CRI* CHNW-A Wr. Neustadt 14.-17. April 2006
Reining der Extraklasse
Das Spring Time Classic 2006 im Western Training Center H&D Schulz übertraf alle Erwartungen. – 150 Pferde absolvierten in diesen vier Tagen ca. 700 Starts, so dass die Bewerbe trotz teilweise parallelem Ablauf und zügigster Abwicklung am Samstag erst lange nach Mitternacht und am Sonntag nur unwesentlich früher endeten. Ein CRI* als Sichtung für die Weltreiterspiele in Aachen, zwei approved NRHA-Shows mit Qualifikationsmöglichkeit für die Europameisterschaft der NRHA, die als Saisonhöhepunkt vom 7.-9. Juli ebenfalls im Western Training Center H&D Schulz stattfindet, sowie zahlreiche nationale Bewerbe waren Anreiz für viele, gute Reiter Österreichs und des benachbarten Auslands, ihre besten Pferde vorzustellen.
Auftakt und erster Höhepunkt war der CRI* Freitag um 13 Uhr. Von 16 genannten Pferden konnten 14 an den Start gehen, darunter auch einige Gäste aus der Slowakei. Aus Österreich waren neben den bisher erfolgreichsten Reinern, die ihre Qualifikation für Aachen schon in der Tasche haben und sich hier mit jeweils 2-3 Pferden einer Sichtung stellten, nur Josef Fellner am Start, der zwar einen sehr ansprechenden Ritt zeigte, durch Verreiten aber nur 0 Score erzielte. Sieger wurde Rudi Kronsteiner auf Boggies Pistol mit einem Score von 73,5, auf dem zweiten Platz folgten ex aequo nochmals Rudi Kronsteiner mit Von Mega und Dennis Schulz mit Ninjajac Hollywood, dahinter Markus Morawitz auf Jacs on Top und Bakony Red sowie Tina Künstner-Mantl mit Heza Sure Whiz, alle mit Scores über 70.
Gleich im Anschluss ging es weiter mit den ersten Bewerben der NRHA Show I, gerichtet von Alain Kronshagen, Luxemburg. Nicht zuletzt die Qualifikationsmöglichkeit für die Europameisterschaft im Juli hatte so viele Reiner wie nie zuvor an den Start gebracht. 20 und mehr Starter in den einzelnen Klassen waren keine Seltenheit.
Etwas exklusiver ging es nur in den Open Morrison Trophy Reinings zu, den unbestrittenen Höhepunkten des Turniers. Sieben Starter waren es Samstagnacht, alle mit Scores weit über 70. Der Sieg ging mit Score 74,5 an Rudi Kronsteiner mit Whiz Worth, am zweiten Platz ex aequo nochmals Rudi Kronsteiner mit Von Mega und Vern Sapergia mit Sail On Fashion, jeweils 73,5, dahinter mit Score 73 Dennis Schulz auf Ninjajac Hollywood.
Ähnliches wiederholte sich Sonntagabend in Show II, wie der CRI gerichtet von Dr. Hilde Jarc. Hier waren es 8 Starter, die Ritte weit über 70 zeigten. Allen voran nochmals Rudi Kronsteiner mit Von Mega, Score 75, vor Josef Mittmannsgruber auf Mr. Red Peppy Del Maso, Score 74,5, und Markus Morawitz auf Jacs On Top mit 73,5. Klassen in dieser Qualität hat es in Österreich noch nie gegeben!
Auch beide Snaffle Bit Open gingen an Rudi Kronsteiner, einmal mit Hot Chic Dream und in Show II mit Woodys Footprint, mit dem er in Show I Zweiter geworden war. Dritter in beiden Shows Dennis Schulz mit Sure Smart, in Show II hinter Max Mammel auf Smart Flashy Chic.
Die Limited- und Intermediate Open-Bewerbe wurden dominiert von Josef Mittmannsgruber auf Mr. Red Peppy Del Maso und Max Mammel auf Snappy Lena Too, die jeweils zwei Bewerbe für sich entscheiden konnten.
Zwei Siege in den Non Pro-Bewerben gingen an Jan Tobias Kock mit Boggies Pistol. Erfolgreich ritten auch Kerstin Kahr auf My Jackie Star und Susanna Oczko auf Wheeling Doll, beide aus der Steiermark. Die beiden Rookie-Bewerbe gewann Mario Pokornik auf Lenas Top Jac, die Jugendbewerbe, leider nur mit zwei Startern, gewannen Marie Christin Schranz und Alexander Nestelberger.
Auch die nationalen Bewerbe waren gut besucht, die Open Reining nicht zuletzt zu Trainingszwecken für die NRHA-Bewerbe, aber auch die Rookies und Amateure waren fleißig unterwegs. All Around Champion wurde in den Youth und Rookie-Klassen Katharina Bürkner mit ihrer entzückenden kleinen Peggy Sue, in der Novice Amateur-Klasse Dr. Elisabeth Koller auf Arc Sirio Enterprise, bei den Amateuren Andreas Lukner auf Jay Bar Malbec und Open Rebekka Salomon auf Jacs Golden Champ.
Trotz des wechselhaften und vor allem nächtens sehr kalten Osterwetters, zeitweise noch durch Windböen aufgefrischt, war die Stimmung trotz der vier doch sehr langen Tage ausgezeichnet, die Reiter zufrieden, bestens betreut und bewirtet von der Familie Schulz. Eine hervorragend arbeitende Meldestelle, ein weitgehend eingehaltener Zeitplan und eine für Reining-Turniere bestens geeignete Anlage mit kurzen Wegen und trotzdem genügend Platz machen auch solche Monsterturniere machbar. – Man darf sich auf die NRHA-Europameisterschaft im Juli (07.-09.07.2006) jetzt schon freuen.
Hilde Jarc