Ausbildung zum Übungsleiter Westernreiten (FENA) 29.01.2010

Achtung: Bestimmung bezüglich Rücklegung der Ausbilderlizenz

Im Ausbildungsregulativ der ÖAPO ist in § 110 Abs 3 normiert, dass die Lizenz für Ausbilder mit einer Gültigkeitsdauer von zwei Jahren ausgestellt wird. Gemäß Abs 4 ruht die Lizenz, wenn die Ausbildungskraft den Besuch der vorgeschriebenen Anzahl von dem vom OEPS, Hauptreferat Ausbildung, anerkannten Fortbildungsveranstaltungen nicht nachweisen kann.

Somit ergeben sich drei Möglichkeiten:

1.    Nach abgeschlossener Ausbildung verzichtet der/die Westernreiter(in) auf die Verleihung der Ausbilderlizenz: der Amateurstatus bleibt erhalten;

2.    Nach abgeschlossener Ausbildung mit Verleihung der Ausbilderlizenz und der Erklärung des Ruhens der Ausbilderlizenz (auch wenn diese Erklärung bereits am Folgetag der Verleihung erfolgt), kann der Amateurstatus erst nach der 3-jährigen Ruhenszeit beantragt werden;

3.    Wird nach Ende der Gültigkeitsdauer der Ausbildungslizenz  keine Fortbildung besucht und damit die Ausbilderlizenz nicht verlängert, beginnt die 3-jährige Ruhenszeit mit dem ersten Tag nach Ende der Gültigkeit der Ausbilderlizenz. Beispiel: Befristung der Ausbilderlizenz mit 30. April 2014 è Ruhenszeit 1. Mai 2014 bis 30. April 2017; er danach kann der Amateurstatus beantragt werden.

 

DURCHFÜHRUNGSBESTIMMUNGEN

 

Zu § 85 Übungsleiter Westernreiten (FENA)

1. Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung

 

1.1 Für die Zulassung zur Ausbildung zum Übungsleiter Westernreiten (FENA) ist/sind entweder

a) eine erfolgreiche Ablegung einer Eignungsprüfung oder

b) mind. 6 Pkt. in drei verschiedenen Turnierdisziplinen

Das WRC Bronze wird für die Zulassung zur Ausbildung zum Übungsleiter nicht mehr akzeptiert.

 

Der Antragswerber muss mind. 1 Jahr im Besitz des WRC sein. Nachweis über die Teilnahme an einem Kurs für Erste Hilfe (6 Std. u. nicht älter als 2 Jahre).

 

Die Eignungsprüfung umfasst:

Praxis:

a) Horsemanship Aufgabe in den drei Grundgangarten mit Anhalten und Rückwärtsrichten.

b) Trail (mittelschwerer Trail unter Berücksichtigung des Ausbildungsgrades des Pferdes).

c) Longieren eines reiterlosen Pferdes

 

Theorie:

Basiswissen der einzelnen Westernreitdisziplinen (Horsemanship, Trail, Western Riding, Pleasure, Reining) wie zum Beispiel: Parcours Aufbau im Trail ü Abstand zwischen den Stangen, Abstand zwischen den Hindernissen, Pylonen Aufstellung für Horsemanship usw. Die Eignungsprüfung ist vom Lehrgangsleiter (Ausbildungsstand ab Westerntrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer) und einem vom Referat Western des BFV entsandten Beauftragten abzunehmen.

 

1.2 Die Wiederholung der Sichtung kann nach Ermessen des Lehrgangsleiters vor Kursbeginn stattfinden.

 

2. Lehrgang für die Ausbildung zum Übungsleiter Westernreiten (FENA)

 

2.1 Der Lehrgang hat eine Dauer von mindestens 7 Tagen (mindestens 60 Unterrichtseinheiten ü 45 Minuten).

 

2.2 Der Lehrgang hat in jedem Fall die nachstehend angeführten Gegenstände im angegebenen Stundenausmaß zu umfassen:

 

Theorie:

a) Theoretische Grundlagen des Westernreitens 5 UE

b) Sattel und Zaumzeugkunde 2 UE

c) Veterinärkunde u. Erstversorgung beim Pferd 6 UE

d) Hufbeschlag 2 UE

e) Fütterung und Haltung 2 UE

f) Einführung in Pädagogik, Methodik, Didaktik 8 UE

g) Einführung in Trainings- und Bewegungslehre 3 UE

h) Verbands- u. Vereinsorganisation ü System, Sinn

u. Zweck (Zucht) 1 UE

i) Versicherungswesen 1 UE

j) Richten und Richterwesen 2 UE

Theorie gesamt 32 UE

Praxis:

a) Longieren 6 UE

b) Reiten 10 UE

c) Unterrichtserteilung 12 UE

Praxis gesamt 28 UE

 

