Ber�hmte Quarter Horses & Vererber

Gonzales Joe Bailey

Eine Serie f�r QH-Fans - �bersetzt und bearbeitet von Heinz Langer

In den 30er- und 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts kursierte in den Horsemen-Kreisen von S�d-Texas der Spruch: "Wenn du ein gutes Fohlen kriegen willst, dann bring deine Stute zu diesem alten Hengst nach Gonzales." Dies bezog sich auf Joe Bailey, der so viele gute S�hne und T�chter f�r die Rennbahnen, die Rodeo-Arenen der Gegend und viele Ranch-Arbeitspferde hervorbrachte.

Obwohl niemand genau wei�, wie viele Nachkommen der chestnut-farbene Hengst mit der wei�en Blesse in seiner Karriere als Zuchthengst gezeugt hat, so d�rften es doch ungef�hr 1.500 lebende Fohlen gewesen sein. Da die meisten dieser Fohlen aber w�hrend der 20 Jahre vor Gr�ndung der AQHA - im Jahr 1941 - zur Welt kamen, wurden nur wenige davon ins AQHA Zuchtbuch eingetragen.

Gonzales Joe Bailey lebte noch ungef�hr sieben Jahre nach Etablierung der AQHA. Viele Pferde seiner sp�ten Nachkommenschaft wurden sehr bekannt. Einige von ihnen hinterlie�en unausl�schliche Erinnerungen auf den Rennbahnen und in der Show-Arena.

Gonzales Joe Bailey war 1941, zur AQHA Gr�ndungszeit, einer der 19 eingetragenen Foundation Sires und erhielt die Registrationsnummer P-4.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Texas drei sehr bekannte QH-Hengste, die nach dem US-Abgeordneten und sp�teren Senator Joe Bailey aus Gainesville benannt waren. Diese drei Hengste bewirkten f�r die Quarter Horse-Zucht so viel, wie ihr Namensgeber f�r seinen Heimatdistrikt.

Nach einem Artikel des QH Journals vom Juli 1947 wurde der erste Joe Bailey um 1900 herum geboren. In den Jahren 1902 oder 1903 reisten Tom Stephenson und H. Kimble Woods nach Missouri und kauften dort zwei Junghengste, Vollbr�der, die von Diamond Deck stammten, der wiederum ein Sohn von Cold Deck war. Die Mutter der beiden war eine Missouri Mike-Stute. Einer dieser Junghengste, der sich sp�ter zu einem dunklen Chestnut von 151-152 cm Stockma� entwickelte, wurde an Dr. J.W. Nixon verkauft, der ihn nach dem aufstrebenden Politiker Joe Bailey benannte. Als das Pferd drei oder vier Jahre alt war, brachte man es auf die John P. Nixon Ranch im Medina County.

Alten Berichten zufolge war der Hengst nicht allzu gut ausgebildet. Seine Besitzer lie�en ihn nur bei einem Rennen in Hondo, Texas, starten, wobei sein Jockey versagte. Doch wie auch immer, sein Pedigree machte ihn zu einem der gefragtesten Deckhengste in S�d Texas. Er deckte haupts�chlich die Stuten der Nixon Ranch, die fast alle auf Old Billy, das ber�hmte, sogenannte W.B. "Billy" Fleming-Pferd zur�ckgingen. Dieser Joe Bailey wurde als Nixon�s Joe Bailey bekannt. Er trug viel zum Ruf des dritten Joe Bailey bei, der als Gonzales Joe Bailey ber�hmt wurde.

Der zweite Joe Bailey war Joe Bailey of Weatherford, der heute als Old Joe Bailey bekannt ist und in der letzten WN-Ausgabe vorgestellt wurde.

Der dritte Joe Bailey kam 1919 auf der Ranch von Dr. J.W. Nixon zur Welt. Die Ranch lag westlich von Gonzales, nahe Belmont, wo Billy Fleming seine "Billy Horses" z�chtete, die in Texas vor allem in den Jahren von 1880 bis 1890 sehr ber�hmt waren. Flemings hochgesch�tzter Deckhengst war Old Billy, von Shilo, aus der Ram Cat, von Steeldust.

Gonzales Joe Bailey wurde nach seinem Gro�vater m�tterlicherseits, Nixon�s Joe Bailey, benannt. Der Hengst verbrachte sein ganzes Leben nahe der kleinen Stadt Gonzales am Guadalupe River und wurde einer der bedeutendsten QH-Vererber seiner Zeit. Den Namen der Stadt, in deren N�he er geboren war, gab man ihm, um ihn und seine Nachkommen deutlich von Weatherford Joe Bailey und dessen Nachzucht unterscheiden zu k�nnen.

