Berhmte Quarter Horses & Vererber
Lucky Blanton
Eine Serie fr QH-Fans - bersetzt und bearbeitet von Heinz Langer
Dieser chestnut-farbige Hengst war ein Spitzen-Rope Horse und Vererber weiterer top Rope Horses.
Roping, also die Rinderarbeit mit dem Rope (bei uns vielfach unter dem spanischen Namen "Lasso" bekannt), hat in sterreich wohl noch keinerlei Bedeutung, ist in anderen europischen Lndern (Deutschland, Italien) aber bereits stark im Kommen. Im Sinne des Tierschutzgedankens, der Klber wegen, werden dabei Ropes verwendet, die sich sofort nach dem "Einfangen" des Rindes automatisch lsen und dem Tier seine Freiheit wiedergeben. Jeder Calf- oder Team Roper in Kalifornien, Arizona, Nevada oder Oregon der spten 40er-Jahre, bis hinein in die 50er und 60er Jahre wnschte sich nichts anderes, als einen Lucky Blanton-Nachkommen, um gewinnen zu knnen.
Der Hengst, im Besitz von Tom Mettart, aus Salinas in Kalifornien, war einfach eine unschlagbare Legende, was seine Disziplinen betraf. Nur ein Beispiel: 13 der Roper, die im Salinas Rodeo von 1954 erfolgreich waren, waren Nachkommen von Lucky Blanton. Sie alle hatten die Gre und Conformation, die Lucky Blantons Nachzucht kennzeichneten.
1936 geboren, war der Hengst ein Zuchtprodukt von Burns Brenton aus Bowie in Arizona. Brenton war ein ganz bedeutender Zchter hervorragender Cowboy-Pferde im Sden Arizonas. Lucky Blantons Vater war Mark, ein Fuchshengst und Sohn von Red Cloud, von dem als Rennpferd wohl bekannten Possum (auch King genannt; nicht zu verwechseln mit dem viel spteren King 234). Possum war ein direkter Nachkomme des legendren "Ur-QH" Traveller. Mark stammte aus der Maga, ebenfalls einer Tochter von Possum, was gezielte Linienzucht bedeutet.
Mark war ein vielfach erprobter Vererber fr Spitzen-Ranch- und Rodeo-Pferde. Das Pferd Carrot von Roper Fred Darnell aus Arizona und Jim Bristers Paint, Jiggs, die 1947 das R.C.A. World Championship Team Roping gewannen, waren zwei von ihnen. Mark selbst war ein groartiges Roping Horse.
Carl Arnold aus Buckeye in Arizona ritt Mark in jeder Art von Rodeo-Roping und gewann eine Menge an Preisen mit ihm. In den sechs einzelnen "Six Matched Steer Ropings" gewann Arnold mit Mark fnf davon.
Dieser Fuchshengst zeugte 103 AQHA-registrierte Quarter Horses. Seit sie als Spitzen-Cowboy bzw. Arbeitspferde berhmt wurden, fanden nur wenige davon den Weg in die Show-Arena oder auf die Rennbahn. Aber sie machten sich einen Namen in der Rodeo Arena.
Marks beste Zuchterfolge resultierten aus der Anpaarung mit einer Reihe von Stuten der Gill Cattle Company. Die Familie Gill, die in Kalifornien und in Arizona Pferde zchtete, war bekannt fr ihre guten Tiere.
Marks Grovater Possum (vulgo King) kam als 4-jhriger von Sd-Texas nach Arizona und war lediglich berhmt als Kurzstreckenrenner. Einer seiner hervorragenden Triumphe war der Sieg im "Yelloy Jacket" in Kyle, Texas, im Jahr 1911. Diese Leistung machte ihn legendr als Rennpferd, fr das erstmals mehr als 100.000,- Dollar fr Wetten den Besitzer gewechselt hatten.
