Ausbildung zum WESTERNREITWART (FENA) 29.01.2010

Durchführungsbestimmungen

 

Zu § 90 Westernreitwart (FENA)

1. Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung

 

1.1 Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung ist der ÜL Westernreiten (FENA). Der Antragsteller muss mind. 1 Jahr im Besitz der Ausbilderlizenz ÜL Westernreiten (FENA) sein. Für die Zulassung zur Ausbildung zum Westernreitwart (FENA) ist/sind entweder

· eine erfolgreiche Ablegung einer Eignungsprüfung oder

· mind. 6 Pkt. in drei verschiedenen Turnierdisziplinen oder

· das WRC Silber erforderlich.

 

Die Eignungsprüfung umfasst:

Praxis:

a) Horsemanship Aufgabe in den drei Grundgangarten mit Anhalten und Rückwärtsrichten.

b) Trail , Reining oder Western Riding; 2 dieser Disziplinen nach Wahl des Bewerbers

c) Longieren eines reiterlosen Pferdes

 

Theorie:

Wissen über die einzelnen Westernreitdisziplinen (Horsemanship, Trail, Western Riding, Pleasure, Reining) Parcours Aufbau im Trail – Abstand zwischen den Stangen, Abstand zwischen den Hindernissen, Pylonen Aufstellung für Horsemanship Pylonen Aufstellen für Western Riding usw. Die Eignungsprüfung ist vom Lehrgangsleiter (Ausbildungsstand ab Westerntrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer) und einem vom Referat Western des BFV entsandten Beauftragten abzunehmen.

 

1.2 Die Wiederholung der Sichtung kann nach Ermessen des Lehrgangsleiters vor Kursbeginn stattfinden.

 

2. Lehrgang für die Ausbildung zum Übungsleiter Westernreiten (FENA)

 

2.1 Der Lehrgang hat eine Dauer von mindestens 8 Tagen

 

2.2 Der Lehrgang hat in jedem Fall die nachstehend angeführten Gegenstände im angegebenen Stundenausmaß zu umfassen:

Theorie: (Unterrichts UE à 45 min)

a) Theoretische Grundlagen des Westernreitens 5 UE

b) Sattel- und Zaumzeugkunde 2 UE

c) Veterinärkunde u. Trainings- u. Bewegungslehre 5 UE

d) Hufbeschlag 2 UE

e) Sportbiologie 3 UE

f) Einführung in Pädagogik, Didaktik, Methodik 8 UE

g) Einführung in Trainings- und Bewegungslehre 3 UE

h) Rechts-, Haftungs- sowie Versicherungsfragen 2 UE

i) Verbands- u. Vereinsorganisation – System, Sinn u. Zweck (Zucht) 1 UE

j) Richten und Richterwesen 3 UE

k) Abreitplatzkontrolle 2 UE

 

Theorie gesamt 36 UE

 

Praxis:

a) Longieren 8 UE

b) Reiten 10 UE

c) Unterrichtserteilung 10 UE

Praxis gesamt 28 UE

 

2.3 Maximale Teilnehmerzahl: 15

 

2.4 Lehrstoff der einzelnen Unterrichtsgegenstände:

Theorie:

I. Aufgaben des Reitwartes:

a) Theoretische Grundlagen des Westernreitens; Ursprung

b) Ausbildungsziel, Zügelführung zwei und einhändig

c) Horsemanship, Disziplinen, Wanderreiten

d) Aufsichtspflicht und Unfallverhütung

e) Kenntnisse im Turnierwesen

f) Sicherheitsaspekte im Pferdesport

g) Anforderungen an den Reitwart im Pferdesport, Ausbildung

des jungen Pferdes, Korrektur schwieriger Pferde

h) Sattel und Zaumzeugkunde, Kenntnisse und Anpassungen von Zaumzeug u. Ausrüstung

 

II. Vermittlung von:

a) Kenntnisse auf dem Gebiet der Pferdehaltung und des Umgangs mit dem Pferd, Fütterung

b) Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes

c) Grundkenntnisse Veterinärkunde und Erstversorgung beim Pferd

d) Hufbeschlag

 

