Pilgerritt von der Wild Mountain Ranch nach Mariazell

 

Drei Reiter von der Motley Horse Ranch in Ansfelden begleiteten den Wanderreitführer Tober Gust auf seinem Pilgerritt !

Am Montag, dem 18. September 2006, trafen die Mitreiter – Ingeborg Weiss, Kurt Binder und Joe Bogenreiter – um 18 Uhr auf der  Wild Mountain Ranch in Unterweißenbach ein. Nachdem die Pferde (2 Appaloosa, 1 Paint) gut untergebracht worden waren, gab es ein geschmackvolles Abendessen. Anschließend erklärte der Trailführer Tober Gust die Route nach Mariazell und überreichte jedem Mitreiter ein selbst gebasteltes Holzkreuz als Symbol des Rittes. Nach einem gemütlichen Plausch gingen wir zeitig ins Bett.

 

Unterweißenbach – Bärenkopf – Höf

Abritt am Dienstag, 19. September 2006, pünktlich um 8 Uhr.

Nebel und Regenschauer begleiteten uns die ersten zwei Stunden. Bevor wir ins Waldviertel kamen, verlor jedoch Surena (Paint-Stute von Joe) schon ein Hufeisen, doch es musste natürlich weitergehen. Auf wunderschönen Wald- und Wiesenwegen ging es Richtung Bärenkopf, wo es dann sehr ausgiebig zu regnen begann. Das Mittagessen wurde gestrichen, wir ritten zügig weiter, sodass wir um 16.30 Uhr in Höf beim Biobauernhof Dangl ankamen.

Nach dem herzlichen Empfang von Alexandra versorgten wir die Pferde und brachten unsere Reitsachen zum Trocknen ins Heizhaus. Zum Abendessen wurden wir mit einem Hirschbraten verwöhnt.

Anschließend erneuerte ein Reiterfreund und Hufschmied aus dieser Gegend das fehlende Eisen bei Surena, dann konnten wir mit Alexandra und Adolf noch gemütlich beisammensitzen.

 

Höf – Laimbach – Artstetten – Zelking

Am Mittwoch, 20. September 2006, ritten wir um 8.30 Uhr ab, nachdem wir uns beim Frühstück ein wenig vertratscht hatten. Das Wetter war herrlich. Wir ritten auf schmalen Feldwegen nach Laimbach, weiter nach Arndorf und Artstetten.

Bevor wir in Artstetten ankamen, ließen wir die Pferde noch eine halbe Stunde lang grasen, wobei Surena die große Zehe von Joe als Abstellplatz benützte. Mit Schmerzen humpelte Joe weiter bis zum Gasthaus Kloibhofer, wo wir die Pferde abstellten und unser Mittagessen einnahmen.

Nach der Mittagsrast ging es hinunter zur Donau, wo wir in Pöchlarn über die Donaubrücke gingen. Bei starkem Straßenverkehr mussten wir noch einen Kreisverkehr und die Autobahnunterführung passieren.

Nun hatten wir wieder sehr schöne Waldwege, bis wir im Gasthaus Erber in Zelking ankamen. Die Pferde wurden in Ständen untergebracht, wir wurden im Gasthaus kulinarisch verwöhnt.

 

Zelking – Diesendorf – Spiellaube

Donnerstag, 21. September 2006, 8.30 Uhr. Nachdem wir unseren Pferden zum Frühstück eine Weide gegönnte hatten, ritten wir 15 km entlang des Melkflusses nach Diesendorf. Schönes Wetter und schöne, lange Galoppstrecken begeisterten uns. Bei der Mittagsrast in Diesendorf ließen wir die Pferde im Obstgarten grasen. Wir verzehrten die Jause, die wir nebenan im Laden gekauft hatten.

Von nun an ging es bergauf. Zuerst auf langen Asphaltstraßen, wo wir die Pferde führten, und dann auf steilen Wegen bis zum Forellenwirt. Nach einer Kaffeepause ritten wir zur Burg Plankenstein und weiter zur Spiellaube in Frankenfels, wo wir um 17.30 Uhr eintrafen. Die Pferde wurden geduscht und anschließend auf die Koppel gebracht.

Nach einer leckeren Jause und einem gemütlichen Beisammensitzen mit Fritz und Astrid konnten wir uns im Matratzenlager gemütlich betten.

 

Spiellaube – Puchenstuben – Joachimsberg

Am Freitag, dem 22. September 2006, begleitete uns Astrid Putzenlechner. Wir ritten pünktlich um 8 Uhr bei aufgehender Sonne ab. Unsere Pferde hatten enorm Power, die sie auch für die bevorstehenden Höhenmeter gut brauchen sollten. Nach einem kräftigen Anstieg ging es dann auf einem schönen Panoramaweg Richtung Puchenstuben. Im Garten eines Gasthauses konnten unsere Pferde zur Mittagsrast grasen, für die Reiter gab es die vorbestellten Schnitzelsemmeln.

Nun ging’s bei strahlend heißem Sonnenschein hinauf auf den Turmkogel und weiter zum Haflingerhof nach Joachimsberg. Dort stellten wir unsere Pferde ein und versorgten sie. Nach dem Abendessen  genossen wir noch den Sonnenuntergang am Ötscher und übernachteten anschließend im Gasthaus. Ein Dankeschön an Astrid, die uns diesen Tag begleitete.

 

Joachimsberg – St. Sebastian – Mariazell

Samstag, 23. September 2006, durften wir etwas länger schlafen, da wir den Abritt erst für 9 Uhr angesetzt hatten. Die Sonne schien vom Himmel, es war herrlich warm, keine einzige Wolke war zu sehen. Nach erheblichen Höhenmetern und drei Stunden Reitzeit kamen wir bereits beim Stall „Gut Weißenhof“ in St. Sebastian an.

Wir sagten dem Stallbesitzer Bescheid, dass wir in drei Stunden wieder zurückkommen würden. Genau zur Mittagszeit ritten wir dann in Mariazell ein. Bei den Bäumen neben der Marien-Basilika hängten wir die Pferde an und beim Brunnen  konnten wir sie tränken. Wir waren alle glücklich, unser Ziel gut und heil erreicht zu haben. Abwechselnd besuchten wir die Wallfahrtskirche. Auf eine Pferdesegnung mussten wir jedoch verzichten, da wir nicht angemeldet waren. Bei den vielen Ständen und den Gastbetrieben nebenan sorgten wir für unser leibliches Wohl.

Nun ritten wir wieder zurück nach St. Sebastian in den Stall und stellten die Pferde ein. Anschließend gingen wir zur Jugendherberge, wo wir unsere letzte Nacht verbrachten. Wir machten einen Abendspaziergang nach Mariazell und besuchten ein gemütliches Gasthaus, wo wir über die Erlebnisse dieser Tage plauderten und ein Abschiedsgläschen tranken.

Am Sonntag nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Pferdestall, wo bald unsere Pferdetaxis eintrafen und wir wieder nach Hause fuhren.

 

Text: Ingeborg Weiss