Turnierbericht

 

CHNW Hohenau Classic 2006

Österreichische Meisterschaften und Futurity der Paint Horse Austria

Ideale Kooperation

Durch eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Hohenau, verschiedenen Sponsoren, dem WRC Sunhill Ranch und der Familie Windisch ist es gelungen, ein Turnier auf die Beine zu stellen und es bis zur letzten Minute perfekt abzuwickeln. Ein ganz besonderer Dank gebührt in diesem Zusammenhang sicherlich Joedy Cunnigham sowie Johanna und Franz Vorraber. Sie standen in vorbildlicher Manier dem Turnierleiter Horst Fidlschuster vom WRC Sunhill Ranch immer als fachliche Berater zur Seite und legten, wenn Not am Mann oder an der Frau war, auch selbst einmal Hand an. Joedy selbst war mit acht Teilnehmerinnen angereist. Sie selbst und auch ihre „SchülerInnen“ waren immer im Spitzenfeld zu finden. Gleiches galt für Sarah und Franz Vorraber, die gleich mit zehn Pferden am Turnier vertreten waren und auch meistens zu den Topplatzierten zählten. Letztendlich konnten sie am Ende des Turniers mit einem Preisgeld von knapp 2.000 Euro nach Hause fahren.

Sportliche Höchstleistungen

Durch die größte steirische Reitplatzüberdachung (34x62m), einen Abreitplatz mit 20x40m und möglichst kurze Wege innerhalb des gesamten Turnierareals waren ideale Bedingungen geschaffen, um auch sportliche Höchstleistungen zu bieten. Die steirische Paint Horse-Zucht von Robert Windisch von der Sunhill Ranch brillierte in der Favoritenrolle und stellte aus seiner Paint Horse-Zucht 4 von insgesamt 6 Futurity-Siegern. Johanna und Franz Vorraber von der Painted Horse Ranch in Weiz stellten ebenfalls wie Siegfried Rath ein Siegerpferd. Alle Futurity-Siegerpferde 2006 stammten aus Pferden der Zuchtgemeinschaft Windisch-Vorraber.

Im Rahmen der Österreichischen Meisterschaften der Paint Horses wurde auch eine Vielzahl an ZNS-Bewerben ausgetragen, die den mehr als 1.500 BesucherInnen Westernreitsport der Spitzenklasse boten. Nicht nur die 12.500 Dollar Preisgeld, sondern auch die Neugierde einzelner ReiterInnen bezüglich der komplett neuen Reitanlage lockte knapp 80 TeilnehmerInnen mit mehr als 100 Pferden zu diesem Turnier. Soviel gleich vorweg, sowohl die Reitanlage mit der neuen Reitplatzüberdachung, als auch das gesamte Turnier wurde den Erwartungen der StarterInnen gerecht.

„Dieses Turnier kann sowohl in organisatorischer als auch in reiterlicher Hinsicht mit amerikanischen Turnieren mithalten“, lobte der 74-jährige amerikanische Richter Fain Yearty in seiner Abschlussrede die Veranstaltung.

Ganz besonders die Raiffeisen Jackpot Reining, dotiert mit 1.700 Euro, war an Dramatik nicht zu überbieten. Markus Essl, der als „Hausherr“ ins Rennen ging, fiel der Macht der Gewohnheit zum Opfer. Nach einem fulminanten Ritt, der ihn sicherlich in die Spitzenränge gebracht hätte, ging ein Rollback in die falsche Richtung – und es wurde ein Null-Score. Als nächster Reiter ging Max Mammel auf Mr Little Dry Doc an den Start und war an diesem Tag nicht zu überbieten. Nachdem er bereits am Nachmittag einen S-Reining gewonnen hatte, legte er am Abend noch eins drauf und siegte mit einem Score von 143,50. Michael Hahn schloss den Reigen mit einem wunderschönen Ritt und dem zweiten Platz auf Red Little Rooster (Score 142,50) und Platz 3 auf seiner Stute Wheeling Doll ab. Beide Reiter zeigten durch ihre harmonischen Ritte Reiningsport der Spitzenklasse. Dies wurde vom Publikum mit entsprechendem Applaus honoriert. Auch die restlichen Reiter in dieser Reining zeigten hervorragende Leistungen und mussten sich nur knapp von jenen Reitern geschlagen geben, die noch in den Geldpreisrängen landeten.

Als weiterer Geldpreisbewerb war natürlich auch die Pleasure mit einer hohen Starterzahl besetzt. Dieser Bewerb ging an Nina Leiner mit Clearly Sunny vor Gabriela Sassmann mit Stormy San Badger und Tanja Braune mit Im a Goers George.

Im Jackpot Trail ritt Sarah Vorraber ihre Jacs Brig O Lena zum Sieg. Der zweite Platz in diesem Bewerb ging an Edith Buchberger auf ihrem bewährten Red Neck Monnu. Peter Vaterl ritt Solution Commander und erreichte mit ihm den dritten Platz.

Als letzter Bewerb dieses Turniers stand ein Barrel Race – das Bustertaler Sprintzen Racing mit einem Gesamtpreisgeld von 1.000 Euro – auf dem Programm. Spannung und Stimmung wechselten sich ab. Reiter und Pferde gaben ihr Bestes, das tobende Publikum spornte zu Höchstgeschwindigkeiten an. Am Ende stand dann Josef Muhr mit Smart Bandit als Sieger fest. Er konnte sich über ein Preisgeld von 400 Euro freuen. Sarah Vorraber hatte für diesen Bewerb den Painthengst Deltas Pepp O Lena gesattelt und damit auf das richtige Pferd gesetzt. Sie musste sich nur knapp geschlagen geben und erhielt für den zweiten Platz immerhin 250 Euro. Als Drittplatzierte konnte sich auch Gabriela Sassmann mit Jesters Final Chex über eine Medaille freuen.

Erfreulich war natürlich, dass so viele Reiter in den Rookie- und Jugendklassen an den Start gingen. Das hohe Niveau in diesen Klassen lässt den Schluss zu, dass man in den kommenden Jahren mit hohen Starterzahlen in den Amateur- und Open-Klassen rechnen darf.

Die All Around-Wertungen in der ZNS Show ging an nachfolgende Reiter/Pferde:

Youth: Johanna Breininger/Red Neck Monnu

Rookie: Vanessa Bauer/Madonna De Dry Doc

Amateur: Karl Neuhe/Mrs. Rietta Bar

Open Junior: Joedy Cunningham/Pines Hollywood

Open: Peter Vaterl/Wranglers Tivio

Der Veranstalter bedankt sich bei allen Teilnehmern für die Fairness und das Engagement. Denn dadurch boten sie dem so zahlreich erschienenen und zum Teil von weit angereisten Publikum hochkarätigen Westernreitsport.