Gonzales Jo Bailey war von dem edelstem Quarter Horse-Blut, das es in S�d Texas gab, da seine Nachkommen als die besten Quarter Running Horses jener Zeit galten. Sein Vater war Little King, von Possum, der damals, als er in Texas Rennen lief, als King bekannt war. Erst als King nach Arizona verkauft wurde und sich dort einen bedeutenden Namen als Vererber machte, wurde er auf den Namen Possum umgetauft. ( Possum f�hrte auch manchmal den Namen King Cardwell.)

Possum stammte von Traveler, der von Dow und Will Sheley aus Alfred, Texas, als erster QH- bzw. Short Runner-Vererber zur Zeit der Jahrhundertwende bezeichnet wurde.

Die m�tterliche Seite in Gonzales Joe Bailey�s Pedigree war ebenfalls auf solider Speed gez�chtet. Seine Mutter war als die "Brown Nixon Mare" bekannt, und die Familie Nixon beschrieb sie als "a very nice mare". Ihr Vater war Nixon�s Joe Bailey, den Dr. Nixon gekauft und als Zweij�hrigen nach S�d-Texas gebracht hatte. Der Vater des Hengstes war, wie schon oben erw�hnt, Diamond Deck, von Old Cold Deck (alles alter "Renn-Adel" aus dem Osten).

The Brown Mare stammte aus einer Stute namens Fanny. Sie war von Billy Dibrell (manchmal auch "Dibell" geschrieben), von Antony, von Old Billy (dem Fleming-Pferd).

Dr. J.W. Nixon war in Texas jahrzehntelang Z�chter von Spitzenpferden. Er bekam seine erste Quarter-Stute 1864 oder 1865, als er noch ein Kind war. Er blieb ein Leben lang seiner Leidenschaft treu und gab sein Wissen um Top Horses und Blutlinien an seine Kinder weiter.

Im Quarter Horse Journal vom August 1963 erschien ein Artikel von Bob Denhardt, in dem er Gonzales Joe Bailey wie folgt beschreibt: Der Hengst entwickelte sich zu einem kr�ftig gebauten Chestnut, von ca. 151,5 cm Stockma� und 575 kg Gewicht. Er hatte eine wei�e Blesse, die von der Stirn bis zu den N�stern reichte. Seine Beine unterhalb der Vorderfu�wurzel- und Sprunggelenke waren stichelhaarig und gingen in wei�e Fesseln �ber. Er hatte extrem gute Beine, absolut klar und rein. Es fehlte jede Spur von K�tenbehang, so als h�tte man die Haare abgeschnitten. Sein Widerrist war hoch und die Schultern waren ideal. Seine Brust war tief und die Hinterhand au�erordentlich kraftvoll, mit extremer Bemuskelung und gut entwickelten Gaskin-Muskeln innen und au�en. Er war zwischen den Vorderbeinen nicht �berm��ig breit gebaut und hatte einen guten, aber nicht au�ergew�hnlichen Kopf. Alles in allem war er ein ideales Pferd, gleich gut geeignet zum t�glichen Gebrauch wie zum Rennen.

Er �bertrug sein Geb�ude und seine Farbe so original auf seine Nachzucht, dass ein "Gonzales Joe Bailey" leicht zu identifizieren war.

Der "Old Time Horseman" N.Y. "Jack" Plume aus Yoakum wuchs w�hrend der 30er-Jahre in der N�he von Gonzales auf, besa� selbst einige Joe Baileys und hielt st�ndig Ausschau nach mehr von ihnen. Sein Kommentar dazu: "Die Gonzales Joe Baileys entsprachen dem exzellenten, athletischen Quarter Horse-Typ. Die meisten davon waren hell sorrel-farben mit Milchmaul, hellem Schweif- und M�hnenhaar sowie wei�en Abzeichen am Kopf und an den Beinen. In meiner Jugend stammten eine Menge Ranch- und Rodeo-Pferde von Gonzales Joe Bailey ab. Man erkannte sie auf den ersten Blick."

Obwohl der Abstammungsnachweis von Gonzales Joe Bailey eine Menge Speed ausweist, liegt offiziell kein Rennrekord von ihm vor. Doch im Quarter Horse Journal vom Juni 1947 kann man in einem Artikel �ber den Hengst lesen, dass sich sein Streckenrekord auf der Ovalbahn auf 23 Sekunden (!) belief.