III. Theorie zur Unterrichtserteilung:

a) Grundlagen der Pädagogik

b) Grundlagen der Reitlehre

c) Aufbau und Gestaltung von Übungsstunden

d) Grundlagen der Trainings- u. Bewerbungslehre; Alter spezifische Entwicklung und Leistungsfähigkeit in Kinder- u. Jugendbereich, sowie im Erwachsenen- u. Seniorenbereich

e) Spiel u. Bewegungsangebote des Breitensports

f) Verbands- u. Vereinsorganisation

IV. Unterstützung für den Westerntrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer

 

Praxis:

a) Longieren: Arbeit an der Longe mit einem jungen Pferd, Korrektur des Reiters an der Longe; Es wird empfohlen, auch das Longieren unter besonderer Berücksichtigung von Sitzübungen an der Longe in Theorie und Praxis im Lehrgang zu behandeln.

 

b) Reiten: Arbeit mit dem Pferd in den verschiedenen Disziplinen und Lektionen des Westernreitens, Korrektur des Pferdes;

 

c) Unterrichtserteilung: verschiedene Disziplinen und Lektionen des Westernreitens für Anfänger und Fortgeschrittene, Beurteilung und Korrektur der einzelnen Leistungen.

 

2.5 Lehrgangsdurchführung:

Sowohl der Lehrgangsleiter als auch die Ausbildungsanlage sind vom Referat Western des BFV zu genehmigen.

 

3. Kommissionelle Abschlussprüfung

 

3.1 Die Abschlussprüfung besteht aus:

Einer Reitprüfung mit einem oder mehreren Pferden nach Wahl des Bewerbers, gezäumt gemäß dem Alter des Pferdes und einer theoretischen Prüfung wie folgt:

- Praktische Übungen (Eigenkönnen); Reining, Trail, Horsemanship – Diese Teilprüfungen werden während des Kurses von den jeweils zuständigen Trainern beurteilt.

 

- Praktisch-methodische Übungen (Lehrauftritt); Die Unterrichtserteilung kann in der Prüfung in Form einer Lehrprobe (aus verschiedenen Disziplinen) durchgeführt werden. Wird die Unterrichtserteilung in Form einer Lehrprobe geprüft, kann sich der Teilnehmer zwischen den Disziplinen entscheiden. Die Lehrprobe sollte nicht länger als 15-20 Minuten dauern.

 

- Anfängerunterricht; Longieren eines Reiters mit Sitzkorrektur

 

- Schriftliche und mündliche Theorieprüfung in den Gegenständen

a) – j).

 

3.2 Prüfungskommission

a) Die Prüfungskommission besteht aus drei Mitgliedern und zwar dem Lehrgangsleiter (Ausbildungsstand ab Westerntrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer) als Vertreter des örtlich zuständigen LFV, einem Westernreitrichter und einem Vertreter des Ausbildungsreferates des BFV. Der Lehrgangsleiter muss zwei Wochen vor Prüfungsbeginn dem Referat Western bekannt gegeben werden. Der Westernrichter wird vom Referat Western des BFV entsandt.

 

b) Die Entschädigung für die einzelnen Mitglieder der Prüfungskommission richtet sich nach der jeweiligen Höhe der Gebühren für Turnierrichter gemäß Gebührenordnung des BFV.

 

c) Die Prüfungskommission hat ein Protokoll über die durchgeführte Prüfung zu erstellen, welches von allen Mitgliedern zu unterfertigen ist.

 

3.3 Beurteilt wird in den einzelnen Gegenständen mit:

- ausgezeichnet bestanden - eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht;

- bestanden - eine Leistung die den Anforderungen entspricht;

- nicht bestanden - eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht.

 

3.4 Die Wiederholung einer oder mehrerer Teilprüfungen ist frühestens nach 6 Monaten möglich. Die Wiederholungsprüfung kann anlässlich eines Lehrgangs Westernreitwart abgelegt werden. 3.5 Die Zeugnisse, die vom BFV beigestellt werden, sind vom zuständigen LFV auszufertigen.