Die Zchter von Possum waren Dow und Will Sheley aus Alice in Texas, die ihn als noch nicht abgesetzten "Sugling" an "Uncle Dick" Herring verkauften. Possums Mutter Jenny starb bald nach der Geburt, und Henning zchte mit dem kleinen Hengst unbedarft weiter. Spter, als er zugeritten war und ein Short Race nach dem anderen gewann, quasi kein Gegner fr ihn mehr zu finden war, wurde er als Knig (King) berhmt.
Jim Hocket kaufte King von Herring und verfrachtete ihn 1912 zu James J. Kennedy, der ihn nach Arizona brachte und seinen Namen wieder auf Possum nderte, da er bereits einen braunen Vollbluthengst (TB) namens King besa. Possum zeugte dort hauptschlich mit Vollblutstuten Fohlen, von denen viele in den Osten der Vereinigten Staaten kamen, wo sie als begehrte Polo-Ponies Verwendung fanden. Drei seiner bestbekannten Hengst-Nachkommen, die in Arizona verblieben, waren Red Cloud, Baby King und Guinea Pig. Alle drei produzierten gute Arbeitspferde. Possum starb 1924. Als bester Sohn Possums stellte sich Red Cloud heraus, der die meiste Zeit seines Lebens auf Mark Du Bois KY Ranch nahe Bonita in Arizona verbrachte, wo er Mark, Pee Wee und andere sehr gute Gebrauchspferde (erfolgreiche Roper) zeugte.
Lucky Blantons Mutter, Gold Nugget, stammte von Lucky, abermals einem Sohn von Possum, was wiederum den Erhalt der Traveler-Linie intensivierte und Garantie fr viel Speed war. Burns Blantons Zuchtprogramm baute auf Traveler-Blut auf, und das bedeutete Linienzucht, etwas, worauf Blanton in seiner langen Zchterkarriere schwor.
Jimmy Blanton, Burns Sohn, war gerade 12 Jahre alt, als er die Ausbildung von Lucky Blanton bernahm. Das bedeutete viel Mhe auf einer Ranch, die aus 14 Sektionen bestand - angefangen von der Zirkel-Arbeit, ber das Cutten der Klber aus den Herden und deren Treiben zum Brennen. Zum Wochenende wurden natrlich Short Races gegen die Pferde der Nachbarn abgehalten und dabei galt es zu siegen.
Vor einigen Jahren erzhlte der bekannte Arizona Horseman Tom Finley von einem dieser Rennen. "Eines Tages unterhielten sich Burns Blanton und McKinney, der Besitzer von Red Joe of Arizona (v. Joe Reed P-3), ber ihre Pferde, wobei es darum ging, welches Pferd das schnellere wre. Der einzige Weg, das herauszufinden, war ein Short Race. Da gab es natrlich keine Start-Box. Es wurde einfach eine Linie in den Sand gezogen, von der aus die Pferde losrennen sollten. Red Joe war vor Aufregung bereits schweigebadet, als er an den Startplatz gefhrt wurde. So musste ihn sein Reiter wegbringen und 20 Minuten warten, bis er sich beruhigt hatte."
"Lucky seinerseits war stets ein absolut ruhiges Pferd, welche Leistung auch von ihm gefordert wurde", fuhr Finley fort. "Wenn ich mich recht erinnere, beendeten die beiden Pferde dieses Krftemessen ber 330 Yards als totes Rennen, Kopf an Kopf."
"Lucky Blanton war eine Art orange-farbener Sorrel, toll bemuskelt, mit einer mchtigen Hinterhand." erzhlt Finley weiter. "Soweit ich mich erinnere, war er etwa 1,52m gro und wog ungefhr 625 kg, ein mchtig athletisch wirkendes Pferd. Man konnte Lucky Blantons Nachkommen leicht erkennen, wenn sie einem auf der Strae begegneten.
