Fotoreise nach Andalusien mit Gabriele Boiselle

Gerda Langer, seit Jahrzehnten passionierte Tierfotografin, nahm von 22.-29. April 2005 an einer Fotoreise mit der weltber�hmten Pferdefotografin Gabriele Boiselle durch Andalusien teil.

Zwischen Sevilla, Cadiz und Cordoba liegen die bekanntesten Andalusiergest�te, die Gabriele in den letzten 20 Jahren immer wieder besucht hat und wo sie einige ihrer sch�nsten Fotolocations f�r ihre begehrten Bildb�nde und Kalender gefunden hat.

Diese Reise wollte Gabrielle mit 10 Pferde- und Fotobegeisterten nachvollziehen. Sie holte Gerda am Flughafen von Jerez de la Frontera ab und schon ging�s zun�chst zu einem intensiven Fotoseminar und einer Einstimmung auf die Fotomotive am Strand von Conil im S�den von Jerez.

An diesem ersten Wochenende wurden auch die Galavorstellung der Real Escuela Andaluz in Jerez und deren Stallungen besucht, weiters das Kutschenmuseum und eines der f�hrenden Arabergest�te Spaniens, wo die Gruppe von Nicolas Domeque in seinen privaten Stallungen willkommen gehei�en wurde.

Weiter ging es, mit St�tzpunkt im historischen Ort Carmona, zu einigen Gest�ten im weiteren Umfeld von Sevilla. Bei dieser Gelegenheit war man auch zu Gast bei unserem alten Freund und langj�hrigen Lehrer Jean-Claude Dysli und Magda Dysli auf der Hacienda Buena Suerte, wo zur Abwechslung auch einmal Westernpferde fotografiert und geritten werden konnten. Danach wurden einige weitere Andalusier-Gest�te und Fincas besucht. Die Gruppe war in mehreren Mietautos unterwegs. Der Trip gestaltete sich im Gel�nde teilweise sehr strapazi�s, wenn auch die N�chte durchwegs in Luxushotels verschiedener St�dte verbracht wurden. Um bei traumhaftem Wetter die besten Lichtverh�ltnisse ausnutzen zu k�nnen, war die Gruppe meist schon bei Tagesanbruch unterwegs.

Es wurden Fotosessions mit kost�mierten Andalusierreitern am D�nenkamm des Strandes und mit frei laufenden Hengsten im Pinienwald aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Lichtverh�ltnissen gemacht, deren Ergebnisse sp�tabends am Computer bewertet und diskutiert wurden, unter anderem in der romantischen Finca Picadero Roche, wo es auch Reitm�glichkeiten f�r die Kursteilnehmer gab.

Am n�chsten Tag ging es nach Los Alburejos, der Finca der Million�rsfamilie Domeque, deren Oberhaupt Alvaro Domeque als Rejoneador, Andalusierz�chter, Meister der klassischen spanischen Reitkunst und Sherry-Gro�produzent weltweit ber�hmt ist. Hier �berschlugen sich f�rmlich die M�glichkeiten an herrlichen Fotomotiven. Unter anderem konnten auf Los Alburejos auch wieder frei laufende Hengste und Reitvorf�hrungen fotografiert werden.

Der folgende Tag f�hrte ins staatliche Hengstdepot nach Jerez de la Frontera, das vom Milit�r gef�hrt wird und wo der Reisegruppe eine Riege der sch�nsten Zuchthengste Spaniens vorgef�hrt wurde. Es gab P.R.E. (Pura Raza Espaniol), Vollblutaraber und spanische Kaltbl�ter. Nur eine halbe Stunde entfernt besuchte die Gruppe in Vicos die staatliche Aufzuchtst�tte, wo man die M�glichkeit wahrnehmen konnte, eine gemischte Herde von Andalusier- und Araberstuten sowie J�hrlinge und Zweij�hrige zu fotografieren.

In der Wochenmitte besuchte die Gruppe drei verschiedene Andalusiergest�te im Umkreis von Ecija, Cordoba und Carmona. Es handelte sich u.a. um die Z�chter Miguel Cardenas und Loverra Porras, die weit �ber die Grenzen Spaniens hinaus mit ihren Zuchtlinien Ber�hmtheit erlangt haben.

Am folgenden Tag trafen die Fotografierfans schon am fr�hen Morgen am Gest�t der Z�chterin Maria-Fernanda Escalera ein, um miterleben und dokumentieren zu k�nnen, wie die gro�e Stutenherde, zumeist �berm�tig, in vollem Galopp auf die Koppeln entlassen wurde. Man stelle sich vor, welche Bilder sich da geboten haben.

Am Nachmittag wurde eines der bekanntesten Sattlergesch�fte in Sevilla besucht und die Sehensw�rdigkeiten der Stadt besichtigt. Am Abend besuchte man eine typische Flamencovorstellung, um die wundersch�ne Reise durch Andalusien bei Sherry und temperamentvollen T�nzern ausklingen zu lassen.

Am Morgen des Freitags, dem 29. April, trat man schlie�lich hochzufrieden und doch m�de von den vielf�ltigen teils strapazi�sen Ereignissen dieser einmaligen Fotoreise den Heimflug von Jerez de la Frontera an.

Heinz Langer