Ritt von Fachwerk/Salzertal nach Mariazell
Nach dem ich zufällig im Internet von dieser Tour gelesen hatte, ich die Gegend kenne und diese für Reiter normalerweise verboten ist, war für mich klar dass ich mitmachen würde, Ein kurzes Mail und ein Anruf und die Tour war gebucht. Da der geplante Termin zu Pfingsten buchstäblich ins Wasser fiel, wurde der Frohnleichnamstag als Ersatz gewählt.
1. Tag: Da ich einen Anfahrtsweg von ca. 130 km hatte war um 5 Uhr Tagwache angesagt. Nach dem Füttern und Ausrüstung verladen, kam Sunnyboy mein neunjähriger Tennesseewalker-Wallach, in den Hänger und los ging’s. Bei wenig Verkehr kam ich zügig voran und nach zwei Stunden erreichte ich Die Mandlbauernalm in Fachwerk, unseren Ausgangspunkt. Nach einem herzlichen Empfang wurde ich mit einem guten Frühstück verwöhnt. Kurz darauf trafen die anderen Reiter ein. Nachdem wir uns bekannt gemacht hatten, wir hatten uns vorher nie gesehen und nach einer Kaffeepause, sattelten wir auf und ritten los. Wir waren 4 Reiter: Claudia, unsere Führerin und Organisatorin, auf Ihrem Haflingerwallach Billy, Elke aus Eisenerz mit dem Haflingerwallach Aladin (von Claudia), Sepp aus Fachwerk mit seiner Warmblutstute Bonna, für beide war es der erste Wanderritt und ich, Hans aus Herzogenburg mit meinem Tennesseewalker-Wallach Sunnyboy. Nicht zu vergessen, Claudias Mann Kurt, der uns das Gebäck mit dem Auto nachbrachte und das Mittagessen deponierte. In seiner Begleitung Sohn Gerold. Wir ritten entlang vom Lassingbach und unsere Pferde wurden bald auf ihre Geländegängigkeit ordentlich geprüft. Nach den letzten starken Regenfällen war der Weg an einigen Stellen stark vermuhrt und wir konnten die Hindernisse nur mit Mühe überqueren. Auch die Flussdurchquerungen waren nicht einfach, aber unser Pferde meisterten die Schwierigkeiten mit Bravour. Flott ging es dann zwischen Hundkogel und den beiden Röckern nach Klaus und zur Thaleralm wo Claudias Mann, Kurt für uns das Mittagessen deponiert hatte. Nach einer ausgiebigen Mittagspause ritten wir durch den Rothwald, vorbei am Kl. Marcheck zur Lochbachhütte und anschließend zur Schallenhütte wo wir unser Quartier hatten. Unser Gebäck wurde von Claudias Mann und Sohn Gerold mit dem Auto nachtransportiert. Während die Damen sich um das Abendessen kümmerten, steckten Sepp und ich die Paddocks für die Pferde ab. Claudias Mann Kurt grillte uns inzwischen ein leckeres Abendmahl. Nach einem letzten Kontrollgang zu den Pferden, krochen wir müde in unsere Schlafsäcke.
2. Tag: Nach einer schlaflosen Nacht stand ich bereits um 4 Uhr auf um nach den Pferden zu sehen. Claudias Mann Kurt war auch bereits aufgestanden und machte im Ofen das Feuer an. Die Sonne war schon aufgegangen und es versprach ein herrlicher Tag zu werden. Bei den Pferden war auch alles in Ordnung. Nach dem alle aufgestanden waren, fütterten wir die Pferde. Danach gab es ein gutes Frühstück. Um 9 Uhr ritten wir los, von der Schallenhütte ging’s rauf zur Reislacke der Sandgrube entlang zum Pötschenberg. Wir hatten inzwischen die 1000 Höhenmetermarke erreicht. Weiter ging’s vorbei an steilen Felswänden und durch glasklare Quellbäche den Luxriegel entlang zum Köckensattel. Von da ritten wir den Wanderweg nach Teichmühle hinunter und weiter nach Mariazell. Um 12:15 erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein den Hauptplatz von Mariazell. Nachdem wir einige Fotos geschossen hatten, ritten wir zu einem nahegelegenen Bauernhof wo wir eine ausgiebige Mittagspause machten. Um 15 Uhr machten wir uns schließlich auf den Rückweg. Es ging wieder runter nach Teichmühle und über den Wanderweg rauf zum Köckensattel, das war die anstrengenste Etappe für die Pferde. Auf ca. 1100 Meter Seehöhe ritten wir dann zurück zur Schallenhütte wo wir um 18 Uhr abends ankamen. Schnell nahm ich noch ein Bad im Bach, früh genug, denn ein Gewitter zog auf das sich dann von 18:30 bis19:30 über uns entlud, sodass wir uns entschlossen die Pferde in die Hütte zu stellen, danach kamen die Pferde wieder in ihre Paddocks. Unser Abendessen nahmen wir diesmal bei Kerzenschein in der Hütte zu uns.
3. Tag: Der nächste Morgen begann wieder mit Sonnenschein. Nach dem Pferdefüttern und dem Frühstück packten wir alles zusammen. Leider musste Sepp feststellen das sein Pferd einen Satteldruck hatte. So blieb nichts anderes übrig als das Sepp mit Kurt im Auto zurückfuhr und ich nahm sein Pferd als Handpferd mit. Da wir schon um 8 Uhr aufbrachen, erreichten wir die Thaleralm unseren Mittagsrastplatz schon um eine Stunde früher als vereinbart .Wir machten es uns im Schatten einiger Bäume gemütlich und Claudias Hund hielt uns die neugierigen Rinder auf Distanz. Nach dem Mittagsessen zogen Gewitterwolken auf so dass wir machten, dass wir weiterkamen. Nach ca. 2 Stunden war es dann so weit, ein Platzregen erwischte uns, so konnten wir unseren Regenmantel auch noch testen. Als wir bald darauf unseren Ausgangspunkt erreichten waren wir schon wieder trocken. Auf der Mandlbauernalm wurden wir begrüßt als wenn wir von einer längeren Expetition zurückkehrten. Nach einem speziellen Abschiedsessen (Rahmkoch) musste ich die nette Runde leider verlassen, ich hatte ja noch eine zweistündige Rückreise vor mir. Die Rückreise verlief problemlos und so hatten Sunny und ich wieder eine schöne Tour absolviert. Hans Anderl