1942 kam Tom Mattart, ein bekannter Rancher und Roper aus Salinas, Kalifornien, nach Arizona und sah Lucky Blanton, damals 6-jhrig, zum ersten Mal. Er war so begeistert, dass er den schnellen chestnut-Hengst sofort kaufte. Whrend seines Aufenthalts auf der Blanton Ranch kaufte er auch gleich 10 oder 11 Zuchtstuten, darunter Faithful, von Hard Tack; Sweetheart, von Hand Tack; Little Sister C, von Red Joe of Arizona; Betsy, von Red Cloud; Loya, von Mark; Miss Pee Wee, von Pee Wee und Lady Mark. Als er diese Stuten mit Lucky Blanton paarte, wuchs Mattarts Ruf als Zchter hervorragender Pferde in Kalifornien gewaltig.
Als Mattart seinen neuen Hengst in Kalifornien hatte, promotete er auch dessen berragende Roping-Eigenschaften auf allen professionellen Rodeos.
Sechs von den siebzehn Jahren, die Tom Mattart Lucky Blanton in den kalifornischen Arenas showte, war das Pferd ein Fixpunkt als Top Star in den Disziplinen Calf Roping, Heading und Healing und Steer Roping. Mattard lie den Hengst damals allerdings keine Rennen laufen.
Doch eines Jahres, in Pleasanton, als Lucky Blenton gegen Perry Ivorys Pferd The Pig antrat, ein Pferd, das mehrere kalifornische Spitzenpferde, einschlielich dem bekannten Colonel Clyde (v. My Texas Dandy) geschlagen hatte, bewies er auch hier wieder seine Qualitt als Short Racer.
Tom Mattarts Frau Pyllis ritt den Hengst gelegentlich bei der Ranch-Arbeit und sie erzhlte oft von seinem ehrlichen Charakter und seiner ruhigen Disposition. Sie sagte einmal: "Es wurde schon lange darber gesprochen, wie er rennen und hart stoppen konnte... sein kraftvoller Vorderarm und seine gewaltig bemuskelte Hinterhand befhigten ihn dazu... aber wenn du neben Lucky standest, sprtest du die Ausstrahlung, die seine Qualitt bestimmte, das, was ein groartiges Pferd ausmacht. Vielleicht ist es Intelligenz, gepaart mit den krperlichen Fhigkeiten. Es ist schwer zu erklren und unmglich zu definieren."
Als Lucky 12 Jahre alt war, brachte man ihn zum Deckeinsatz auf die Salinas Ranch zurck. In den folgenden Jahren produzierte der Hengst 196 AQHA-registrierte Fohlen aus 23 verschiedenen Stuten. Zu jener Zeit, als Lucky Blanton ein populrer Vererber war, stand der Groteil seiner Nachzucht als Arbeitspferde auf den Ranches oder wurde in den Rodeo-Arenas verwendet. Nur einige wenige wurden auf Turnieren geshowt, entweder bei AQHA- oder AHSA (American Horse Shows Association)-Events. Diese Pferde wurden gewhnlich in offenen Klassen, bei Hackamore- und Reined Cow Horse-Veranstaltungen geritten. Dies waren keine AQHA Shows, und hier ist der Grund dafr zu suchen, weshalb Lucky Blanton als AQHA-Vereber so wenige Performance- und Halter-Sieger hervorbrachte.
Einer seiner besten Nachkommen als Show Horse war Nevada King, aus der Nevada Queen, der von Marten Clark aus Soledad, Kalifornien, sorgfltig ausgebildet und geshowt wurde. Nach seiner Show-Karriere diente Nevada King einige Jahre als Deckhengst fr die Zuchtstutenherde des Fresno State College, wo er seine Schnelligkeit, seine Performance und Conformation weitervererbte.
18 Lucky Blanton-Fohlen gingen auf die Rennbahnen, wo sie in 37 Rennen, mit Gewinnsummen von 25.390,- Dollar siegten. Diese Gruppe schloss drei besonders erfolgreiche Shne Lucky Blantons, aus der Faithful, mit ein: Big Sandy, Mattarts Buster Brown und Lucky Mac. Ein weiterer war General Agent, aus der Sweetheart, der ein auergewhnliches Calf- und Team Roping-Pferd, im Besitz von Everett Muzzio aus Fresno, war.