 

Ausbildungsregulativ

 

§ 90 Westernreitwart (FENA)

1. Westernreitwart (FENA) ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete

und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, den Übungsbetrieb im Breitensport zu leiten.

 

2. Der Lehrgang zur Ausbildung zum Westernreitwart (FENA) hat zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den fachlichen und erzieherischen Aufgaben eines Westernreitwartes (FENA) vertraut zu machen.

 

3. Der Antrag auf Zulassung zum Lehrgang ist an das Referat Western des BFV zu richten.

 

4. Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung:

a) Für die Zulassung zur Ausbildung ist eine erfolgreich abgelegte Eignungsprüfung erforderlich (siehe Durchführungsbestimmungen 1.1). Zu den Beurteilungskriterien ist der ÜL Westernreiten (FENA) Abschlusslevel anzusetzen.

 

b) Weitere Zulassungsbedingungen:

· Mitglied in einem dem BFV angeschlossenen Verein

· Ein Mindestalter von 19 Jahre zum Zeitpunkt des Kursbeginns.

· Nachweis über die Teilnahme an einem Kurs für „Erste Hilfe“ (6 Std. und nicht älter als 2 Jahre).

· Der Antragsteller muss mind. 1 Jahr im Besitz der Ausbilderlizenz ÜL sein.

 

c) Die Kosten der Eignungsprüfung tragen die Prüfungswerber.

5. Der Lehrgang für die Ausbildung zum Westernreitwart (FENA) wird vom Referat Western des BFV durchgeführt. Die Dauer des Lehrganges beträgt 8 Tage. Die Ausschreibung ist mind. 8 Wochen vor dem gewünschten Termin einzureichen und vom Referat Western des BFV zu genehmigen. Die Kosten tragen die Teilnehmer.

 

6. Kommissionelle Abschlussprüfung:

6.1 Teilnehmer, die den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen haben, sind zur kommissionellen Abschlussprüfung zugelassen.

 

6.2 Die Prüfungskommission besteht aus drei Mitgliedern und zwar dem Lehrgangsleiter (Ausbildungsstand ab Westerntrainer (FENA), staatl. gepr. Westernreitinstruktor, staatl. gepr. Westernreitlehrer) als Vertreter des örtlich zuständigen LFV, einem Westernreitrichter und einem Vertreter des Ausbildungsreferates des BFV. Der Lehrgangsleiter muss zwei Wochen vor Prüfungsbeginn dem Referat Western bekannt gegeben werden. Der Westernrichter wird vom Referat Western des BFV entsandt.

 

6.3 Die Kosten der Prüfungskommission trägt der Prüfungswerber.

 

7. Bei erfolgreich abgelegter Prüfung stellt der BFV ein Zeugnis, eine Tafel „Hier unterrichtet …“ und eine Ausbilderlizenzkarte aus. Im Zeugnis ist die Berechtigung zur Führung der Bezeichnung "Westernreitwart (FENA)" angeführt.

 

8. Wiederholung der Prüfung

 

8.1 In den Einzelfächern kann die Prüfung frühestens nach sechs Monaten wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung kann anlässlich eines Lehrganges Westernreitwart abgelegt werden.

 

8.2 Wird in einem Prüfungsfach die Wiederholungsprüfung in einem Zeitraum von drei Jahren nicht abgelegt, so ist die gesamte Prüfung zu wiederholen.

 

8.3 Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.

 

9. Rücktritt und Ausschluss von der Prüfung:

 

9.1 Tritt ein Prüfungskandidat nach Prüfungsbeginn zurück, so gilt die gesamte Prüfung als nicht abgelegt.

 

9.2 Der Prüfungskandidat kann von der Prüfungskommission von der Prüfung ausgeschlossen werden, wenn er sich ungebührlich benimmt, oder eine Täuschung bzw. einen Täuschungsversuch unternimmt.

 

9.3 Liegen der Prüfungskommission ausreichende Entschuldigungsgründe für das Versäumnis oder den Rücktritt vor, so können bereits abgelegte Prüfungsteile anerkannt und die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.