Auch Bob Denhardt best�tigt Gonzales Joe Bailey enorme Speed. Als er ihn 1941 besuchte, um ihn f�r das AQHA Zuchtbuch zu registrieren, hatte er Gelegenheit, das Pferd zu reiten (siehe Bild 3). Im Quarter Horse Journal vom August 1963 schreibt Bob folgendes �ber Gonzales Joe Bailey: "Er hatte einen enormen Start. Als wir (Joe und ich) viel j�nger waren, ritt ich ihn einmal. Der Wind brauste in meinen Ohren und meine Augen tr�nten, als ich abstieg. Ich bezweifle, dass ich je ein schnelleres Pferd geritten habe. Ich habe viele Pferde geritten und gesp�rt, wie sie mit Top-Startgeschwindigkeit hinter einem Kalb oder einer Ziege die Startbox verlie�en (Calf Roping). Doch dies alles war kein Vergleich mit der Abruptheit von Joe Bailey�s Start-Speed. Er schoss los wie eine Kanonenkugel."

Die "inoffiziellen" Rennen muss Gonzales Joe Bailey zu jener Zeit gelaufen sein, als er im Besitz von Dr. J.W. Nixon war, wahrscheinlich auf den Rennstrecken von Cuero, Eagle Pass, Skidmore, Columbus und Kingsville in S�d-Texas. Diese Kleinstadt-Rennen erwiesen sich in den 1920er- und 1930er-Jahren als Pr�fstein f�r das Quarter Horse.

Zweifellos trug der chestnut-farbene Hengst ungemein viel zur Reputation der Traveler-Familie bei und veranlasste unz�hlige Stutenbesitzer, ihm ihre Zuchtstuten zum Decken zuzuf�hren.

Im Jahr 1927 beschloss Dr. Nixon, Gonzales Joe Bailey zu verkaufen. Es gibt keinen historischen Beleg, warum es das tat. Als 8-j�hriger wurde das Pferd als Deckhengst nach Gonzales an einen gewissen Orange Thomas verkauft, vermutlich weil Dr. Nixon in das damals lukrative Maultier-Gesch�ft (f�r Transporte) einsteigen wollte.

Thomas war ein H�ndler und verlor keine Zeit, seinen Neuerwerb auf den Markt zu bringen. Joe Bailey wurde damals jedenfalls f�r USD 225,- an J.B. Ellis und seinen Schwager C.E. Dickinson aus Gonzales verkauft. Das war ein gewaltiger Betrag im November 1927. Joe Bailey blieb 20 Jahre lang im Besitz der Partnerschaft Ellis-Dickinson und sorgte in dieser Zeit f�r eine Familie gro�artiger Gebrauchspferde.

Ellis und Dickinson kauften den Hengst als Kapitalanlage f�r die Pferdezucht. F�r 10 Dollar Decktaxe pro Stute brauchten sie nicht sehr lange, um ihre Investition zu amortisieren. Zuerst f�hrten nur Pferdeleute aus der Umgebung ihre Stuten dem Hengst zu. Danach begannen seine Besitzer, Joe Bailey jedes Fr�hjahr in die umliegenden St�dte zu bringen, um den Hengst auch im Umland zu promoten. Einer von ihnen ritt oder f�hrte Joe zu den verschiedenen Ranches, wo die Stuten bereits auf ihn warteten. Danach erwarben sie ein Pickup-Automobil und f�hrten den Hengst in einem selbstgebastelten Trailer in der Gegend herum, was das Gesch�ft wesentlich erleichterte. Eine Menge Stuten konnten so j�hrlich gedeckt werden.

L.T. "Buster" Burns jr. aus Yoakum war zu jener Zeit ein bekannter Mann im Horse Business. Er besa� so ber�hmte Rennpferde wie Chicaro Bill und Arizona Girl und eine Anzahl von Polo Ponies, die von Stars wie Tommy Hitchcock geritten wurden.

Burns erinnert sich: "Sie f�hrten diesen alten Hengst in einem gebrechlichen Eigenbauh�nger in der ganzen Gegend herum. Das war der einzige Weg, so viele Stuten zu decken. Man konnte damals zu keinem Roping oder Race Meeting gehen, ohne eine ganze Herde von Joe Bailey-Fohlen anzutreffen - und alle konnten "ein wenig rennen". Das hei�t in der Horseman-Sprache - sie hatten enormen Speed.