Washo Queen, aus der Nevada Queen, war Lucky Blantons erfolgreichstes Rennpferd. Sie gewann 18.881,- Dollar und einen AQHA Superior-, sowie den ROM-Titel in Racing. 1957 sprintete Washo Queen auf den 3. Platz im 400 Yards Bay Meadows Handicap in San Francisco.
Einer der ersten Lucky Blantons, der seine Vielseitigkeit bewies, war Mattarts Buster Brown. 1940 geboren aus der Faithful, von Hard Treck, war er ein typisch liniengezogener "Traveler". Er gewann 5.406,- Dollar in AA-Rennen, schaffte den Rennrekord ber 220 Yards in Kansas City mit 12,70 und errang damit sein Racing ROM. Spter wurde er fr Tom Mattart ein auergewhnlich guter Calf- und Team Roper. Busters Schnelligkeit beim Klbereinfangen und seine hohen Scores machten ihn berhmt.
Buster Browns Vollbruder, Lucky Mac, wurde 1941 geboren. Der braune Hengst wurde von Burns Blanton gezogen, Eigentmer war der aus New Mexico stammende Roper Roy Wilmeth. Lucky Mac lief ebenfalls auf der Rennbahn, bevor er ins Roping-Training kam. Er zeugte einige gute Fohlen, doch nach einer Schlagverletzung durch eine Stute konnte er seine Laufbahn als Deckhengst nicht fortsetzen. Wilmeth lie ihn kastrieren und verwendete ihn noch jahrelang als Roping Horse.
1943 ging aus der Lucky Blanton-Faithful-Anpaarung Lucky Tom hervor. Jim Rodriguez Sr. aus Watsonville, Kalifornien, ritt den Sorrel-Hengst mehrere Jahre erfolgreich auf Roping Shows, bevor er ihn an die Parker Ranch auf Hawaii verkaufte. Chuck Sheppard, 1946 R.C.A. World Champion Team Roper, showte Lucky Tom lange Zeit beim groen Salinas Rodeo, wo er jedes Mal Geld und Titel gewann.
Unter den California Ropers der 50er-Jahre war Lucky Tack C, Eight-Six genannt, das berhmteste Roping Horse aus der Lucky Blanton-Faithful-Hirarchie. Er kam 1947 zu Welt. Sein Zchter war Louis Coelho. Lucky Tack C wurde an den bekannten Roper Sam Edmonson verkauft, der ihn 1953, 1954 und 1956 mit viel Erfolg startete.
Seinen Spitznamen "Eight-Six" erwarb er sich als junges Pferd, als er unter Frank Fereira beim Redding Rodeo im Heeling die ungewhnliche Zeit von 8,6 Sekunden erreichte. Edmonson verwendete Eight-Six auch fr das Heading (Einfangen eines Kalbes am Hals), seine Hauptqualitten lagen jedoch im Healing (Einfangen eines Kalbes an den Hinterbeinen). Auerdem zeigte er viel Talent beim Bull Dogging (einer der beiden Reiter springt vom Pferd auf den Stier, um ihn zu Boden zu werfen).
Ein anderer Sohn Lucky Blantons, der in der Rodeo-Arena glnzte, war Skeet Shooter, besser bekannt als "Buck". Er stammte aus der Leftalone, von Hard Tack, kam 1950 zur Welt, war ein Dun-Wallach und gehrte Chuck und Phyllis Bryant aus Shafter, Kalifornien. Er war ein Top Header und verhalf Chuck zu vielen Team Roping-Siegen. Seinen grten Erfolg errang er bei den National Rodeo Finals in Los Angeles, wo er nicht nur das Team Roping Heading, sondern mit Phyllis im Sattel auch das Barrel Racing gewann und seinen Besitzern viel Geld einbrachte.
