Österreichische Meisterschaft 2007 Sommerein
aus Western News 03/2007
Der MB Trainingsstable in der niederösterreichischen Gemeinde Sommerein war von 1. bis 3. Juni Schauplatz eines umfangreichen Westernturniers. Westernreitern und Zuschauern wurden während dieser drei Tage ein bunt gemischtes Programm aus AQHA-, NRHA- und ZNS-Bewerben in den unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und Klassen geboten. Für besondere Spannung sorgten die Vorläufe und Finali der Österreichischen Meisterschaft (ÖM) Open im Western Riding, Pleasure, Trail und Reining.
Von den insgesamt 87 abgehaltenen Bewerben verzeichnete wieder einmal die Reining die höchsten Teilnehmerzahlen. Erfreulicherweise gab es auch viel Interesse am Trail, sodaß am Freitag Morgen in drei Bewerben insgesamt 25 Starter beim Bewältigen der Trail-Hindernisse beobachtet werden konnten. Den ZNS Trail all ages für Einsteiger gewannen Little Magic Mexx/Sabine Lohninger, in den Bewerben Amateur und Open hatten Ostinato Jac/Nina Kienreich beide Male die Nase vorn.
Besonders gute Stimmung herrschte am Samstag Abend während der letzten beiden Bewerbe des Tages – der NRHA Limited Non Pro und der NRHA Open. Gerold Dautzenberg, Sieger der NRHA Limited Non Pro, hatte auf seinem Pferd Shiny Fandango nicht nur eindrucksvoll gezeigt, wie eine Pattern in entsprechender Reining-Manier zu reiten sei, sondern demonstrierte den Zuschauern auch, daß er sich durch Zurufe aus dem Publikum keinesfalls aus der Ruhe bringen ließe.
Für einen spektakulären Auftritt sorgte Dennis Schulz auf Gee Ronnie Mo wenig später in der NRHA Open. Er betrat die Arena nicht im Schritt, sondern fegte im gestreckten Galopp durch das halb geöffnete Tor und begann so den Run bis ans Ende der Arena, der am Beginn der Pattern S7 zu absolvieren war. An diesem Abend war jedoch die Leistung von Markus Morawitz nicht zu überbieten. Mit Loblolly Twist und Bakony Red erreichte er Platz 1 und 2 der NRHA Open.
Der Sonntag stand voll und ganz im Zeichen der Österreichischen Meisterschaften. Der Final-Bewerb der ÖM Pleasure Open wurde als erstes abgehalten. Von den zehn Teilnehmern aus dem Vorlauf ritten sechs Paare in gleichmäßigen, ausbalanzierten Gängen und graziöser Haltung um den Meistertitel, der letztendlich an Touch After Shock/Johanna Grabner ging. Vizemeister sind Shesa LC Leaguer/Annemarie Brieger. Ein überraschter Rudolf Kreuter auf Red Hot Perspective durfte mit sichtbar großer Freude über seinen Erfolg die Bronzemedaille entgegennehmen.
Das nächste Finale der ÖM Open folgte auf den Fuß. Nun waren Geschick und Aufmerksamkeit gefragt, um den Meistertitel im Trail erringen zu können. Sieben der zwölf Anwärter aus dem Vorlauf nahmen den Finale-Trail in Angriff. Shesa KC Leaguer/Annemarie Brieger erhielten durch ihren ruhigen und weitestgehend fehlerlosen Ritt verdientermaßen den Meistertitel, Vizemeister wurden Humphry Jac/Andreas Kocher. Der dritte Platz und somit die Bronzemedaille gingen an Commands Dry Image/Peter Kalat.
Die „Experten der fliegenden Galoppwechsel“, die Österreichischen Meister im Western Riding, wurden am Sonntag Nachmittag ermittelt. Von den fünf Finalisten setzten Scotch Hot Rodney/Claudia Bartonek das vorgeschriebene Western Riding Pattern #4 am besten um. Die Silbermedaille ging an Shesa KC Leaguer/Annemarie Brieger, die Bronzemedaille an Buggy Boy of Remedy/Gerald Puschitz.
Die größte Konkurrenz herrschte bei der Ermittlung des Meisters in der Reining. Acht der 15 Kandidaten aus dem Vorlauf durften im Finale ihr Können zeigen. Die für diesen Anlass ausgewählte Pattern S 9, die mit einem Run über den Mittelmarker hinaus und einem Sliding Stop beginnt, sorgte für spektakuläre Auftritte. Bis zur Verlautbarung der Sieger herrschte Hochspannung. Als Bricks Top Jac/Richard Summer als Österreichischer Staatsmeister Reining Open verkündet wurden, war die Freude von Johanna Grabner nicht zu überhören. Wenig später konnte sie sich zusätzlich noch über ihren eigenen Erfolg freuen. Mit Bricks One Smart wurde sie Vizemeisterin. Die Bronzemedaille ging an Tec JFL Doc/Kurt Weihsenbacher.
Die Ergebnisse dieser Show – im übrigen abrufbar über die AWA-Website (www.awa.at) – mögen den einen erfreut, den anderen enttäuscht haben. Bleibt nur zu sagen: Auf zum nächsten Turnier!
Text Romana Kerner