Wanderreiten - ein Rundritt durch das wundersch�ne S�dburgenland
Eine der sch�nsten und abenteuerlichen M�glichkeiten, unser Vaterland �sterreich oder andere L�nder kennen zu lernen, ist die Reise zu Pferd.
Heuer suchten wir, Wanderreiter Willi und Kerstin Matzer und Gerlinde Pollach aus Feldkirchen in K�rnten, eine Wanderroute von etwa 210 Kilometern in S�dburgenland aus, die wir in acht Tagen inkl. zwei Rasttage, bew�ltigten.
Eine besondere Hilfe hiezu war die Reitkarte S�dburgenland, die uns durch landschaftlich reizvolle und romantische Gebiete f�hrte. Dabei begegneten wir vielen pferdefreundlichen und herzlichen Menschen. Unterwegs lachten uns einige Burgen zu, wie die Burgen Bernstein, Schlaining und G�ssing. Zwei der Burgen konnten wir besichtigen.
Leider war auf der Strecke nicht immer die Reitroute einwandfrei gekennzeichnet bzw. ersichtlich, so dass wir uns ein paarmal mit Wanderkarte und Kompass zus�tzlich orientieren mussten.
Wie auch immer, dieses Wander-Reit-Erlebnis wird f�r uns unvergesslich bleiben, denn fernab der Hektik und des Alltags ist das S�dburgenland ein Paradies f�r Wanderreiter und allen Gleichgesinnten nur zu empfehlen.
Am Mittwoch, dem 07.09.2005, reisen wir mit unseren Haflingern Wega, �nni und Max zum Schilcherhof - Bernhard und Edith Schilcher, Welten 16, St. Martin a. d. Raab.
l. Reittag � Donnerstag, 08.09.05
Nach einem guten, ausgiebigen Fr�hst�ck reiten wir am Morgen gut gelaunt vom
Schilcherhof ab. Im Schritt und Trab geht es auf Schotter-, Feld- und Wiesenwegen entlang der Raab nach Osten in Richtung Jennersdorf. Nach Jennersdorf traben wir in Richtung Norden. Die Reitstrecke f�hrt zum Ort Maria Bild, der auf einer H�gellandschaft liegt, und weiter in den Naturpark Raabtal.
Von dort reiten wir voller Erwartung ins Lafnitztal hinab und erreichen hinter Rosendorf die Lafnitz. Nun geht es in Schritt und Trab seitlich neben der sich schl�ngelnden Lafnitz auf langen Schotter-, Feld- und Wiesenwegen dahin, wobei wir diese einzigartige Landschaft mit den weiten Feldlandschaften, kleinen Waldteilen und Auen genie�en.
Bei Deutsch Kaltenbrunn �berqueren wir eine Furt, wo die Pferdebeine gek�hlt werden und die Pferde nach Herzenslust trinken k�nnen, denn die Ufer der Lafnitz kann man kaum betreten.
Gegen Abend erreichen wir das bei Deutsch Kaltenbrunn gelegene D�rfchen Bergen, in einer sanften H�gellandschaft gelegen, wo wir beim Romanshof - Werner Pienz, Quartier beziehen. 38 km
2. Reittag � Freitag, 09.09.05
Frisch gest�rkt reiten wir in der Fr�h los. Nach einer guten Stunde erreichen wir wieder die Reitroute im Lafnitztal. Ausgeruht laufen unsere Haflinger entlang der Lafnitz in Richtung Norden. Vor dem Ort Wolfau l�dt uns ein idyllischer Flecken zum Verweilen ein. Dort k�nnen unsere Pferde ausgiebig grasen und wir st�rken uns mit einer Jause.
In Wolfau tr�nken wir die Pferde bei einem Privatstall. Bei Markt Allhau reiten wir ein
kurzes St�ck neben der Autobahn, die wir dann auf einer Br�cke �berqueren. Nun ist unser Reitziel Buschschachen nicht mehr weit.
Am sp�ten Nachmittag treffen wir bei unserem Tagesziel ein. Bei der Heart Ranch - Hermann Grassl - werden unsere Pferde untergebracht. Wir beziehen unser Nachtquartier bei Lehner�s Mostwirtschenke - Fam. Szalay. Am Abend genie�en wir im idyllischen Innenhof ein schmackhaftes Abendessen. 39 km
3. Reittag � Samstag, 10.09.05
Am n�chsten Morgen reiten wir nach dem reichlichen und guten Fr�hst�ck in Richtung Nord-Osten. Unser heutiges Etappenziel ist Bernstein. Der Ritt geht jetzt leicht bergan. Durch Kiefer- Eichen- und Mischw�lder reiten wir �ber Riedlingsdorf nach Willersdorf. Zwischendurch genie�en wir immer wieder die wunderbaren offenen Feld- und Wiesenlandschaften mit sch�nen Fernblicken.
Nach drei Tagen Ritt durch das liebliche Lafnitztal, entlang an kleinen B�chen, durch schattige Mischw�lder und beschauliche D�rfer, erreichen wir gegen 16 Uhr den Meierhof Kager - Karl Kager, der allein am Rande von Bernstein in etwa 600 Meter Seeh�he liegt. Dort werden unsere braven Pferde untergebracht. Wir n�chtigen direkt im Ort beim Gasthof Pannonia. 22 km
4. Tag � Sonntag, 11.09.05
Rasttag. An diesem Tag besichtigen wir die Burg Bernstein, das Felsenmuseum und das Schaubergwerk.
