Premiere in den Alpen

Erstmals ist eine Dreitausender-Gipfelbesteigung geglückt!

- 5 Alpinreiter vom „Schlosswirt“ ritten bis zum Gipfelkreuz des Sandkopfs (3.094m).

- Damit betrat erstmals ein Pferdehuf den Gipfel eines Alpen-Dreitausenders.

- Ein Meilenstein des Alpinen Reitens.

Das Pferd im Hochgebirge der Kärntner Berge ist nichts Neues – bereits die Römer und Kelten säumten Waren über höchste Alpenpässe wie über das Hochtor (2.500m). Dass Reiter mit ihren Pferden das Gipfelkreuz eines Dreitausenders erreichen, hat es aber bisher höchstwahrscheinlich noch nie gegeben. Am 15. September 2005 betrat erstmals ein Pferdehuf den 3.094m hohen Gipfel des Sandkopfs, eines Nachbargipfels des Hohen Sonnblicks.

Anton Sauper, Schlosswirt und staatlich geprüfter Bergführer, vollbrachte mit vier Reiterstammgästen und fünf seiner zwölf gebirgserfahrenen Haflinger diese reiterliche und alpinistische Pioniertat. Sein Vater Hubert hat sich als Buchautor vor allem um das Thema des Saumhandels mit Pferden einen Namen gemacht, er hatte die Geschichte der Pferde und ihrer Besitzer im Hochgebirge jahrelang recherchiert und aufgezeichnet. Der Sohn entwickelte und baute aus dieser Tradition des Säumens das Alpine Reiten – die Königsklasse des Wanderreitens – auf. Seit Jahren werden alte Saumpfade beritten, in immer neuen Programmen und Strecken die schönsten Gebiete des Nationalparks Hohe Tauern zu Pferd erkundet und erlebt. Auch lange grenzüberschreitende Touren, beispielsweise bis nach Italien, wurden unternommen. Der Vorstoß bis zu den höchsten Alpengipfeln zu Pferd bedeutet nun einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Pferde in den Alpen und der Alpinen Reiterei.

Wie bei jeder „Erstbesteigung“ war eine gute Vorbereitung und Erkundung der geeigneten Route wichtig für das Gelingen. Unterstützt wurde Sauper dabei von Mag. Peter Granig, ebenfalls Trekkingführer, dessen Alm auf 1.950m als „vorgeschobenes Basislager“ diente und dessen Ortskenntnis der Almen, in denen er seine Kindheit verbracht hatte, äußerst hilfreich war.

Bei herrlichstem Wetter startete die kleine, entschlossene Reitergruppe beim Schlosswirt in Großkirchheim (1.000m) und ritt über das Zirknitztal zu den Mittner-Almen. Von dort brach man am nächsten Morgen, ständig begleitet vom wuchtigen Antlitz des Großglockners, zum Gipfelsieg auf. Nur einige wenige kurze Steilpassagen wurden zu Fuß bewältigt, der größte Teil konnte auf den äußerst routinierten Gebirgs-Haflingern geritten werden. Den Pferden, die häufig oberhalb der Baumgrenze unterwegs sind, machte weder das teilweise steinige und felsige Gelände, noch die Höhe von 3.000m Schwierigkeiten, „wenngleich sie den Übergang in die nahezu vegetationslose Zone mit gewissem Unverständnis zur Kenntnis zu nehmen schienen“, so Sauper. Bei strahlendem Sonnenschein war am frühen Nachmittag der Gipfel in 3094m erreicht. Das Gefühl, etwas Besonderes geschafft zu haben, schien sich auch auf die Pferde zu übertragen, die in stoischer Ruhe abwarteten, da sich die Reiter vom unglaublichen Fernblick über ganz Kärnten, die Dolomiten und hinüber zu den zahlreichen Gipfeln von Schober-, Glockner- und Sonnblickgruppe nicht lösen konnten. Gegen Abend trafen Reiter und Pferde glücklich und gesund wieder bei der „Hansele-Alm“ auf 1.950 m ein.

Das einzigartige Erlebnis, mit einem Pferd einen Dreitausender zu besteigen, wird ab Sommer 2006 für weitere Gäste möglich sein. Die ganzjährig durchgeführten Alpinreitprogramme vom Pferdehof des Schlosswirts reichen von Halbtages- und Tagestouren über 2-Tages-Trekks mit Hüttenübernachtung zu Wochenprogrammen. Die „3.000er-Expedition zu Pferd“ ist neben der traditionellen Tauernüberquerung nicht nur eine Bereicherung des außergewöhnlichen Alpinreitangebots vom Schlosswirt, sondern auch ein Highlight unter den Naturerlebnis-Programmen in Kärnten.

Auskünfte:

Schlosswirt, Tel. 04825/411, Fax DW 165, info@schlosswirt.net, www.alpinreiten.com