2.3 Maximale Teilnehmerzahl: 15

 

2.4 Lehrstoff der einzelnen Unterrichtsgegenstände

Theorie:

a) Aufgaben des Übungsleiters:

- Theoretische Grundlagen des Westernreitens; Was ist Westernreiten? Ursprung, Ausbildungsziel, Zügelführung, Horsemanship, Disziplinen

- Aufsichtspflicht und Unfallverhütung

- Sicherheitsaspekte im Pferdesport

- Anforderungen an den Übungsleiter im Pferdesport

-Sattel und Zaumzeugkunde

 

b) Vermittlung von:

- Kenntnissen auf dem Gebiet der Pferdehaltung und des Umgangs mit dem Pferd, Fütterung

- Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes

- Grundkenntnisse Veterinärkunde und Erstversorgung beim Pferd

- Hufbeschlag

 

c) Theorie zur Unterrichtserteilung:

- Grundlagen der Pädagogik

- Grundlage der Reitlehre

- Aufbau und Gestaltung von Übungsstunden

- Grundlagen der Trainings- u. Bewegungslehre; Alter spezifische Entwicklung und Leistungsfähigkeit im Kinder- und Jugendbereich sowie im Erwachsenen- und Seniorenbereich, Reiten für Späteinsteiger

- Spiel und Bewegungsangebote des Breitensports

- Verbands- und Vereinsorganisation

 

d) Unterstützung für den Westernreitwart (FENA), Westernreittrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer.

Praxis:

a) Longieren: Arbeit an der Longe mit einem jungen Pferd, Korrektur des Reiters an der Longe. Es wird empfohlen, auch das Longieren unter besonderer Berücksichtigung von Sitzübungen an der Longe in Theorie und Praxis im Lehrgang zu behandeln.

 

b) Reiten: Arbeit mit dem Pferd in verschiedenen Disziplinen, Lektionen des Westernreitens

 

c) Unterrichtserteilung: verschiedene Lektionen des Westernreitens für Anfänger, Beurteilung und Korrektur der einzelnen Leistungen.

 

2.5 Lehrgangsdurchführung:

Sowohl der Lehrgangsleiter als auch die Ausbildungsanlage sind vom Referat Western des BFV zu genehmigen.

 

3. Kommissionelle Abschlussprüfung

 

3.1 Die Prüfung besteht aus:

a) Praktische Übungen (Eigenkönnen); Trail, Reining, Horsemanship ü Diese Teilprüfungen werden während des Lehrganges von den jeweils zuständigen Trainern beurteilt.

 

b) Praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt); Die Unterrichtserteilung kann in der Prüfung in Form einer Lehrprobe (aus verschiedenen Disziplinen) durchgeführt werden. Wird die Unterrichtserteilung in Form einer Lehrprobe geprüft, kann sich der Teilnehmer zwischen den Disziplinen entscheiden. Die Lehrprobe sollte nicht länger als 15-20 Minuten dauern.

 

c) Anfängerunterricht an der Longe.

 

d) Schriftliche/mündliche Theorieprüfung in den Gegenständen

 

a) ü j).

 

3.2 Prüfungskommission

a) Die Prüfungskommission besteht aus drei Mitgliedern und zwar dem Lehrgangsleiter (Ausbildungsstand ab Westerntrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer) als Vertreter des örtlich zuständigen LFV, einem Westernreitrichter und einem Vertreter des Ausbildungsreferates des BFV. Der Lehrgangsleiter muss zwei Wochen vor Prüfungsbeginn dem Referat Western bekannt gegeben werden. Der Westernrichter wird vom Referat Western des BFV entsandt.

 

a) Die Entschädigung für die einzelnen Mitglieder der Prüfungskommission richtet sich nach der jeweiligen Höhe der Gebühren für Turnierrichter gemäß Gebührenordnung des BFV.

 

b) Die Prüfungskommission hat ein Protokoll über die durchgeführte Prüfung zu erstellen, welches von allen Mitgliedern zu unterfertigen ist.

 

3.3 Beurteilung

Beurteilt wird in den einzelnen Gegenständen:

- ausgezeichnet bestanden = eine Leistung, die den Anforderungen im besonderen Maß entspricht;

- bestanden = eine Leistung, die den Anforderungen entspricht;

- nicht bestanden = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht.