5. Reittag � Montag, l2.09.05
Ausgerastet und mit frohem Mut reiten wir auf dem Reitweg zuerst nach S�den. Der Ritt f�hrt durch ein sehr abwechslungsreiches h�geliges Gebiet und es geht langsam bergab. Vom Ort Sch�nau aus k�nnen wir die T�rme der Burg Schlaining erblicken.
Nach einer Mittagsrast in Allersdorf im Bgld. wendet sich die Route nach Osten. Nun genie�en wir wieder die Ebene mit den sanften Erhebungen und wundersch�nen Feld- und kleinen Mischwaldlandschaften. �ber Zuberbach und Markt Neuhodis kommen wir im flotten Trab dem Ort Rechnitz rasch n�her. Gegen 16 Uhr treffen wir bei der Leno Ranch - Norbert und Nina Lederer - in Rechnitz ein.
Nachdem wir die Pferde versorgt haben, werden wir von Nina Lederer zu unserem Nachtquartier gefahren. Am Abend lassen wir es uns bei unserem Gastgeber mit seinem selbst gekochten Gulasch und Wein und Lik�r gut gehen. 36 km
6. Reittag � Dienstag, 13.09.05
Auf langen Feld- und Wiesenwegen geht unser Ritt von Rechnitz in Richtung S�den. Bei Schandorf reiten wir bei einer Straussen-Farm vorbei. Unsere Haflinger bleiben gelassen. Vor dem Ort Burg treffen wir auf zwei Grenzsoldaten des �sterreichischen Bundesheeres, die mit Fahrr�dern unterwegs auf Patrouille sind. Sie meinen spa�halber, sie w�rden gerne die Pferde gegen die Fahrr�der tauschen.
Vom Ort Burg herkommend, reiten wir nun �ber den Weitwanderweg 07 zum Ort Eisenberg, welcher auf einem weichen Bergr�cken liegt. Oben werden wir mit einem herrlichen Ausblick in das Land hinein erfreut. Vor uns liegt eine Ebene mit Feld- und Waldlandschaften und sanften H�geln. Die vielen Weinh�nge mit den sch�nen Winzerh�usern erfreuen das Herz. Au�erdem schmecken die Weintrauben fantastisch. Bei einer Weinbuschensch�nke rasten wir und tr�nken die Pferde. Dort, wo sich die W�lder und Weinberge die Hand reichen, beginnt der Naturpark Weinidylle.
Einen Teil des Naturparks (Herrschaftswald und Fidischerwald) durchreiten wir mit unerheblichen Steigungen auf einsamen Waldwegen bis zum Dorf Harmisch. Unterwegs sto�en wir auf einen kleinen romantischen See, der malerisch mitten im Naturpark liegt. In Harmisch halten wir kurz Rast. Danach geht es in Schritt und flottem Trab durch den Punitzer Gemeindewald nach Punitz und weiter in Richtung G�ssing.
Um 16. 15 Uhr erreichen wir den Bio-Pferdehof Fabian - Franz und Irene Fabian - in Ludwigshof bei G�ssing im Stremtal. Nachdem wir die Pferde versorgt und uns einquartiert haben, geht ein starkes Gewitter los. Doch wir sind in Sicherheit. 35km
7. Tag � Mittwoch, 14.09.05
Rasttag. Wir besichtigen die Burg G�ssing und das Burgmuseum. Dabei erklimmen wir den Kirchturm. Oben angekommen, belohnt uns ein herrlicher Rundblick ins Land hinein.
8. Reittag � Donnerstag, 15.09.05
Nach einem reichlichen und guten Fr�hst�ck reiten wir am letzten Reittag los. In einer
guten Stunde erreichen wir die H�he Rosenberg. Dort genie�en wir noch einmal einen
letzten Blick auf die sch�ne, gewaltige Burg G�ssing. Dann geht es auf einem Waldweg kilometerweit in Schritt und Trab durch einen schattigen Mischwald bis Poppendorf Bergen. Ab dort wird die Landschaft wieder weit und steigt langsam ins Lafnitztal hinab. Bald haben wir Poppendorf im Burgenland erreicht und reiten jetzt zur Lafnitz. Unterwegs halten wir bei einer Gruppe von Bauersleuten an, die auf einem der vielen K�rbisfelder K�rbiskerne ernten, um zu filmen und Fotos zu schie�en. Wir traben noch gem�tlich ein St�ck an der Lafnitz entlang, �berqueren sie auf einer Br�cke und reiten dann in Richtung Rosendorf weiter.
Beim Ortsbeginn Rosendorf rasten wir bei der freundlichen Familie Brigitte und G�nther Hadl, die einen Privatstall besitzt. Unsere zuverl�ssigen und braven Haflinger werden getr�nkt und bekommen Heufutter. Danach geht es im Takt des Hufschlages zur�ck zu unserem Ausgangspunkt, dem Schilcherhof in Welten im Raabtal. 40 km
Am Freitag, dem 16.09.2005, fahren wir mit Ross und Wagen nach Hause.