Begeistert von Bucks Leistungen, kauften die Bryants 1963 eine Enkelin von Lucky Blanton, namens Blantons Ribbon, mit der sie Roping und Barrel Racing gingen. Gezchtet von Burns Blanton, stammte diese 1958 geborene Dun-Stute von Red Ribbon Blanton, einem Enkelsohn von Lucky Blanton, aus der Eureka Blanton, von Lucky Blanton. Blanton`s Ribbon war eine tchtige Stute. Sie brachte Phyllis auf den 3. Platz im Finish der California Barrel Racings und gewann eine Menge Geld im Team Roping.
Ein weiterer Sohn von Lucky Blanton, der sich viel Ansehen in den Roping Arenen erwarb, war Scotty H, aus der Check Out, von Pay Check, von Hard Tack. Er gehrte zuerst E.V. Dorsey und dann Marvin Myers aus Golconda, Nevada. Weiters gab es da den Lucky Blanton-Sohn Skipper Bill, aus der Boots, von Dammit. Er gehrte Simon Hogue und verdiente unter Billy Hogue und Gordon Davis eine Menge Geld beim Calf Roping.
1957 und 1958 wurde Lucky Blanton an Spencer Childers, der eine Ranch in Fresno betrieb, verpachtet. Dies ermglichte den Pferdeleuten aus dem San Joaquin Valley, ihre Stuten von dem berhmten Hengst decken zu lassen. Unter den Fohlen, die der Hengst dort produzierte, war unter anderen Blue Blanton, ein Blue Roan-Hengst, 1959 geboren, aus der Corn Cob, von Lee Moore. Childers zchtete mit dem Hengst und nutzte ihn gleichfalls als Roping Horse. Blue Blanten zeugte sehr gute Hengstfohlen, unter ihnen Bunnys Bar Boy und Tiny Charger, beide AAA-Sieger auf den Rennbahnen.
Lucky Blanton sorgte auch fr ausgezeichneten Stuten-Nachwuchs, darunter waren Lucky Bet, eine 1943 geborene Sorrel-Stute, aus der Betsy, von Red Cloud. Sie war eine der besten Halter-Stuten ihrer ra und wurde von dem legendren Charlie Araujo geshowt. Eine andere bemerkenswerte Betsy-Tochter, geboren 1944, war Betsy Luck. Sie brachte Lucky Betsy, von Jimmy Reed, zur Welt.
Die Stute Dusky Ruth stammte aus der Bajita Fifi, von Hard Tack. Gedeckt von Driftwood, brachte sie Dusky Peake, einen braunen Hengst hervor, der John Bacon aus Los Olivos gehrte und sowohl als Vererber, als auch als Roper erfolgreich war.
Eine ausgezeichnete Lucky Blanton-Tohter war auch Lucky Choice, aus der Knock Knoc, von Woo (TB). Sie wurde, gedeckt von War Chant, 1960 fr 8.000,- Dollar an Vernon McPhillips verkauft.
Lucky Split war vielleicht die beste Tochter von Lucky Blanton. Sie war aus der Bonita Adair, von Tom Adair. 1954 wurde diese braune Stute von W.M. Sullivan aus Soledad, Kalifornien, gezchtet. Als gute Performance-Stute wurde sie von den Working Cow Horse Breeders der Yuba-Sutter Counties Inc. hochgeschtzt, die sie in die Cow Horse Hall of Fame brachten. Diese Gruppe fasste ihre Meriten in einem wertvollen, ledergebundenen Buch, das auch die Geschichte ihres Vaters Lucky Blanton enthlt, zusammen. Zwei ihrer herausragendsten Fohlen, Loretta Bar und Redwood Blossom, beide von Lucky Bar (TB) waren AAA-Rennpferde. Zwei Fohlen aus der Lucky Split, Happy Chance und Triple Go Bar, wurden erstklassige Performer. Sie wurden siegreich in den berhmten kalifornischen Shows im Cow Palace von San Francisco, in Monterey, Salinas und bei den State Fairs in Open Hackamore- und Reined Cow Horse-Events vorgestellt. Diese Veranstaltungen wurden von der California Reined Cow Horse Association und nicht von der AQHA in Szene gesetzt.