Einer der ersten "Gonzales Joe Baileys", der sich einen Namen im AQHA-Rekord-Register machte, war Little Joe Jr. Er war ein Pferd, das alles konnte: Er gewann Halter-Bewerbe, Rennen und Rodeos. 1937 geboren, war Little Joe Jr. ein Produkt der Anpaarung von Gonzales Joe Bailey mit der hervorragenden Stute Dumpy, von Little Dick, ebenfalls einem Sohn von Gonzales Joe Bailey, im Besitz von Preston Johnson aus Rosanky. Seine Idee war urspr�nglich, ein Roping Pferd zu z�chten, doch das Resultat war so gut, dass sich Johnson entschloss, das Pferd gut zu verkaufen. Larry Baumer aus Utopia und W.E. Richardson kauften das Pferd im Alter von 8 Monaten um den damals f�r ein Fohlen unglaublichen Preis von USD 150,-.

Little Joe Jr. kam, als er alt genug war, auf die Boerne-Rennbahn zum Training und er zeigte bald, dass er den Besten Paroli bieten konnte. Zu Beginn 1941 startete Little Joe Jr. in einem Rennen in Eagle Pass gegen Clabber, Nobodies Friend und Balmy L. Dieses Rennen erwies sich als einer der Klassiker in der Quarter Horse-Geschichte. Clabber �bernahm zun�chst die Spitze, doch Little Joe Jr. forderte ihn bis zur �u�ersten Grenze und wurde zun�chst Zweiter. Noch im selben Jahr brachte Baumer Little Joe Jr. nach Tucson, wo er seine Qualit�ten auf der Rennbahn von Hacienda Moltaqua unter Beweis stellen konnte.

In einem Artikel einer 1942er-Ausgabe des Magazins Racing Quarter Horses, herausgegeben von der Southern Arizona Horse Breeders Association, schreibt Melville H. Haskell: "Als Rennpferd z�hlte Little Joe Jr. stets zur Spitze. Er gab vom Start bis zum Ziel alles. Nachdem er Anfang 1941 gegen Clabber um eine Sekunde unterlegen war, wurde er im selben Jahr noch AQHA Racing World Champion. Er gewann zwei Stallion Races, wobei er Joe Tom, Chicaro, Bartender und Shadow schlug, und wurde Zweiter in einem offenen Rennen hinter Don Manners, wobei er Blueberry Hill �bertrumpfte."

Little Joe Jr. war in Hacienda Moltacqua nicht der einzige von ca. 20 Top-Rennern, die hier in den Jahren 1941, 1942 und 1943 Spitzenzeiten liefen. Aber seine Zeiten �ber die 1/8 Meile konnten lediglich von Chicaro und Redman erreicht werden. Er lief schneller als Shue Fly, Joe Reed II, Nobodys Friend, Pat Dirt, Domino und Prissy. Er lief die Viertel Meile in 23,2 Sekunden. Die AQHA gliederte ihn f�r seine Leistungen auf der Rennbahn als einen der Ersten ins Register of Merit ein.

Auf der gro�en Tucson Horse Show 1942 bewerteten ihn die Richter als Grand Champion Cow Horse Stallion, da er die Art Conformation aufwies, nach der die Pferdeleute jener Zeit Ausschau hielten. Fotos von Little Joe Jr. wurden weit und breit in allen Publikationen als Anschauungsmaterial f�r den "Top Quality Quarter Horse Stallion" ver�ffentlicht. Dies trug erheblich dazu bei, seinen Ruhm, wie den seines Vaters, zu festigen. Ein Hengst von den Halter- und Renn-Qualit�ten Little Joe Jr�s blieb nicht lange auf der Rennbahn. So wurde Little Joe Jr. an die Diamond 2 Cattle Company nach Kirkland, Arizona, verkauft und dort in der Zucht eingesetzt. Er zeugte 180 bei der AQHA registrierte Fohlen aus 24 Stutenfamilien. 40 von ihnen gingen auf die Rennbahn und gewannen insgesamt 34.469 Dollar, 24 Racing ROMs und einen Superior Race Award. Sein f�hrender Money Earner war Mousie�s Little Bay, aus der Mousie, mit einer Gewinnsumme von USD 5.610,-.

Sein vielleicht bester Sohn war Joe Jimmy, aus der Brown High, der unter andere Pferden die sensationelle Miss Panama hervorbrachte. Little Joe Jr. zeugte 9 AQHA Halter-Sieger, die 55 Punkte und 8 Performance Winners, die 89 Punkte erreichten. Unter ihnen war Dooly M, die Performance ROM und einen Superior-Titel in Cutting errang.