 

3.4 Die Wiederholung einer oder mehrerer Teilprüfungen ist frühestens nach 6 Monaten möglich. Die Wiederholungsprüfung kann anlässlich eines Lehrgangs ÜL Westernreiten oder Westernreitwarts abgelegt werden.

 

3.5 Die Zeugnisse, die vom BFV beigestellt werden, sind vom

zuständigen LFV auszufertigen.

 

Ausbildungsregulativ

 

§ 85 Übungsleiter Westernreiten (FENA)

1. Der Übungsleiter Westernreiten (FENA) ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, den Übungsbetrieb im Breitensport zu leiten.

 

2. Der Lehrgang zur Ausbildung zum Übungsleiter Westernreiten (FENA) hat zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den fachlichen und erzieherischen Aufgaben eines Übungsleiters Westernreiten (FENA) vertraut zu machen.

 

3. Der Antrag auf Zulassung zum Lehrgang ist an den BFV/Referat Western zu richten.

 

4. Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung:

 

a) Für die Zulassung zur Ausbildung ist/sind entweder

ü eine erfolgreiche Ablegung einer Eignungsprüfung oder

ü mindestens 6 Pkt. in 3 verschiedenen Turnierdisziplinen oder

ü das WRC-Bronze erforderlich

 

b) Weitere Zulassungsbedingungen:

Mitglied in einem dem BFV angeschlossenem Verein. Ein Mindestalter von 18 Jahren zum Zeitpunkt des Kursbeginns. Nachweis über die Teilnahme an einem Kurs für "Erste Hilfe" (6 Std. und nicht ülter als 2 Jahre). Der Antragsteller muss mind. 1 Jahre im Besitz des WRC sein.

 

c) Die Kosten der Eignungsprüfung tragen die Prüfungswerber.

 

5. Der Lehrgang für die Ausbildung zum Übungsleiter Westernreiten (FENA) wird vom Referat Western des BFV durchgeführt. Die Dauer des Lehrganges betrügt 7 Tage. Die Ausschreibung ist mind. 8Wochen vor dem gewünschten Termin einzureichen und vom Referat Western des BFV zu genehmigen. Die Kosten tragen die Teilnehmer.

 

6. Kommissionelle Abschlussprüfung:

 

6.1 Teilnehmer, die den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen haben, sind zur kommissionellen Abschlussprüfung zugelassen.

6.2 Die Prüfungskommission besteht aus drei Mitgliedern und zwar dem Lehrgangsleiter (Ausbildungsstand ab Westerntrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer) als Vertreter des örtlich zuständigen LFV, einem Westernreitrichter und einem Vertreter des Ausbildungsreferates des BFV. Der Lehrgangsleiter muss zwei Wochen vor Prüfungsbeginn dem Referat Western bekannt gegeben werden. Der Westernrichter wird vom Referat Western des BFV entsandt.

 

6.3 Die Kosten der Prüfungskommission trügt der Prüfungswerber.

 

7. Bei erfolgreich abgelegter Prüfung stellt der BFV ein Zeugnis, eine Tafel Hier unterrichtet ... und eine Ausbilderlizenzkarte aus. Im Zeugnis ist die Berechtigung zur Führung der Bezeichnung "Übungsleiter Westernreiten (FENA)" angeführt.

 

8. Wiederholung der Prüfung

 

8.1 In den Einzelfächern kann die Prüfung frühestens nach sechs Monaten wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung kann anlässlich eines Lehrgangs üL Westernreiten oder Westernreitwarts abgelegt

werden.

 

8.2 Wird in einem Prüfungsfach die Wiederholungsprüfung in einem Zeitraum von drei Jahren nicht abgelegt, so ist die gesamte Prüfung zu wiederholen.

 

8.3 Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.

 

9. Rücktritt und Ausschluss von der Prüfung:

 

9.1 Tritt ein Prüfungskandidat nach Prüfungsbeginn zurück, so gilt die gesamte Prüfung als nicht abgelegt.

 

9.2 Der Prüfungskandidat kann von der Prüfungskommission von der Prüfung ausgeschlossen werden, wenn er sich ungebührlich benimmt, oder eine Täuschung bzw. einen Täuschungsversuch unternimmt.

 

9.3 Liegen der Prüfungskommission ausreichende Entschuldigungsgründe für das Versäumnis oder den Rücktritt vor, so können bereits abgelegte Prüfungsteile anerkannt und die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.