landschaft K�rntens, unterwegs auf den Wegen und Spuren der Kelten und R�mer. K�rnten wurde vor �ber 1000 Jahren als selbstst�ndiges Herzogtum urkundlich erw�hnt, somit ist K�rnten sogar ein wenig �lter als �sterreich. Aber bereits zu Zeiten der Kelten war es ein Land der Begegnungen. Die Landesbezeichnung K�rnten entspringt dem keltischen Wort �Carant�, welches so viel wie �Freund� bedeutet. Somit hat selbst der K�rntner Werbeslogan �Urlaub bei Freunden� einen geschichtstr�chtigen Hintergrund.
Dieses Jahr veranstaltete die Doc�s Ranch in gemeinsamer Organisation und mit F�rderung der AWA vom 01. bis 04. Mai 2008 die AWA Wandertage.
Das Hauptquartier befand sich auf der Doc�s Ranch nahe V�lkermarkt, wo f�r die sechs Wanderreiter Appartements zur Verf�gung standen. Schade war, dass vier Pferde wegen Hautpilzproblemen nicht dabei sein konnten. Die Gast-Pferde waren im hauseigenen Stallbereich eingestellt und konnten dort von ihren Besitzern sehr gut versorgt werden.
Das Ausreitgebiet erstreckte sich vorwiegend �ber das Jaun- und Trixnertal bis hinauf auf die Saualm. Diese T�ler bieten den Reitern einen unvergesslichen Augenschmaus. An allen Wegen und Stra�en erblickt man Ruinen, Burgen und Schl�sser.
Der erste Tag f�hrte uns entlang eines noch aktiven Pilgerweges direkt auf den Linsenberg. Auf dieser Strecke waren einige Galoppaden m�glich, da die Wiesenwege frei und gut �berblickbar waren.
Da sich die Pferde als Gruppe erst �finden� mussten, waren sie anfangs etwas unter Druck. Gerade diese Strecke erm�glichte es ihnen, unter Kontrolle ein wenig Dampf abzulassen. Es dauerte eine Weile, bis sich die Pferde etwas beruhigten und ihre Positionen festlegen konnten. Auf dem R�ckweg hingegen war die Rangordnung bereits klar. Die Tiere begannen, ebenfalls die Landschaft zu genie�en. Am Abend sa�en wir alle beisammen und planten unseren n�chsten Tag.
Am Morgen trafen sich dann alle gut gelaunt in der K�che, um gemeinsam in aller Gem�tlichkeit zu fr�hst�cken. Das Wetter war uns gn�dig, die Sonne lachte und ebenso wir. Der Guide war ebenfalls eingetroffen; nun war es Zeit f�r den Aufbruch. Leider musste noch auf die Schnelle ein Pferd beschlagen werden, da beim Satteln erst klar geworden war, dass ein Hufeisen locker war und ganz sicher nicht einen Ritt von f�nf Stunden halten w�rde. Abritt war um 11 Uhr am Vormittag.
Ein alter S�umerweg f�hrte uns durch den Michaelagraben zum sonnigsten Ort K�rntens (Diex). Auf 1200 Metern, in der N�he von Diex, zweigten wir ab und begaben uns auf den Wandersteig, der �ber die Wolfstratte f�hrt. Der Weg auf die Druckerh�tte im Saualmgebiet war noch sehr weit, wir hatten einige H�rden zu �berwinden. Nach dem letzten Unwetter hatten einige Riesen-B�ume unseren Weg versperrt. Wir waren wohl die Ersten, die seit dem Winter diesen Steig wieder ben�tzen. Nach f�nf Stunden kamen wir unversehrt und etwas m�de, aber voller Gl�cksgef�hl in der Druckerh�tte an. Wir waren bereits auf ca. 1600 Metern H�he. Die Pferde wurden in vorbereitete Paddocks gestellt und mit Wasser und Futter versorgt. Zwischenzeitlich wurden unsere Schnitzel in der Pfanne gebraten. Wir verbrachten einen gem�tlichen Abend.
Nach einem kr�ftigen Fr�hst�ck machten wir uns f�r den Heimweg fertig. Abritt war um 10 Uhr. Um die sp�te Mittagszeit trafen wir in Diex ein, machten eine kurze Rast und folgten dann dem Weg �ber den Zauberkogel. Bei den �3 Fichten� wurden wir mit einem wunderbaren Ausblick belohnt. Leider waren durch die vorj�hrigen Unwetter ganze Wege weggeschwemmt. So wurde uns der weitere R�ckweg erschwert. Es gab f�r uns nur eine einzige L�sung, um irgendwie nach Hause zu kommen: Wir mussten uns quer durch die W�lder schlagen. Ankunft um 8 Uhr am Abend.
Nachdem unsere Pferde wirklich Hervorragendes geleistet hatten, wechselten wir diese teilweise f�r den n�chsten Tagesritt aus. Wir wollten nur 2-3 Stunden durch die ranchnahe Gegend reiten, doch es wurden dann doch 5 Stunden inkl. einem Nickerchen und einer Kaffeepause.
R�ckblickend darf bemerkt werden, dass vier Wandertage in dieser Form eine gro�e sportliche Kondition von Pferd und Reiter abverlangen.
Ich danke allen Teilnehmern f�r ihr sportliches Verhalten und deren R�cksichtnahme innerhalb der Gruppe. Ich hoffe, ihr habt die vielf�ltige Landschaft genossen. � Wer braucht schon Kanada? � K�rnten, wir kommen!