Andere ber�hmte Nachkommen des Joe Bailey aus Gonzales waren: Blueberry Hill, der die Quarter Mile auf Hacienda Moltaqua in 23 Sekunden und die 350 Yards in 11,4 Sekunden lief; Image Joe; Little Foot; Little Joe II; Little Johnnie; Sally Rand; Sleepy Joe; Sleepy Lou; Commando, der nicht nur Rennen laufen konnte, sondern auch ein Performance ROM erreichte; Flicka F, die einen neuen Rennrekord von 12,5 auf den 220 Yards erlief; Joe Bailey�s Image; Pokey Joe; und Boiling Joe Bailey.

In den fr�hen Jahren der AQHA war die Rennbahn die Pr�fstrecke f�r gute Pferde, und alle namhaften Hengste und Stuten mussten ihre Sprinter-Qualit�ten unter Beweis stellen. Die Nachkommenschaft von Joe Bailey of Gonzales war da keine Ausnahme; sie alle zeigten Speed auf der Rennbahn oder um ein schnelles Kalb einzufangen. Die Conformation, gepaart mit der F�higkeit, zu rennen, z�hlte �berall dort, wo es Pferdeleute gab.

Andere Top Joe Bailey of Gonzales-Pferde waren: Menton Northington�s Little King, der f�r einen H�chstpreis an die Mullendore Cross Bell Ranch verkauft wurde; die Stute Conformation, die zahlreiche Schleifen gewann, bevor sie in R.L. Underwood�s Zuchtstutenherde landete; Little Joker, der O�Conner Ranch-Hengst, der so viele gute Gebrauchspferde entlang der Golf-K�ste zeugte; Bacchus, im Besitz von J.D. Cowsert, aus Junction, der Vater des bekannten Hoddy P-5982; Spencer und Teddy Bear, im Besitz von Helen Michaelis; Hot Shot, im Besitz von Jack Frost; Anton Joe Bailey, der die Farben von Anton Jerseck aus Halletsville trug; Joker Joe, der der Spanish Springs Ranch und der Double Diamond Ranch aus Reno, Nevada, geh�rte und die Spitzenstute Maggie Bailey.

Vor Jahren galt Joe Bailey auch als Vorfahre des sensationellen Painted Joe, jedenfalls wurde das gescheckte Rennpferd der Gonzales-Linie zugeordnet. Melville Haskell ver�ffentlichte das Pedigree solcherart 1940 in der Zeitschrift "Racing Quarter Horse", die er f�r die Arizona Horse Breeders Association herausbrachte. Dies galt bis 1965, als die American Paint Horse Association gegr�ndet wurde; danach wurde festgestellt, dass das Pferd von Rondo Joe, von Grano de Oro, von Little Joe und schlie�lich von Traveller abstammte.

Joe Bailey zeugte so viele Pferde, die rennen konnten, dass viele, die aus der Gegend von Gonzales kamen, seiner Nachzucht zugeordnet wurden.

Die Enkel und Enkelinnen von Gonzales Joe Bailey, egal ob sie registriert oder unregistriert waren, waren Legion. Noch ein viertel Jahrhundert nach Joe�s Tod, galten Pferd aus S�d-Texas, die von gutem Charakter und gut gebaut waren, als "Joe Baileys". Sie waren meist sorrel- oder hell-chestnut-farbig, hatten oft wei�e Socken bis zum "Knie", konnten Rennen gewinnen, vorz�glich Rinder arbeiten, egal ob in Cutting oder Roping, konnten einen bequemen, leichten Jog oder im Bedarfsfall auch irr schnellen Galopp im Gel�nde gehen. Sie waren eben "Joe Baileys" und die M�nner, die sie ritten waren stolz auf sie.

Im Juni 1947 starb das gro�e Quarter Horse Joe Bailey of Gonzales, zwei Tage, bevor er sein 28. Lebensjahr vollendete. Er kam eines Tages auf einer Ranch zwischen Luling und Lockhart nahe Gonzales von der t�glichen Weidearbeit zur�ck. In der Nacht auf den 2. Mai wurde er krank.

Mr. Ellis, auf dessen Ranch Old Joe w�hrend zwei Jahrzehnten gelebt hatte, h�rte davon, fuhr zu dem Stall und holte den Hengst zu sich nach Hause, um ihn zu pflegen. Er �berlebte den n�chsten Tag noch, starb jedoch in der folgenden Nacht.