Zwei weitere groartige Performer aus der Lucky Split waren Burnt Girl, von Burnt Spur und Doc`s Abe, von Doc Bar. Burnt Girl war ein CRCHA Hackamore Champion, whrend Doc`s Abe ein Bridle Horse Sweepstakes-Sieger im Cow Palace war.
Eine groe Anzahl kalifornischer Zchter nahmen Lucky Blanton-Tchter in ihre Zuchtstutenherden auf, darunter so bedeutende wie Spencer Childers, die Sessions Ranch, Rancho Jabali, Bill Dana, das California State Polytechnical College und Perry Cotton.
Cotton, der eine Ranch in Visalia betrieb, verfgte ber eine auerordentliche Zuchtgruppe von Lucky Blanton-Tchtern. Als er diese Stuten mit verschiedenen Hengsten paarte, avancierte er aufgrund der Qualitt der Nachkommen zu einem der bedeutendsten QH-Zchter der 50er-Jahre in seinem Gebiet. Als er seine jungen Pferde ab 1962 verkaufte, rissen sich die Interessenten regelrecht um die Lucky Blanton-Stuten und er erzielte absolute Spitzenpreise.
Lucky Blantons athletische Fhigkeiten, seine Schnelligkeit und sein Wesen vererbte sich uneingeschrnkt auf die nchsten Generationen und so wurde er ein auerordentlich erfolgreicher Zuchtstuten-Vererber. Unter seinen Enkeln waren so bedeutende Pferde wie Blantons Ribbon, ein berhmtes Barrel Racing- und Roping Horse; die AQHA Champions Miss Poco Possum, Penny Blanton, Lucky Wood, Babes Gray und Poco Targett sowie die AAA-Rennpferde Luap Nosbod, Irish Lad, Minnacaduzza und Pistacio Bar.
Im Frhjahr 1957 kamen, nach einem Artikel vom August 1965 im Quarter Horse Journal, vefasst von Emma Jeanne Judkins, Jim und Bob Clyde aus Heba City, Utah, nach Kalifornien, um Stuten zu kaufen. Sie erwarben neben anderen Stuten auch Lady Golddust, eine Tochter Lucky Blantons. Die beiden waren von diesem Pferd so restlos begeistert, dass sie unbedingt auch dessen Vater in ihren Besitz bringen wollten. Zwei Jahre spter, am 5. Februar 1959, war der Handel perfekt und sie kauften Lucky Blanton von Tom Mattart und brachten ihn nach Utah. Zu diesem Zeitpunkt war der Hengst 23 Jahre alt.
Whrend der Decksaison 1959 wurden Lucky Blanton 18 Stuten zugefhrt, von denen 14 im nchste Frhling fohlten. Doch whrend des Winters von 1959 auf 1960 wurde der Hengst wegen eines rheumatischen Leidens immer schwcher. Schlielich kam es so weit, dass es menschlicher Hilfe bedurfte, um ihn auf die Beine zu bringen. 1960 war er gerade noch in der Lage, eine einzige Stute zu bedecken. Es war dies Heart 87, im Besitz von Sterl Creer, von der Spanish Fork Ranch in Utah. Das Resultat war ein gutes Stutfohlen, namens Barbara Blanton - es war Lucky`s letztes Fohlen.
Im April 1960 wurde der groe Chestnut-Hengst eingeschlfert und auf der Ranch Blaine Moore`s, nahe Henefer, Utah, begraben.
Whrend seiner Karriere als Zuchthengst zeugte Lucky Blanton mehr Top Rope Horses als jeder andere Quarter Horse Hengst in der Geschichte der Rasse.
Bericht aus Western News 6/2000 und 1/2001