Auf den Pfaden der Navajo-Indianer durch das Monument Valley
Das Monument Valley ist ein Teil der Navajo-Reservation, der grten Indianer Reservation in den USA. Auf einem Gebiet von ca. 7 Millionen Hektar, bergreifend von Arizona nach Utah und New Mexiko, leben hier ber 150.000 Navajos.
Die ersten Siedler im Gebiet des Monument Valley waren Anazasi- Indianer, deren Spuren man noch heute findet. Reste von Behausungen, die sie in die Sandfelsen gebaut haben, und kleine, gemauerte Vorratskammern, in denen die Vorrte vor Wetter und Tieren geschtzt gelagert wurden, sind oft noch gut erhalten.
Um 1200 n. Chr. verschwanden die Anazasi pltzlich. Bis heute wei niemand warum und was aus ihnen geworden ist.
Die Navajos kamen im 15. Jahrhundert aus dem Norden und nahmen das Land, das von Hopi, Zuni und Pueblo Indianern bewohnt war, in ihren Besitz. Die Navajos, ursprnglich ein Nomadenvolk, wurden sesshaft und entwickelten sich schnell zu ausgezeichneten Farmern. Von den Spaniern, die etwa zur gleichen Zeit ins Land gekommen waren, kamen einige Ziegen, Schafe und Pferde in den Besitz der Indianer, die so mit eigenen Zchtungen begannen. Bis heute sind die Ziegen- und Schafherden ein fester Bestandteil im Leben der Navajos.
1938 wurde das Valley von Hollywood entdeckt und mit Stagecoach begann ein neues Zeitalter im Valley. Viele Westernfilme wurden hier gedreht und ein junger Schauspieler, John Wayne, betrat dabei die Leinwandszene.
Bald war das Monument Valley man bezeichnet es auch als das achte Weltwunder eine Attraktion fr Touristen aus aller Welt, und es kamen Millionen von Besuchern. Reitstlle mit Leihpferden schossen wie Pilze aus dem Boden, bis es den Familien, die im Valley wohnten, zuviel wurde und sie sich dagegen wehrten mit Erfolg. Alle Reitstlle wurden geschlossen und smtliche Aktivitten im Valley mussten eingestellt werden.
1958 gegrndeten die Navajos einen Naturschutzpark und 1960 wurde dieser dann offiziell zum Nationalpark erklrt.
Um heute im Valley zu reiten, bedarf es einer persnlichen Einladung einer Navajo-Familie aus dem Monument Valley und einer Sondergenehmigung der Nationalparkverwaltung (die sehr selten erteilt wird).
Eine jahrelange Freundschaft der Miller Ranch zu einer Navajo-Familie macht es ab und zu mglich, einen Trail ins Monument Valley durchzufhren. Nesswood, der Navajo-Fhrer, und seine Tante Susi Asi gestatten es, auf ihrem Gebiet ein malerisches Camp direkt im Monument Valley aufzuschlagen.
Anfnglich trifft man im Valley noch auf Besucher aus aller Welt, die mit umgebauten Jeeps und Trucks von Navajo-Fahrern durch den Nationalpark gefhrt werden. Als Reiter wird man so neben den Naturmonumenten hufig ein willkommenes Objekt fr die Kameras und einige werden die Fotoalben in Japan oder sonst irgendwo in der Welt zieren.
So ist es aber nur am ersten Tag, dann trifft man keine Menschen mehr. Dorthin, wo uns Nesswood fhrt, kommen keine Besucher mehr. Hier gibt es nur noch das weite Land der Navajos. Von unserem Camp geht der Trail nach Hunts Mesa. Hier hat man einen sensationellen Blick auf das gesamte Monument Valley Marlboro Country, wie es weltweit berhmt geworden ist. Es wirkt wie ein gemaltes Bild, es fehlt nur der Rahmen.
40 Meilen weiter warten dann in Combridge die Trailer auf uns. Harte 40 Meilen fr die Foxtrotter, ber Stock und Stein und durch hohe Wanderdnen, wo man oft Sorge hat, mit den Pferden im tiefen Sand zu versinken.
Praktisch unbekannt ist auch das Gebiet der Copper Mountains im Monument Valley.
Die Copper Mountains sind das Land der Burros, wie die wilden Bergesel hier genannt werden. Wir treffen immer wieder auf diese Langohren, die offensichtlich ganz erstaunt sind, hier auf ihren Pfaden Pferde zu sehen.
In den Copper Mountains finden sich noch Spuren aus der Entstehungsgeschichte unserer Erde. Hier hat die Erde gekocht. Keine Pflanze, kein Baum oder Strauch nichts wchst hier. Wir kommen uns vor, als ob wir auf dem Mond oder auf dem Mars reiten. Steile Gerllwege, der schmale Grat und auch die schmalen Eselspfade an den Bergabhngen lsen bei allen Reitern ziemlich hohen Pulsschlag aus. Die Foxtrotter sehen das Ganze echt cool: Wenn ein Burro diesen Weg gehen kann, dann knnen sie das schon lange.
Nach sechs Tagen im Navajoland ist man von dieser Gegend vollkommen eingefangen. Jeder Tagesritt ist ein beeindruckendes Erlebnis und man wei nicht, was am besten gefallen hat mit Gewissheit lebenslang unvergessliche Eindrcke fr den Reiter.
Vom 13. bis 23.4.2005 gibt es bei der Miller Ranch wieder eine der sehr seltenen Genehmigungen fr einen Monument Valley Trail und fr Schnellentschlossene noch Mglichkeit zur Teilnahme. Infos unter m.wolfgruber@quick.cz oder www.miller-ranch.com.