Christina Trtscher
Hallo, ich heie Christina Trtscher und wohne in Koblach in Vorarlberg.
Ich bin schon als Volksschulkind mit dem Pferdevirus infiziert worden. Nach einer soliden Basisausbildung im englischen Stil und einigen Jahren als Freizeit-Pony-Reiterin sattelte ich 1996 auf den Westernstil um. Leider gab es damals in Vorarlberg keinen Stall, der Unterricht auf Schulpferden angeboten htte. Deshalb ritt ich nur im Urlaub, denn ich hatte ja kein eigenes Pferd. ber Umwege fand ich einen Stall in der Schweiz, wo ich alle 14 Tage einmal hinfuhr, um Stunden zu nehmen. Dort lernte ich 1999 meinen Mann Walter kennen, der mich einlud, seine Appaloosa-Stute zu reiten. Dieses Angebot nahm ich gerne an.
Mit dieser Stute nahm ich an Wochenendkursen teil, fand im Land auch einen Reitlehrer, der mich weiter brachte und mit dessen Hilfe ich das Western Riding Certificate schaffte.
Bald darauf lieen wir die Stute decken, damit ich endlich mein erstes eigenes Pferd hatte.
Sunnys Golden Eye wurde 2002 geboren. Ich investierte endlose Stunden in das kleine Pferd, ging spazieren, machte Fhrtraining, longierte ihn, fuhr ihn am langen Zgel oder schaute ihm einfach beim Grasen zu. So entwickelte sich ein gegenseitiges Vertrauensverhltnis, das bis heute besteht.
Als ich ihn spter anritt, war es eine unspektakulre Angelegenheit. Ich bin damals wie heute der Meinung, dass man Pferde vielseitig ausbilden muss. Und so trainierten wir nicht nur Trail und Reining, sondern gingen auch ausreiten, machten ab und zu Springgymnastik und nahmen an Distanzritten oder Playdays teil.
Immer wieder nahm ich an Wochenendkursen teil und nahm Stunden bei diversen Trainern. Die englische Basis stellte sich dabei vor allem beim Horsemanship-Training als durchaus positiv heraus. Aber meist wurschtelten wir uns alleine durch. 2007 wagten wir uns ans Western Riding Certificate in Bronze, das wir mit Bravour bestanden. Im selben Jahr machten wir beim CHNW-C Turnier in Dornbirn etliche vordere Pltze und holten den ersten All Around Champion-Titel.
Immer wieder fragten mich die Leute, ob ich ihnen denn nicht Unterricht geben wolle. So reifte der Entschluss, mich in diese Richtung fortzubilden. Auf Empfehlung kam ich auf die Chrom-Ranch in Memmingen. Im Vorfeld nahm ich Longenstunden, um meinen Sitz und die Geschmeidigkeit zu verbessern. (So lass doch mal die Beine locker hngen! Schaust ja aus wie ein Klammeraffe. Dein Pferd ist kein Sofa! Nimm die Beine weiter zurck!) Was man bei so Kursen alles lernt! Unterrichten war natrlich ein Schwerpunkt. Lauter! Ich verstehe nichts!! oder Sporen weg! So kann man doch nicht unterrichten. Fllst ja ber die eigenen Fe! waren Standardsprche. Genauso war das Reiten ein Schwerpunkt. Manchmal fhlt man sich wie der rgste Anfnger, wenn man halt wieder einmal aufs Pferd schaut oder die Schenkel nach vor fallen oder man beim bergang in eine niedere Gangart nicht sitzen bleibt. Auch theoretisch mussten wir pauken: Krankheiten, Zucht, Ernhrung, Pferdebeurteilung, Trainingslehre, Didaktik, Methodik, Ausbildungsskala, Reitrecht und und und. Mehr als einmal saen wir verzweifelt da. Ob wir das alles in unseren Kopf bekommen? Kurz: Ja, wir bekamen die Theorie in den Kopf, ja, wir lieferten eine ordentliche Lehrprobe ab, und ja, wir machten ein ordentliches Bild in Horsemanship, Trail und Gelndereiten. Seit 1.10.2008 bin ich also stolze Besitzerin eines Trainer C-Scheines.
Was die Zukunft bringen wird? In erster Linie viel Spa mit meinen Pferden und meinen Reitschlern.
Natrlich will ich auch weiterkommen. Ich trume vom silbernen Reitabzeichen (das mache ich wie den Trainer in Deutschland, ist einfach nher fr mich) und von guten Platzierungen in Open-Bewerben. Wer wei, vielleicht ist einmal ein Sieg oder sogar ein All Around Champion-Titel dabei? Jetzt vertiefe ich erst einmal das frisch Gelernte...